Stillen und medizinischer Beruf?

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Assjalein
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Stillen und medizinischer Beruf?

Beitrag von Assjalein »

Guten Abend,
ich bin etwas unsicher ob das das richtige Unterforum für meine Frage ist, aber in "Kind und Job" darf ich noch nicht rein :oops:
Über die Boardsuche bin ich auch nicht fündig geworden. Also sorry schonmal falls der Thread Umstände macht :wink:
Und zwar geht es um die Vereinbarkeit von medizischen Berufen und Stillen: Ich dürfte meinen Job als angestellte Tierärztin eigentlich nicht wieder aufnehmen solange ich stille. Ich muss nächstes Jahr aber irgendwie wieder arbeiten, möchte aber eigentlich auf keinen Fall deshalb abstillen. Dabei geht es mir jetzt nicht um die Still-frequenz, sondern um die grundsätzliche Vereinbarkeit. Aus meiner Sicht könnte ich bei der Arbeit ausreichend vorsichtig mit Medikamenten usw umgehen sodass mein Kind nicht durch Rückstände gefährdet wäre. Aber ich müsste meinen Arbeitbgeber ja dann anlügen.... Wenn man selbstständig ist kräht da gesetzlich kein Hahn nach ob man schwanger ist oder stillt, voll bescheuert.
Gibt es noch jemanden in einer ähnlichen Situation mit medizinischem Beruf? Wie habt ihr das Dilemma gelöst? Wäre weiterstillen und arbeiten veantwortunslos dem Kind gegenüber? Dann besser abstillen?
Liebe Grüße und Danke :-)
Hannah
Zwergensohn E. von 9/2014
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kaehde
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Re: Stillen und medizinischer Beruf?

Beitrag von kaehde »

Es gibt noch ein paar humane und Veterinäre Kolleginnen hier. Teilweise gerade im "Wieder"Einstieg. Was machst Du denn?
Bei mir war es kein Thema, ich wurde nie danach gefragt, im S2 (haben wir) arbeite ich nicht.

Viele Grüße,
Katja
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Re: AW: Stillen und medizinischer Beruf?

Beitrag von MissT »

Liebe Hannah,
Darf ich fragen wo diese Regelung festgeschrieben ist? Konnte spontan mit Google nichts finden.
Durftest du in der Schwangerschaft auch nicht arbeiten?

Ich Frage so viel weil ich eine angestellte Tierärztin kenne die stillt und wieder arbeitet. Daher war ich grad überrascht das zu lesen.

Auch in anderen medizinischen berufen gehört Medikamentenkontakt ja zum Alltag.

Lg

Tap...tap...tap... vom Wischteil.
Der Traurigste aller Tage ist der an dem man nicht gelacht hat. Charlie Chaplin

es grüsst MissT mit Schnurpel (9/13)
EhULao

Re: Stillen und medizinischer Beruf?

Beitrag von EhULao »

Hallo, nur ganz kurz, muss gleich los zum Nachtdienst [emoji30]
Ich arbeite als Ärztin auf einer Intensivstation, seit Keks 8 Monate alt ist und wir noch fast vollstillten...und jetzt mit fast 20 Monaten stillt er noch und es geht ganz prima...habe demletzt erst was dazu geschrieben...musst mal über meine Beiträge suchen, kann gerade nicht verlinken, sorry.
Ich habe es meinem AG nicht offiziell mitgeteilt, nur die unmittelbaren Kollegen informiert, als ich noch gepumpt habe (das War aber rasch nicht mehr nötig). Mir waren die Vorteile der flexiblen Planung mit der Möglichkeit, Nachtdienste und Spätdienste zu machen (die laut MuSchG verboten wären) wichtiger als offizielle Stillpausen...das wäre eh zu kompliziert geworden. Ich passe schon sehr auf (aber das sollte man ja auch nichtstillend tun) und habe trotz recht viel Kontakt mit diversen Infektionen jetzt keine großen Bedenken. In der Veterinärmedizin kenne ich mich leider nicht aus...was wäre denn das Problem deiner Ansicht nach? Hier gibt es etliche Ärztinnen und Schwestern, die stillend arbeiten...ich meine auch eine Tierärztin, ...fällt mir nur gerade der Nick nicht ein [emoji87] [emoji85]

Alles GUTE dir!

Lg Lee
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Jägerin
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Re: AW: Stillen und medizinischer Beruf?

Beitrag von Jägerin »

Huhu, ich hatte 13 Monate offiziell gestillt, danach habe ich “offiziell abgestillt“. Ich weiß auch nicht, wie lange ich hätte im BV bleiben können. Beim Mittleren hatte ich 14 Monate. Ich stille jetzt immer noch, arbeite in Kleintierpraxis und Patho. Ich gehe vorsichtig mit den Medikamenten um und ich denke, ein Kleinkind ist nicht so gefährdet wie ein Säugling.

Ich sehe das nicht als Arbeitgeber anlügen. Hat auch noch nie jemand gefragt, ob ich nicht doch noch weiterstille :mrgreen:

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Re: Stillen und medizinischer Beruf?

Beitrag von EhULao »

Ah...da ist sie ja [emoji2]
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Re: Stillen und medizinischer Beruf?

Beitrag von Jägerin »

Es gibt irgendwo ein Merkblatt “schwangere und stillende Tierärztinnen“. Habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden. Da steht genau drin, was man stillende nicht darf und da bleibt für die Praxis nur ein BV.

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Re: Stillen und medizinischer Beruf?

Beitrag von Assjalein »

Katja: Bis jetzt war ich in einer Gemischtpraxis, also Groß- und Kleintiere. Würde aber gerne nur mit Kleintieren wieder einsteigen. Was ist denn S2? Ich glaube auch nicht dass man mich danach fragen würde, schon alleine weil die meisten nicht davon ausgehen dass ein Kind über 12 Monate hinaus gestillt wird :?

MissT: Da fragst du mich was... Ich bin mir sehr sicher dass es so ist, aber mir fehlt grade der seriöse Quellennachweis :wink: Spontan habe ich nur das hier gefunden: http://tiermedizin-ist-weiblich.de/besc ... uetter/167 Aber das gillt wie gesagt nicht für selbstständige.

Super, vielen Dank Lee und Jägerin :D ICh selber hätte auch nicht die Riesenbedenken stillend zu arbeiten. Ich habe auch schwanger trotz Beschäftigungsverbot noch 2 Monate gearbeitet :oops: Sehe das wie ihr, beim Medikamentenkontakt kann man entsprechend vorsichtig sein und potentiell gefährliche Erreger würde man ja auch nicht-stillend mit nachhause bringen. Ich habe nur etwas Skrupel wegen der gestzlichen Regelung und wollte mal wissen wie ander Mütter das regeln. Jetzt bin ich erleichtert :wink:
Zwergensohn E. von 9/2014
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Re: Stillen und medizinischer Beruf?

Beitrag von Assjalein »

Ach ja, das tolle Merkblatt, ich erinnere mich. Da steht sinngemäß drin: Man darf als schwangere Tierärztin arbeiten, aber man darf dabei keinen Kontakt zu potentiell kranken Tieren haben. Yeah :mrgreen:

Einen ruhigen Nachtdienst Lee!
Zwergensohn E. von 9/2014
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kaehde
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Re: Stillen und medizinischer Beruf?

Beitrag von kaehde »

S2:
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Biologis ... itsstufe_2

Wie alt ist denn dein Kind?

Natürlich gibt es Infektionsrisiken, aber ich halte die für relativ gering. Wenn ich meine befreundeten Kleintierkollegen so höre, ist die größte Problematik bei Ihnen Bissverletzungen. Da würde ich mir wohl eine stillfreundliche Therapie zurecht legen, grade für Katzenbisse ;). Tetanusschutz vorhanden?

Die allermeisten Erkrankungen im kleintierbereich haben ja sowieso kaum zoonotisches Potenzial. Und die klassischen, über Milch übertragbaren Infektionskrankheiten im Grosstierbereich (spontan fallen mir da Brucellose und Listerien ein) sind eher selten klinisch (zumindest Br. ;), Gsd) und nicht so infektiös, dass da eine große Gefahr bestünde, mE.

Was ich nicht machen würde, ist Chemo Vorbereitung o.ä.. Aber sonst würde ich auch im Medikamentenbereich keine Probleme sehen.

Viele Gruesse,
Katja

(@Jägerin: Patho :), wo?)
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