Zunächst mal die ganzen Eckdaten:
Meine Tochter ist morgen genau neun Wochen alt, ich stille von Anfang an voll, habe noch nie zufüttern müssen.
All die Anzeichen, die dafür sprechen, dass mit ihr alles ok ist, sind erfüllt:
- sie hat von Anfang an richtig super zugenommen (ihr aktuelles exaktes Gewicht kenne ich nicht, aber bei der Geburt wog sie 3500 g und mittlerweile liegt sie bei knapp über sechs Kilo),
- sie hat immer nasse Windeln und auch mehrmals am Tag Stuhlgang,
- sie ist gut gelaunt und putzmunter und entwickelt sich prächtig, und:
- seit ca. drei Wochen schläft sie nachts durch, immer so ca. von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens, es kann auch mal sieben Uhr werden.
Nun mein Problem: seit einigen Wochen kommt es immer wieder zu vereinzelten Stillmahlzeiten, bei denen sie weint und schimpft - vor allem an der rechten Brust (bei der ich auch den Eindruck habe, dass sie weniger Milch gibt bzw. dass die Milch dort nicht so gut fließt). Sie wirkt dann wahnsinnig angestrengt, bekommt teilweise einen richtig roten Kopf, müht sich ab, ist dann frustriert und fängt an zu weinen. Mir geht das dann oft so an die Nieren, dass ich mitweinen muss… und so schaukelt sich das dann hoch.
Ich habe dann natürlich sofort den Eindruck, dass sie keine Milch bekommt bzw. sich nicht satt trinken kann, und das macht mir dann Angst…
Ich mache es jetzt immer so, dass ich sie eigentlich fast immer zuerst rechts anlege, weil sie sich da mehr anstrengen muss - und das tut sie nur, wenn sie noch Hunger hat bzw. noch "motiviert" ist. Dort saugt sie dann einige Male an, bis ich auf beiden Seiten den Milchspendereflex spüre, und dann trinkt sie.
Läuft es gut, trinkt sie entspannt - läuft es verkrampft, fängt sie auch an zu meckern, nachdem der Milchspendereflex eingesetzt hat, dann ist der Wurm drin. Lege ich sie dann links an, läuft es etwas besser… aber es kann dann auch da sein, dass es nicht wirklich "läuft" (es ist schwer zu beschreiben, ich hoffe, ihr versteht mich).
Ich hatte auch mittlerweile Besuch von einer Stillberaterin, die mir riet, warme nasse Umschläge zu machen und die Brust zu massieren, Stillen bei Hautkontakt… alles schön und gut, aber wenn mein Kind bereits Hunger hat und weint, dann habe ich für so etwas keine Zeit und will sie einfach nur anlegen… oder?
In meinem Kopf hat sich dann irgendwann festgesetzt (da das öfter am Abend passiert, oft so gegen sieben, bei der letzten Mahlzeit um zehn läuft es komischerweise oft wieder besser), dass ich am Abend einfach nicht mehr genug Milch für mein Kind habe, dass sie mich bereits "leergetrunken" hat, und dass ich mir die Milch besser "aufsparen" muss, ich habe mich also bemüht, gewisse Mindestabstände zwischen den Mahlzeiten einzulegen - aber das ist Quatsch, nicht wahr? Das hat mir auch die Stillberaterin gesagt, dass ich das bloß aus meinem Kopf rauskriegen soll - je mehr ich anlege, desto mehr Milch wird gebildet!
So mache ich das jetzt auch… trotzdem bleibt diese Angst irgendwie…
Sind das genug Infos? Kann mir hier jemand helfen? Was soll ich tun?
Ich möchte so gerne unbedingt voll weiterstillen, es ist mir so wichtig… ich glaube, ich habe vor allem ein "Kopfproblem"… diese Male, wenn mein Baby an meiner Brust weint und so frustriert scheint, gehen mir wirklich total an die Nieren, so dass ich manchmal schon fast Angst vor der nächsten Mahlzeit habe.
Dann schaue ich mir all meine Eckdaten an und dass wirklich alles gut ist - und vor allem: das Kind schläft schon seit drei Wochen jede Nacht acht bis neun Stunden durch! Das würde sie wohl nicht machen, wenn sie am Verhungern wäre - ?
Ich würde mich über Hilfe und Ratschläge unheimlich freuen, vielen Dank im Voraus! Falls noch Dinge offen sind, einfach fragen…
Liebe Grüße,
pistache