Ein paar Fragen zum Beikoststart

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Ineken
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Ein paar Fragen zum Beikoststart

Beitrag von Ineken »

Hallo ihr lieben ,
auch wir sind jetzt angekommen beim Beikoststart. Ich habe aber noch ein paar Fragen, die ich hoffentlich hier beantwortet bekomme.
In meinen schlauen Büchern finde ich da nämlich keine wirklichen Antworten und diese sind ja auch eher darauf hinausgelegt die Stillmahlzeiten zu ersetzten.
Ich möchte aber noch weiter stillen und Beikost anbieten.
So, also stille ich einfach nach Bedarf und biete Beikost an, oder?
Deswegen muss ich der Menge die sie isst auch keine Bedeutung schenken, oder ? Denn es sind nach 2 Wochen gerade mal 50-60 ml Möhre-Kartoffel - Brei .
In der Beikost Einführung steht das man vor, während und nachher SStillen kann. Ich habe bis jetzt immer danach gestillt, ist das Ok? Oder habt ihr andere Erfahrungen gemacht? Bis jetzt hat sie Möhren-Kartoffel -Brei bekommen. Nun, vielleicht isst sie auch so spärlich weil sie Möhre nicht mag? Ich habe aber auch schon Kürbis und Pastinake gekocht und eingefroren. Wenn ich jetzt versuche ihr Kürbis anzubieten, dann muss ich den eine Woche geben um zu schauen ob sie ihn verträgt? Zusätzlich kann ich ihr aber doch auch ungewürztes vom Tisch zum probieren geben, oder?Sprich mal eine Stück Gemüse oder mal nen Dinkelzwieback,oder ?
Es steht auch, dass es egal ist wie oft man bei Beikoststart Beikost anbietet. Auch steht da, dass man genauso mit Obst anfangen kann -hab ich das richtig verstanden ?
Ist es also dann jetzt schon möglich ihr (2 Wochen bekommt sie Beikost ) Mittags den Gemüsebrei zu geben ,auch mit Fleisch demnächst, und ihr dann Nachmittags Abends einen Getreidespeicher mit Obst anzubieten? Oder muss ich da ein gewisses Schema einhalten,so wie es in den meisten Büchern steht? Sprich erst eine ganze Mahlzeit und dann den nächsten Brei?
Und wie sieht das aus mit Wasser?Einfach anbieten ,oder noch warten?
Fragen über Fragen :-).
LG Ineken
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jiu21
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Re: Ein paar Fragen zum Beikoststart

Beitrag von jiu21 »

Hallo ineken,
kennst du schon die Grundinformationen zur Beikosteinführung (http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 6&t=124805)? Hier müsstest du zu allen deinen Fragen eine Antwort finden :)
mit einem Sohn 08/2014
Ineken
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Re: Ein paar Fragen zum Beikoststart

Beitrag von Ineken »

Die hab ich schon durchgelesen. Trotzdem wollte ich mich nocheinmal versichern , bzw diese Fragen sind mir irgendwie noch unklar .
Vielleicht stehe ich durch den derzeitigen Schlafmangel auf dem Schlauch .
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Missy
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Re: Ein paar Fragen zum Beikoststart

Beitrag von Missy »

Wasser kannst du zu jeder Mahlzeit anbieten.
Ich persönlich habe lieber vor Beikostgabe gestillt.

Von irgendwelchen Mengenkontrollen habe ich mich völlig frei gemacht, wir hatten hauptsächlich Fingerfood, aber ab und an auch Brei. Da hat er dann mal einen Löffel und mal das halbe Schälchen verdrückt. Und bei Fingerfood mal ein daumennagelgroßes Stück Zucchini und mal eine halbe - nur so als Beispiel. 50-60ml empfinde ich persönlich aber schon als wahnsinnig viel für den Anfang. :)

Du musst keine zwei Wochen zwischen der Einführung von neuen Lebensmitteln warten, sofern keine gesundheitlichen Probleme vorliegen, die das notwendig machen würden.

Du kannst die Breie geben wie du lustig bist, ob frühs, mittags oder abends ist egal.
Du kannst trotzdem gerne zusätzlich fingerfood vom Tisch anbieten, wenn du möchtest. Du bietest es ja nur an, das Kind entscheidet ob es was davon möchte oder nicht.
Ob du mit Obst, Getreide, Gemüse oder sonstwas anfängst ist egal. Hier gab es als erstes Broccoli, als zweites Mango und als drittes Zucchini und kurz drauf schon lustig auch Tomaten, Birnen, Frischkäsebrot und Hirsebrei.

Die Schemata, die in den Büchern meist noch angegeben werden musst du nicht einhalten. Oftmals zielen die auch nur darauf ab, dass Kinder bald abgestillt werden, bzw. Flaschenkinder von Pre zur Breikost überführt werden sollen.
Mir persönlich haben diese ganzen Pläne überhaupt nicht gepasst, ich fühlte mich dadurch regelrecht eingeschränkt und unter Zwang und war heilfroh, als ich hier gelesen habe, dass Beikost nichts mit strenger Einhaltung von Plänen, sondern mit Freude und Spaß zu tun hat. :)
Missy mit dem kleinen Wuselchen (6/13) und *(10/15)
Novalia
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Re: Ein paar Fragen zum Beikoststart

Beitrag von Novalia »

Hier läuft es bereits beim zweiten Kind so:

er bekommt dann was in die Hand wenn wir essen. Das, was wir essen. Jeden Tag zu jeder Mahlzeit. Nudeln, Mango, Gurke, Brokkoli, Birne usw, ganz egal.

Die Regeln:
- er muss aufrecht sitzen
- vor dem salzen wird eine Babyportion abgetrennt. gewürzt wird ansonsten ganz normal
- Obst wird (noch) geschält
- zu scharf geb ich noch nicht, dh kein Waabi, keine Sojasoße, keine Chili
- ich bereite alles frisch zu. Hier gibt es keine Fertigprodukte, Soßenpäckchen oä
- ich leg es ihm hin, er kann damit machen, was er will. Essen, matschen, runterwerfen. Ganz egal, das gehört alles dazu.
- es isst mir völlig egal, wieviel er iss. Ich stille wenn er Hunger hat, ganz unabhängig vom stillen. Nahrungsmittel sind zum entdecken, probieren, Spaß haben.

Beim Großen habe ich das genauso gemacht und man konnte gut beobachten, wie sich die Gewichtung ganz langsam verschoben hat. Weniger stillen, mehr essen. Allerdings darf man dann nicht erwarten, mit einem Jahr abzustillen. Inzwischen ist er drei und stillen ist "nur" noch kuscheln ;)

Jedes Kind hat ein anderes Tempo, der Große hatte mit 10 Monaten überhaupt erst mal Interesse am essen. Der Kleine gierte bereits mit 5 Monaten nach allem, was ich mir in den Mund gesteckt habe. Stillen tut er aber immer noch unverändert häufig und ist jetzt 8 Monate alt.

Das sind natürlich meine persönlichen Erfahrungen, aber vielleicht hilft dir das ein bischen. Vergiss diese ganzen Regeln aus deinen Büchern. Das schränkt doch nur ein und man macht sich so abhängig davon. Esst was euch Spaß macht und zeigt eurer Maus, wie toll und vielfältig die Welt des Essens ist. Geschmack, Textur, Konsistenz, Temperatur, das will alles entdeckt werden :)
mit großem Knups an der Hand 07|12, kleinem Knups auf dem Rücken 02|15 und meinen Sternchen Luca *13.01.17 und *03|14 für immer im Herzen

Weder Bilder, noch Klänge, noch Wort´
könnten beschreiben, was an jenem Ort
mit mir geschehn, als ich dich gesehn
in jener Nacht den Schein hast entfacht.

Schandmaul
Ineken
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Re: Ein paar Fragen zum Beikoststart

Beitrag von Ineken »

Vielen Dank für Eure Antworten.
Also wenn ich das richtig verstehe, dann muss ich mich weder an Mengenangaben noch an irgendwelche Regeln ala als erstes Gemüse x und dann Gemüse y .
Also da sie ja ihren Brei Mittags ganz gut verputzt, könnte ich ihr dann Nachmittags Abends auch schon ein paar Schmelzflocken mit Obst zum probieren geben ?
Da hatte sie nämlich mal von probiert und war ganz vernarrt darin. Hatte ihr dann aber nnicht weiter etwas gegeben, da ich dachte das wäre zu viel durcheinander .
LG Ineken
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arachnia
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Re: Ein paar Fragen zum Beikoststart

Beitrag von arachnia »

Wirf am besten die "schlauen Bücher" in die Ecke und greif nur die Info's aus der Grundinfo auf.

Du kannst ihr auch mittags Obst geben, wenn sie das lieber mag. Oder anderen Gemüsebrei. Oder Brot. Oder was eben gerade passt :)

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Meerhuhn
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Re: Ein paar Fragen zum Beikoststart

Beitrag von Meerhuhn »

Das meiste wurde ja schon gesagt. Ich würde dir aber empfehlen vorher zu stillen. Muss ja nicht unmittelbar davor sein. Aber wenn du danach stillst, wird sie nicht mehr viel trinken und wenn du immer mehr Beikost anbietest und immer danach stillen willst, dann kann es passieren, dass du doch bei Anstattkost gelandet bist, weil sie immer schon satt ist.
Natürlich kann es dann sei, dass sie nicht mehr so viel Brei isst. Das heißt dann aber auch nur, dass sie den Bedarf noch nicht hat und ist vollkommen in Ordnung. Mein Kleiner verschlingt ziemlich viel Brei, wenn ich mal nicht da bin zum Stillen. Wenn wir vorher gestillt haben, ist es ganz unterschiedlich: von 3 Löffeln bis sehr viel ist alles dabei. (Ich habe nie versucht mit ml oder so nachzuvollziehen, wieviel er isst.)
Ansonsten mach dir keinen Kopf! Solange sie alles verträgt, kannst du auch weiter nach Lust und Laune ausprobieren (lassen). :D
Kleiner Professor - April 2015
Ineken
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Re: Ein paar Fragen zum Beikoststart

Beitrag von Ineken »

Huhu ihr lieben,
jetzt muss ich mich doch noch einmal an Euch wenden. Und zwar geht es um folgendes. Wir haben ja jetzt schon vor einiger Zeit mit der Beikost begonnen, aber irgendwie klappt das alles nicht so wirklich.
Beim Brei ist es so, dass sie den Brei vom Löffel absaugt. Ich habe mehrere Löffel ausprobiert , aber immer das selbe. Sie macht überhaupt keine Kaubewegungen. Die Mengen sind auch eher wenig die sie zu sich nimmt.
Wenn ich ihr Fingerfood anbiete, weiss sie gar nix damit anzufangen. Es wird einmal angelutscht und ddann weggeworfen.
Wenn ich ihr mal ein Stückchen von einer Banane,Birne etc gebe verzieht sie das Gesicht. Wenn ich ihr dann mal so ein kleines Stück in den Mund gebe, dann Lutscht sie daran und fängt an zu würgen.
Also irgendwie hat sie null Interesse am Essen. Und wie gesagt sie hat noch nicht einmal so richtige Kaubewegungen gemacht.
Ich hab versucht ihr den Brei in verschiedenen Konsistenzen zu füttern, wird er zu dick dann verweigert sie ihn komplett.
Ist ddas normal? Ich weiss, man soll sein Kind nie mit anderen vergleichen , aber bei uns in der Krabbelgruppe unter anderem auch mit Stillkindern, die später mit Beikost angefangen haben, da sieht das alles ganz anders aus. Also die Kinder kauen einfach schon richtig .
Ist meine kleine vielleicht noch gar nicht Beikostreif? Wie soll ich mich verhalten. Ist das normal, oder eher nicht?
Bin ein bisschen ratlos .
LG Ineken
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königsmadl
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Re: Ein paar Fragen zum Beikoststart

Beitrag von königsmadl »

bin mich auch gerade am einlesen, was Beikost angeht.
Unser Kleiner macht das genauso wie du es beschriebst! Soviel zum Vergleichen :D
Löffel mit egal was wird leergesaugt und protestlos geschluckt, egal was (Obst, Gemüse, Medizin...)
Aber feste Stücke, z.B. ne Möhre lutscht er nur ab. Das geht jetzt seit 3-4 Woche so. Er wusste am Anfang damit nix anzufangen. Ich habe aber damit weitergemacht ihm Sachen anzubieten. Einfach, weil wir dann unsere Ruhe hatten und er uns/unser Essen nicht mehr so schmachtend anschaut.

Aber so langsam merkt man ihm an, dass er Spass am Geschmack hat. Vor allem Sharonfrüchte liebt err derzeit. Da wird laut gelacht, wenn die im Mund landet.
"Essen", also abschaben (mit 2 Zähnchen) und ein bisschen was schlucken tut er vll wenns hoch kommt nen Teelöffel bei jeder Mahlzeit.
Feste Stücke spuckt er immer noch aus.
Vielleicht ist er noch nicht beikostreif, weil er alles ausspuckt? Aber er hat seinen Spass und wir unsere Freude beim Zuschauen.
Brei ging anfangs gar nicht. Denn hat er nur mit Speichel verdünnt und wieder rauslaufen lassen. Wir hatten also vorher mehr als nachher. Derwegen lass ich das jetzt erstmal. Ist mir zuviel Sauerei :lol: Die Möhrchen und Co spül ich nachher einmal ab und ess die Reste selber :lol:
Ich vergleiche ihn aber auch nicht mit anderen. Ist ja schließlich "mein" kleiner Spatz. Und irgendwann wird er was essen...
Königsmadl mit L.M. 05/15 und T.B. 08/17
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