mir wurde dieses Forum in einem anderen Forum empfohlen, da ich ein relativ komplexes Problem habe.
Unsere Stillberaterin vor Ort hat sich trotz häufiger Anrufe meinerseits leider nicht gemeldet. Daher nun doch ein Versuch hier.
Mein drittes Kind - Nr. 1 (Okt. 2011) und 2 (Okt 2013) wurden nie gestillt - kam als viel zu kleines Frühchen zur Welt.
Geboren in der 31. SSW mit nicht mal 700g. Anfang Februar.
Ich wollte eigentlich auch dieses Kind nicht stillen, jedoch wurde mir dann nach dem Kaiserschnitt dir Milchpumpe ins Zimmer geschoben, und dann macht man halt.
Nach 3 Tagen kam der Milcheinschuss. Seitdem pumpe ich täglich 5-6x insgesamt 300 bis 350ml ab. Mehr war bei täglichen Besuchen im Krankenhaus und 2 Stunden Fahrtzeit bei aller Liebe nicht möglich. So weit so gut.
Töchterchen wuchs und wurde nach 3,5 Wochen intensiv auf die normale Frühchenstation verlegt.
Dort war ich mir immer noch sicher, nicht stillen zu wollen, aus Angst, dass sie nicht genug Nahrung bekäme.
Irgendwann hat mich nach aufmuntern und gutem Zureden der Schwestern dann doch der Ehrgeiz gepackt.
Töchterchen sucht massiv die Brust. Sie hat sogar bei Papa versucht anzudocken.
Nun haben wir im Krankenhaus - ich habe mich täglich mit den Besuchen mit meinem Mann abgewechselt - immer wenn ich da war wie folgt angelegt:
Kind gewogen, ca. 15 Minuten gestillt, wieder gewogen, Rest mit abgepumpter und angereichterter Muttermilch zugefüttert.
Sie hat an guten Tagen 15-20ml aus der Brust geschafft, und dann nochmal 40-55ml aus der Flasche.
So viel zur Vorgeschichte.
Aktuell sieht es so aus:
Nun ist sie seit Montag mit knapp 2100g daheim. Sie ist jetzt 9,5 Wochen alt. Heute wäre ET gewesen.
Die letzten Tage war ich fast durchgehend im Krankenhaus bei ihr.
Zuvor war es so, dass sie zweimal pro Tag je 15 Minuten stillen "durfte". Alles andere hätte den Klinik-Rhythmus zu sehr durcheinander gebracht.
Sie kommt beim wiegen momentan auf 15 bis 25 ml stillen an der Brust.
Sonntag hab ich sie stillen lassen, so lang sie Interesse hatte. Aber wir haben schnell bemerkt, dass ihr nach 20 Minuten die Kraft ausging. Sie hat da auf 40 Minuten die wir versucht hatten, laut Waage 20ml gestillt.
Eine Schwester meinte, wir sollten doch nur jede zweite Mahlzeit stillen. Da es ihr sonst zu viel werde.
Gestern beim Arzt Gespräch hieß es dann, sie dürfte gerne noch mehr zunehmen und wachsen.
Meine Hebamme kam gestern vorbei, um die richtige Technik beim Anlegen zu überprüfen. Laut ihr machen wir das gut. Keine "Fehler" also in dem Sinne.
Aber sie hat leider keine Erfahrung mit Frühchen...
Nun frage ich mich ehrlich, wie anstrengend ist stillen? Kann es evtl das wachsen verzögern, wenn es sie zu viel Kraft kostet?
Gibt es evtl Tricks, das stillen zu vereinfachen?
Hast jemand Erfahrung, ob man beim Frühchen stillen was besonderes beachten muss?
Oder ist es der bessere Weg, einfach weiter zu pumpen und es so zu füttern?
Seit sie daheim ist, ist ja mehr Trubel durch zwei Geschwister. Da habe ich den Eindruck, sie dockt nicht mal richtig an. Sie nuckelt nur, als wäre meine Brust ihr Schnuller.
Stillproben mit der Waage haben die beiden Tage nur 0-15g ergeben je Mahlzeit.
Meistens schlief sie direkt an der Brust ein
Hat jemand Erfahrungen oder Tipps, ob und wie man ein Frühchen am besten stillt?
Abpumpen ist über kurz oder lang zum scheitern verurteilt, 3x pro Tag bekomme ich hin, aber mehr geht mit drei Kindern auf einmal daheim leider nicht.
Danke schon mal!

