zu Beginn, dachte ich fälschlicherweise, dass es mir nichts ausmacht, wenn ich meiner Tochter die ein oder andere Flasche mit PRE-Nahrung zu füttere.
Aber nach jeder Flasche hatte ich ein echt schlechtes Gefühl. Mittlerweile drehen sich meine Gedanken ständig ums Stillen bzw. Milchsteigerung. Ich möchte es so gerne schaffen, aus verschiedenen Gründen, meine Tochter voll zu stillen.
Der wichtigste Grund ist wohl, dass mein erstes Kind Neurodermitis und Asthma entwickelt hat und meine Tochter dadurch auch ein erhöhtes Allergierisiko hat. Und volles Stillen ist ja bekanntlich die beste Prävention.
Meinen Sohn, Paul, wollte ich auch gerne ein Jahr stillen, habe aber nach drei Monaten frustriert aufgegeben.
Er musste in der 32 SSW per Sectio geholt werden, da ich einen hohen Blasensprung und starke Blutungen hatte. Da er die ersten drei Wochen zu schwach zum stillen war, habe ich abgepumpt. Sehr deprimierend für mich, da nie mehr als 40 ml zusammen kamen. Relativ schnell wurde mir das ständige Pumpen, Stillen und Flasche Zuviel und gab nur noch PRE-Nahrung! Hätte ich damals schon mal von diesem Forum gewusst!
Ich war damals der festen Überzeugung, dass es nicht geklappt hat, da ich zu dieser Zeit viel emotional durch gemacht hatte. Daher hatte ich gar keine Bedenken, dass es bei Marie ähnliche Probleme geben würde bezüglich zu geringer Milchmenge...
Dabei war die Geburt von Marie eine weitestgehend problemlose und sehr schöne. Ich konnte Marie direkt anlegen und habe das auch so häufig wie möglich gemacht. Dummerweise wusste ich es nicht besser und gab abends nach dem ich Marie schon über mehrere Stunden Dauer gestillt hatte und sie immer noch Anzeichen von Hunger hatte, ein Fläschchen. Das begann schon am zweiten Tag und ich machte dies jeden Abend, da Marie immer am frühen Nachmittag damit begann nicht von meiner Brust zu wollen. Gegen späten Abend hatte ich und habe noch immer das Gefühl, dass sie echt Kohldampf hat! Auch wenn ich Sie schon über mehrere Stunden gestillt habe! Wenn ich ihr dann ein Fläschchen gegeben habe, war dieses in wenigen Minuten leer getrunken! Und auch mit dem jetzigen Löffeln kann es ihr nicht schnell genug gehen! Auch für das BES braucht Sie mit dem dünnsten Schlauch meistens nicht länger als 45 Minuten gefüllt mit 70 ml.
Nach mehreren Tagen hier im Forum und mehreren gelesenen Threads, muss ich allerdings gestehen, dass Flasche geben nicht mein einziger dummer Fehler war, den ich gemacht habe
Sehr viele Tipps und Anregungen habe ich mir schon hier im Forum holen können, kann aber garantiert noch vieles verbessern auf meinen Weg, meine Tochter voll zu stillen. Bzw. bräuchte bei ein paar Fragen auch professionelle Unterstützung. Was mir auch sehr wichtig ist, ist zu wissen ob der jetzige Weg, den ich eingeschlagen habe der richtige ist???
Leider steht mein Mann nicht wirklich hinter mir und hat die Augen gerollt, als ich angefangen habe Marie die PRE-Nahrung mit dem Löffel zu zu füttern bzw. mit dem BES auf dem Sofa saß.
Hier jetzt erst mal handfeste Angaben:
* Wird oder wurde Euer Baby zu gefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zu gefüttert wird oder wurde.
Ich füttere Beba HA PRE Nahrung zu. Seit dem 22.07. mit dem Löffel (finde ich handlicher als mit dem Becher) bzw. seit dem 26.07. auch immer häufiger via BES (Am Abend immer, manchmal schaffe ich es auch noch über Mittag. Morgens wenn mein Sohnemann das Haus unsicher macht, füttere ich via Löffel zu). Davor habe ich mit der Flasche zu gefüttert. Zusätzlich habe ich angefangen ab dem 24.07., die zu gefütterte Menge über den Tag aufzuteilen. Davor habe ich eher große Mengen Richtung Nachmittag/Abend gefüttert.
20.07. - 9x gestillt, 240 ml PRE, 0x Stuhl, 5x Pipi
21.07. - 11x gestillt, 310 ml PRE, 2x Stuhl, 6x Pipi (Mein Sohn hatte sich mehrfach übergeben und ich musste mich mehr um ihn kümmern. Daher habe ich an diesem Tag eine Flasche mehr zu gefüttert um Marie mal weg legen zu können.)
22.07. - 12x gestillt, 170 ml PRE, 0x Stuhl, 5x Pipi - 4120g
23.07. - 10x gestillt, 160 ml PRE, 1x Stuhl, 4x Pipi
24.07. - 11x gestillt, 210 ml PRE, 0x Stuhl, 5x Pipi (Aufteilmenge PRE: morgens 70ml - mittags 70ml - abends 70ml)
25.07. - 13x gestillt, 210 ml PRE, 2x Stuhl, 5x Pipi - 4250g
26.07. - 12x gestillt, 210 ml PRE, 1x Stuhl, 5x Pipi
27.07. - 13x gestillt, 210 ml PRE, 3x Stuhl, 6x Pipi
28.07. - 12x gestillt, 160 ml PRE, 0x Stuhl, 5x Pipi (40-70-70, hat mittags weniger getrunken, deswegen nicht 180 ml)
29.07. - 14x gestillt, 180 ml PRE, 2x Stuhl, 6x Pipi - 4360g
30.07. - 16x gestillt, 170 ml PRE, 1x Stuhl, 5x Pipi (ich war krank und habe mit Marie den Tag auf der Couch verbracht, beim Löffeln mittags ging einiges daneben, daher geschätzt 10ml weniger getrunken)
31.07. - xxx gestillt, 140 ml PRE, xx Stuhl, xx Pipi (70-70), da sich meine Brüste sehr voll angefühlt haben, habe ich die morgens die 40 ml Mahlzeit weggelassen. Marie war bis zum Mittag auch relativ zufrieden. Kann ich die 40ml Mahlzeit morgens weiterhin weglassen? Oder ist es besser die Menge mittags oder abends erst einmal zu reduzieren?
04.06. 2940 g Geburt KH
07.06. 2800 g Entlassung KH
15.06. 2960 g Hebamme
22.06. 3160 g Hebamme
01.07. 3400 g Hebamme
09.07. 3520 g Hebamme --> angefangen höhere Mengen zu zu füttern auf Rat meiner Hebamme, wegen geringer Gewichtszunahme und Maries ständiger Hungeranzeichen
17.07. 3920 g U3 Kinderärztin
22.07. 4120 g Hebamme
25.07. 4250 g eigene Waage
29.07. 4360 g eigene Waage
Ich möchte gerne zwei Mal die Woche wiegen. Immer mittwochs und samstags zur gleichen Zeit am Morgen. Sind die Abstände ok oder soll ich häufiger wiegen?
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Seit dem ich mit der Stillberaterin telefoniert habe (17.07.), versuche ich die Stillabstände nicht länger als 2 Stunden werden zu lassen, was mir aber nicht immer gelingt. Morgens betragen die Stillabstände ca. 1,5-3 Stunden, ab ca. 15:00 Uhr werden die Abstände immer kleiner. Dann schaffe ich es häufig nur noch Marie im Tragetuch zu beruhigen in dem ich Sie zum Schlafen bringe. Dass ich Marie tagsüber mal für ein paar Minuten hinlegen kann, ist nur selten möglich. Meistens geht das wenn ich zu gefüttert habe. Daher habe ich mitunter den Eindruck, dass Sie von mir nicht ausreichend Milch bekommt. Wenn ich Stillproben gemacht habe, ergaben diese häufig nur 40-60ml auch nach längeren Stillpausen. War danach dann immer völlig deprimiert und hatte den Eindruck, dass die Milch noch weniger wurde. Habe sowieso den Eindruck, je stressiger mein Alltag ist, desto weniger Milch ist vorhanden.
Nur zweimal habe ich über 100ml gewogen. Bei diesen Mengen war Marie auch zufrieden eingeschlafen.
Es ist sehr selten der Fall, dass Sie von selbst aufhört zu trinken, da sie satt ist. (Nachts klappt dies ab und an) Wenn ich Sie ließe, würde Sie glaube ich 24h an meiner Brust verbringen. Daher docke ich Sie meistens nach einer gewissen Zeit ab (15-30 Minuten je Seite, je nachdem wie viel Zeit ich habe). Danach zeigt Sie aber fast immer noch Hungerzeichen wie Händchen in den Mund nehmen, Lippen schlecken und auch häufig weinen.
Was mir auch auffällt, ist dass Sie ca. 1 Minute gut trinkt und regelmäßig schluckt aber dann in den Nuckelmodus fällt und schnell anfängt einzuschlafen. Ich probiere es häufig mit Wechselstillen um sie wach zu halten. Nur habe ich den Eindruck, dass meine Brüste schnell schlaff werden und sie für wenige Mengen echt hart arbeiten muss....
Beim Wechselstillen ist ja beschrieben, dass man wechseln soll, wenn die Schluckabstände geringer werden. Bei mir habe ich den Eindruck, dass Sie halt die ersten 30 Sekunden bis 1 Minute sehr häufig schluckt wenn ich Sie dann aber das nächste Mal wieder zu der Brust Wechsel wo sie schon mal getrunken hat, also der 2 Wechsel, ist da schon gar nicht mehr genug Milch für diese Schluckfrequenz.
Mit dem BES habe ich den Eindruck, dass Sie etwas länger aktiv trinkt ca. 5 Minuten dann aber auch in den Nuckelmodus fällt. Dann wecke ich Sie oder Wechsel die Seite. Das BES mit 70 ml hat Sie innerhalb 30-45 Minuten leer getrunken. Ich habe mit dem mitteldicken Schlauch angefangen bin aber jetzt schon auf den dünnsten Schlauch übergegangen, da mir die Trinkgeschwindigkeit doch sehr schnell vorkam. Denn in der empfohlenen Broschüre stand, dass beim ersten Mal trinken die Kinder 10-20ml trinken. Direkt beim ersten Mal hatte Marie die Flasche mit 70ml Inhalt innerhalb 30 Minuten leer getrunken.
Im Allgemeinen gehe ich beim BES wie folgt vor: Beide Schläuche klebe ich direkt an. Den einen klemme ich aber zuerst ab. Flasche ist auf Brusthöhe. Wenn Marie ca. die Hälfte getrunken hat Wechsel ich die Seite und klebe den anderen Schlauch auf die Flasche und löse die Klemme.
Ist diese Vorgehensweise ok?
Nachts schläft Marie immer besser. Seit ca. 1,5 Wochen lege ich Sie zwischen 21-22:30 Uhr hin. Dann kommt Sie einmal zwischen 01-02:30 Uhr und wieder zwischen 05:30-06:30 Uhr. Sind diese Stillabstände noch akzeptabel wenn ich meine Milchmenge weiter steigern möchte oder muss ich mir den Wecker stellen, um Sie häufiger nachts anzulegen?
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Das Stillen klappt von Anfang an gut. Zu Beginn hat sie manchmal nicht genug Brustwarze in den Mund genommen. Das hat sich aber gelegt. Meine Hebamme hatte auch mal geschaut, ob sie es richtig macht und hatte es für gut empfunden. Marie wird vor allem unruhig an der Brust wenn sie meiner Meinung noch Hunger hat und keine Milch mehr da ist. Dann dockt sie ständig an und ab, schlägt und tritt mit Armen und Beinchen, zieht die Brustwarze lang und fängt an zu weinen. Dann ist der Zeitpunkt gekommen an dem ich zu füttere denn an diesem Punkt angekommen bekomme ich Sie auch nicht mehr im Tragetuch beruhigt!
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Flasche ja, Schnuller nimmt sie nicht. (Seit dem 22.07. hat Marie keine Flasche mehr bekommen)
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
- Die Kinderärztin war bei der U3 sehr zufrieden. Gewichtskurve war genauso wie sie sein sollte... (Nach dieser Untersuchung habe ich den Entschluss gefasst, es mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln, zu versuchen Marie voll zu stillen)
- Die Betreuung meiner Hebamme ist abgeschlossen. Sie kam bis zur U3 wöchentlich vor allem zum Wiegen.
- Ich habe am 17.07. mit einer Stillberaterin der La Leche Liga am Telefon gesprochen. Sie hat mir vor allem empfohlen die Stillabstände auf 1,5-2 Stunden zu verkürzen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich hatte einen insulinpflichtigen Gestationsdiabetes von der 10 SSW an, der aber gut eingestellt war. Ich habe ein leichtes PCOS. Gewicht ist normal. Keine Medikamente. Ich nehme 3x5 Globoli Agnus castus D12 und Causticum Hahnemanni D4.
Mir liegt noch folgendes am Herzen:
Was mich zu Beginn immer sehr nervös gemacht hat und ich immer noch meine Probleme habe, ist wenn ich meine beiden Kinder alleine um mich habe. (Normalerweise bringe ich Paul um 09:00 in den Kindergarten und hole ihn um 14:30 Uhr wieder ab) Paul ist ja auch erst 23 Monate alt und braucht noch viel Zuspruch. Einmal die Woche nehmen die Großeltern ihn am Nachmittag aber sonst muss ich sehen wie ich klar komme bis mein Mann um ca. 18:30 Uhr nach Hause kommt.
Obwohl es ja schon echt Luxus ist bis 14:30 Uhr mich nur um Marie kümmern zu müssen, (die Mütter/Väter mit mehreren Kindern rollen bestimmt jetzt die Augen!) finde ich die Stunden am Nachmittag mit beiden Kindern noch immer eine echte Herausforderung. Paul kommt aus dem KG und möchte Aufmerksamkeit, die ihm ja auch zusteht. Und Marie möchte am liebsten ab dem Nachmittag Dauer gestillt werden!
Sorry für den Megaroman! Habe versucht von Anfang an alles dar zu stellen und freue mich sehr auf eure Tipps und Anregungen