ich bin an Euch als Fachleute verwiesen worden und hoffe natürlich, dass Ihr mir vielleicht etwas unterstützend unter die Arme greifen könnt. Ich versuche erstmal alle Fragen zu beantworten, die man beantworten soll, mal sehen was dann noch an Info übrig bleibt... Vielleicht aber vorab: Unser Kleiner kam am 31.10.2015 per Not-Sectio zur Welt. Ich war mit Blasensprung ins Krankenhaus gekommen, leider aber ohne Wehen. Diese wurden dann eingeleitet. Nach 36 Stunden im Kreißsaal - inklusive PDA und allem was gut und teuer ist - hat der Kleine einfach festgesteckt. Er musste dann geholt werden. Wir haben das aber soweit gut verkraftet (auch weil meine Hebamme in der Vorbereitung viel über Not-Kaiserschnitte aufgeklärt hatte und ich darum nicht so geschockt war). Cookie hatte schon im Krankenhaus zu viel abgenommen (leider hab ich deren Gewichtswerte nicht) - an Tag drei war er 50 g unter der 10 % Grenze. Mit dem Pumpen hatte ich da noch nicht begonnen, wir sollten aber in jedem Fall zufüttern (sagten Stillberaterin und Kinderarzt vor Ort). Was mir gar nicht schmeckte war, dass die Sauger so groß waren, dass es ihm nur so in den Rachen lief. Er hat sich dann oft übergeben und es nicht so gut vertragen. An Tag 4 durften wir gehen. Er hatte dann genau 10 % abgenommen. Zu Hause habe ich aufs Zufüttern verzichtet. Die Hebamme wollte uns wohl auch noch nicht stressen und hat erst zwei Tage später gewogen. Da hatte er wieder weiter abgenommen - und mir war auch klar, warum er so viel geweint hatte. Seitdem füttern wir zu und wiegen selbst jeden Tag. Haben eine Babywaage mit 5 g Schritten gekauft. Inzwischen füttern wir zu, pumpen und stillen. Da bei mir wirklich kaum Milch kommt beim Pumpen meint meine Hebamme, ich könne dann auch damit aufhören und eben nur mit Flasche füttern. Klar geht das, ich würde aber gerne noch etwas weiter versuchen. Aber das geht nur, wenn Ihr mir vielleicht den ein oder anderen Tipp geben könntet...
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Er wird mit Humana Pre HA zugefüttert. Er darf trinken so viel er möchte. In den meisten Fällen sind das zwischen 50 und 90 ml. Zusätzlich bekommt er die Muttermilch, die ich beim mal davor abgepumpt habe.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen tagsüber alle drei Stunden (von Stillbeginn zu Stillbeginn gerechnet), nachts alle vier Stunden. Ich stille auf jeder Seite 10 Minuten und gebe ihn dann an meinen Mann weiter. Der gibt ihm die Flasche (Medela Calma) und ich pumpe weiter je 10 Minuten ab (mit der Symphony von Medela aus der Apotheke). Dabei kommen maximal (!) 20 ml zusammen (und auch das erst seit gestern...)
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Habe ich nicht notiert, ich würde aber sagen ca. 3 Windeln sind voll am Tag. Randvoll
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Zu Anfang hat er die Brust oft angeschrien, inzwischen trinkt er ruhig und gleichmäßig - wenn er denn wach bleibt. Gerade nachts möchte er wirklich lieber schlafen und hält gar nichts davon geweckt zu werden. Wir ziehen ihn dann bis auf den Body aus und motivieren so gut es geht. Es ist aber echt ein Kampf (und fühlt sich für ihn auch nicht richtig an....).
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, wir nutzen den Calma Sauger von Medela. Manchmal mag er einen Schnulli (MAM für Neugeborene), aber eher selten.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Meine Hebamme zur Nachsorge kommt alle paar Tage vorbei.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Wir wurden mit einem Billy Wert von 14 entlassen. Der Kinderarzt meinte, das sei zwar etwas hoch, der Kleine sei aber so unglaublich fit, wach und stark, dass er sich da nicht sorgen würde. Die Hebamme meint, inzwischen sei das kein Problem mehr, er hat keinen Gelbstich mehr und ist wirklich fit. Ich selbst habe eine leichte Schilddrüsenunterfunktion und nehme täglich 66µg L-Tyroxin. Der Kleine ist ein ICSI Kind (inklusive einer PID, da mein Mann einen Gendefekt hat). Vor der Kinderwunschzeit war ich normalgewichtig, habe aber mit dem Progesteron das ich nehmen musste gut was drauf gepackt. Bin jetzt also schon übergewichtig (heute 90 kg auf 174 cm).
Hier noch unsere Wiegeergebnisse:
31.10: 3860 g --> Geburtsgewicht, in der Klinik nackt
04.11: 3480 g --> Entlassungsgewicht, in der Klinik nackt
06.11: 3320 g --> nachmittags durch Hebamme im Body und Windel
07.11: 3340 g --> vormittags durch uns mit frischer Windel
08.11: 3340 g --> vormittags durch uns mit frischer Windel
09.11: 3400 g --> vormittags durch uns mit frischer Windel
10.11: 3480 g --> vormittags durch uns mit frischer Windel
11.11: 3500 g --> vormittags durch uns mit frischer Windel
12.11: 3600 g --> vormittags durch uns mit frischer Windel
Und die Stilldaten:
02.11: 6 x gestillt
03.11: 8 x gestillt, 140 ml Pre
04.11: 8 x gestillt, 100 ml Pre --> Entlassung KH
05.11: 7 x gestillt, 60 ml Pre
06.11: 8 x gestillt, 130 ml Pre
07.11: 6 x gestillt, 340 ml Pre
08.11: 7 x gestillt, 420 ml Pre
09.11: 7 x gestillt, 440 ml Pre
10.11: 7 x gestillt, 475 ml Pre
11.11: 7 x gestillt, 565 ml Pre
(Ich habe natürlich schon bei Euch gelesen, dass eigentlich 8 mal am Tag mindestens angelegt werden sollte. Ich weiß auch nicht, ob das alle jungen Mütter sagen, aber ich bezweifle wirklich, dass ich ihn noch öfter motivieren kann. Er ist wirklich sehr schwer zu wecken - wir brauchen nachts mindestens 20 Minuten um ihn wach zu bekommen. Und ja, dann trinkt er. Hat er aber eigentlich keinen Hunger, spuckt er auch viel wieder aus bzw. erbricht sich danach...)
Vielleicht formuliere ich nochmal ganz klar, was ich mir von Euch hier erhoffe:
- Gibt es eine Möglichkeit meine Milchmenge zu steigern? Ich nehme jetzt schon piulatte von Humana. Die Stillprobe mit Hebamme hat gezeigt, dass er von mir ca. 20 g trinkt. Nochmal 20 ml pumpe ich bestennfalls ab. Das ist natürlich zu wenig für ihn.
- Wann kann ich ihn schlafen lassen? Man hört ja wirklich oft, man solle auf meine Intuition hören und die schreit mich quasi an, dass er nachts schlafen möchte. Und zwar ohne von uns genervt zu werden. Ich weiß natürlich, dass ich dafür verantwortlich bin für ihn zu entscheiden, aber sollte man nicht auch auf das Kind hören? Allerdings kommt er wirklich sehr selten von selbst.
- Meine Hebamme meinte, wenn bis morgen nicht viel mehr Milch abgepumpt sei, könne ich auch komplett auf Fläschchen umstellen und - wenn ich mag - vorher noch 10 Minuten stillen. Ich will aber nicht aufgeben! Andererseits schränkt das Pumpen extrem ein. Wir hatten noch keinen einen Besuch, seit der Kleine da ist, einfach weil das Füttern 45 Minuten braucht (mit Motivation, Flasche und Pumpen). Gibt es eine Möglichkeit seltener zu Pumpen und trotzdem mehr Milch zu generieren? Oder heißt es da "ganz oder gar nicht"?
Oh je, jetzt hab ich viel geschwafelt... Sorry dafür
Lieben Gruß!
