Bin ich selber Schuld?! Schlafverhalten meiner Tochter

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

AprilMama
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Bin ich selber Schuld?! Schlafverhalten meiner Tochter

Beitrag von AprilMama »

Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und wende mich an euch, da ich mich gerne über das Schlafverhalten meiner Tochter austauschen würde und es in meinem Umkreis nur Mütter zu geben scheint, deren Kinder allein in ihren Zimmern durchschlafen und ich mit einer Mischung aus Mitleid & Unverständnis angeguckt werde, wenn ich berichte wie es bei uns läuft. Inzwischen verunsichert mich das zusehends und ich frage mich, ob ich vielleicht einfach etwas falsch mache.

Meine Tochter ist vom 13. April 2014, also fast 8 Monate jung. Ich stille sie, wobei sie ein riesiger Brei-Fan ist und tagsüber nur noch ganz selten Bedarf hat - und das ist dann auch nicht aus Hunger der Fall, sondern weil irgendwo der Schuh drückt. ;) Ich stille sie noch abends vorm Einschlafen, nachts und morgens und wie gesagt tagsüber, falls sie das möchte.

Sie hat anfangs super geschlafen, schon recht früh nachts lange am Stück und ab dem 2. Monat regelmäßig von 22-5 Uhr. Damals hat sie im BabyBay geschlafen, inzwischen steht ihr Bett neben unserem.
Viel schläft sie darin nicht, da sie im Prinzip seit sie vier Monate alt ist und irgendwie dauerhaft zahnt oder schubt ;) nachts alle zwei Stunden wach wird. In manchen Nächten auch alle 1 - 1,5 Stunden. Zwischendurch hat sie mal drei Tage 8 Stunden am Stück geschafft und dann zwei Wochen 5 Stunden, aber nun schafft sie das nicht mehr.
Nun bekomme ich immer wieder zu hören, dass ich daran selbst Schuld sei, weil
1) meine Tochter nicht in ihrem Bett einschläft, sondern in meinem Arm (dabei bin ich da schon stolz auf sie, da sie eine ganze Zeit lang nur beim Stillen einschlafen konnte - wenn ich versuche sie ins Bett zu legen, weint sie sofort ganz bitterlich und wird schnell hysterisch, das kommt für mich nicht infrage). Laut Aussage anderer Mütter erziehe ich ihr quasi ab, allein einschlafen zu können und daher werde sie auch so oft wach.
2) Sie einen Schnuller zum Einschlafen bekommt. Man müsse Kinder ohne alles ins Bett legen, damit sie lernen, sich selbst zu beruhigen - ist bei der Motte undenkbar!
3) Ich nachts stille wenn sie sich meldet. Sie lerne so, dass sie die Brust braucht um wieder einzuschlafen. Zudem sei dies nicht gut, da sie ja schon Zähne hat (Karies).
4) Sie bei uns im Bett schläft, sobald sie wach wird, wenn wir auch schon im Bett sind.

Eigentlich war ich immer der Meinung, dass man Babys nicht verwöhnen oder verziehen kann, aber so ganz spurlos gehen die Kommentare nicht an mir vorbei. Andererseits gibt es auch Momente in der Nacht, in denen sie kurz wach wird und es reicht, wenn ich ihr kurz über die Wange streiche und sie schläft dann einfach so (sogar ohne Schnuller) wieder ein, also kann sie das doch? Ich war immer der Meinung, dass sie irgendwas hat, wenn sie es nicht schafft weiterzuschlafen und ich dann dafür da bin, ihr dabei zu helfen?! Natürlich wäre ich auch glücklich, wenn sie nicht so oft wach würde, aber kann es denn wirklich passieren, dass ich ihr "aberziehe" durchzuschlafen?

Tagsüber schläft sie momentan auch in meinem Arm, da sie sonst immer nur 30 Minuten schläft und ich gemerkt habe, dass ihr das nicht mehr reicht. Im Arm schläft sie zweimal täglich 1,5 Stunden. Ich nutze die Zeit um zu dösen oder zu lesen. Sollte ich das lieber lassen und sie in ihr Bett legen, auch wenn sie dann kürzer schläft?

Ihr seht, viele Fragezeichen sind in meinem Kopf.
Können Kinder trotz auf dem Arm einschlafen und nächtlichem Stillen durch- bzw. länger schlafen? Wie ist/ war das bei euch? Ist meine Motte wirklich so ein ungewöhnlicher und hoffnungsloser "Fall"?
Svenja mit der bezaubernden Motte (04/ 2014)
Shauni
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Re: Bin ich selber Schuld?! Schlafverhalten meiner Tochter

Beitrag von Shauni »

Ich finde, dass Deine Motte ein ganz normales Kind ist und absolut kein hoffnungsloser Fall. Du handelst, wie es für Dich/Euch gut passt und wie es sich für Dich richtig anfühlt und das solltest Du auch beibehalten.
Ich weiß, dass es schwer ist, seine Position nicht in Frage zu stellen, wenn alle anderen es anders machen und es, angeblich oder tatsächlich, so viel besser klappt.
Mein Sohn ist nun 10,5 Monate und schläft ähnlich. Bestimmt das erste halbe. Jahr hat er super geschlafen, auch so von 21-4 oder 5 Uhr durch und dann fing es an, dass er nachts sehr viel unruhiger würde und auch häufiger Stillen wollte. Er hat immer im Beistellbett, bzw. rübergekullert direkt neben mir geschlafen und hat auch tagsüber Phasen, in denen er einfach besser und länger schläft, wenn er Körperkontakt hat. Ich halte das für komplett normal und, auch wenn mich an einigen Tagen das am-Sofa-kleben nervt, für richtig so. Ich habe lieber ein ausgeschlafenes zufriedenes Baby, als ein allein-schlafendes müdes, nörgeliges Baby.
Und er schläft bei mir übrigens fast immer nur beim Stillen ein (nimmt aber z.B. Auch keinen Schnuller), beim Papa kann er auch anders schlafen. Finde ich auch normales Verhalten.
Und zum sich selbst beruhigen: babys können das nicht, sie müssen das auch einfach nicht können, selbst ich kann mich nicht immer so einfach selbst beruhigen, wenn mich etwas richtig aufregt. Es gibt Kinder, die von sich aus einfach allein einschlafen können, aber wenn dein Kind das nicht kann, sondern Deine Arme braucht, ist das für Euch die richtige Variante. Und ob beim. Stillen, mit Schnuller oder mit einem bestimmten Kuscheltier im Arm ist alles gut, solange es für Euch so in Ordnung ist.
Und zum Thema Karies: Stillen verursacht kein Karies, Kariesbakterien verursachen Karies.

Bei uns war es übrigens die ersten drei Monate so, dass der Schnörgler die halbe Nacht auf einem von uns geschlafen hat, das bräuchte er irgendwann nicht mehr. Dann ist er mir lange lange immer "auf die Pelle gerutscht" und hat ganz nah an mich gekuschelt geschlafen und ich habe mich gefragt, warum wir ein Beistellbett haben. Nun verbringt er mindestens die Hälfte der Nacht zufrieden in seinem Bett. Kinder lernen das alleine schlafen genauso wie sie sitzen, krabbeln, gehen und sprechen lernen. Zu ihrer Zeit.
Und bis dahin wünsche ich Dir, dass Du die blöden Kommentare der Besserwisser einfach nicht an Dich rankommen lässt und noch viele zufriedene Kuschelnächte mit Deiner Motte verbringen wirst.
Viele Grüße
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
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Giraeffchen
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Re: Bin ich selber Schuld?! Schlafverhalten meiner Tochter

Beitrag von Giraeffchen »

Ist meine Motte wirklich so ein ungewöhnlicher und hoffnungsloser "Fall"?
Ich würde sagen, sie ist bedürfnisorientiert umsorgt. :wink:

Es gibt Kinder, die schlafen von Geburt an alleine ein und durch, bzw. schlafen alleine weiter, wenn sie zwischendurch aufwachen. (Ich kenne solche nicht, aber es gibt durchaus Eltern, die das sagen und denen ich das auch glaube.) Wir alle wachen nachts immer mal wieder auf, können uns aber in der Regel am Morgen nicht mehr daran erinnern, weil es immer nur kurze Momente sind.

Es gibt Kinder, die bekommen 'Nachhilfe' beim alleine Einschlafen, werden alleine in ihr Bettchen gelegt und schreien dort unterschiedlich lange. Dieses sogenannte Ferbern ist ungemein effektiv und die Kinder lernen dabei, dass es nichts ändert, ob sie schreien oder nicht, sie bleiben alleine in ihrer Situation. Sie resignieren und stellen das Schreien ein, sparen sich die Energie. Sie schlafen dennoch nicht durch, aber das bekommt niemand mehr mit, weil sie ja leise sind. Es ist ungemein verbreitet, sein Kind so zu konditionieren, du erlebst ja gerade selber, von wievielen Seiten die 'guten' Tipps auf dich einprasseln.

Und dann gibt es Kinder, die werden bedürfnisorientiert umsorgt, so wie deines, da wird geschaut, was es jetzt braucht und was ihm gut tut.

Ihr macht das alles ganz prima und gut so!
Sag den anderen einfach, du möchtest ihre Tipps nicht hören. Das kann man ja auch freundlich sagen. Freundlich, aber bestimmt. 'Weißt du, ihr macht das so und wir machen es anders.Ich möchte da nicht diskutieren.' Punkt.

Mein Großer hat mit einem Jahr durchgeschlafen und tut das bis heute, außer er ist krank. Er wurde so behandelt wie deine Tochter, was seine Bedürfnisse betrifft. Mein Kleiner ist 14 Monate alt und ich sehe noch nicht, dass er in Kürze durchschlafen wird. Sie sind vollkommen unterschiedlich in dem Punkt.

Ich wünsche dir Mut, zu euch zu stehen und zwei Ohren, um die unerwünschten Kommentare rein- und wieder rausgehen zu lassen- ohne Zwischenstopp im Gehirn, wo sie sich als Zweifel niederlassen und dich piesacken.

Alles Liebe!
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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zu lange zu schweigen.
Die Zunge verwelkt,
wenn man sie nicht gebraucht."

(Astrid Lindgren)
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josie81
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Re: AW: Bin ich selber Schuld?! Schlafverhalten meiner Tocht

Beitrag von josie81 »

Die Frage ist ja auch, wie sehr dich das Schlafverhalten "stört". Bist du dadurch unausgeglichen und wandelst wie ein Zombie herum, oder arrangierst du dich halbwegs damit? Kommen diese ganzen Kommentare ungefragt oder weil du Rat suchst?

Ich sage zum Thema Schlafen meist gar nicht viel wenn ich gefragt werde. Meine Tochter ist 11 Monate alt und hat noch nie länger als 4 Stunden am Stück geschlafen, und das auch nur selten mal. Aber es ist okay, ich passe meinen Rhythmus dann eben so gut wie es geht an und schaue dass das Schlafen trotzdem für alle erholsam ist.

Mach weiter alles so wie es sich für euch richtig anfühlt!

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Mama von Zwetschki (1/2014)
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Re: Bin ich selber Schuld?! Schlafverhalten meiner Tochter

Beitrag von fabienna »

Du machst das gut, so wie du das machst. Dein Kind wächst in liebevoller Geborgenheit und mit der Sicherheit auf, dass du da bist, wenn es dich braucht.

Ich bin hier der absolute Exot, weil ich immer noch stille und das auch weiterhin vorhabe, solange die Butterblume will. Die Butterblume schläft nach dem Stillen in meinem Bett ein und dann lege ich sie in ihr Bett. Dort schläft sie, bis sie sich wieder meldet und darf dann zu mir ins Bett zum Stillen und weiterschlafen.
Sie wird vermutlich im Januar aus unserem Schlafzimmer in ihr Kinderzimmer umziehen. Dort steht auch ein großes Bett in dem wir stillen und kuscheln können. Wenn sie dann nachts wach wird, holen wir sie ins Schlafzimmer.
Inzwischen diskutier ich das nicht mehr. Auch das stillen nicht. Wenn ich mein zufriedenes Kind ansehe, weiß ich, dass wir es richtig machen.

Ich wünsche dir aus ganzem Herzen die Ruhe, die Kraft und den Mut, zu deiner Erziehung zu stehen.

Lg, fabienna
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Re: Bin ich selber Schuld?! Schlafverhalten meiner Tochter

Beitrag von Siduri »

Ja, du bist selber schuld. Selber schuld, dass deine Motte sich sicher genug fühlt, nach dir zu rufen, wenn sie etwas braucht. Selber schuld, dass sie ihren Gefühlen vertraut und noch nicht kapituliert hat. Selber schuld, dass sie darauf vertraut, dass sie der Welt nicht egal ist. Ist es nicht großartig, diese Schuld zu tragen? :D
Aber nein, du bist nicht daran schuld, dass sie sich mit dem schlafen schwer tut. Auch nicht daran, dass sie zum "schlafenlernen" länger braucht, als ihr in unserer Kultur zugestanden wird. Und auch nicht daran, dass die Menschen in deiner Umgebung dafür kein Verständnis haben.
Deine Motte ist genauso normal, wie ein Kind, das ab der sechsten Woche durchschläft. Oder genauso unnormal. Weil es da keine Norm gibt, nur ganz viele phantastisch einzigartige kleine Menschen.
Durchhalten, irgendwann wirds besser (das ist zumindest mein Mantra, seit mein kleiner Nichtschläfer auf der Welt ist :D )
glg
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Re: AW: Bin ich selber Schuld?! Schlafverhalten meiner Tocht

Beitrag von DasKruemel »

Hallo AprilMama,
meine Tochter ist jetzt 11,5 Monate alt und Dein Text könnte von mir sein, außer dass wir noch nie so lange Schlafphasen hatte wie ihr sie anfangs hattet.
Kommentare von anderen muß ich mir zum Glück nicht anhören, aber ich bin heute abend auch sehr gefrustet und stelle mir die gleichen Fragen wie Du.

Mir ist nämlich heute abend ziemlich bewusst geworden, dass es mittlerweile Monate her ist, dass mein Kind mal nicht weinend aufgewacht ist. Vor ein paar Tagen hatte sie nachts mal eine Wach- und Spielphase, aber ansonsten wacht sie nachts, morgens und auch tagsüber immer nur weinend auf. Es ist schon so lange her, dass sie wach wurde und mich angelacht hat. Und das macht mich gerade echt traurig und nachdenklich. Sie weint nie lange. Nachts und morgens dockt sie an und schläft weiter, und tagsüber beruhigt sie sich nach wenigen Minuten auf meinem Arm.

Irgendwie wie kam mir heute abend das beim Aufwachen immer strahlende Gesicht meiner Nichte in den Sinn. Sie hat seit sie 3 Monate alt ist, in ihrem eigenen Zimmer geschlafen, und war Flaschenkind weil meiner Schwester aufgrund fortwährender Brustentzündungen zum Abstillen geraten wurde.
Irgendwie habe ich gerade den Eindruck, dass meine Nichte deutlich fröhlicher in dem Alter war als meine Tochter, und frage mich auch, ob das meine Schuld ist
[emoji17] Traurige Grüße
LG - DasKruemel mit der kleinen Maus (* 12/2013)

Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft (Elisabeth Stone)
EhULao

Re: Bin ich selber Schuld?! Schlafverhalten meiner Tochter

Beitrag von EhULao »

Jedes Kind ist anders. Ich hätte echt viel für gegeben, wenn Zwerg am Anfang so lange durchgeschlafen hätte (und "Durchschlafen" heißt doch definitionsgemäss 6 Stunden am Stück, oder? Mehr schaffe ICH nämlich auch mit 35 nicht :-) .
Bis er ca. 12 Monate alt War, kam er nachts alle 1.5 bis 2 Stunden zum Stillen, aktuell schwankt es zwischen "Durchschlafen" (wenn ich arbeite) und alle 2 -3 Stunden wach ( wenn ich nicht arbeite...:-( ). Er ist noch nie alleine eingeschlafen...ich sehe aber da kein Problem drin. Das ist doch purer Luxus, wenn man nur ein Kind hat und mit ihm 2mal am Tag Schläfchen machen kann/ surfen/lesen etc. Ich genieße das gerade um so mehr, wenn ich mal frei habe und auch wenn Zwerg nur noch Mittagschlaf hält, dann ist das echt etwas, worauf ich mich schon morgens freue. Haushalt etc. sind mir da echt so egal...da sind ja nur Erwartungen der Außenwelt, und die interessieren mich schon lange nicht.
Manchmal ist es anstrengend...nachts und tags...und man denkt daran, dass die "traditionelle Kindauslagerung" echt entspannend wäre (ich will das gar nicht verteufeln, bei vielen läuft das echt gut...nur für mich ist das nichts...und "etwas" schreien/alleine lassen mussten es -ganz ehrlich- fast alle, deren Kind schon so früh alleine im Zimmer durchschläft ( Ausnahmen bestätigen etc. ). ...denn das Bedürfnis der Kleinen IST eben bei Mama und an der Brust zu sein und im Hilfe zu rufen...da ändert weder das moderne Kinderzimmer noch kluge Literatur was an der animalischen Programmierung. Und das wollte ich eben nie...also "selbst schuld"...ist doch auch ok? Jeder trägt, was er kann und zahlt den Preis, den er/sie angemessen findet.
Wichtig finde ich, gerade mit zunehmendem Alter und dann beim Kleinkind, die eigenen Bedürfnisse auch wahren zu dürfen und es auch zu tun. Aber auch das ist doch irgendwie ein natürlicher Prozess, oder? Was mir beim Minibaby nichts ausgemacht hat (Dauernuckeln z.b. ) nervt jetzt oft ( 18 Monate)...also unterbinde ich das oft ( freundlich-bestimmt), und auch, wenn Zwerg das kurz wütend macht (ist ja auch ok, er hat ja auch einen Kopf), weiss ich, er ist trotzdem bei mir, er packt das weg.

@DAS Krümel: die Phase hatten wir auch...ist von alleine weg gegangen! Nur Geduld!

LG lee
AprilMama
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Re: AW: Bin ich selber Schuld?! Schlafverhalten meiner Tocht

Beitrag von AprilMama »

josie81 hat geschrieben:Die Frage ist ja auch, wie sehr dich das Schlafverhalten "stört". Bist du dadurch unausgeglichen und wandelst wie ein Zombie herum, oder arrangierst du dich halbwegs damit? Kommen diese ganzen Kommentare ungefragt oder weil du Rat suchst?
Hm, stören ist relativ. Es kommt ganz drauf an. In manchen Nächten stört es mich gar nicht, in manchen schon eher. Meist sind das aber solche Nächte wie die letzte, in denen sie beim Stillen nicht wieder richtig einschläft, sich rumwälzt und immer wieder kurz aufweint und in den Morgenstunden (ab 4h) dauerangedockt bleiben will. Ich kann dabei nicht so gut schlafen, weil ich Bauchschläferin bin und seit ihrer Geburt auch schnell Schmerzen in der Hüfte bekomme, wenn ich auf der Seite liegen. In den meisten Nächten schläft sie aber innerhalb von fünf Minuten ein und ich kann sie wegschieben und auch weiterschlafen. Da bin ich dann auch ausgeruht. Mein Schlafrhythmus hat sich eh komplett auf ihren eingestellt, ich werde meist kurz vor ihr wach. :)
Was mich schon etwas nervt, ist, dass mein Mann und ich abends kaum Zeit miteinander verbringen können.

Die Ratschläge sind immer ungefragt. Man wird halt immer fast als erstes gefragt, ob das Kind schon durchschläft und bisher habe ich immer ehrlich geantwortet wie es bei uns läuft.


Vielen lieben Dank für eure Berichte. Das beruhigt mich sehr! Die Kinder lernen es also ganz allein? Habt ihr dazu auch Erfahrungen wie lange das so im Schnitt dauern kann? ;)
Svenja mit der bezaubernden Motte (04/ 2014)
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Re: Bin ich selber Schuld?! Schlafverhalten meiner Tochter

Beitrag von mama2008 »

ich glaube es kommt auch immer so bissl auf´s kind an.

mein großer hat noch ne ganze ecke vor dem ersten geburtstag in seinem bett geschlafen, er wurde einschlafgestillt, bzw. einschlafbegleitet und dann in sein bett gelegt, wenn er nachts kam hab ich ihn gestillt und ihn wieder in sein bett gelegt wo er weiter pennte. er kam meist einmal in der nacht, selten auch zwei oder gar dreimal. geschlafen hat er meist von zwischen sieben und acht abends bis morgens zwischen vier und sechs. mit nem guten jahr schlief er bis auf einmal aufwachen durch. gestillt hat er eineinhalb jahre.
heute mit bald sieben kommt er meist erst gegen früh zu uns ins bett.

das bienchen lies sich von geburt an nicht ablegen, er schlief die ersten monate nur mit direktem körperkontakt, nachts nie länger als 60 minuten. meist stillte er die ganze nacht durch. auch tagsüber ging alles nur mit direktem körperkontakt.
heute noch ist er ein grottiger schläfer. jetzt mit fast drei schläft er immer noch nicht alleine, sucht nachts noch körperkontakt, wird wach, wenn er alleine liegt, lehnt sein eigenes bett ab. wird zwischen zwei und viermal nachts wach. nachts abgestillt hab ich ihn mit zwei, weil ich einfach nicht mehr konnte, er wollte mehrmals nachts stillen und auch nach möglichkeit die brust dauernd im mund, ich konnte irgendwann nicht mehr einschlafen und hatte ein sehr großes schlafdefizit. und heute noch sind unsere nächte nicht toll. ertragbar aber von angenehm weit entfernt.

du siehst, zwei kinder, beide völlig unterschiedlich.

im falle eines dritten kindes weiß ich nicht, ob ich nochmal familienbett in der form machen würde. ich glaube ein weiteres mal fast drei solche jahre, besonders solche nächte würd ich nicht schaffen.
ich frage mich auch immer mal, ob ich "schuld" an seinem katastrophalen schlafverhalten hab/hatte.
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