alleine zwei Kinder ins Bett trotz schreistunde
Moderator: Giraeffchen
- Helenchen
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alleine zwei Kinder ins Bett trotz schreistunde
Hallo zusammen
Vor 6 Wochen kam meine zweite Tochter zur Welt. Sie wird voll gestillt, hin und wieder üben wir abgepumpte Milch zu füttern und bisher geht das ganz gut. Pünktlich zur zubettgehzeit der Großen bekommt sie ihre Schreistunde. Mein Mann und ich wechseln und ab wer dann die große (2.5 Jahre) ins Bett bringt und wer sich dem Baby annimmt. D.h. entweder irgendwo ruhig hinsetzen oder ins Tragetuch- auf Schnuller und wilde beruhigungsaktionen verzichten wir sondern versuchen Sie einfach zu begleiten. Nach 15 min bis längstens 2 Stunden ist der Spuk vorbei.
Die große Tochter war ein Schreikind. Leider nichts was sich je richtig "ausgewachsen" hätte, es ist nur anders geworden. Der Kinderarzt nennt es regulationsstörung, auch heute noch ist alles schnell sehr dramatisch und sie braucht nach wie vor viel Unterstützung um mit ihren emotionen klar zu kommen.
Nun zum Problem. In zwei Wochen beginnt mein rückbildungskurs, den ich leider dringend nötig habe. Da ich bei meiner ersten Tochter aufgrund ihres schreiens nur stillend und tragend dem kurs beigewohnt habe habe ich mich dieses mal bewusst dafür entschieden einen Kurs ohne Kind zu machen. Und der beginnt-na klar- genau zur zubettgehzeit der großen.
Mein Mann tut mir jetzt schon leid. Ich hatte vor einer Woche das Vergnügen beide Kinder abends alleine zu haben und bin fast durchgedreht. Die große am quengeln und nachher aggressiv werdend weil müde und nicht ausreichend Aufmerksamkeit von mir und das Baby am schreien. leider verweigert die auch die brust in dieser Phase so dass es kaum möglich ist die schreistunde wenigstens nach hinten zu schieben bis die große schläft. Die große wach lassen bis es vorbei ist kann nicht nur sehr spät werden sondern danach wäre wohl die halbe Wohnung zerstört.
Hängt ihr tipps wie man möglichst beiden Kindern möglichst gerecht werden kann? Auch mein Mann muss regelmäßig beruflich verreisen so dass das Problem auch auf mich zukommen wird. Wir haben leider auch keine Großeltern in der Nähe die unterstützen können.
Bin über Ideen dankbar.
Lg
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Vor 6 Wochen kam meine zweite Tochter zur Welt. Sie wird voll gestillt, hin und wieder üben wir abgepumpte Milch zu füttern und bisher geht das ganz gut. Pünktlich zur zubettgehzeit der Großen bekommt sie ihre Schreistunde. Mein Mann und ich wechseln und ab wer dann die große (2.5 Jahre) ins Bett bringt und wer sich dem Baby annimmt. D.h. entweder irgendwo ruhig hinsetzen oder ins Tragetuch- auf Schnuller und wilde beruhigungsaktionen verzichten wir sondern versuchen Sie einfach zu begleiten. Nach 15 min bis längstens 2 Stunden ist der Spuk vorbei.
Die große Tochter war ein Schreikind. Leider nichts was sich je richtig "ausgewachsen" hätte, es ist nur anders geworden. Der Kinderarzt nennt es regulationsstörung, auch heute noch ist alles schnell sehr dramatisch und sie braucht nach wie vor viel Unterstützung um mit ihren emotionen klar zu kommen.
Nun zum Problem. In zwei Wochen beginnt mein rückbildungskurs, den ich leider dringend nötig habe. Da ich bei meiner ersten Tochter aufgrund ihres schreiens nur stillend und tragend dem kurs beigewohnt habe habe ich mich dieses mal bewusst dafür entschieden einen Kurs ohne Kind zu machen. Und der beginnt-na klar- genau zur zubettgehzeit der großen.
Mein Mann tut mir jetzt schon leid. Ich hatte vor einer Woche das Vergnügen beide Kinder abends alleine zu haben und bin fast durchgedreht. Die große am quengeln und nachher aggressiv werdend weil müde und nicht ausreichend Aufmerksamkeit von mir und das Baby am schreien. leider verweigert die auch die brust in dieser Phase so dass es kaum möglich ist die schreistunde wenigstens nach hinten zu schieben bis die große schläft. Die große wach lassen bis es vorbei ist kann nicht nur sehr spät werden sondern danach wäre wohl die halbe Wohnung zerstört.
Hängt ihr tipps wie man möglichst beiden Kindern möglichst gerecht werden kann? Auch mein Mann muss regelmäßig beruflich verreisen so dass das Problem auch auf mich zukommen wird. Wir haben leider auch keine Großeltern in der Nähe die unterstützen können.
Bin über Ideen dankbar.
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mit den Mädels an der Hand (2012/2015)und dem Bärchen auf dem Arm (7/2017)
Mein Nähpark: Pfaff quilt ambition 2.0, W6 Overlock und Juki mcs 1500
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- Sassenach
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Re: alleine zwei Kinder ins Bett trotz schreistunde
Hallo Helenchen,
das klingt ganz arg anstengend bei Dir!
Dass Deine Große schon früher ins Bett geht, ist keine Möglichkeit? Mittagsschlaf weg lassen und Kind früher hinlegen?
das klingt ganz arg anstengend bei Dir!
Dass Deine Große schon früher ins Bett geht, ist keine Möglichkeit? Mittagsschlaf weg lassen und Kind früher hinlegen?
Gruß Sassenach
Special Girl 11/2010 & Großer Bub 11/2014
...und **** im Herzen
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- Helenchen
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Re: alleine zwei Kinder ins Bett trotz schreistunde
Hallo sassenach
Im Alltag haben wir uns ja gut organisiert und durch die große schockt uns diese verhältnismäßig kurze schreiphase kaum. Eigentlich genieße ich es sogar sehr gerade weil die kleine Maus den Rest des Tages ein entspanntes Baby ist und wir noch mal ganz neu erfahren dass so ein Baby eben nicht den ganzen Tag schreien muss. ...
Nur für die Abende allein fehlt mir einfach noch eine Idee. Ich habe ja die Hoffnung dass irgendwann diese schreistunden aufhören und es dann einfacher wird
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Im Alltag haben wir uns ja gut organisiert und durch die große schockt uns diese verhältnismäßig kurze schreiphase kaum. Eigentlich genieße ich es sogar sehr gerade weil die kleine Maus den Rest des Tages ein entspanntes Baby ist und wir noch mal ganz neu erfahren dass so ein Baby eben nicht den ganzen Tag schreien muss. ...
Nur für die Abende allein fehlt mir einfach noch eine Idee. Ich habe ja die Hoffnung dass irgendwann diese schreistunden aufhören und es dann einfacher wird
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- Helenchen
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Re: alleine zwei Kinder ins Bett trotz schreistunde
Achso mittagsschlaf wird in der kita gemacht den können wir nicht ausfallen lassen. Davon ab haben wir die Erfahrung gemacht dass es dir sie gar nicht gut ist den bestehenden Tagesrhythmus zu ändern.
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Tigermama
- ist gern hier dabei
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- Registriert: 17.06.2013, 21:41
Re: alleine zwei Kinder ins Bett trotz schreistunde
Hallo Helenchen.
Die Situation bei uns ist ähnlich, wenn auch etwas "zeitversetzt". Mein Großer wird im Sommer 3 Jahre, die Kleine ist 3 Monate und schreit abends auch aus voller Kehle (hier 5 Min bis 2 Stunden)- je mehr Eindrücke vom Tag zu verabreiten sind, desto heftiger und länger. Und ihr Timing ist dabei unschlagbar, immer wenn das Bettgehritual des Großen ansteht. Mein Mann ist so ca. an 3-4 Abenden pro Woche um die Zeit nicht da.
Mein Großer hat als Baby auch viel geschrien und ist jetzt auch eher ein Kind, was viel Aufmerksamkeit braucht.
Bei uns hat es sich so entwickelt, dass wir das Abendritual mit schreiendem Baby machen und das klappt tatsächlich super. Ich hab von Anfang an versucht, Schreiphasen nie zum Anlass zu nehmen, den Großen warten zu lassen oder den Alltag zu unterbrechen. Das klappt per Tragetuch sehr gut und dadurch, dass ich in solchen Situationen immer mit beiden Kindern spreche, sie streichle etc.. Einerseits möchte ich beiden zeigen, dass alles okay ist, so wie es ist, andererseits möchte ich eben beiden durch die Situation helfen. Manchmal streichel ich beide gleichzeitig und sage sowas wie "Alles okay. Mama und Dein großer Bruder sind bei Dir. Du bist müde, schlaf ruhig ein." Oder wenn sie schreit nachdem sie in einem anderen Zimmer geschlafen hat, sage ich "Deine Schwester möchte bei uns sein."
Mittlerweile übernimmt der Große schon ganz viel von meinem Reden und Verhalten. Heute morgen war ich kurz im Bad, da fing die Kleine an zu weinen. Den Großen hörte ich sagen: "Alles gut. Mama macht Pipi. Ich bin bei Dir." Soooo süß!
Und irgendwie ist das Schreien abends für den Großen normal geworden und eben keine "Gefahr", weil ich deswegen nicht weggehe oder ähnliches. Und ja, wir lesen sogar die Gute Nacht Geschichte mit schreiendem Baby auf dem Arm. Und die Kleine beruhigt sich dadurch weder später noch früher.
Ich wünsche Dir starke Nerven und dass Ihr Euren Weg findet!
Die Tigermama
Die Situation bei uns ist ähnlich, wenn auch etwas "zeitversetzt". Mein Großer wird im Sommer 3 Jahre, die Kleine ist 3 Monate und schreit abends auch aus voller Kehle (hier 5 Min bis 2 Stunden)- je mehr Eindrücke vom Tag zu verabreiten sind, desto heftiger und länger. Und ihr Timing ist dabei unschlagbar, immer wenn das Bettgehritual des Großen ansteht. Mein Mann ist so ca. an 3-4 Abenden pro Woche um die Zeit nicht da.
Mein Großer hat als Baby auch viel geschrien und ist jetzt auch eher ein Kind, was viel Aufmerksamkeit braucht.
Bei uns hat es sich so entwickelt, dass wir das Abendritual mit schreiendem Baby machen und das klappt tatsächlich super. Ich hab von Anfang an versucht, Schreiphasen nie zum Anlass zu nehmen, den Großen warten zu lassen oder den Alltag zu unterbrechen. Das klappt per Tragetuch sehr gut und dadurch, dass ich in solchen Situationen immer mit beiden Kindern spreche, sie streichle etc.. Einerseits möchte ich beiden zeigen, dass alles okay ist, so wie es ist, andererseits möchte ich eben beiden durch die Situation helfen. Manchmal streichel ich beide gleichzeitig und sage sowas wie "Alles okay. Mama und Dein großer Bruder sind bei Dir. Du bist müde, schlaf ruhig ein." Oder wenn sie schreit nachdem sie in einem anderen Zimmer geschlafen hat, sage ich "Deine Schwester möchte bei uns sein."
Mittlerweile übernimmt der Große schon ganz viel von meinem Reden und Verhalten. Heute morgen war ich kurz im Bad, da fing die Kleine an zu weinen. Den Großen hörte ich sagen: "Alles gut. Mama macht Pipi. Ich bin bei Dir." Soooo süß!
Und irgendwie ist das Schreien abends für den Großen normal geworden und eben keine "Gefahr", weil ich deswegen nicht weggehe oder ähnliches. Und ja, wir lesen sogar die Gute Nacht Geschichte mit schreiendem Baby auf dem Arm. Und die Kleine beruhigt sich dadurch weder später noch früher.
Ich wünsche Dir starke Nerven und dass Ihr Euren Weg findet!
Die Tigermama
tigermama
mit Chaotenteam (Tigerjunge Sommer 2012 und Tigermädchen Winter 2014 und Minitigerjunge Frühling 2017) und Lieblingsmann
Wo Anmaßung mir wohlgefällt?
An Kindern: denen gehört die Welt.
(Goethe)
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- Sabina
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Re: alleine zwei Kinder ins Bett trotz schreistunde
Ich meine mich zu erinnern, dass ich an Abenden, an denen ich alleine war, das Baby im Tuch vor dem Bauch hatte und mich hüpfend auf dem Pezziball neben den Grossen gesetzt habe. So konnte ich ihn immerhin etwas streicheln, seine Hand halten, ein Lied singen, da sein...leider ist mein Grosser sehr (hoch-) empfindlich auf jeglichen Lärm und kann schlecht filtern. Babygeschrei ist heute noch sehr unangenehm für ihn. Trotzdem haben wir diese anstrengenden Abende gut gemeistert. Das wünsche ich euch auch.
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…
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- Sakura
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Re: alleine zwei Kinder ins Bett trotz schreistunde
Meine Große war erst 2, als die Kleine kam, und ich erkenne sie in der Beschreibung Deiner Großen wieder. Sie wollte und konnte (und kann) nicht auf mich verzichten, und zum Einschlafen hat sie in dem Alter am liebsten gestillt. Wenn mein Mann da war, hat er in der Zeit das glücklicherweise komplett unkomplizierte Baby genommen. Oft war ich aber auch mit beiden allein.
Meine Große war in dem Alter schon sehr "vernünftig". Ich habe einfach immer mit ihr geredet wie mit einer Großen. Ich habe ihr gesagt, ich bin jetzt mit Euch beiden allein, und es geht nicht anders. Habe mir die Kleine ins Tuch gebunden, während ich die Große umgezogen und bettfertig gemacht habe, und wenn die Kleine im Tuch geschlafen hat, habe ich der Großen gesagt, es GEHT jetzt nicht, ich kann Dich jetzt nicht stillen. Oft habe ich mich im Bett auf die Seite gelegt, die Kleine oben auf meine Seite, die Große durfte stillen. Danach (oder stattdessen, wer auch immer bedürftiger war in dem Augenblick) habe ich im Bett auf der Seite liegend die Kleine gestillt, die Große hat sich von hinten eng an meinen Rücken gekuschelt. Wenn ich Glück hatte, haben nach wenigen Minuten beide geschlafen
.
Zwei oder dreimal hat sich die Kleine dann doch weggebrüllt. Ich habe mich neben die Große ins Bett gelegt, die weinende Kleine lag auf meinem Bauch, und habe der Großen gesagt, es geht nicht anders, sie muss jetzt so einschlafen, auch wenn die Kleine so laut weint. Hat funktioniert. Denn die Alternative wäre, dass ich mit der Kleinen ins Wohnzimmer gehe und die Große im Schlafzimmer allein einschlafen muss, was sie definitiv nicht wollte. Und das habe ich ihr auch genau so gesagt. Nicht als Drohung, sondern nur als Feststellung von Tatsachen, die ich nun mal nicht ändern konnte. Wenn die Kleine im Tuch geschlafen hat, war es für mich super unbequem, mich hinzulegen. Ich habe mich also ins Bett gesetzt, die Große hat sich ganz eng an mich gekuschelt, wir haben Händchen gehalten, und sie ist eingeschlafen.
Ich habe der Großen alle Freiheiten der Welt gelassen. Habe sie nie gegen ihren Willen ins Bett geschickt, habe ihr die Schlafenszeit selbst überlassen (habe aber schon nachgefragt, ob sie müde ist, oder wenn sie sichtbare Müdigkeitszeichen zeigte, habe ich gesagt: schau, jetzt bist Du aber müde, komm, wir gehen ins Bett!). Dafür habe ich aber bei den Dingen, die ich selbst nicht ändern konnte, ihr das genau so gesagt: ich kann das gerade nicht ändern, das muss jetzt so gehen. Hat sie eingesehen, ging dann auch immer. Ich habe das auch ohne jede Entschuldigung in meiner Stimme gesagt. Ohne jede Angst vor Reaktionen ihrerseits. Habe ihr gesagt, wie es ist, wie es aktuell geht und wie nicht. Nicht, weil ich sie bestrafen will oder sowas, sondern weil ich mich nicht teilen kann. Das hat sie eingesehen und akzeptiert.
Meine Große war in dem Alter schon sehr "vernünftig". Ich habe einfach immer mit ihr geredet wie mit einer Großen. Ich habe ihr gesagt, ich bin jetzt mit Euch beiden allein, und es geht nicht anders. Habe mir die Kleine ins Tuch gebunden, während ich die Große umgezogen und bettfertig gemacht habe, und wenn die Kleine im Tuch geschlafen hat, habe ich der Großen gesagt, es GEHT jetzt nicht, ich kann Dich jetzt nicht stillen. Oft habe ich mich im Bett auf die Seite gelegt, die Kleine oben auf meine Seite, die Große durfte stillen. Danach (oder stattdessen, wer auch immer bedürftiger war in dem Augenblick) habe ich im Bett auf der Seite liegend die Kleine gestillt, die Große hat sich von hinten eng an meinen Rücken gekuschelt. Wenn ich Glück hatte, haben nach wenigen Minuten beide geschlafen
Zwei oder dreimal hat sich die Kleine dann doch weggebrüllt. Ich habe mich neben die Große ins Bett gelegt, die weinende Kleine lag auf meinem Bauch, und habe der Großen gesagt, es geht nicht anders, sie muss jetzt so einschlafen, auch wenn die Kleine so laut weint. Hat funktioniert. Denn die Alternative wäre, dass ich mit der Kleinen ins Wohnzimmer gehe und die Große im Schlafzimmer allein einschlafen muss, was sie definitiv nicht wollte. Und das habe ich ihr auch genau so gesagt. Nicht als Drohung, sondern nur als Feststellung von Tatsachen, die ich nun mal nicht ändern konnte. Wenn die Kleine im Tuch geschlafen hat, war es für mich super unbequem, mich hinzulegen. Ich habe mich also ins Bett gesetzt, die Große hat sich ganz eng an mich gekuschelt, wir haben Händchen gehalten, und sie ist eingeschlafen.
Ich habe der Großen alle Freiheiten der Welt gelassen. Habe sie nie gegen ihren Willen ins Bett geschickt, habe ihr die Schlafenszeit selbst überlassen (habe aber schon nachgefragt, ob sie müde ist, oder wenn sie sichtbare Müdigkeitszeichen zeigte, habe ich gesagt: schau, jetzt bist Du aber müde, komm, wir gehen ins Bett!). Dafür habe ich aber bei den Dingen, die ich selbst nicht ändern konnte, ihr das genau so gesagt: ich kann das gerade nicht ändern, das muss jetzt so gehen. Hat sie eingesehen, ging dann auch immer. Ich habe das auch ohne jede Entschuldigung in meiner Stimme gesagt. Ohne jede Angst vor Reaktionen ihrerseits. Habe ihr gesagt, wie es ist, wie es aktuell geht und wie nicht. Nicht, weil ich sie bestrafen will oder sowas, sondern weil ich mich nicht teilen kann. Das hat sie eingesehen und akzeptiert.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
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- Helenchen
- ist mit Leidenschaft dabei
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- Registriert: 17.05.2013, 18:24
Re: alleine zwei Kinder ins Bett trotz schreistunde
Ich danke euch für eure Berichte, komme leider erst jetzt zum Antworten weil ich Probleme mit dem Internet hatte . Vor allem dir tigermama möchte ich danken, das ist zwar nicht die Lösung die ich mir erhofft hatte aber macht ewas Mut dass es trotzdem klappen kann .
Grad heut hatten wir wieder die Situation dass mein Mann nicht da war . Zum ins Bett bringen der Großen hatte ich die kleine im Tuch . Hier kam uns dann noch etwas die Zeitumstellung zur Hilfe , heißt ich hatte die Große grad im Bett als unsere Schreistunde begann (die erfreulicherweise heut nur 20min dauerte).
So könnt es jedenfalls klappen auch wenn die große Maus etwas unglücklich war dass unser kuscheln wegen des tragetuchs etwas knapper ausfallen musste .
Und dann habe ich ja auch immer Hoffnung dass das schreien irgendwann aufhört...
Lg von einer etwas optimistischeren Helene dass auch diese Aufgabe zu meistern ist
Grad heut hatten wir wieder die Situation dass mein Mann nicht da war . Zum ins Bett bringen der Großen hatte ich die kleine im Tuch . Hier kam uns dann noch etwas die Zeitumstellung zur Hilfe , heißt ich hatte die Große grad im Bett als unsere Schreistunde begann (die erfreulicherweise heut nur 20min dauerte).
So könnt es jedenfalls klappen auch wenn die große Maus etwas unglücklich war dass unser kuscheln wegen des tragetuchs etwas knapper ausfallen musste .
Und dann habe ich ja auch immer Hoffnung dass das schreien irgendwann aufhört...
Lg von einer etwas optimistischeren Helene dass auch diese Aufgabe zu meistern ist
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