Reboarder und Carsharing

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SandraKoeln
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Reboarder und Carsharing

Beitrag von SandraKoeln »

Hallo zusammen!

Für unsere kleine brauchen wir ja nach der Babyschale einen Autositz. Und weil wir in näherer Umgebung einen schweren Autounfall mit Todesfolge bei einem Kind hatten, soll es diesmal eigentlich ein Reboarder sein. Aber wir haben kein eigenes Auto. Wir haben öfter mal Mietwagen, carsharing, oder Autos von der Familie. Das können die unterschiedlichsten Modelle sein. Aber eigentlich alle sind neuere Autos mit Isofix. Der Sitz muss logischerweise meistens nach jeder Fahrt ausgebaut und bei uns in der Wohnung gelagert werden.
Insgesamt fahren wir bisher sehr selten und eher wenig. So ca alle 1-2 Monate 1 Fahrt. Im letzten Jahr waren es schätzungsweise so 2000 km und da sind zwei längere Urlaubstouren mit Mietwagen mit drin. Längere Strecken fahren wir bisher meist mit der Bahn und haben den Sitz immer mitgenommen. Mit dem 2. Kind gestaltet sich diese Variante eher schwierig. 2 Sitze mitschleppen oder vorschicken ist schon blöd, und dann braucht man am Zielort eh meist einen Mietwagen, weil 2 Kinder bei den Großeltern oder Bekannten nicht zusätzlich ins Auto passen. Also könnte es sein, dass wir demnächst doch mehr Auto fahren als bisher.
Für den Großen haben wir einen Kiddy mit Isofix und Fangkörper. Der passt eigentlich in alle Autos. Mit oder ohne Isofix.
Ich habe mich jetzt mal ein bisschen im Internet umgeschaut und finde die Reboarder alle sehr groß und sperrig. Und der Einbau der Nicht-Isofix-Varianten erscheint mir echt kompliziert. Ich muss das ja im Zweifel jedes Mal machen, und meistens hab ich das carsharing-Auto ja nur für ein paar Stunden. Wenn ich da jedesmal eine Viertelstunde den Sitz einbauen muss, mit quengelndem Kind... Also lieber Isofix, auch wenn es etwas mehr wiegt? Für mich scheint aktuell ein Isofix-Reboarder ohne Stützfuss am sinnvollsten. Was denkt ihr?
Wie ich zwei Sitze auf einmal mit Kindern zur carsharing-Station kriege weiß ich eh noch nicht, ich überlege, ob ich uns so einen faltbaren Bollerwagen besorge.

Das ist jetzt alles ein bisschen konfus. Um es kurz zu machen: Welchen Reboarder würdet ihr bei ständig wechselnden (isofix-tauglichen) Fahrzeugen und längerer Wegstrecke zum Auto so empfehlen? Oder macht ein Reboarder keinen Sinn in dieser Situation? Wir haben uns damals eben aus diesen Gründen ja gegen Reboarder und für Kiddy entschieden, das war aber vor besagtem Unfall... Hat irgendjemand in ähnlicher Situation Reboarder und kann berichten?

Liebe Grüße,
Sandra
Unterwegs mit dem Großen (08/11), der Kleinen (09/14) und den Zwitschis (06/17)
08u11
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Re: Reboarder und Carsharing

Beitrag von 08u11 »

Wir hatten bis vor ein paar Monaten eine ähnliche Situation und ganz ehrlich: Bei uns hat das dazu geführt, dass wir nach Möglichkeit gar nicht mehr Auto gefahren sind, sondern eigentlich (fast) nur noch mit Öffentlichen. Meine Eltern wohnen ziemlich auf dem Dorf. Da geht's nicht ganz ohne. Das haben wir dann aber tatsächlich mit zwei (ich sag' mal) ordentlichen Kindersitzen gelöst, die bei meinen Eltern eingelagert sind. Meine Eltern waren so freundlich sie selbst zu bezahlen, aber ansonsten hätte ich das auch übernommen. Mitgetragen haben wir jeweils nur die Babyschale und selbst das hat dazu geführt, dass die mir einmal im Bahnhof vom KiWa gerutscht ist und ich sie jetzt (unter anderem deshalb) für die Minimaus nicht mehr verwenden will.
Bei meinen Schwiegereltern ist nicht einmal das drin. Die haben/hatten einen Billigsitz in Gruppe I und sind der Meinung, dass für den Großen bzw. inzwischen auch für den Kleinen eine Sitzerhöhung auch reicht :( Da es sich hier allerdings im innerstädtische Fahrten handelt, bestehe ich - sowei irgend möglich auf laufen bzw. Öffentliche. Führt aber regelmäßig zu Unverständnis und schlechter Laune.
Für mich ist das bei meinen Eltern so okay - wir haben allerdings auch nicht dieselben schlechten Erfahrungen wie ihr und fahren noch weit weniger. Zwei Sitze immer mitzuschleppen, kann ich mir nicht vorstellen. Allerdings fahren wir zu den Großeltern auch jeweils mehrere 100km und haben somit auch ohne Sitze genug Gepäck.
Hm- hilft Dir jetzt nicht wirklich weiter. Außer vielleicht: Ich kenne das Problem und habe leider keine wirklich befriedigende Lösung. Wenn jemand anders die hat, würde mich das aber auch interessieren.
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
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Butternut
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Re: Reboarder und Carsharing

Beitrag von Butternut »

Meine Schwester hat eine Axkid Minikid Reboarder in einem Seat Arosa(baugleich mit dem VW Lupo). Das ist ein Sitz der vermutlich in einige Autos passt. Aber er hat kein Isofix. Ich kenn mich mit Carsharing nicht aus, kannst du irgendwie beeinflussen was für ein Auto du bekommst? Kleinwagen oder Kombi, Marke ect.
Liebe Grüße Butternut
K1 2014 und K2 2018
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Re: Reboarder und Carsharing

Beitrag von EleanorRigby »

Hallo,

wir haben zwar ein eigenes (kleines) Auto, aber ähnliche Gedanken habe ich mir auch gemacht, weil es mich sehr nervt, immer mit dem Auto in Urlaub zu fahren, ich bevorzuge eigentlich die Bahn und öffentliche Verkehrsmittel. Ich bin auch keine Reboarder-Expertin, aber wir haben bisher auch keine bessere Lösung gefunden. Wir haben den Axkid Minikid, weil er eben ins kleine Auto passt, aber der ist ohne Isofix. Den in einem Taxi anzubringen, ist unrealistisch (finde ich), selbst Mietwagen würde ich mich nicht trauen. Was ist, wenn dieser vor Ort dann doch nicht die richtigen Schienen hat, etwas kleiner ist als gedacht usw.? Außerdem ist das korrekte Anbringen ja wohl eines der größten Sicherheitsrisiken. Also wäre ich dann auch für Isofix.

Aber die Sitze (auch unserer) sind so groß und schwer... Wir haben den Willen für einen Bollerwagen (es gibt auch so Gestelle) und damit ein weiteres großes Gepäckstück nicht aufgebracht. Hinzu kommt, dass wir öfter auch mal ins Ausland fliegen, aber die Sitze beim Transport durch die Fluggesellschaften Haarrisse bekommen können, die man nicht bemerkt, aber natürlich die Sicherheit beeinträchtigen.

Tut mir leid, dass ich Dir da keine Ideen, sondern nur weitere Bedenken liefern kann... an einer Lösung des Problems wäre ich aber auch interessiert. Evtl. fragst Du nochmal im Reboard-Thread nach?

Liebe Grüße
Eleanor
Liebe Grüße, Eleanor
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swimfan
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Re: Reboarder und Carsharing

Beitrag von swimfan »

Wir haben kein Auto und auch den axkid minikid. Der einbau ist nicht schwer. Ich brauche vielleicht 3 Minuten?! Er passte in alle Autos bisher. Was immer geht ist die schlaufen da zwischen sitz und Sitzfläche festzumachen. Wenn es an den schienen nicht geht.
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Re: Reboarder und Carsharing

Beitrag von EleanorRigby »

Ah, danke swimfan,
das ist ja mal schön zu hören, vielleicht sollten wir in Zukunft mutiger sein. :wink:

LG
Eleanor
Liebe Grüße, Eleanor
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Re: Reboarder und Carsharing

Beitrag von Teelicht »

Gegen die Sperrigkeit haben wir auch keine andere Lösung gefunden als den Großeltern Stühle aufzuzwingen. Am liebsten würde ich auch zwei Freunde mit Stühlen versorgen, aber das geht etwas über mein Budget.

Wir haben sogar nur ein Kind und finden den Transport lästig.

Wir haben einen Britax two-way bei den Großeltern gelassen. Der hat kein Stützbein und ist leicht, aber trotzdem groß und sperrig. Für den Hausgebrauch (ohne eigenes Auto) haben wir jetzt einen Britax hi-way II, der hat ein Stützbein und ist kleiner und das Kind sitzt höher. Wir haben ihn gewählt, weil er nach einem finnischen Blog, der bestgeeignete Reboarder ist, wenn man kein eigenes Auto hat. Ob das nun stimmt, weiß ich nicht, mein Interesse war nicht so groß (weil uns ja das eigene Auto fehlt). Aber aus der Erfahrung vom einbauen der zwei verschiedenen Sitze kann ich sagen, dass es halt nicht schnell geht, wenn man keine Übung hat, auch wenn es eher fünf Minuten als eine viertel Stunde dauert. Wir dachten auch erst, dass ein Stützbein unpraktisch wäre, wenn man den Sitz in verschiedene Autos einbaut, aber das macht keinen Unterschied.
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Jamelek
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Re: Reboarder und Carsharing

Beitrag von Jamelek »

Ich habe einen KLippan Kiss, der ist mit und ohne Isofix einbaubar. Da ich den KLeinen vorne auf dem Beifahrersitz habe, wird er bei mir momentan ohne Isofix befestigt. Der erste Einbau dauerte tatsächlich ca. 10 Minuten, aber mittlerweile baue ich den in 2-3 Minuten ein. Also mit etwas Übung geht das ratz fatz.

Sperrig ist er und ich kann mir nicht vorstellen, mit zweien von der Sorte und 2 Kindern ohne Auto von A nach B zu kommen. Allerdings ist der Klippan eine eigene Babyschale und dann das Gestell rundrum, also so auch in 2 Teilen transportierbar. Daher eventuell noch einer der am geeignetsten Sitze zum transportieren.
Jamelek
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Re: Reboarder und Carsharing

Beitrag von 08u11 »

Jamelek hat geschrieben:Ich habe einen KLippan Kiss, der ist mit und ohne Isofix einbaubar. Da ich den KLeinen vorne auf dem Beifahrersitz habe, wird er bei mir momentan ohne Isofix befestigt. Der erste Einbau dauerte tatsächlich ca. 10 Minuten, aber mittlerweile baue ich den in 2-3 Minuten ein. Also mit etwas Übung geht das ratz fatz.
Genau das ist aber das Problem, wenn man kein eigenes Auto hat und nicht häufig fährt. Da gibt's a) keine Übung und b) braucht man den Sitz halt dann recht häufig auch eher in Stresssituationen (also: Kind krank und muss am WE zum Notdienst, Bahnhof mit zwei Minis, jeder Menge Autos um einen herum, Unmengen Gepäck und aufgeregten Großeltern, die von modernen Kindersitzen wenig bis keine Ahnung haben :D). So zumindest bei uns. Ob das aber ein Unterschied ist zwischen einem Reboarder und einem anderen Ier Sitz - wahrscheinlich eher nicht. Auch bei denen muss man erst wissen, wie sie eingebaut werden.
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
Lösche Benutzer 8492

Re: Reboarder und Carsharing

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

SandraKoeln hat geschrieben: Und weil wir in näherer Umgebung einen schweren Autounfall mit Todesfolge bei einem Kind hatten, soll es diesmal eigentlich ein Reboarder sein....
Wir haben uns damals eben aus diesen Gründen ja gegen Reboarder und für Kiddy entschieden, das war aber vor besagtem Unfall... Hat irgendjemand in ähnlicher Situation Reboarder und kann berichten?
Ist es denn wahrscheinlich, dass das Kind mit Reboarder ueberlebt haette?
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