Wenn Großeltern krank werden

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Glucke85
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Wenn Großeltern krank werden

Beitrag von Glucke85 »

Hallo zusammen!
Mit welchen Büchern habt ihr gute Erfahrungen gemacht, die das Thema Krankheit/ Tod der Großeltern behandeln, speziell auch für Kleinkinder so um die drei oder vier Jahre alt?
Bei uns wird es leider so kommen, dass die Oma immer kränker wird und ich möchte meinen Sohn beim Abschiednehmen begleiten und mit Büchern unterstützten.


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Tigerchen
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Re: Wenn Großeltern krank werden

Beitrag von Tigerchen »

Mit Büchern habe ich keine Erfahrung. Meine Große hat es bisher vom Leben mitgekriegt. Als meine Oma gestorben ist, war sie 2. Sie war mit in der Leichenhalle, später bei der Beerdigung und auf dem Friedhof. Ich war verblüfft über ihr Verständnis.

Schon als ich es ihr sagte.
Ich: Meine Oma ist gestorben.
Sie: Oh, Oma tot!

Ich hatte keine Ahnung, wo sie das her hatte.

Heute erinnert sie sich nicht mehr dran.

Vor 1 1/2 Jahren ist eine liebe Nachbarin gestorben. Von ihr hat sie noch lange gesprochen.

Im Moment bekommt sie den Brustkrebs meiner Mutter, inkl. Chemo und ihren Nebenwirkungen mit. Sie war sogar bei einer Behandlung mit dabei. Von Anfang an betet sie jetzt oft, dass wir alle keinen Krebs kriegen.

Ich glaube, sie hat Krankheit und Tod von Anfang an als etwas Trauriges, aber Normales kennen gelernt. Wir haben da vor ihr nie etwas Besonderes draus gemacht oder sie in Watte gepackt. Auch jedes tote Tier darf sie sehen, soll sie sehen, damit sie es für sich verbuchen kann.

Ich glaube, wenn man Kinder versucht zu beschützen oder irgendwie besonders mit ihnen umgeht, lernen sie, dass Krankheit und Tod etwas Unnormales, Schreckliches ist, vor dem man am besten die Augen verschließt. Ich denke, wenn man einfach normal damit umgeht und die Kinder einbezieht, mit ihnen trauert, sie an der eigenen Trauer teilhaben lässt wie an allem Anderen, entwickeln sie am ehesten einen gesunden Umgang damit.
Tigerchen mit dem *Oktoberherzchen* (2003), der Eisprinzessin (2009), dem *Novembertraum* (2009) und dem Beuteltigerbaby (04/14)

In Gedenken an Friedrich und Clayton
Lösche Benutzer 8004

Re: Wenn Großeltern krank werden

Beitrag von Lösche Benutzer 8004 »

Vielleicht ist "Adieu, Herr Muffin" ja was für euch.
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seka
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Re: Wenn Großeltern krank werden

Beitrag von seka »

Tigerchen hat geschrieben:Mit Büchern habe ich keine Erfahrung. Meine Große hat es bisher vom Leben mitgekriegt. Als meine Oma gestorben ist, war sie 2. Sie war mit in der Leichenhalle, später bei der Beerdigung und auf dem Friedhof. Ich war verblüfft über ihr Verständnis.

Schon als ich es ihr sagte.
Ich: Meine Oma ist gestorben.
Sie: Oh, Oma tot!

Ich hatte keine Ahnung, wo sie das her hatte.

Heute erinnert sie sich nicht mehr dran.

Vor 1 1/2 Jahren ist eine liebe Nachbarin gestorben. Von ihr hat sie noch lange gesprochen.

Im Moment bekommt sie den Brustkrebs meiner Mutter, inkl. Chemo und ihren Nebenwirkungen mit. Sie war sogar bei einer Behandlung mit dabei. Von Anfang an betet sie jetzt oft, dass wir alle keinen Krebs kriegen.

Ich glaube, sie hat Krankheit und Tod von Anfang an als etwas Trauriges, aber Normales kennen gelernt. Wir haben da vor ihr nie etwas Besonderes draus gemacht oder sie in Watte gepackt. Auch jedes tote Tier darf sie sehen, soll sie sehen, damit sie es für sich verbuchen kann.

Ich glaube, wenn man Kinder versucht zu beschützen oder irgendwie besonders mit ihnen umgeht, lernen sie, dass Krankheit und Tod etwas Unnormales, Schreckliches ist, vor dem man am besten die Augen verschließt. Ich denke, wenn man einfach normal damit umgeht und die Kinder einbezieht, mit ihnen trauert, sie an der eigenen Trauer teilhaben lässt wie an allem Anderen, entwickeln sie am ehesten einen gesunden Umgang damit.
Ich kann mich hier nur anschließen - wir machen es auch so.
seka mit sohn (juli/2008) und tochter (nov/2013)
Seelentattoo
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Re: Wenn Großeltern krank werden

Beitrag von Seelentattoo »

Kinder verkraften und verstehen so viel, ich würde die Oma auch einfach weiter ganz normal mit den Kindern begleiten. Im Krankenhaus, der Reha, wo auch immer, selbst während des Sterbens. Es gehört ja genauso dazu wie die Geburt, nur sterben und Tod wird so tabuisiert bei uns.
Vor einigen Jahrzehnten war es noch ganz normal, den Toten zu Hause bei sich aufgebahrt zu haben und sich in aller Ruhe in der gewohnten Atmosphäre verabschieden zu können.
Ich finde es sehr schade, dass das verloren gegangen ist.
Mit Mann, drei Bonuskindern (*97, *04, *07) und drei Kindern (*12, *16, *18) sowie unserem Sternchen fest im Herzen (05/11)
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