Brauchen wir schon Hilfe?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Frasp
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Brauchen wir schon Hilfe?

Beitrag von Frasp »

Hallo liebe SuTler!

Ich wende mich auf Empfehlung an euch, nachdem sich bei meinem zweiten Kind scheinbar die gleichen Stillprobleme anbahnen, wie beim ersten. :(
Mein Großer kam mit 3970g auf 55cm zur Welt. Direkt im Krankenhaus wurde mir gezeigt, wie ich ihn anlegen soll und er nuckelte seine ersten 6 Lebensstunden ausdauernd. Er hat ziemlich viel abgenommen (3650g bei der U2 am 10. Tag, die Hebamme hatte aber auch etwas noch niedrigeres gewogen) und nur in mini-mini Schritten wieder zugenommen. Zwischendurch ging das Gewicht auch wieder runter. Er hat zwar viel geschlafen, war aber sonst immer zufrieden und entspannt, entwickelte sich toll und wuchs auch in der Länge ordentlich. Irgendwann wurde uns aber doch bewusst, dass wir ein Problem haben, dass die Zunahme einfach zu gering ist und wir wanden uns an eine Stillberaterin. Der war die Sache schon zu heikel und sie verwies uns an den Kinderarzt. Der sprach von Abstillen und wir suchten eine andere Stillberaterin. Die empfahl uns: Alle 2 Stunden stillen, jeweils 10, 5, 3, 2, 1 Minute pro Seite. Das haben wir 2 Tage gemacht, danach waren wir fertig mit den Nerven, weil der Kleine nicht mehr getrunken oder geschlafen hat und nur noch brüllte. Ihre Meinung: Da müssten wir durch oder halt Flasche dazu geben. Bei der U4 hatte er gerade mal 5030g - und wir haben uns Flaschen besorgt. Daraufhin hat er sich innerhalb einer Woche abgestillt. Ich hab noch eine Weile abgepumpt, aber es wurde schnell immer weniger. Eine Freundin hat für ihn gepumpt, bis er 6 Monate alt war, sodass er immerhin teilweise Muttermilch bekommen hat. Bei der U5 hatte er 9400g. Zu dem Zeitpunkt verdrückte er jeden Tag mindestens 2 Liter Pre/Muttermilch, gegessen hat er noch kaum.

Die Kleine ist am 25.10. geboren. Weil ich dieses Mal unbedingt stillen wollte, hab ich mich in der Schwangerschaft hier durch die Wissenssammlung gelesen und versuche das Gelesene umzusetzen. Bisher war ich optimistisch, aber scheinbar stagniert ihr Gewicht ähnlich wie beim großen Bruder. Genau Buch hab ich (noch) nicht geführt, aber darauf geachtet, dass wir mindestens 10x pro Tag stillen. Dabei ist sie auch mindestens einmal an jeder Seite, sehr oft zweimal. Seit ich Milch habe wickeln wir auch mindestens bei jedem Stillen und es ist immer Pipi in der Windel (Stoff). Seit der Nacht vom 30. auf den 31. hat sie auch mehrmals täglich Stuhlgang, der laut Hebamme genau so ist, wie er sein soll. Eine Stillmahlzeit dauert etwa 15-20 Minuten und sie trinkt dabei auch richtig und nuckelt nicht nur. Man kann sie auch schlucken hören, MSR wird mehrfach ausgelöst.
Sie ist aber auch eine Schlafmütze, sodass ich sie meistens wecke fürs Stillen und die Seiten wechsle, wenn sie anfängt nur noch zu nuckeln. Gelb ist sie überhaupt nicht. Sie hat nachts eine längere Schlafphase von 4-5 Stunden und kommt ansonsten nach 2,5-3. Tagsüber wecke ich sie wie gesagt, um ungefähr einen 2 Stunden Abstand zu haben. Trotzdem steht ihr Gewicht (alles mit der Waage von der Hebamme gewogen):

25.10. 4140g (Geburtsgewicht)
27.10. 3810g
29.10. 3870g
31.10. 3840g (fanden wir erstmal nicht so schlimm, weil sie da ja angefangen hatte mit Stuhlgang)
1.11. 3870g
2.11. 3820g

Meine Hebamme ist ab jetzt leider auch im Urlaub, ihre Vertretung kenne ich nicht wirklich. Das nächste Wiegen ist am Dienstag beim Kinderarzt (U2).

Meint ihr, wir brauchen schon Hilfe, oder ist alles "noch normal"? Geburtsgewicht bis Tag 14 haben wir uns schon aus dem Kopf geschlagen. Wir überlegen, ob wir uns eine Waage besorgen, oder ob uns das nur kirre macht.
Für eine Einschätzung und vielleicht Tipps wäre ich sehr, sehr dankbar - ich möchte diesmal reagieren, bevor alles wieder so läuft, wie beim Großen.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Frasp
Viele liebe Grüße - Frasp mit dem Großen (5/12) und der Kleinen (10/14)
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soda
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Re: Brauchen wir schon Hilfe?

Beitrag von soda »

Hallo Frasp,

Zu deinem letzten Satz hab ich spontan gedacht: unbedingt würde ich mir eine digitale Waage besorgen und ganz exakt Buch führen. Denn die Waage der Hebamme ist jetzt nicht mehr vorhanden und beim Kinderarzt kommt ziemlich oft ein völlig komischer Wert heraus (weil andere Waage, andere Bedingungen), der die Mütter durcheinander bringt (liest man hier total oft).

Wenn du nun eine eigene Waage hast und wenn du das möchtest, können die Stillberaterinnen hier bestimmt zum Stillalltag und zum Gewichtsverlauf etwas qualifiziertes sagen, gerade wo auch die Hebamme nicht verfügbar ist.
Ohne "harte Fakten" kann man nur dazu raten, die Tipps aus der Linksammlung zu beherzigen und darüber hinaus wäre alles ein Mutmaßen aus der Ferne, wozu sich niemand gerne hinreißen lässt.

Aber auch ohne Gewichtsdaten könntest du bestimmt jederzeit konkrete Fragen stellen und die Stillberaterinnen und die Mütter/Eltern hier haben viele Tips parat.

Alles Gute
Tina
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tania
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Re: Brauchen wir schon Hilfe?

Beitrag von tania »

hallo frasp,

herzlich willkommen als aktive userin und vor allem herzlichen glueckwunsch zu deiner tochter :-)

deinem post nach zu urteilen brauchst du unterstuetzung, denn du machst dir sorgen. also war es eine sehr gute idee hier einen strang aufzumachen.

die vorliegenden daten (mit einer federwiege gemessen?) sehen voellig ok aus. dein kind hat bis jetzt sieben prozent abgenommen, das ist im rahmen. kinder werden mit polster geboren und duerfen nach der geburt abnehmen.

dein stillmanagement liest sich vorbildlich. in der nacht koenntest du auf maximal drei stunden abstaende achten, wenn es fuer dich machbar ist also auch nachts zum stillen wecken. deine tochter pinkelt und kackt, nur was reinkommt, kann auch wieder rauskommen.

wechselstillen ist sehr sinnvoll, wobei es noch besser waere, aufs kind als auf die uhr zu gucken. du merkst ja daran wie sie trinkt, ob es zeit zum wechseln ist oder nicht (ansonsten nochmal in der linksammlund nachlesen - wechselstillen).

beim kinderarzt wurde sie bis jetzt nicht gewogen?

ich sehe keinen grund taeglich zu wiegen, es gibt im moment keine anzeichen fuer stillprobleme.

tun deine brustwarzen manchmal weh? am anfang des stillens? geht der schmerz waehrend des stillens zurueck? dockt sie gut an? lippen nach aussen und mehr als nur die brustwarze im mund?

was du ueber das stillen deiner tochter schreibst, liest sich einfach schoen.

geniesse dein wochenbett, alles fliesst. die milch, der wochenfluss und auch die traenen.

wenn du magst, lade all deine sorgen und befuerchtungen hier in deinem strang ab, dann drehen sie sich nicht in deinem kopf im kreis. lass uns einfach zusammen die entwicklung der naechsten tage betrachten, in ordnung?

frohes stillen :-)
tania mit sohn *09 und sohn *12
Frasp
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Re: Brauchen wir schon Hilfe?

Beitrag von Frasp »

Guten Morgen!

Vielen Dank für eure Antworten! :) Und auch ein großes Danke für das Hilfsangebot!

Sie wurde hier bei uns daheim geboren, deswegen gibt es bisher noch kein Gewicht vom Kinderarzt. Die U2 haben wir auf den spätestmöglichen Tag gelegt (morgen/Tag10), damit ich schon wieder halbwegs fit bin.Die Hebamme hat mit einer Federwaage gewogen.

Beim Seitenwechsel guck ich auch nicht auf die Uhr, sondern wechsle, wenn sie nur noch nuckelt und ich sie anders nicht wachhalten kann. Nur bei der Dauer insgesamt schau ich, weil ich befürchte, dass sie sonst zu wenig bekommt. Meintest du das, oder reden wir gerade aneinander vorbei?
Die lange Pause in der Nacht würde ich ehrlich gesagt gerne beibehalten, solange es möglich ist ohne das Vollstillen zu gefährden. Der Schlaf am Stück tut mir sehr gut, weil da auch der Große noch so tief schläft, dass er nicht zwischendurch im Halbschlaf durchs Bett wuselt.

Bei ihrem Gewicht war ich zunächst auch ganz optimistisch, bis mir der Wert gestern den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Das erinnerte mich sehr an die Situation beim Söhnchen. Müsste sie nicht schon wieder zunehmen?

Mit den Brustwarzen hatte ich bisher keine Probleme. Gestern Abend lief es etwas blöd, weil sie nicht in den Schlaf gefunden hat und dann stillen wollte, aber zu müde war, aber nicht schlafen konnte, weil Hunger,... Da war sie dann fast den ganzen Abend mehr oder weniger an der Brust und das hab ich dann irgendwann beim Anlegen gespürt, aber heute ist alles wieder gut. Laut Hebamme dockt sie sehr schön an, hat auch viel Brust im Mund.

Ich hab noch eine große Befürchtung. Ich hatte damals ja selbst abgepumpt und auch Milch von einer Freundin bekommen. Ihre Tochter ist etwa 2,5 Monate älter als mein Sohn. Jedenfalls war auf ihrer Milch immer eine richtig dicke Rahmschicht, während auf meiner nur ein dünner Film war. Sie hat allerdings auch insgesamt viel mehr Milch produziert, weil sie ja ihre Tochter vollgestillt hat zu dem Zeitpunkt. Meistens hat sie wohl eine Seite abgepumpt, während sie an der anderen ihre Tochter gestillt hat. Gibt es Frauen, die einfach nur so wässerige Milch haben? :oops:

Was für eine Wiegeabstand würdest du für sinnvoll halten?

Viele Grüße,
Franziska
Viele liebe Grüße - Frasp mit dem Großen (5/12) und der Kleinen (10/14)
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tania
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Re: Brauchen wir schon Hilfe?

Beitrag von tania »

Frasp hat geschrieben:Guten Morgen!

Vielen Dank für eure Antworten! :) Und auch ein großes Danke für das Hilfsangebot!

Sie wurde hier bei uns daheim geboren, deswegen gibt es bisher noch kein Gewicht vom Kinderarzt. Die U2 haben wir auf den spätestmöglichen Tag gelegt (morgen/Tag10), damit ich schon wieder halbwegs fit bin.Die Hebamme hat mit einer Federwaage gewogen.
federwaagen sind furchtbar ungenau. wiegen an sich ist schon eine mittlere kunst, die werte schwanken aus den verschiedensten gruenden, mit einer federwaage geht es tatsaechlich bereits mehr in richtung wuerfeln.. ich verstehe, dass hebammen keine dicke waage herumschleppen wollen, aber diese federwaagen sind einfach wirklich richtig ungenau.
Beim Seitenwechsel guck ich auch nicht auf die Uhr, sondern wechsle, wenn sie nur noch nuckelt und ich sie anders nicht wachhalten kann. Nur bei der Dauer insgesamt schau ich, weil ich befürchte, dass sie sonst zu wenig bekommt. Meintest du das, oder reden wir gerade aneinander vorbei?
nein, genau so meinte ich es und das ist wirklich sehr gut. genau weiter so :-)
Die lange Pause in der Nacht würde ich ehrlich gesagt gerne beibehalten, solange es möglich ist ohne das Vollstillen zu gefährden. Der Schlaf am Stück tut mir sehr gut, weil da auch der Große noch so tief schläft, dass er nicht zwischendurch im Halbschlaf durchs Bett wuselt.
ja das kannst du so beibehalten. gut zunehmende kinder entscheiden selbst, wann sie wie viel trinken. haette dein kind durst in der nacht, wuerde sie sich melden. bei sehr schlaefrigen kindern ist es gut, sie auch nachts oft anzulegen und sollten die stillpausen laenger werden, wuerde ich auch eher zum wecken raten. fuer den moment ist das aber so wirklich voellig in ordnung!
Bei ihrem Gewicht war ich zunächst auch ganz optimistisch, bis mir der Wert gestern den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Das erinnerte mich sehr an die Situation beim Söhnchen. Müsste sie nicht schon wieder zunehmen?
vielleicht tut sie das ja bereits, die waage hat es aber evtl nicht direkt angezeigt. und: alle werte sind im grunde gleich. 50g mehr oder weniger ist komplett unerheblich. UNERHEBLICH. sie ist jetzt neun tage alt und hat sieben prozent abgenommen. alles gut. sie hat auch noch ein paar tage. sie muss nicht unter allen umstaenden an tag x ihr geburtsgewicht wieder haben. haben kinder an tag x ihr geburtsgewicht nicht, dann waere es gut HINZUGUCKEN. das machen wir ja gerade. das heisst noch nicht einmal taeglich wiegen, sondern einfach nur gucken: pinkeln, kacken, gesamtzustand? laesst sich was am stillmanagement verbessern? und dann weiter schauen. so wie deine tochter nicht am ET kommen muss, ist sie drueber, sollte aber hin und wieder geschaut werden, ob es ihr noch gut geht. die streubreite dessen, wie sich gesunde kinder entwickeln, wie sie zunehmen, wann sie zu laufen anfangen, wann sie wie viel essen ist einfach nur unglaublich gross. die standardwerte und -zeiten sind anhaltspunkte.
Mit den Brustwarzen hatte ich bisher keine Probleme. Gestern Abend lief es etwas blöd, weil sie nicht in den Schlaf gefunden hat und dann stillen wollte, aber zu müde war, aber nicht schlafen konnte, weil Hunger,... Da war sie dann fast den ganzen Abend mehr oder weniger an der Brust und das hab ich dann irgendwann beim Anlegen gespürt, aber heute ist alles wieder gut. Laut Hebamme dockt sie sehr schön an, hat auch viel Brust im Mund.
das klingt gut. das abendliche vielstillen, bzw nur stillen ist sehr typisch. so haeufig, dass es einen eigenen namen hat - clusterfeeding. und es kommt nicht von "abends sind die brueste leer" (das sind sie nicht, die milch wird ja waehrend des stillens gebildet - gluecklicherweise, sonst wuerden wir morgens mit nem liter milch in den bruesten rumlaufen :shock: ), sondern von "abends ist das baby voller eindruecke". viele eindruecke brauchen viel brust. kann auch gut sein, dass sie deswegen nicht in den schlaf findet. viel stillen ist tatsaechlich das richtige in diesen situationen.
Ich hab noch eine große Befürchtung. Ich hatte damals ja selbst abgepumpt und auch Milch von einer Freundin bekommen. Ihre Tochter ist etwa 2,5 Monate älter als mein Sohn. Jedenfalls war auf ihrer Milch immer eine richtig dicke Rahmschicht, während auf meiner nur ein dünner Film war. Sie hat allerdings auch insgesamt viel mehr Milch produziert, weil sie ja ihre Tochter vollgestillt hat zu dem Zeitpunkt. Meistens hat sie wohl eine Seite abgepumpt, während sie an der anderen ihre Tochter gestillt hat. Gibt es Frauen, die einfach nur so wässerige Milch haben? :oops:
es gibt frauen, die nicht ausreichend milch produzieren koennen (sehr selten). damit sich die milchqualitaet aendert, muss die frau deutlich ueber lange zeit mangelernaehrt sein. ansonsten aendert sich die milchzusammensetzung aber deutlich waehrend einer stillmahlzeit. anfangs ist die milch waessriger, nach einer weile wird sie fetter. will ein kind also nur seinen durst stillen, trinkt es oft und kurz (bei groesser hitze zum beispiel). vielleicht hat sie beim abpumpen ihren MSR (milchspendereflex) besser ausloesen koennen - das klappt meist voellig problemlos, wenn das baby an der anderen brust stillt. du hattest ja kein stillendes baby an der anderen brust, also wird dein MSR womoeglich weniger stark und spaeter gewesen sein. das waere die naheliegendste erklaerung. grundsaetzlich hat aber auch nicht alle muttermilch die gleiche farbe und den gleichen geschmack, das hat auch wieder eine grosse bandbreite.

um deine frage zu beantworten: nein, es gibt keine frauen die einfach so waesserige milch haben. es gibt aber sehr wohl kinder, die einfach so weniger schnell zunehmen. oder leichter sind. oder ganz schwer geboren werden und dann langsam zunehmen. oder jede andere moegliche konstellation. welche die viel stillen, ewig lange stillen, schnell und kraeftig trinken usw usf. die milchproduktion der mutter passt sich den vorgaben des kindes an, nicht andersherum.
Was für eine Wiegeabstand würdest du für sinnvoll halten?
wir warten jetzt mal morgen ab. wann kommt denn die ersatzhebamme?
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Re: Brauchen wir schon Hilfe?

Beitrag von Frasp »

Hallo!
nein, genau so meinte ich es und das ist wirklich sehr gut. genau weiter so :-)
Mach ich! :)
vielleicht tut sie das ja bereits, die waage hat es aber evtl nicht direkt angezeigt. und: alle werte sind im grunde gleich. 50g mehr oder weniger ist komplett unerheblich. UNERHEBLICH. sie ist jetzt neun tage alt und hat sieben prozent abgenommen. alles gut. sie hat auch noch ein paar tage. sie muss nicht unter allen umstaenden an tag x ihr geburtsgewicht wieder haben. haben kinder an tag x ihr geburtsgewicht nicht, dann waere es gut HINZUGUCKEN. das machen wir ja gerade. das heisst noch nicht einmal taeglich wiegen, sondern einfach nur gucken: pinkeln, kacken, gesamtzustand? laesst sich was am stillmanagement verbessern? und dann weiter schauen. so wie deine tochter nicht am ET kommen muss, ist sie drueber, sollte aber hin und wieder geschaut werden, ob es ihr noch gut geht. die streubreite dessen, wie sich gesunde kinder entwickeln, wie sie zunehmen, wann sie zu laufen anfangen, wann sie wie viel essen ist einfach nur unglaublich gross. die standardwerte und -zeiten sind anhaltspunkte.
Wenn man das so liest, klingt es total logisch. Und auch sehr beruhigend. Danke schön!
das klingt gut. das abendliche vielstillen, bzw nur stillen ist sehr typisch. so haeufig, dass es einen eigenen namen hat - clusterfeeding. und es kommt nicht von "abends sind die brueste leer" (das sind sie nicht, die milch wird ja waehrend des stillens gebildet - gluecklicherweise, sonst wuerden wir morgens mit nem liter milch in den bruesten rumlaufen :shock: ), sondern von "abends ist das baby voller eindruecke". viele eindruecke brauchen viel brust. kann auch gut sein, dass sie deswegen nicht in den schlaf findet. viel stillen ist tatsaechlich das richtige in diesen situationen.
Hier lag es wohl eher am großen Bruder - der ist halt ein energiegeladener 2jähriger. Klingt gemein, aber an einen gewissen Geräuschpegel wird sie sich beim Schlafen gewöhnen müssen als zweites Kind.
es gibt frauen, die nicht ausreichend milch produzieren koennen (sehr selten). damit sich die milchqualitaet aendert, muss die frau deutlich ueber lange zeit mangelernaehrt sein. ansonsten aendert sich die milchzusammensetzung aber deutlich waehrend einer stillmahlzeit. anfangs ist die milch waessriger, nach einer weile wird sie fetter. will ein kind also nur seinen durst stillen, trinkt es oft und kurz (bei groesser hitze zum beispiel). vielleicht hat sie beim abpumpen ihren MSR (milchspendereflex) besser ausloesen koennen - das klappt meist voellig problemlos, wenn das baby an der anderen brust stillt. du hattest ja kein stillendes baby an der anderen brust, also wird dein MSR womoeglich weniger stark und spaeter gewesen sein. das waere die naheliegendste erklaerung. grundsaetzlich hat aber auch nicht alle muttermilch die gleiche farbe und den gleichen geschmack, das hat auch wieder eine grosse bandbreite.

um deine frage zu beantworten: nein, es gibt keine frauen die einfach so waesserige milch haben. es gibt aber sehr wohl kinder, die einfach so weniger schnell zunehmen. oder leichter sind. oder ganz schwer geboren werden und dann langsam zunehmen. oder jede andere moegliche konstellation. welche die viel stillen, ewig lange stillen, schnell und kraeftig trinken usw usf. die milchproduktion der mutter passt sich den vorgaben des kindes an, nicht andersherum.
Mangelernährung kann ich wohl ausschließen. :lol: Aber da bin ich schon mal erleichtert. Das spuckte mir jetzt zwei Jahre im Kopf herum.
wir warten jetzt mal morgen ab. wann kommt denn die ersatzhebamme?
Die Hebamme kommt am Donnerstag. Sie hat aber wohl auch nur eine Federwaage dabei.

Viele Grüße,
Franziska
Viele liebe Grüße - Frasp mit dem Großen (5/12) und der Kleinen (10/14)
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tania
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Re: Brauchen wir schon Hilfe?

Beitrag von tania »

Frasp hat geschrieben:
wir warten jetzt mal morgen ab. wann kommt denn die ersatzhebamme?
Die Hebamme kommt am Donnerstag. Sie hat aber wohl auch nur eine Federwaage dabei.

Viele Grüße,
Franziska
bei normal zunehmenden babys sind die federwaagen ausreichend. sollte sich abzeichnen, dass es sinnvoll waere genauer hinzugucken, besorgst du dir eine ordentliche babywaage und du wirst so oft wiegen, dass wir zeitnah eine ordentliche messreihe haben um evtl ausreisser zu erkennen und die tatsaechliche gewichtsentwicklung beurteilen zu koennen. im moment deutet nichts in diese richtung, im gegenteil: all deine beschreibungen klingen sehr gut.
tania mit sohn *09 und sohn *12
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soda
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Re: Brauchen wir schon Hilfe?

Beitrag von soda »

Hallo Frasp,

Ich habe jetzt noch mal gelesen und ich glaube, ich habe es einfach falsch verstanden. Ich dachte, die Hebamme ist im Urlaub und es kommt gar niemand mehr (abgesehen davon, dass du zum Kinderarzt gehst).

Ich wünsche dir eine ruhige und glückliche erste Zeit mit dem kleinen neuen Baby!

Tina
mit T (2013) und T (2017)
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Re: Brauchen wir schon Hilfe?

Beitrag von Frasp »

Hallo!

Ich habe jetzt noch mal gelesen und ich glaube, ich habe es einfach falsch verstanden. Ich dachte, die Hebamme ist im Urlaub und es kommt gar niemand mehr (abgesehen davon, dass du zum Kinderarzt gehst).

Ich wünsche dir eine ruhige und glückliche erste Zeit mit dem kleinen neuen Baby!
Danke schön!


25.10. 4140g (Geburtsgewicht)
27.10. 3810g
29.10. 3870g
31.10. 3840g (fanden wir erstmal nicht so schlimm, weil sie da ja angefangen hatte mit Stuhlgang)
1.11. 3870g
2.11. 3820g
4.11. 3750g (Kinderarzt/U2)

Der Kinderarzt war erstmal nicht begeistert von dem Gewicht. Er schlug wöchentliche Messungen bis zur U3 vor. Entweder bei ihm in der Praxis, oder daheim auf einer "vernünftigen" Waage. Ansonsten fand er sie topfit und sie hätte einen tollen Allgemeinzustand. Seine "Stilltipps" erspare ich uns an dieser Stelle - die hab ich dort nur freundlich abgenickt. Kenne ich schon vom Söhnchen. Insgesamt ist er aber pro Stillen und findet es gut und wichtig, dass ich es erstmal versuche.

Ich würde jetzt ehrlich gesagt lieber eine Waage organisieren, als 1x pro Woche mit zwei Kindern zum Arzt zu rennen, nur damit die Kleine dort gewogen wird. Oder wäre es doch sinnvoll, weil da jetzt schon ein Wert vorhanden ist? Oder reicht doch die Federwaage der Hebamme - die kommt ja eh? Was meinst du, Tania? Ich bin total verunsichert.

Gestern war sie wieder ab 17Uhr praktisch durchgehend an der Brust. Brustwarzen sind heute früh aber wieder in Ordnung gewesen. Für mich ist dieser Wechsel aus Stillen, Schlafen und Weinen ganz schwer aushaltbar, weil sie so unzufrieden wirkt. Rein rational weiß ich, dass sie vermutlich genug bekommt, aber meiner inneren Panik-Lise sind rationale Dinge vollkommen egal. Rein rational gesehen ist alles gut: Sie stillt, sie pinkelt, sie kackt. Gestern abend war sie das erste Mal längere Zeit wach (ohne an der Brust zu sein) und hat ganz neugierig geschaut, wie der große Bruder und ich ihr Grimassen geschnitten haben. Das war richtig schön und tat auch dem Großen gut (der noch sehr geduldig ist, wenn ich stille).

Viele Grüße,
Franziska
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Re: Brauchen wir schon Hilfe?

Beitrag von tania »

ich wuerde dir auch raten dir eine ordentliche waage zu besorgen und ab jetzt taeglich zu wiegen. bei den werten jetzt reicht eine federwiege nicht aus. such dir einen geeigneten tageszeitpunkt aus, immer unter den selben bedingungen. waage nicht bewegen, an einen ort, an den niemand stoesst im laufe des tages, kind immer nackt oder gleich angezogen. am besten auch nochmal hier lesen.

schoen, dass der arzt den allgemeinzustand deines kindes positiv bewertet hat.

verunsichert musst du wirklich nicht sein. dein stillmanagement ist ausgezeichnet, du kuemmerst dich prompt und angemessen jetzt um das wiegen, deinem kind geht es gut, es gibt also genug zeit, dass wir erst einmal in ruhe schauen koennen.
tania mit sohn *09 und sohn *12
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