Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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ElliBelli82

Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von ElliBelli82 »

Hallo liebe Mamis & Mods

ich habe mich eben erst angemeldet, aber eigentlich lese ich schon seit 3 Monaten immer mal wieder bei Euch mit und habe schon manche Nächte verzweifelt hier verbracht auf der Suche nach Antworten...

Wo fange ich an? Ich habe einen kleinen Sohn, Nico, mein erstes Kind, er ist jetzt 3,5 Monate alt. Nach einer super-schönen Schwangerschaft hatten wir eine heftige Geburt - was als Hausgeburt mit "muttermund-unwirksamen" Wehen anfing, endete nach einem knapp 100-Stunden-Wehen-Marathon im Geburtshaus doch noch als schöne Wassergeburt. Nico kam 2,5 Wochen zu früh, wog 2700 gr und nahm direkt die 10% ab auf 2440 gr. Zudem hatte er eine leichte Neugeborenen-Gelbsucht und war sehr schläfrig.

Das Stillen gestaltete sich von Beginn an durchwachsen: Ich konnte ihn am Anfang nicht gut anlegen und er wurde schnell ungeduldig und schrie sich dann oft die Seele aus dem Leib. Oder er schlief sofort ein an der Brust. Manchmal klappte es aber auch wunderbar. Die Hebammen im Geburtshaus (wir waren 5 Tage dort) empfahlen direkt nach Geburt, ihm Baby Tee aus der Flasche zu geben, was ich zunächst jedoch ablehnte. Da es mit dem Trinken aber meist noch nicht so gut klappte, empfahlen sie mir dann MuMi zuzufüttern wenn es geht. Also strich ich per Hand Kolostrum aus und gab es ihm nach unseren Still-Versuchen in der Flasche (von Becher oder Löffel wusste ich damals leider noch nichts), und er trankk es immer gierig aus. In 5-10 Minuten konnte ich ca. 50 ml. Milch schon am 2-3 Tag ausstreichen und war darum sicher, ich würde nie ein Problem mit Milchmangel haben (falsch gedacht).
Er hatte auch direkt am 2-3 Tag eine Schnuller bekommen - es lagen welche in unserem Zimmer aus und die Hebammen versicherten uns, eine Saugverwirrung gebe es gar nicht. Ich war zwar nicht überzeugt, aber als wir ihn nachts gar nicht beruhigen oder anlegen konnten und mein Mann den Schnuller ausprobieren wollte, gab ich nach. Seitdem ist der Schnuller sein bester Freund...

Als wir nach hause kamen, gestaltete sich das Stillen immer schwieriger.

Von selbst kam Nico die ertsen Tage nur 5 Mal /24 h, wenn ich ihn weckte war er entweder direkt am schreien oder schlief sofort an der Brust ein. Manchmal gab ich ihm das Fläschchen mit MuMi, wenn ich ihn vor Schreien überhaupt nicht anlegen konnte, und nach ein paar Schlucken war er soweit beruhigt dass ich ihn anlegen konnte. Nach 1-2 Wochen konnten wir die Fläschchen weglassen und er war für ca. 3 Wochen ausschliesslich an der Brust, und zwar immer länger..
Unsere Mahlzeiten dauerten dann im Schnitt 1-2 Stunden, das längste war mal 6 Stunden... Nico schrie oft nach dem Trinken und währenddessen, und mir selbst ging es in dieser Zeit ziemlich schlecht. Ich war körperlich absolut erschöpft und hatte starke Rücken- und Nackenschmerzen, da ich trotz vielem ausprobieren kaum eine Stillhaltung finden konnte, die uns BEIDEN passte (ich habe eine leichte Skoliose). Emotional und psychisch ging es mir auch nicht gut in dieser Zeit.

Nico hatte in seinen ersten 2 Lebenswochen gut zugenommen, danach immer weniger, und in seiner 5ten Woche wurden nur 30 gr. Zunahme gemessen. Zudem hatte er in dieser Woche nur wenige und sehr leichte Pipi-Windeln (ich hatte in 24 h nur 130 gramm gemessen:(, so dass ich mit dem Kleinen panisch zum Kinderarzt gerannt bin und der KiA empfahl, abzupumpen und zuzufüttern.

Ich wollte die abgepumpte Milch lieber anrahmen und per Spritze füttern, aber als ich dann zum ersten Mal pumpte, kamen nur 20 ml raus. Ich war verzweifelt, Nico schrie und schrie und liess sich nicht anlegen. So haben mein Mann und ich ihm eine Flasche Pulvermilch gemacht (die Packung hatte er am Tag zuvor geholt, für alle Fälle). Und auf einmal hatten wir ein glückliches zufriedenes Baby! Danach nahm er für die nächsten 2 Wochen gar nicht mehr die Brust und ich muss gestehen: ich habe es auch nicht zu sehr versucht, ich war einfach fertig mit den Nerven.

In dieser ersten Zufütter-Woche nahm er dann 600 Gramm zu und war wie ausgewechselt! Ein zufriedenes glückliches Baby...was muss er vorher gehungert haben!! Und ich hatte es nicht bemerkt, weil ich mir sicher war ich hätte viel Milch. Dabei war sie längst zurückgegangen:(
Ich kam in dieser Zeit zunächst nur auf 300 ml. am Tag beim Abpumpen, konnte es mit vieeeel Pumpen, Bockshornklee etc auf ungefähr 1200 Ml derzeit steigern, und seit ungefähr 2 Monaten bekommt Nico ausschliesslich MuMi.

Ich hatte nach einer "Verschnaufpause" noch 1-2 Wochen lang versucht, Nico mit Hilfe einer Stillberaterin an die Brust zu bringen, und mit Stillhütchen nahm er sie wieder ("Nackt" lehnt er sie kategorisch ab), allerdings musste ich anschliessend trotzdem fast seine gesamte Trinkmenge hinterher zufüttern. Somit erfolgt seine Nahrungsuafnahme seit 2 Monaten zu 99% mit Muttermilch aus der Flasche, und auch das war wochenlang nicht einfach, da es nach den ersten 2-3 begeisterten Tagen an der Flasche schwierig wurde, ihn zu füttern. Bei kleinem Saugloch kriegt er nichts raus und schreit oder hört nach 10 ml auf, und bei grösserem verschluckt er sich schnell. Mittlerweile haben wir eine gute Lösung gefunden mit einem spbestimmten Sauger (ein "komisch" geformter aus Kautschuk vom Müller) und "paced bottlefeeding" (also Nico aufrecht, Flasche im 90 Grad Winkel, mit Pausen). Wir waren mit ihm bei Cranio-Sakral und einer Logopädin, beide haben nichts sehr auffälliges gefunden, ausser dass sein Unterkiefer/Kinn recht weit hinten ist und er die Unterlippe kaum nach aussen stülpen kann und den Mund beim Saugen richtig öffnet (er hält kein Vakuum).

Momentan ist er meist 1-3 Mal am Tag mit Stillhütchen bei mir an der Brust, allerdings eher zum Nuckeln/Kuscheln, und auch das geht nur wenn wir beide entspannt sind, sonst brauche ich es gar nicht erst versuchen.

Er hat recht viel den Schnuller - alle meine Versuche, das zu reduzieren, gab ich spätestens nach ein paar Stunden auf. Denn oft ist es so, dass ihm z.Bsp. das Fläschchen-wärmen zu lange dauert und er schreit und es ist dann anders nicht möglich, ihn zu füttern, ausser vorher mit Schnuller zu beruhigen. Auch im Tragetuch kann ich ihn meist nur tragen, wenn er zumindest in den ersten paar Minuten den Schnuller hat, sonst schreit er. Wenn ich ihm dann noch mal keinen Schnuller gebe, saugt er an seinen Fingern.

So wie es jetzt ist, geht es uns 3 gut - Nico ist mittlerweile ein zufriedenes Baby und entwickelt sich prächtig. Und ich kann die Mutterschaft nun in vollen Zügen geniessen, an die Abpumperei habe ich mich gewöhnt.

Warum schreibe ich dann hier?

Die Sehnsucht nach dem Stillen lässt mich trotzdem nicht los, und an manchen Tagen trauere ich regelrecht deswegen, was kaum jemand nachvollziehen kann...könnte es doch noch klappen für uns mit "richtig" Stillen? Was meint ihr? Wobei ich nicht weiss, wieviel Kraft ich dazu hätte und wieviel "Opferbereitschaft", nochmal alles zu versuchen für das Stillen. Ich bewundere die Frauen, die es hier mit Eurer Unterstützung noch zum Happy End schaffen. Aber ich weiss nicht, ob ICH die Energie und den Willen hätte, unsere derzeit doch recht gute Situation komplett auf den Kopf zu stellen, weil ICH unbedingt stillen möchte (so kommt es mir manchmal vor, und ich glaube so wird es in meinem Umfeld teilweise wahrgenommen).

Lieben Gruss
Elli belli

Kleiner Nachtrag: aus meinen Pumperfahrungen schliesse ich, dass ich einen sehr störanfälligen MSR habe - manchmal sprudeln fast 500 ml nur so raus, und 1 Tag später kann ich mit voller Brust dasitzen und es kommt trotz Wärme und Massage erst nach 20-30 Minuten etwas raus. Generell brauche ich fast immer 5-10 Minuten, bis die Milch zu fliessen beginnt, und ich habe schon viele gute Pumpen ausprobiert (Medela Symphony, Spectra S2, Lansinoh 2 in 1)
Ellibelli82

Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von Ellibelli82 »

ich habe gerade meinen post nochmal durchgelesen und merke, dass ich meine Frage eigentlich fast selbst beantwortet habe - ich hätte gerade wahrscheinlich eben nicht den Willen, die Energie und das Durchhaltevermögen die es bräuchte, um das Ruder jetzt doch noch zum Vollstillen rumzureissen. etwas traurig das so schreiben zu müssen, aber wenn man sich schon fragt ob man den Willen hat, hat man den ja wahrscheinlich nicht.. :oops:
Aber irgendwie MUSSTE ich Euch einfach schreiben, obwohl es jetzt ein paar Monate zu spät ist, einfach weil mich das Thema immer noch sehr beschäftigt und ich das Stillen trotz allem " es ist ist gut wie es ist" nicht aufgeben kann... :cry:

ganz lieben Gruss
Ellibelli
chipmunk
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von chipmunk »

Hallo Ellibelli,

oh jeh, ihr habt ja auch schon einiges durch.
Toll dass du deinen Kleinen voll mit Mumi ernährst!

Ich denke nicht, dass es zu spät für euch ist noch zum Stillen zu finden - Milch ist ja da, und mit Stillhütchen geht dein Kind sogar noch an die Brust! Das liest sich für mich wie super Voraussetzungen und ich dachte spontan sofort Brusternährungsset - dazu wird sich aber bestimmt noch eine Stillberaterin melden.
Ich weiss gar nicht, ob das soo viel mehr Energie dazu bräuchte, denn der Aufwand mit Pumpen und per Flasche füttern ist ja auch enorm. Und es wäre ja nur eine bestimmte Zeit und im Idealfall fällt dann als Ergebnis Pumpen und Zufüttern als Resultat weg = deutlich weniger Aufwand.

Zur Beratung ist es übrigens einfacher, wenn du dich hier anmeldest.

Ich drücke euch die Daumen!
mit zwei Jungs (8/2013 und 6/2020)
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Teazer
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von Teazer »

Liebe ElliBelli,

die Entscheidung, ob Du es anpacken willst, kann Dir niemand abnehmen. Deine Vorraussetzungen sind jedoch optimal. :D
ElliBelli82 hat geschrieben:aus meinen Pumperfahrungen schliesse ich, dass ich einen sehr störanfälligen MSR habe - manchmal sprudeln fast 500 ml nur so raus, und 1 Tag später kann ich mit voller Brust dasitzen und es kommt trotz Wärme und Massage erst nach 20-30 Minuten etwas raus. Generell brauche ich fast immer 5-10 Minuten, bis die Milch zu fliessen beginnt, und ich habe schon viele gute Pumpen ausprobiert (Medela Symphony, Spectra S2, Lansinoh 2 in 1)
Der MSR beim Pumpen sagt nichts über den MSR beim Stillen, denn Deine Pumpe riecht nicht wie Dein Baby, fühlt sich nicht an wie Dein Baby und hat nicht den selben Andockeffekt wie Dein Baby. Es gibt Frauen, die können problemlos stillen und keinen Tropfen pumpen.

Sag einfach Bescheid, wenn Du es versuchen möchtest. Ich denke, es wird klappen.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
ElliBelli
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von ElliBelli »

Hallo Ihr Lieben

Vielen Dank für Eure lieben Worte und die positive Rückmeldung. oh wow ich bin begeistert von Eurer Einschätzung!!! Habe eher mit einer Antwort gerechnet wie " das wird sehr sehr schwierig"..

Ich habe die letzten 2 Tage nochmal intensiv in mich reingehorcht und mit meinem Mann gesprochen und wir möchten es nochmal richtig versuchen mit dem Stillen :) <3 !!! Wie auch immer es dann ausgehen mag, SO wie es jetzt ist kann ich noch keinen wirklichen Frieden damit machen und will uns beiden nochmal eine Chance geben um dann entweder noch laaange und glücklich zu stillen oder das Thema stillen abzuhacken und dann mit dem zufrieden zu sein was wir jetzt schon haben.
Ich muss nur ein bisschen aufpassen, dass ich mich nicht zu sehr "reinsteigere" und mich nicht übernehme. Ich habe eine Vorgeschichte mit Depressionen und entkam in unserer schwierigen Stillphase nur knapp dem schwarzen Loch, so kommt es mir jedenfalls vor.

Liebe @chipmunk Du hast natürlich recht - der Pumpaufwand ist schon heftig, ich komme sogar jetzt noch auf 4-5 Stunden reines pumpen alle 24h, einfach weil es bei mir soo lange dauert die Brust richtig zu entleeren. Und das schränkt uns natürlich ziemlich ein, vor allem jetzt bei dem schönen Wetter wo wir am liebsten den Kleinen ins MySoll packen würden und raus in die Natur...Und ich weiss auch nicht, ob ich tatsächlich noch 9, 12, 18 Monate pumpen mag - es wäre aber Super wenn unser Babymann so lange wie möglich bzw. wie er mag MuMi haben könnte..

Liebe @teaser, Ja ich würde es gerne probieren! Derzeit lese ich in einem ähnlichen Thread bei Euch mit und mache seit ein paar Tagen folgendes:
- mit verschiedenen Saugern Flasche füttern - das geht erstaunlicherweise sehr gut! Früher undenkbar. Ist das gut so? Mit wievielen verschieden sollte ich dann füttern! Habe verschiedene Avent, Calma und Lansinoh und unseren "Spezial-Sauger".
- in Stillposition füttern.
Das klappt mall so mal so, ich glaub ich werde mir noch so ein amerikanisches Stillkissen zum umschnallen gönnen, was meinst Du dazu? Das richtige positionieren war bei uns schon immer voll das Thema, auch beim Flaschegeben, und Nico kriegt die Krise wenn ich vor oder während des trinkens zu lange an ihm "rumzupfe". Momentan nutze ich Kissen und zusammengerollte Decken da ich mit der üblichen Stillschlange irgendwie nicht klarkomme..Muss dazu noch sagen ich bin 1.70 aber habe recht langen Oberkörper, d.h. Nico muss recht hoch, falls ich mich bei Stillen nicht zu viel nach vorne beugen soll (davon verspanne ich nämlich total und kriege recht Nacken- und Rückenschmerzen).
-das BES würde ich sehr gerne ausprobieren, klingt vielversprechend und macht sicher Sinn bei uns!! Habe auf ein paar englischen Seiten zu ähnlichen Problematiken mal gelesen, dass das "Lact Aid" sehr gut und einfacher in der Anwendung sein soll als das von Medela, was meinst Du?
-soll ich mir wieder eine Waage besorgen? Und alle Daten posten und nochmal richtig das Stillberatungs-Formular ausfüllen?

ah und noch etwas, was von Belang sein könnte: ich fange nächste Woche in kleinem Pensum an zu arbeiten. Lebe nämlich in der Schweiz und hier hat man nur 14 Wochen Mutterschaftsurlaub. es werden aber "nur" 3 Abende seine wo ich je einen Kurs unterrichte und ca. 2 Stunden weg bin und ein Vormittag wo ich 5 Stunden weg bin. In der Zeit wäre der Kleine beim Papa. Bei meiner anderen Arbeit (helfe meinem Mann im Büro aus) kann ich den Kleinen dabei haben und könnte ihn dann - oh wäre das schön - stillen!!!

Ich bin mega aufgeregt und ganz kribbelig!! Ich freue mich soooooo es nochmal zu versuchen, da kriege ich einen richtigen Energieschub und lauter Glückshormone..ach wäre das schön!!!!

Lieben aufgeregten Gruss
ElliBelli
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von koalina »

Ich wünsche dir für euren Weg alles Gute!

Suche dir ein Kissen und eine Position, in der du entspannt bist... bei mir ist es der Schaukelstuhl. Wenn du verspannt bist kannst du nicht gut stillen. Ich habe einen kleinen Stillmond und fürs Bett das lange Kissen. Probiere einfach aus, man kann z.B. auch (mehrere feste) normale Sofakissen in einen Bettbezug stopfen.

Liebe Grüße
koalina
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von chipmunk »

Toll! :-)
ElliBelli hat geschrieben:Ich muss nur ein bisschen aufpassen, dass ich mich nicht zu sehr "reinsteigere" und mich nicht übernehme. Ich habe eine Vorgeschichte mit Depressionen und entkam in unserer schwierigen Stillphase nur knapp dem schwarzen Loch, so kommt es mir jedenfalls vor.
Das kann ich gut verstehen. Wir hatten auch ein paar ganz schwierige Wochen, in denen mein Sohn oft die Brust angeschrien hat und das habe ich als psychisch extrem belastend empfunden. Das fühlt sich so schnell wie Ablehnung an und es ist eine Herausforderung sich bewusst zu machen, dass es absolut nichts damit zu tun hat.
Aber gerade dafür, also die mentale Unterstützung ist ja auch das Forum hier sehr sehr hilfreich.
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Hempelchen
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von Hempelchen »

Wow! Schön, dass du es doch noch angehen magst. Das ist echt toll. Ich habe auch sehr lange um unsere Stillbeziehung gekämpft und es lohnt sich so sehr! Ich wünsche dir ganz viel Kraft!
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Hempelchen
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von Hempelchen »

... und noch vergessen: das was du oben schreibst mit Saugerwechsel und allem das klingt doch schon total vielversprechend! Ihr schafft das!
Herbstkind 2012 und Frühlingskind 2016
ElliBelli
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von ElliBelli »

Danke Euch :) Das tut so gut, einfach mal Frauen die einen verstehen und bestärken!

Ich bin so froh, dass ich mich getraut habe hier zu schreiben! das hat sich jetzt schon gelohnt:) Damals vor 3 Monaten hatte ich auch oft daran gedacht, aber ich war so k.o. dass mich allein der Gedanke, einen längeren Text am PC abtippen zu müssen überfordert hat :(

Liebe Kaolina, danke für den Tipp! Im Moment mache ich es so ähnlich mit Decken und Kissen aber es ist irgendwie doch ein rechtes Gefriemel und Nico wird schnell ungeduldig und ich dann nervös..Aber dieses amerikanische Stillkissen sieht sehr vielversprechend auch! ich glaube ich bestelle das Mal, auch wenn es einiges kostet - so ein Zeichen und Symbol, dass wir ab jetzt wieder ein STILL - Kissen brauchen werden :):):)

Liebe Chipmunk, ja das stimmt, das nimmt einen recht mit..ich werde regelrecht kopflos in solchen schlimmen Momenten, der Atem stockt und fühle mich entweder hilflos, dass ich dem Kleinen grad nicht helfen kann oder -noch schlimmer-, kriege richtige Wut-Gefühle und habe dann hinterher ein mega schlechtes Gewissen..Jetzt ist unsere Kommunikation aber mittlerweile eh schon viel besser, ich kann seine Zeichen deuten und weiss was geht und was nicht (meistens;) und bin insgesamt vieeel entspannter und zufriedener und der Kleine auch!!! Mittlerweile weint er sehr wenig und ist so verständig und neugierig und fröhlich geworden - jetzt ist wahrscheinlich der perfekte Zeitpunkt für uns es nochmal anzupacken!

Danke für Euren Zuspruch!!! Das tut soo gut:)
Ellibelli mit Babymann (Januar 2015) und der 3-köpfigen Katzen-Rasselbande
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