Hallo Rumkirsche,
herzlichen Glückwunsch zu deinem kleinen Baby. Super, dass du deinen Sohn nur mit deiner Milch ernähren kannst
Rumkirsche hat geschrieben:
Das aktuelle Problem: Das Potential zum Vollstillen ist da: der Kleine weiß wie das Saugen an der Brust geht,
Deine Beschreibung klingt danach, dass dein Baby ein Problem mit dem Wechsel zwischen Brust und Flasche hat, d.h. eine Saugverwirrung. Wie die anderen schon geschrieben haben, ist es ganz wichtig, dass du das Zufüttern auf eine stillfreundliche Methode umstellst. Anbieten tut sich hier ein Becher oder das BES.
Wenn dein Baby keine künstlichen Sauger mehr bekommt, kann er seine Stilltechnik ungestört verbessern und damit effektiver trinken.
Zusätzlich ist es wichtig ihn beim Stillen wach zu halten und zum Saugen zu animieren. Hier bietet sich Brustkompression und Wechselstillen an.
Ein weiterer wichtiger Punkt um mehr Milch in den Bauch deines Babys zu bekommen, ist häufigeres Stillen. Mindestens 10-12 mal in 24 h, d.h. tagsüber alle 2 Stunden und nachts alle 3 h.
Milch fließt ausreichend.
Super toll.
Meine derzeitige Fütterungsprozedur ist: Anlegen, Muttermilch per Flasche und anschließend Abpumpen. Beim Anlegen saugt der kleine nur sehr wenig, es sind lange Pausen oder viel Nuckeln dazwischen. Selbst wenn er vorher munter war nickt er schnell wieder weg. Mit viel Stimulation von Kiefer, Händen und Füßen haben wir es mit Hilfe der Hebamme in 45 Minuten auf 40g Stillprobe geschafft.
45 min ist für ein Neugeborenes eine normale Stilldauer und 40 ml keine so schlechte Menge. Bei 10-12 Stillmahlzeiten wären das 400-500ml. Das ist doch sehr ordentlich.
. Alleine bin ich leider nicht so hartnäckig. Die Hebamme und ich haben den Eindruck, dass der Kleine "stillfaul" ist.
Das ist er bestimmt nicht. Er kann es im Moment nur nicht besser. Ein Baby, das zu "faul" zum stillen wäre, würde verhungern.
Er nuckelt ein bisschen und wartet dann auf die Flasche, an der er sehr gierig bis zu 80ml anschließend trinkt.
Er trinkt die Flasche si gierig aus, weil der harte Flaschensauger den Saugreflex auslöst und dein Baby (wie alle Babys) die Schluckgeschwindigkeit an die Fließgeschwindigkeit der Milch anpasst. Er kann nicht anders.
Dabei verschluckt er sich und schluckt so viel Luft, dass er erbricht und starke Blähungen bekommt.
Noch ein Grund mehr möglichst bald stillfreundlich zuzufüttern.
Beim Abpumpen nach dem Anlegen bekomme ich meist zwischen 60 und 80 ml. Die ganze Fütterungsprozedur kann gut und gerne auch mal 2 Stunden dauern...
Hier würde dir das BES gute Dienste tun. Du könntest beim Stillen zufüttern, so dass du auch eine Menge Zeit sparst. Gleichzeitig bekommt dein Baby beim Zufüttern noch Milch aus der Brust und übt sich im richtigen Stillen.
Mein Vorschlag:
- Das Zufüttern auf Becher oder
BES
umstellen,
- täglich unter gleichen Bedingungen wiegen (du hast schon eine auf 10g genaue Babywaage zu Hause?). Wie das geht steht hier:
Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle
- 10-12 mal in 24 h Stillen,
- dabei
Brustkompression und
Wechselstillen anwenden,
- einmal am Tag Gewicht, Stillhäufigkeit, Zufüttermenge und Pipi- und Stuhlwindelanzahl hier dokumentieren.
Sobald dein Baby keine künstlichen Sauger mehr bekommt, wird er seine Stilltechnik mit der Zeit so verbessern, dass du mit meiner Hilfe das Zufüttern nach und nach reduzieren kannst und in ein paar Wochen voll stillst.
Was meinst du dazu? Magst du es anpacken?
Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung