hatte in meinem anderen Thread schon mal gefragt, aber so ist es sicher übersichtlicher
Wir sind gerade auf der Suche nach einer neuen Betreuung für die Kids und da kam ich auch auf die TaMu. Gestern hab ich sogar einen Schnuppertermin bekommen, wo der Muck ab August hin könnte.
Jetzt geht mein Mann aber plötzlich auf die Barrikaden und kommt mit Argumenten, dass die TaMus keine richtige Ausbildung haben, nur einen 160 Stunden Lehrgang und sich da ja jeder Idiot für zur Verfügung stellen kann.
Irgendwie kann ich ihm da gar keine richtigen Gegenargumente geben, denke aber für den Muck wäre eine Gruppe mit wenigen Kindern wesentlich besser als eine große KiTa - Gruppe. .
Mit den beiden kleinen Verrückten T. 05/12 und C. 12/13
Ich finde es nicht wichtig, ob jemand 160 oder 500000 h Ausbildung gemacht, weil es bei manchen auch nichts bringt, wenn sie die Sachen 100 mal hören. Eine Oma/Mutter/Schwiegermutter hat ja auch keine Ausbildung gemacht, bevor ich ihr mein Kind anvertraue, was mich zum Punkt bringt: Vertrauen. Ich lerne die Tagesmutter kennen und entweder habe ich in den ersten 2 Minuten Vertrauen zu ihr oder nicht, das ist eine Bauchsache.
Wie bei Krippen gibt es auch bei Tagesmüttern solche und solche und man muss genau hinschauen: wie ist der Umgang mit den Kindern, wie der Tagesablauf, wie viele Kinder auf wie viel Raum, fühlt sich mein Kind auf Anhieb bei ihr wohl, an einem Schnuppertag mitlaufen dürfen, um zu sehen, wie der Alltag abläuft. Was und wie wird das Essen gestaltet (selbst gekocht und was und wann), wie kann sie auf die individuellen Bedürfnisse meines Kindes eingehen (zB Einschlafen im Arm), was für Möglichkeiten gibt es, wenn die TaMu krankheitsbedingt ausfällt, usw. Wenn das alles für mich und mein Kind passt, dann hat mein Kind die Chance bis zum Eintritt in den KiGa eine wundervolle persönliche und nicht ständig wechselnde Betreuungsperson zu genießen. Das ist in sehr vielen Krippen nicht der Fall. Tagesmütter ergreifen diesen Beruf oft aus Passion und haben eigentlich etwas anderes gelernt, auch dass sie in aller Regel selbst Kinder groß ziehen/gezogen haben, sehe ich als Vorteil. Die Betreuung erfolgt meist zuhause bei der TaMu, in Räumen, in denen sonst auch gelebt wird. Das ist etwas ganz anderes wie in Räumen, in denen "nur" gearbeitet wird (auch hier gibt es sicherlich Krippen, bei denen das total schön gemacht ist).
Und falls das Argument "Soziale Kontrolle durch Kollegen" fallen sollte: wenn sich das Personal einig ist, merkt man als Eltern in aller Regel erst ziemlich spät, dass es nicht so läuft wie gedacht.
Ich möchte zum Schluss nochmal sagen, dass es ganz sicher viele Krippen wie auch Tagesmütter gibt, die die Kinder supertoll betreuen, aber es gibt eben auch die andere Kategorie und ich glaube, dass wenn man ganz ganz genau auf seinen Bauch hört, man das eine vom anderen unterscheiden kann.
LG
Anika
mit Grinsebacke (04/11) & Mini-Kämpfer (11/14) an der Hand, Blondinchen und den wilden Jungkatern auf der Bettdecke sowie Apportierkatze, rotem Einohrtiger und Kampfkuschelkater fest im Herzen
hatte in meinem anderen Thread schon mal gefragt, aber so ist es sicher übersichtlicher
Wir sind gerade auf der Suche nach einer neuen Betreuung für die Kids und da kam ich auch auf die TaMu. Gestern hab ich sogar einen Schnuppertermin bekommen, wo der Muck ab August hin könnte.
Jetzt geht mein Mann aber plötzlich auf die Barrikaden und kommt mit Argumenten, dass die TaMus keine richtige Ausbildung haben, nur einen 160 Stunden Lehrgang und sich da ja jeder Idiot für zur Verfügung stellen kann.
Irgendwie kann ich ihm da gar keine richtigen Gegenargumente geben, denke aber für den Muck wäre eine Gruppe mit wenigen Kindern wesentlich besser als eine große KiTa - Gruppe. .
nun ja. seitwann braucht man einen heiligenschein, um sich um kinder zu kümmern? das ist ja nun wirklich arg übertrieben. habt ihr als eltern eine erzieherausbildung?
will er lieber kita oder ist er gänzlich gegen fremdbetreuung
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen
Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
Für mich ist Bindung und Beziehung, feinfühlige Reaktion auf kleine Kinder das wichtigste. Ich glaube nicht, dass das an der Ausbildung hängt. Eher schon an den Rahmenbedingungen. Tagesmütter hier haben 3 Kinder, oftmals gemischt zwischen unter 1 bis über 3 Jahre. Da kann man - finde ich - auf ein Baby oder Kleinkind besser eingehen als in einer Kita mit 8-10 1-2 Jährigen. Der Lärmpegel ist höher, der Stress ist höher. Außerdem wechseln die Bezugspersonen, bzw. Erzieherinnen häufiger. Für mich das K.O.-Kriterium schlechthin in jungen Jahren. Es kommt natürlich auch auf den Zeitraum an: Wir brauchten recht früh recht lange Betreuung: Niemals hätte ich das mit einer Kita gemacht.
Und zum Schluss: Ich war froh, für mein Baby/Kleinkind mir nicht die Institution (Kita), sondern wirklich den Menschen aussuchen zu können, der mein Kind betreut. Das geht nur mit einer Tagesmutter. Eine gute Kita ist sicher besser als eine schlechte Tagesmutter. Gegen eine gute Tagesmutter kommt nach meinem Empfinden in den ersten 2 Jahren eine Kita aber nicht an.
Ergänzung: Bei deinem Großen wäre meine einzige Überlegung, ob er nicht fast schon zu groß zur Eingewöhnung bei einer Tagesmutter ist. In einem Jahr müsste er dann ja eh in eine Kita. (Mit 3 J. ist hier in der Stadt eigentlich die Grenze, wo sie dann mit dem neuen Kitajahr in die Kita wechseln und das meiner Erfahrung nach dann auch wirklich Sinn macht: mehr Möglichkeiten, mehr Kinder, auch ältere.)
Also ich teile nicht die Abneigung Deines Mannes gegen Tagesmütter per se, aber einen über Zweijährigen bei einer Tagesmutter eingewöhnen würde ich mir auch dreimal überlegen und nur machen, wenn es keine akzeptablen Kitas gibt. (Was ja durchaus der Fall sein kann, wobei man hier in der Stadt mit etwas Suche und Hartnäckigkeit doch etwas finden sollte, was ok ist.)
Unsere eine TM war studierte Sozialpädagogin,die zusätzlich noch den Kurs und Erfahrung mit nem eigenen Kind hatte, die andere Fünffache Mutter. Also ich denke nicht, dass da sooooo viele sind, die nicht irgendwie noch anders qualifiziert sind.
Liebe Grüße Gartenprinzessin mit großer Tochter (2007) und zwei Pubertieren (2011/2013)
Nun, eine Tagesmutter muss ja diesen Kurs machen, UND ein Führungszeugnis abgeben....
Natürlich kann jede, diesen Kurs machen....... und es entspricht in der Qualität natürlich nicht einer umfassenden Erzieherinnen-Ausbildung, aber bildet gezielt auf Themen für Tagesmütter aus.
Aber wenn du die Tagesmutter kennenlernst, wirst du merken, ob ihr ähnliche Erziehungsvorstellungen habt.
Der Vorteil der Tagesmutter ist, dein Kind wird IMMER von der gleichen vertrauten Person betreut und ihr sucht sie aus.....
In der Kinderkrippe gibt es von vornherein mehrere Mitarbeiterinnen, sie können plötzlich wechseln und ihr könnt nicht mitentscheiden, WER euer Kind erzieht......
Eine Ausbildung als Erzieherin muss nicht automatisch die beste Grundlage zur Betreuung eures Kindes sein....
Liebe Grüße
Missa
Ich bin Krisenpflegemutter.
Mein Beruf ist meine "Berufung", solange in meinem Herzen noch ein Plätzchen frei ist.