Stadt oder Land - wo lebt sichs besser?
-
kiki18
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 283
- Registriert: 19.12.2012, 13:53
- Wohnort: Bayern
Stadt oder Land - wo lebt sichs besser?
Hallo Ihr,
Mir ist natürlich klar, dass meine obige Frage sich nicht pauschal beantworten lässt. Aber ich interessiere mich für eure Erfahrungen und wie ihr den Alltag so gestaltet.
Hintergrund: Wir sind gerade auf der Suche nach einem Haus. Wie es eben oft so ist, nehmen die Preise stark ab, je weiter weg von der Stadt man lebt. Ich selber bin in einem Kuhkaff aufgewachsen und empfand das als Kind sehr schön, als Jugendliche dann eher weniger...Und jetzt als Eltern bin ich mir noch unsicher...
Als Vorteile der Stadt sehe ich weniger Fahrerei (und das ist für mich schon ein groooßer Vorteil), Kindergärten die meiner Vorstellung eher entsprechen als die auf dem Land, allgemein mehr Angebote gerade auch für ältere Kinder und Jugendliche. Als großer Vorteil des Landlebens natürlich die niedrigen Hauspreise und die Natur (ich selber muss ganz oft ins Grüne)
Wie ist das bei euch? An die "Landeier": Wie macht ihr das mit der Fahrerei? Belastet euch das sehr im Alltag, dass man für jeden Furz, den die Kinder so vorhaben, fahren muss? Oder stell ich mir das schlimmer vor, als es ist.
Danke schonmal!
Mir ist natürlich klar, dass meine obige Frage sich nicht pauschal beantworten lässt. Aber ich interessiere mich für eure Erfahrungen und wie ihr den Alltag so gestaltet.
Hintergrund: Wir sind gerade auf der Suche nach einem Haus. Wie es eben oft so ist, nehmen die Preise stark ab, je weiter weg von der Stadt man lebt. Ich selber bin in einem Kuhkaff aufgewachsen und empfand das als Kind sehr schön, als Jugendliche dann eher weniger...Und jetzt als Eltern bin ich mir noch unsicher...
Als Vorteile der Stadt sehe ich weniger Fahrerei (und das ist für mich schon ein groooßer Vorteil), Kindergärten die meiner Vorstellung eher entsprechen als die auf dem Land, allgemein mehr Angebote gerade auch für ältere Kinder und Jugendliche. Als großer Vorteil des Landlebens natürlich die niedrigen Hauspreise und die Natur (ich selber muss ganz oft ins Grüne)
Wie ist das bei euch? An die "Landeier": Wie macht ihr das mit der Fahrerei? Belastet euch das sehr im Alltag, dass man für jeden Furz, den die Kinder so vorhaben, fahren muss? Oder stell ich mir das schlimmer vor, als es ist.
Danke schonmal!
Milchkaffee-Baby (10/15) und Cappuccino-Kind (11/2012) immer dabei und Sternchen (01/2012) fest im Herzen
-
DasKruemel
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 418
- Registriert: 15.01.2014, 12:48
Re: Stadt oder Land - wo lebt sichs besser?
Eine Frage die uns gerade auch sehr beschäftigt.
Ich würde am liebsten so einen Ort zum Hauskauf finden, wie den wo ich herkomme.
1200 Einwohner, jeder kennt jeden, Kiga u. Grundschule, Ärzte, Zahnarzt, Supermarkt, 2 Bäcker, Metzger, 2 Gaststätten, Freibad, Spielplätze, reges Vereinsleben - alles da. Und man kann alles zu Fuß erreichen. 12 km zur nächsten größeren Stadt mit weiterführenden Schulen.
Jetzt wohnen wir in einem Dorf und hier gibt es nichts außer einer Feuerwehr. Unser Mietshaus hier ist ganz nett und bezahlbar, aber ich gehe hier ein. Und jedesmal Kind und Kiwa ins Auto laden und losfahren ist einfach nur nervig.
In einer größeren Stadt und der Anonymität dort würde ich mich auch nicht wohlfühlen. Von den Immobilienpreisen mal ganz abgesehen.
Leider habe ich noch keinen Ort gefunden, der von der Struktur her meinem Heimatort ähnlich ist. Hier in der Gegend schon mal gar nicht... :/
LG
Ich würde am liebsten so einen Ort zum Hauskauf finden, wie den wo ich herkomme.
1200 Einwohner, jeder kennt jeden, Kiga u. Grundschule, Ärzte, Zahnarzt, Supermarkt, 2 Bäcker, Metzger, 2 Gaststätten, Freibad, Spielplätze, reges Vereinsleben - alles da. Und man kann alles zu Fuß erreichen. 12 km zur nächsten größeren Stadt mit weiterführenden Schulen.
Jetzt wohnen wir in einem Dorf und hier gibt es nichts außer einer Feuerwehr. Unser Mietshaus hier ist ganz nett und bezahlbar, aber ich gehe hier ein. Und jedesmal Kind und Kiwa ins Auto laden und losfahren ist einfach nur nervig.
In einer größeren Stadt und der Anonymität dort würde ich mich auch nicht wohlfühlen. Von den Immobilienpreisen mal ganz abgesehen.
Leider habe ich noch keinen Ort gefunden, der von der Struktur her meinem Heimatort ähnlich ist. Hier in der Gegend schon mal gar nicht... :/
LG
LG - DasKruemel mit der kleinen Maus (* 12/2013)
Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft (Elisabeth Stone)
Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft (Elisabeth Stone)
-
mama2008
- SuT-Legende
- Beiträge: 9178
- Registriert: 12.10.2008, 12:37
- Wohnort: südhessen
Re: Stadt oder Land - wo lebt sichs besser?
eine meldung von einem landei
ich wohne seit meiner kindheit an in einem knapp 1000 einwohner kuhkaff.
ich empfinde es als sehr schön, auf dem land, aber es fordert organisation von einem selbst und eben auch die kosten von z.b. zwei auto´s zu tragen.
klar ist es toll, wenn man die tür aufmacht, die kids mehr oder weniger springen lassen kann, den wald vor der haustür hat ect. aber wir hier für uns in unserem nest ist es schon blöd, ich würde mir wünschen, wir hätten bissl mehr, wie eben einkaufsmöglichkeit, arzt und bissl was an freizeitmöglichkeit vor ort.
wir haben zwei auto´s (was ich als großer finazieller nachteil seh) sonst ginge hier nix. infrastruktur bezüglich wege zum arbeitsplatz, einkaufen, arzt, freizeitkram ist gleich null. wir müssen für alles fahren.
und ja, die fahrerei nervt oft genug. trotz einkaufzettel ect. vergißt man mal was und muss deshalb wieder 10 minuten sich ins auto setzen und einkaufen. spontaner dinge kochen/backen was nicht in der vorratshaltung ist, ist schwierig.
mein mann hat einen arbeitsweg von einfach 45 autofahrminuten, oft bei voller autobahn noch mehr, auch ätzend. ich hatte vor den kids arbeitsweg von 60 minuten, bei berufsverkehr noch deutlich länger.
keine wirkliche auswahl an kiga/grundschule. es sei denn, man kann sein kind hinfahren und abholen, was bei den betreuungszeit jedoch bei uns z.b. jobbedingt nicht möglich ist. ab der 5. klasse pendeln die kids dann je nach schulwahl zwischen 30 und 90 minuten enfacher schulweg. ist auch viel zeit, was dafür drauf geht.
weggehen, in meiner teenagerzeit mussten meine eltern taxi spielen, haben sich mit anderen eltern abgewechselt, aber war schon nervig für sie (sagen sie selbst).
jetzt fahr ich zweimal die woche 15km einfach zum turnen vom kleinen und zum turnen vom großen, da vor ort keine angebote sind. dann muss der große zum fussballtraining gefahren werden, kann er allein nicht, da es von den gegebenheiten nicht möglich ist, mit dem bus oder fahrrad zu fahren.
um ins schwimmbad zu gehen fahren wir knapp 20 minuten, was man dann auch mal nicht für kurz schwimmen macht.
alles in allem ist ländlich sicher toll, aber ich würde definitiv einen wohnort wählen, an dem so das tägliche ohne auto möglich ist.
ich wohne seit meiner kindheit an in einem knapp 1000 einwohner kuhkaff.
ich empfinde es als sehr schön, auf dem land, aber es fordert organisation von einem selbst und eben auch die kosten von z.b. zwei auto´s zu tragen.
klar ist es toll, wenn man die tür aufmacht, die kids mehr oder weniger springen lassen kann, den wald vor der haustür hat ect. aber wir hier für uns in unserem nest ist es schon blöd, ich würde mir wünschen, wir hätten bissl mehr, wie eben einkaufsmöglichkeit, arzt und bissl was an freizeitmöglichkeit vor ort.
wir haben zwei auto´s (was ich als großer finazieller nachteil seh) sonst ginge hier nix. infrastruktur bezüglich wege zum arbeitsplatz, einkaufen, arzt, freizeitkram ist gleich null. wir müssen für alles fahren.
und ja, die fahrerei nervt oft genug. trotz einkaufzettel ect. vergißt man mal was und muss deshalb wieder 10 minuten sich ins auto setzen und einkaufen. spontaner dinge kochen/backen was nicht in der vorratshaltung ist, ist schwierig.
mein mann hat einen arbeitsweg von einfach 45 autofahrminuten, oft bei voller autobahn noch mehr, auch ätzend. ich hatte vor den kids arbeitsweg von 60 minuten, bei berufsverkehr noch deutlich länger.
keine wirkliche auswahl an kiga/grundschule. es sei denn, man kann sein kind hinfahren und abholen, was bei den betreuungszeit jedoch bei uns z.b. jobbedingt nicht möglich ist. ab der 5. klasse pendeln die kids dann je nach schulwahl zwischen 30 und 90 minuten enfacher schulweg. ist auch viel zeit, was dafür drauf geht.
weggehen, in meiner teenagerzeit mussten meine eltern taxi spielen, haben sich mit anderen eltern abgewechselt, aber war schon nervig für sie (sagen sie selbst).
jetzt fahr ich zweimal die woche 15km einfach zum turnen vom kleinen und zum turnen vom großen, da vor ort keine angebote sind. dann muss der große zum fussballtraining gefahren werden, kann er allein nicht, da es von den gegebenheiten nicht möglich ist, mit dem bus oder fahrrad zu fahren.
um ins schwimmbad zu gehen fahren wir knapp 20 minuten, was man dann auch mal nicht für kurz schwimmen macht.
alles in allem ist ländlich sicher toll, aber ich würde definitiv einen wohnort wählen, an dem so das tägliche ohne auto möglich ist.
-
DasKruemel
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 418
- Registriert: 15.01.2014, 12:48
Re: Stadt oder Land - wo lebt sichs besser?
Kiki, ich sehe gerade, Du bist Lehrerin. In meinem Heimatort wird gerade kurzfristig eine gesucht... 
LG - DasKruemel mit der kleinen Maus (* 12/2013)
Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft (Elisabeth Stone)
Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft (Elisabeth Stone)
-
kiki18
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 283
- Registriert: 19.12.2012, 13:53
- Wohnort: Bayern
Re: Stadt oder Land - wo lebt sichs besser?
DasKruemel hat geschrieben:Kiki, ich sehe gerade, Du bist Lehrerin. In meinem Heimatort wird gerade kurzfristig eine gesucht...
Mama 2008, das hört sich echt heftig an. Soooo arg Land wär dann glaub ich doch nix für mich, selbst da wo ich herkomme gabs zumindest Bäcker und Metzger am Ort und alles weitere 3 km entfernt. Respekt, wie du das hinkriegst... Hoffentlich kannst du dann wenigstens die schönen Seiten des Landlebens genießen.
Milchkaffee-Baby (10/15) und Cappuccino-Kind (11/2012) immer dabei und Sternchen (01/2012) fest im Herzen
-
LottesMama
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 818
- Registriert: 06.08.2012, 21:22
- Wohnort: Goslar
Re: Stadt oder Land - wo lebt sichs besser?
Wir wohnen auf dem Land und würden es nicht anders haben wollen. Die Kinder können raus, man bekommt Wohnfläche und Garten für recht wenig Geld, die Lebensqualität ist für mich einfach höher als sie in der Stadt wäre. Allerdings bin ich so auch aufgewachsen.
Bedenke aber auch, wenn du suchst, dass sich alles verändern kann. Als wir hergezogen sind, war direkt nebenan ein schlecker. Der ist weg, dafür ist da jetzt ein Hausarzt drin, der aber vorher auch schon im Dorf war. Einen KM entfernt ist ein kleines "Gewerbegebiet" mit einem Rewe (seit ca zwei Jahren weg und leerstehend), einen Sparland (seit ca 1,5 Jahren weg und leerstehend), ein Raifeisen (schließen im Herbst), ein Aldi (pachtvertrag läuft ende 2016 aus, so wie es jetzt aktuell aussieht wird er dann nicht länger bleiben) und eine Tankstelle (bleibt auf jeden Fall, da sie zu HG gehört). Das ist schon echt bitter.
Ansonsten haben wir Apotheke, zwei Hausärzte, eine Sparkasse, ein Zahnarzt, krippe, Kindergarten und Grundschule. Dazu zwei Lokale und einen Fabrikverkauf einer schlachterei.
Dazu Kinderturnen, Jazzdance usw vom MTV angeboten.
Ein sehr schönes Freibad ist 2 km entfernt, da sind wir früher als kinder mit dem Rad hin. Bushaltestelle ist mehr oder weniger vor der Tür, weiterführende Schulen sind in 2-10 km entfernung mit Busanbindung. Zwei Kleinstädte sind in 5 bzw 10 km entfernung.
Alles im allem ganz ok für uns. Was man nicht bekommt, das wird eben online bestellt.
Bedenke aber auch, wenn du suchst, dass sich alles verändern kann. Als wir hergezogen sind, war direkt nebenan ein schlecker. Der ist weg, dafür ist da jetzt ein Hausarzt drin, der aber vorher auch schon im Dorf war. Einen KM entfernt ist ein kleines "Gewerbegebiet" mit einem Rewe (seit ca zwei Jahren weg und leerstehend), einen Sparland (seit ca 1,5 Jahren weg und leerstehend), ein Raifeisen (schließen im Herbst), ein Aldi (pachtvertrag läuft ende 2016 aus, so wie es jetzt aktuell aussieht wird er dann nicht länger bleiben) und eine Tankstelle (bleibt auf jeden Fall, da sie zu HG gehört). Das ist schon echt bitter.
Ansonsten haben wir Apotheke, zwei Hausärzte, eine Sparkasse, ein Zahnarzt, krippe, Kindergarten und Grundschule. Dazu zwei Lokale und einen Fabrikverkauf einer schlachterei.
Dazu Kinderturnen, Jazzdance usw vom MTV angeboten.
Ein sehr schönes Freibad ist 2 km entfernt, da sind wir früher als kinder mit dem Rad hin. Bushaltestelle ist mehr oder weniger vor der Tür, weiterführende Schulen sind in 2-10 km entfernung mit Busanbindung. Zwei Kleinstädte sind in 5 bzw 10 km entfernung.
Alles im allem ganz ok für uns. Was man nicht bekommt, das wird eben online bestellt.
Große Schwester, 22.07.12
Kleiner Bruder, 12.10.14
Kleiner Bruder, 12.10.14
-
LottesMama
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 818
- Registriert: 06.08.2012, 21:22
- Wohnort: Goslar
Re: Stadt oder Land - wo lebt sichs besser?
Ach, den Bäcker hab ich vergessen. 
Große Schwester, 22.07.12
Kleiner Bruder, 12.10.14
Kleiner Bruder, 12.10.14
- tania
- ModTeam-Stillberatung
- Beiträge: 14983
- Registriert: 24.02.2009, 18:09
- Wohnort: Italien
Re: Stadt oder Land - wo lebt sichs besser?
wir suchen jetzt isoliert und auf dem land, aber trotzdem nah an der stadt in der mein mann aufgewachsen ist (ueber halbe million einwohnerInnen). ich will unter keinen umstaenden in der stadt leben (der grosse sagt neulich: ich kann nachts kein auge zumachen bei dem krach und wenn ich aus dem fenster schaue, stehen mir all die haeuser in den augen!), meinem mann macht "nur" land etwas "angst", weil er in fuenfzehn jahren schon "alt" ist und da nicht mehr voellig abgeschieden leben will (denkt er jetzt).
ich finde es eine echt echt schwierige entscheidung. ich bin in der groessten deutschen stadt aufgewachsen und es waere mir im leben nicht eingefallen hier wegzuziehen. dann hab ich mich ins ausland verliebt - immer noch grosse stadt, im zentrum. da gab es ein paar palmen am hafen, sonst kein gruen, ich fands toll. dann kam das baby, alles super. dann lief das baby, wurde eins - und fing an an die tuer zu haemmern. den ganzen tag. er wollte raus. wir aufs land. und ich hab gemerkt, wie sehr es stinkt in der stadt. wie laut es ist. wie wundervoll baeume sind. wie schoen es ist, im schlafanzug, voellig verpennt in den garten zu torkeln. wie toll sandhaufen und wasserkisten sind. baumhaeuser. tomaten anpflanzen. frisches basilikum ueber mehrere quadratmeter (pesto aho!). kreischen (und kreischen lassen
). halbnackt im regen tanzen.
aber das schoenste und schwierigste auf dem land: die auswahl an mitmenschen ist sehr viel geringer. und die vor- und nachteile dessen stehen sich da einfach gegenseitig im weg. das ist enfach kompromiss, immer.
ich finde es eine echt echt schwierige entscheidung. ich bin in der groessten deutschen stadt aufgewachsen und es waere mir im leben nicht eingefallen hier wegzuziehen. dann hab ich mich ins ausland verliebt - immer noch grosse stadt, im zentrum. da gab es ein paar palmen am hafen, sonst kein gruen, ich fands toll. dann kam das baby, alles super. dann lief das baby, wurde eins - und fing an an die tuer zu haemmern. den ganzen tag. er wollte raus. wir aufs land. und ich hab gemerkt, wie sehr es stinkt in der stadt. wie laut es ist. wie wundervoll baeume sind. wie schoen es ist, im schlafanzug, voellig verpennt in den garten zu torkeln. wie toll sandhaufen und wasserkisten sind. baumhaeuser. tomaten anpflanzen. frisches basilikum ueber mehrere quadratmeter (pesto aho!). kreischen (und kreischen lassen
aber das schoenste und schwierigste auf dem land: die auswahl an mitmenschen ist sehr viel geringer. und die vor- und nachteile dessen stehen sich da einfach gegenseitig im weg. das ist enfach kompromiss, immer.
tania mit sohn *09 und sohn *12
- elanor
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1893
- Registriert: 06.03.2013, 07:58
- Wohnort: Berlin
Re: Stadt oder Land - wo lebt sichs besser?
tania, ich krieg sehnsucht wenn du so schreibst...
G. 10/12 + J. 06/16
* 07/15
* 07/15
- marykate
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1095
- Registriert: 26.07.2011, 10:47
Re: Stadt oder Land - wo lebt sichs besser?
Die Frage hab ich mir auch schon intensiv gestellt. Für uns ist es im Moment – trotz aller Nachteile – die Stadt.
- der Ort hier hat mich magisch angezogen. Ich bin irgendwann mal nach dem Ende der letzten Beziehung hier her gezogen obwohl es eigentlich total unvernünftig war. Es war die beste Entscheidung. Ich hab mich hier sofort wohlgefühlt und ich fühle mich hier immer noch sehr wohl. Die Stadt hat mir bisher alles gegeben, was ich gebraucht habe.
- hier in der Stadt können wir alles mit dem Rad (ich liebe es!) oder zur Not auch mit Öffis erledigen. Selbst in Stadtrandlage kämen wir sicher mit höchstens einem Auto aus. Denn wenn wir doch mal ein Auto brauchen: Das Carsharing Netz ist hier mit am besten ausgebaut. Find ich wichtig für uns Ökos.
- ich will, dass sich unsere Kinder die Schule frei aussuchen können. Dazu gehört auch eine Freie Schule, die wir hier vor Ort haben. Auf dem Land würden wir das so nicht bekommen, vor allem nicht in der Kombination, dass mein Mann dann auch in der Nähe Arbeit findet. Da hier in D Schulpflicht herrscht ist mir das sehr wichtig. Und mein Mann will auf keinen Fall weg aus D.
- auf dem Land würden wir sicher noch mehr auffallen, als wir es hier in der Beamtenstadt eh schon tun. Nicht, dass mich das riesig stören würde, aber es kann das Leben anstrengend machen.
Trotz allem: Ich sehne mich auch manchmal nach einem Kommunenleben
in der Einöde. Daher steht oben auch „im Moment“. Das Leben ändert sich... 
- der Ort hier hat mich magisch angezogen. Ich bin irgendwann mal nach dem Ende der letzten Beziehung hier her gezogen obwohl es eigentlich total unvernünftig war. Es war die beste Entscheidung. Ich hab mich hier sofort wohlgefühlt und ich fühle mich hier immer noch sehr wohl. Die Stadt hat mir bisher alles gegeben, was ich gebraucht habe.
- hier in der Stadt können wir alles mit dem Rad (ich liebe es!) oder zur Not auch mit Öffis erledigen. Selbst in Stadtrandlage kämen wir sicher mit höchstens einem Auto aus. Denn wenn wir doch mal ein Auto brauchen: Das Carsharing Netz ist hier mit am besten ausgebaut. Find ich wichtig für uns Ökos.
- ich will, dass sich unsere Kinder die Schule frei aussuchen können. Dazu gehört auch eine Freie Schule, die wir hier vor Ort haben. Auf dem Land würden wir das so nicht bekommen, vor allem nicht in der Kombination, dass mein Mann dann auch in der Nähe Arbeit findet. Da hier in D Schulpflicht herrscht ist mir das sehr wichtig. Und mein Mann will auf keinen Fall weg aus D.
- auf dem Land würden wir sicher noch mehr auffallen, als wir es hier in der Beamtenstadt eh schon tun. Nicht, dass mich das riesig stören würde, aber es kann das Leben anstrengend machen.
Trotz allem: Ich sehne mich auch manchmal nach einem Kommunenleben
Marykate mit Maienkind *11 und Augustbaby *14
„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“
Evelyn Beatrice Hall
„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“
Evelyn Beatrice Hall