Ich verstehe Dich so gut.
Mein Sohn wird zwar erst 1,5, aber ich will auch schon nicht mehr. Ich persönlich würde null trauern über das Ende der Stillbeziehung - ich würde das nur mehr feiern!
Mein Kleiner hat es für mich einfach übertrieben. Ich mag nicht mehr und stille nur mehr, damit ich nachts meine Ruhe habe. Aber es ist schon seit Monaten der Wurm drin.
Allerdings gehe ich schon bald ein halbes Jahr arbeiten und mein Sohn ist gerne beim Papa. Mein Problem ist eher: Ich komme heim und mein bis dahin gut aufgelegtes Kind, fängt die ganze Zeit nur zum jammern und an mir rumzupfen an, weil es nur an die Brust will

Ich weiß nicht, was das am Leben so viel leichter machen soll?
Es gibt oft Nächte, wo er sehr anstrengend an der Brust ist und ich seeeehr genervt.
Zum Glück schaffe ich es aber an den WE inzwischen ihn tagsüber nicht zu stillen. Das habe ich jetzt konsequent durchgezogen, obwohl es oft anstrengend ist, weil man ihn dauernd ablenken muss. Daher am besten viel raus. Draußen braucht es mein Sohn zum Glück schon länger nicht mehr (würde ich auch nicht mehr wollen, seit er ein Jahr alt ist)
Ich würde einfach nur gerne mal kuscheln. Kuscheln will mein Sohn nicht wirklich. Für mein Kind bin ich eine wandelnde Brust
Bei mir hat das immer so ein unterschwelliges "schlechtes Gewissen" verursacht, dass es hier oft heißt: Ja, kannst Du machen, aber dann musst Du die Trauer aushalten. Und das, wo ich ja auf die Bedürfnisse meines Sohnes eingehen will! Daher habe ich schon manchen Versuch wieder sein lassen, weil ich ja meinem Sohn nicht selisches Leid antun will etc. Inzwischen bin ich aber so weit, dass ich beschlossen habe: Nein, ich will wirklich nicht mehr und ich muss den Weg weitergehen - sanft aber konsequent - es gibt da sicher einen Weg.
Du musst nur viel Energie darin setzen, ihn abzulenken, viel zu unternehmen. Kurzes Quengeln wird mal sein, aber in dem Alter bekommen die Kinder keinen Knacks mehr davon, habe ich beschlossen.

... und ich selbst habe eben auch noch Bedürfnisse.
Für Nachts abstillen habe ich für Dich leider keinen Rat. Da gibt's hier Dauerdramen, viel Geheule, viel Geschimpfe von mir etc.
Aber fange mal mit tagsüber an. Ich kann mir vorstellen, dass Dein Sohn auch schon mehr versteht. Meiner versteht das eben noch nicht so, egal wie sehr ich versuche es ihm zu erklären...
... und ja, für mich ist es auch einfach ein Traum mal wieder ohne jemanden an der Brust nachts zu schlafen. Schlafen, wie, soviel ich will ohne irgendeine Stillerei.
Für mich persönlich sind auch 2 Jahre das absolute Stillmaximum. Mehr kann ich mir hier für mich nicht vorstellen. Ich finde das ohnehin schon beachtlich
