Ziehen in der Brust, Vasospasmen, MSR??

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Vasilissa
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Ziehen in der Brust, Vasospasmen, MSR??

Beitrag von Vasilissa »

Entschuldigt den merkwürdigen Titel. Aber das sind so die Dinge, um die es sich bei mir gerade dreht.

Ich hatte in letzter Zeit immer wieder vermehrt beim Stillen ein Ziehen in der Brust. Ich habe auch schmerzhaften MSR getippt, da es häufig bei voller Brust sofort auftritt und bei weicher Brust erst etwas später. Außerdem stach es auch so mal in der Brust beim Stillen, was es mir echt schwer gemacht hat: Mein Kleinkind arbeitet manchmal vermehrt mit Kiefer und auch Zähnen :roll: Gerade wenn sie zahnt und es bei ihr drückt, baut sie (wohl teils unbewusst) stärkeren Druck auf und das tut natürlich auch weh. Ich wusste dann manchmal gar nicht recht, ob es nun sie ist oder die Brust und habe sie teils wohl unberechtigt deswegen gerügt :oops: (Und andere Male nach dem Stillen erst festgestellt, dass ich Zahnabdrücke an der BW habe :shock: ).

Nundenn, da auch die BW mal weißlich waren nach dem Stillen, habe ich einfach mal Magnesium probiert. Ich war immer der Meinung, dass Vasospasmen a) nicht so häufig sind und b) ich so oft davon lese, dass quasi alle Vasospasmen schon "vergeben" sein müssen und das bei mir nicht die einfache Lösung sein kann :mrgreen:
Aber nun habe ich es doch ausprobiert und die Woche schon 2x mal Magnesium genommen (So und Di oder Mo und Di :oops: ). Seitdem habe ich kein unangenehmes Ziehen mehr!! :D

ABER kann es sein, dass drch die gelösten Vasospasmen der MSR / allgemein der Milchfluss erstmal deutlich heftiger wird? Wir hatten gestern Abend voll Stilltheater, ich konnte das Baby gar nicht mehr im Wiegegriff anlegen und musste mich letztendlich mit ihr hinlegen zum Stillen. Ein Teil davon ist evtl. Blockade (die war zu 20% gelöst und ist nun wieder etwas auffälliger, denke ich - morgen wird sie hoffentlich ganz gelöst!). Aber ich habe das Gefühl, dass sie gerade auch durch den Milchfluss völlig überfordert ist.

Darum eben erstmal die Frage: ist der Zusammenhang möglich? Und wie soll ich weiter vorgehen? Magnesium scheint mir gut zu tun und schaden wird es ja vermutlich nicht. Soll ich wegen dem MSR/Milchfluss erstmal abwarten, wie sich das nun weiter reguliert? Oder ist jetzt schon Blockstillen eine Idee, um zu versuchen, das mit zu unterstützen?
Vasilissa, Baujahr 1986 mit großer Schnucke (*08/13) und kleiner Biene (*06/15).
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Teazer
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Re: Ziehen in der Brust, Vasospasmen, MSR??

Beitrag von Teazer »

Hallo Vasilissa,

einen Zusammenhang zwischen dem Ende der Vasospasmen und einem starken Milchspendereflex halte ich für Zufall. Bei mir schließen sich die zwei Sachen jedenfalls nicht aus. :roll:

Blockstillen ist ein starker Eingriff in die Milchproduktion und sollte erst der letzte Schritt sein, wenn alle anderen Methoden ausgeschöpft sind. Kennst Du den Thread "Unruhe an der Brust" aus der Linksammlung Stillwissen? Da findest Du einige Tipps im Umgang mit starkem MSR.

Der MSR ist allerdings ziemlich hartnäckig. Habe Geduld. Wir können gerne gemeinsam schauen, was bei Euch passt.

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Vasilissa
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Re: Ziehen in der Brust, Vasospasmen, MSR??

Beitrag von Vasilissa »

Danke Teazer für deine Einschätzung.

Ja, vielleicht ist es auch einfach Zufall :mrgreen: Es war mir halt aufgefallen, dass es in beiden Bereichen wohl Veränderungen gibt.
Den Link kannte ich schon "von früher mal" und habe nochmal nachgelesen. Luft im Bauch ist wirklich so eine Sache, die bekommt sie nur schwer los. Oft erst durch Schluckauf, weil das Aufstoßen nicht klappt. Und manchmal wird dadurch auch noch heftig gespuckt. Genau wie sie es oft noch nicht hinkriegt, trocken zu nuckeln und dadurch auch nochmal mehr spuckt. Es gibt Phasen, da kann ich uns täglich mehrfach umziehen :roll:
Blockstillen fände ich auch gar nicht so leicht umzusetzen, da ich ja auch beide Mäuse noch stille.

Dadurch, dass die Große unterschiedlich viel/häufig/lange trinkt, variiert sich sicher auch das Angebot, dass die Kleine vorfindet. Ich hoffe ja ein wenig, dass die extreme Reaktion den einen Abend damit zusammenhing. Oft gibt es auch kaum oder gar keine Probleme, außer das Aufstoßen. Das kommt auch nach ganz unspektakulären Stillmahlzeiten oft nicht so leicht. Und ich trage sie wirklich viel.

Vorhin trotz Magnesium gestern und ohne weiße Brustwarzen das Stillen an der einen Brust unangenehm, erst bei der Großen (die sicher wieder Druck am Kiefer hat, aber immer beteuert, sie würde "nicht aua machen" :( ), aber das hielt auch später noch bei der Kleinen etwas an.
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Teazer
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Re: Ziehen in der Brust, Vasospasmen, MSR??

Beitrag von Teazer »

Hallo! :)
Vasilissa hat geschrieben:Vorhin trotz Magnesium gestern und ohne weiße Brustwarzen das Stillen an der einen Brust unangenehm, erst bei der Großen (die sicher wieder Druck am Kiefer hat, aber immer beteuert, sie würde "nicht aua machen" :( ), aber das hielt auch später noch bei der Kleinen etwas an.
Das kann trotzdem der Vasospasmus sein. Magnesium muss man täglich, manche auch mehrmals am Tag einnehmen. Wenn es schon etwas hilft, dann kann die Verfärbung kaum sichtbar, der Schmerz aber noch da sein.

Wieviel Milligramm nimmst Du z.Zt.?


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Re: Ziehen in der Brust, Vasospasmen, MSR??

Beitrag von Vasilissa »

Gut zu wissen, dass es noch weiter unangenehm sein kann!
Ich nehme jetzt täglich 300mg Magnesium Verla (entweder ich nehme es seit Mo täglich, oder habe es am So angefangen, einmal vergessen und dann täglich genommen - ich weiß es einfach nicht mehr genau :lol: ).
Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass ich durchaus Zahnabdrücke von der Großen hatte nach dem Stillen heute Mittag. Ich glaube ihr, dass sie nicht absichtlich gebissen hat und es vielleicht auch gar nicht gemerkt hat. Aber sie zahnt halt wieder, da kommt das wohl unbewusst immer mal wieder mit dazu. Aber bei der Kleinen hat es danach ja auch noch gezogen - es ist für mich eben schwer auseinander zu halten, weswegen da nun was unangenehm ist. Deswegen wäre es erstmal ein toller Schritt, wenn es nicht mehr einfach so weh tut.

Heute hatte die Kleine insgesamt wenig Schwierigkeiten beim Trinken, aber die Brust war auch meist nicht so voll wie sonst manchmal. Sie hat auch sehr häufig getrunken, wohl als "Nebenwirkung" der Osteopathie heute. Nur gegen Abend wurde sie unruhig an der Brust, da wohl wieder festgeklemmte Luft und vermutlich auch keine Lust auf Milch (nur auf Brust).
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Re: Ziehen in der Brust, Vasospasmen, MSR??

Beitrag von Teazer »

Es kann sein, dass Du mehr Mg brauchst. Am besten Du testest es ein paar Tage und erhöhst bei Bedarf. Ich brauche mehr als das doppelte Deiner aktuellen Dosis um schmerzfrei zu sein, aber das ist von Frau zu Frau verschieden.

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Re: Ziehen in der Brust, Vasospasmen, MSR??

Beitrag von Vasilissa »

Wie lange sollte ich denn erstmal diese Dosis testen, bevor ich hoch gehe? Wie ich gelesen habe, kann auch Kalium und/oder Vitamin B noch ein Grund sein - wie würde man da vorgehen, also was in welcher Reihenfolge testen/hochdosieren?
Vielleicht lasse ich auch nochmal meine Hebamme draufschauen. Ich weiß nicht, wie genau sie sich da auskennt, aber ich wollte sie wegen diversen Dingen nochmal kontaktieren. Da schadet es ja nichts. Wenn ich ihre Ansicht merkwürdig finde, kann ich das immer noch ignorieren ;)


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Re: Ziehen in der Brust, Vasospasmen, MSR??

Beitrag von Teazer »

Zwei bis drei Tage eine Dosis und, wenn es nicht hilft etwas erhöhen.

Vitamin B6 kann auch helfen, ist aber seltener erfolgreich als das Mg. Von Kaliummangel als Grund habe ich noch nie etwas gehört.

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Re: Ziehen in der Brust, Vasospasmen, MSR??

Beitrag von Vasilissa »

Dass Kalium bei einer Frau den Durchbruch gebracht hat, habe ich einmal mitbekommen. Ich glaube, sie nannte das aber selbst eher unüblich...
Beim Vit. B6 bin ich gerade am Grübeln - ich hatte nach dem Absetzen der Pille starke zyklusbedingte Brustschmerzen und da hat bei mir Vitamin B6 gut geholfen. Das behalte ich daher vielleicht im Hinterkopf, auch wenn es sonst seltener erfolgreich ist :)

Wegen der Unruhe an der Brust - gerade vorhin hat sie sich fürchterlich gewunden, da schoss die Milch auch in diversen Fontänen. Davor ausstreichen bekomme ich nicht hin, ich krieg den MSR nicht so ausgelöst. Erstmal rausfließen lassen nach dem andocken passierte jetzt automatisch (da kann ich dann auch gut nochmal mitstreichen), führt aber auch zu Unruhe beim Baby. Viel Luft schluckt sie so auch, zwischendurch aufstoßen lassen ist schwierig, da sie die Luft schwer loswird. Macht bei Hunger/Durst natürlich noch weniger Spaß, darauf zu warten. Am besten funktioniert es definitiv, sie im Liegen auf/neben mir zu stillen. Ist halt nicht immer praktikabel. So schläft sie tatsächlich auch mal an der Brust ein - passiert im Wiegegriff (auch auf einem Stillkissen) nie. Ich drehe sie, wenn sie auf der Seite lag, dann für einige Zeit schlafend auf den Bauch, damit eventuell noch Luft gut rauskommt.
Prinzipiell kommt die Luft eben sehr schwer, häufig wenn überhaupt nur durch Schluckauf oder irgendwann mit viel Milch. Oder gar nicht und macht Bauchweh. Das ist etwas anstrengend und frustrierend.
Und unterwegs ist das Gesamtpaket nicht einfach.



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Re: Ziehen in der Brust, Vasospasmen, MSR??

Beitrag von Teazer »

Vasilissa hat geschrieben:Dass Kalium bei einer Frau den Durchbruch gebracht hat, habe ich einmal mitbekommen. Ich glaube, sie nannte das aber selbst eher unüblich...
Für eine generelle Empfehlung reicht es jedenfalls nicht. :)
Beim Vit. B6 bin ich gerade am Grübeln - ich hatte nach dem Absetzen der Pille starke zyklusbedingte Brustschmerzen und da hat bei mir Vitamin B6 gut geholfen. Das behalte ich daher vielleicht im Hinterkopf, auch wenn es sonst seltener erfolgreich ist :)
Wenn Du es probieren magst, dann melde Dich. Da gibt es nämlich ein paar Regeln.
Wegen der Unruhe an der Brust - gerade vorhin hat sie sich fürchterlich gewunden, da schoss die Milch auch in diversen Fontänen. Davor ausstreichen bekomme ich nicht hin, ich krieg den MSR nicht so ausgelöst. Erstmal rausfließen lassen nach dem andocken passierte jetzt automatisch (da kann ich dann auch gut nochmal mitstreichen), führt aber auch zu Unruhe beim Baby. Viel Luft schluckt sie so auch, zwischendurch aufstoßen lassen ist schwierig, da sie die Luft schwer loswird. Macht bei Hunger/Durst natürlich noch weniger Spaß, darauf zu warten. Am besten funktioniert es definitiv, sie im Liegen auf/neben mir zu stillen. Ist halt nicht immer praktikabel. So schläft sie tatsächlich auch mal an der Brust ein - passiert im Wiegegriff (auch auf einem Stillkissen) nie.
Es wird mit der Zeit besser. Still so oft wie möglich im Liegen oder gegen die Schwerkraft.
Ich drehe sie, wenn sie auf der Seite lag, dann für einige Zeit schlafend auf den Bauch, damit eventuell noch Luft gut rauskommt.
Auf dem Bauch schlafen ist nicht zu empfehlen. Aber das weißt Du ja sicher.
Prinzipiell kommt die Luft eben sehr schwer, häufig wenn überhaupt nur durch Schluckauf oder irgendwann mit viel Milch. Oder gar nicht und macht Bauchweh. Das ist etwas anstrengend und frustrierend.
Und unterwegs ist das Gesamtpaket nicht einfach.
Babys haben häufiger Schluckauf. Das hat mit Luft nichts zu tun. Hilfreich ist sanfte Bewegung (durch tragen, massieren) und Wärme. Bald wird es besser.

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