Morgens aufwachen: mal ist Mama da, mal nicht
Moderator: Giraeffchen
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ulmue
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Morgens aufwachen: mal ist Mama da, mal nicht
Hallo,
bevor ich zu meiner Frage komme, schildere ich mal kurz die Ausgangssituation:
Meine Tochter ist 19 Monate alt und schläft im Familienbett. Sie wacht noch häufig nachts auf (etwa 4 bis 8 mal) und wird dann meist zurück in den Schlaf gestillt. Ab und zu schafft sie es auch, mit Kuscheln, Singen/Erzählen, also ohne Brust wieder einzuschlafen. Tagsüber ist sie im Allgemeinen recht ausgeglichen und zufrieden, hat aber natürlich auch "ihre Phasen".
Seit einem halben Jahr arbeite ich wieder an drei Tagen die Woche (Montag, Mittwoch, Freitag). An zweien davon wird sie von meinem Mann, am dritten von meiner Mutter betreut.
Nun das Problem: An meinen Arbeitstagen muss ich um sechs aufstehen, die Kleine schläft aber im Allgemeinen mindestens bis halb acht, gerne auch mal länger. So ergibt es sich also, dass ich mich morgens aus dem Bett schleiche, wenn sie noch schläft. Oft wacht sie, wenn ich weg bin, aber nochmal auf und weint/meckert dann (wahrscheinlich weil keine Mama da ist, die sie zurück in den Schlaf stillt), lässt sich aber durch meinen Mann nach kurzer Zeit wieder beruhigen und schläft noch ein bisschen weiter. Ggf. wiederholt sich das Ganze eine halbe Stunde später nochmal. Wenn mein Mann dann später mit ihr aufsteht, ist alles in Ordnung.
In einigen wenigen Fällen (z. B. als ich nach zwei Wochen Urlaub wieder angefangen habe zu arbeiten) kam es mal vor, dass mein Mann sie nicht so beruhigen konnte, dass sie wieder eingeschlafen ist, sondern dann halt früh mit ihr aufgestanden ist. Dann war wieder alles in Ordnung.
Ich frage mich nun: Mute ich ihr da zuviel zu? Leidet sie sehr darunter, wenn sie ohne Mama im Bett wach wird? Und wird das Ganze nicht noch schlimmer durch den ständigen Wechsel: einen Tag ist Mama da, den anderen wieder nicht. Ist diese Unsicherheit nicht zu viel Stress?
Ich habe so ein schlechtes Gewissen deswegen und würde ihr das gerne ersparen, aber das lässt sich eben schlecht mit der Arbeit vereinbaren.
Vielen lieben Dank im Voraus für eure Einschätzungen.
Liebe Grüße!
bevor ich zu meiner Frage komme, schildere ich mal kurz die Ausgangssituation:
Meine Tochter ist 19 Monate alt und schläft im Familienbett. Sie wacht noch häufig nachts auf (etwa 4 bis 8 mal) und wird dann meist zurück in den Schlaf gestillt. Ab und zu schafft sie es auch, mit Kuscheln, Singen/Erzählen, also ohne Brust wieder einzuschlafen. Tagsüber ist sie im Allgemeinen recht ausgeglichen und zufrieden, hat aber natürlich auch "ihre Phasen".
Seit einem halben Jahr arbeite ich wieder an drei Tagen die Woche (Montag, Mittwoch, Freitag). An zweien davon wird sie von meinem Mann, am dritten von meiner Mutter betreut.
Nun das Problem: An meinen Arbeitstagen muss ich um sechs aufstehen, die Kleine schläft aber im Allgemeinen mindestens bis halb acht, gerne auch mal länger. So ergibt es sich also, dass ich mich morgens aus dem Bett schleiche, wenn sie noch schläft. Oft wacht sie, wenn ich weg bin, aber nochmal auf und weint/meckert dann (wahrscheinlich weil keine Mama da ist, die sie zurück in den Schlaf stillt), lässt sich aber durch meinen Mann nach kurzer Zeit wieder beruhigen und schläft noch ein bisschen weiter. Ggf. wiederholt sich das Ganze eine halbe Stunde später nochmal. Wenn mein Mann dann später mit ihr aufsteht, ist alles in Ordnung.
In einigen wenigen Fällen (z. B. als ich nach zwei Wochen Urlaub wieder angefangen habe zu arbeiten) kam es mal vor, dass mein Mann sie nicht so beruhigen konnte, dass sie wieder eingeschlafen ist, sondern dann halt früh mit ihr aufgestanden ist. Dann war wieder alles in Ordnung.
Ich frage mich nun: Mute ich ihr da zuviel zu? Leidet sie sehr darunter, wenn sie ohne Mama im Bett wach wird? Und wird das Ganze nicht noch schlimmer durch den ständigen Wechsel: einen Tag ist Mama da, den anderen wieder nicht. Ist diese Unsicherheit nicht zu viel Stress?
Ich habe so ein schlechtes Gewissen deswegen und würde ihr das gerne ersparen, aber das lässt sich eben schlecht mit der Arbeit vereinbaren.
Vielen lieben Dank im Voraus für eure Einschätzungen.
Liebe Grüße!
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ulmue mit Töchterchen (6/2012)
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Mondenkind
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Re: Morgens aufwachen: mal ist Mama da, mal nicht
Bei uns war und ist das auch immer genauso und ich habe das ehrlich gesagt nie als Problem gesehen. Ich arbeite, mein Mann arbeitet. Manchmal bin ich morgens früh weg, an anderen TAgen der Papa. Ich hab schon immer zu unregelmäßigen Zeiten gearbeitet, auch nachts mal, das ist in meinem Beruf so. Die Aufsteh-/Aufwachsituation war bei uns genauso. Solange eine liebevolle Bezugsperson da ist, halte ich das für überhaupt kein Problem, zumal Dein Kind ja auch kein Problem damit zu haben scheint. Du befürchtest, die "Unsicherheit" würde schlimmer werden durch den Wechsel- aber eigentlich ist doch gar keine Unsicherheit da!? Dein Kind hat immer jemanden, der für es da ist, wenn es wach wird, Mama oder Papa. Das ist eine überschaubare Menge an Bezugspersonen und ich sehe es nicht als "Zumutung" von einem liebevollen Papa durch den Morgen begleitet zu werden. Mach Dir mal keine Sorgen, das kriegen die beiden hin 
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Sei ein Mensch! M. Reif
Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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nido56
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Re: Morgens aufwachen: mal ist Mama da, mal nicht
Ist bei uns auch so. Mal sind wir morgens beide da, mal nur die Mama und mal nur der Papa. Als er noch kleiner war, fand er es wohl auch nicht so schoen, wenn morgens keine Mama neben ihm lag, aber, genau wie Mondenkind, habe ich mir da nie Sorgen gemacht. Mindestens einer von uns war ja immer da. Bloed war nur, wenn er mal aufgewacht ist, waehrend ich mich noch fertig gemacht habe, und ich dann keine Zeit fuer ihn hatte sondern los musste. Das fand er immer richtig doof, aber auch davon hat er keinen Schaden davon getragen.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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muggel
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Re: Morgens aufwachen: mal ist Mama da, mal nicht
Bei uns ist das auch so. Aber Mama oder Papa ist ja immer da, daher denke ich ist es für ihn ok.
Er frägt jeden Morgen wo der fehlende ist und wenn wir sagen bei der Arbeit ist es für ihn ok. Da ich auch abends arbeite, ist er sich gewöhnt auch da mal von mir oder Papa ins bett gebracht zu werden.
Mach dir da nicht zu viel sorgen.Papa und deine kleine kriegen das sicher gut hin.
Liebe Grüsse
Er frägt jeden Morgen wo der fehlende ist und wenn wir sagen bei der Arbeit ist es für ihn ok. Da ich auch abends arbeite, ist er sich gewöhnt auch da mal von mir oder Papa ins bett gebracht zu werden.
Mach dir da nicht zu viel sorgen.Papa und deine kleine kriegen das sicher gut hin.
Liebe Grüsse
Mit Oktober 2011 muggelchen an der Hand und November 15 muggelbaby
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Lösche Benutzer 11664
Re: Morgens aufwachen: mal ist Mama da, mal nicht
Ich arbeite wieder im Schichtdienst, seit der Kleine knapp 8 Monate ist, wenn ich Frühdienst habe stehe ich um 4:30 auf und wenn ich Nachtdienst habe bringe ich ihn ins Bett und bin dann nicht mehr da. Das hat alles gut geklappt, anfangs gab es nachts noch abgepumpte Milch aus der Flasche, mit einem Jahr dann nicht mehr.
Wenn er jetzt im dunkeln nach Mama fragt, sagt mein Mann einfach, dass ich arbeiten bin und dann dreht er sich um und kuschelt sich an ihn. Er schläft dann auch gleich wieder weiter.
Das kann ganz positiv für die Bindung zum Papa sein...
Wenn er jetzt im dunkeln nach Mama fragt, sagt mein Mann einfach, dass ich arbeiten bin und dann dreht er sich um und kuschelt sich an ihn. Er schläft dann auch gleich wieder weiter.
Das kann ganz positiv für die Bindung zum Papa sein...
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ulmue
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Re: Morgens aufwachen: mal ist Mama da, mal nicht
Vielen lieben Dank für eure Antworten und Erfahrungsberichte! Ich bin wirklich erleichtert, und jetzt, wo ihr mir alle gesagt habt, dass ihr das gar nicht so sehr als Problem seht, kommt es mir auch nicht mehr so problematisch vor. Manchmal verrennt man sich wohl einfach in etwas.
Wir praktizieren das Ganze ja auch schon seit mehr als einem halben Jahr, und zwischenzeitlich fand ich es auch ok. Aber in der letzten Zeit ist es halt manchmal vorgekommen, dass ich sie weinen gehört habe, wenn ich gerade im Badezimmer war (zurückgehen kommt dann nicht infrage, da das Zeitfenster sehr knapp ist, und womöglich würde es dann nur schlimmer). Wenn dann kurz danach wieder Ruhe und sie offensichtlich wieder eingeschlafen war, war ich natürlich erleichtert, habe mir aber halt doch so meine Gedanken gemacht. Wohl mal wieder viel zu viele Gedanken...
Wir praktizieren das Ganze ja auch schon seit mehr als einem halben Jahr, und zwischenzeitlich fand ich es auch ok. Aber in der letzten Zeit ist es halt manchmal vorgekommen, dass ich sie weinen gehört habe, wenn ich gerade im Badezimmer war (zurückgehen kommt dann nicht infrage, da das Zeitfenster sehr knapp ist, und womöglich würde es dann nur schlimmer). Wenn dann kurz danach wieder Ruhe und sie offensichtlich wieder eingeschlafen war, war ich natürlich erleichtert, habe mir aber halt doch so meine Gedanken gemacht. Wohl mal wieder viel zu viele Gedanken...
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ulmue mit Töchterchen (6/2012)
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mama2008
- SuT-Legende
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Re: Morgens aufwachen: mal ist Mama da, mal nicht
ich arbeite fast nur frühschicht, mein mann drei schichten,
bei uns total unterschiedlich ob wir beide, oder nur ich oder nur männe oder bei gleichzeitiger frühschicht von männe und mir die oma da ist.
beide kids machen das problemlos mit, wir sagen aber auch abends, wer morgens da ist.
bei uns total unterschiedlich ob wir beide, oder nur ich oder nur männe oder bei gleichzeitiger frühschicht von männe und mir die oma da ist.
beide kids machen das problemlos mit, wir sagen aber auch abends, wer morgens da ist.
- Daria
- Dipl.-SuT
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Re: Morgens aufwachen: mal ist Mama da, mal nicht
Bei uns ist das auch so ähnlich.
Ich arbeite nur nachts und bin an 2 bis 3 Nächten pro Woche nicht da - dann ist halt Papa da und fertig.
Oft ist es sogar so, dass sie sich schneller beruhigt, wenn sie weiss/sieht, dass ich nicht da bin. Abgesehen davon, dass wir nachts nicht mehr stillen, ist dann aber einfach klar, dass Mama nicht da ist.
Meine Tochter ist kein ausgesprochenes Mama-Kind, dafür betreuen wir sie beide gleichermaßen "genug" sozusagen.
Also, ich denke, solange Du den Papa und die Oma als gleichwertige Betreuungspersonen siehst -wovon ich ausgehe und wogegen ja auch nichts sprechen würde, zumal in dem Alter, das ja nun nicht mehr ganz jung ist- ist doch alles okay.
Solche Phasen und Jammereien kenne ich jedenfalls auch zur Genüge aus Nächten, in denen ich auch zu Hause bin.
Ich arbeite nur nachts und bin an 2 bis 3 Nächten pro Woche nicht da - dann ist halt Papa da und fertig.
Oft ist es sogar so, dass sie sich schneller beruhigt, wenn sie weiss/sieht, dass ich nicht da bin. Abgesehen davon, dass wir nachts nicht mehr stillen, ist dann aber einfach klar, dass Mama nicht da ist.
Meine Tochter ist kein ausgesprochenes Mama-Kind, dafür betreuen wir sie beide gleichermaßen "genug" sozusagen.
Also, ich denke, solange Du den Papa und die Oma als gleichwertige Betreuungspersonen siehst -wovon ich ausgehe und wogegen ja auch nichts sprechen würde, zumal in dem Alter, das ja nun nicht mehr ganz jung ist- ist doch alles okay.
Solche Phasen und Jammereien kenne ich jedenfalls auch zur Genüge aus Nächten, in denen ich auch zu Hause bin.
- palme56
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 29.07.2011, 11:58
Re: AW: Morgens aufwachen: mal ist Mama da, mal nicht
Hier ist ed auch so. Ich bin unregelmäßig morgens nicht da und Papa ist dann zuständig. Manchmal schläft er angekuschelt wieder ein, manchmal stehen sie dann eben früher auf.
Im Moment ist hier eher das Problem, dass Papa morgens nicht da ist
Wir gehen dann eine Runde im Haus umher und schauen in jeden Raum, sonst ruft er den Vormittag über nach seinem Papa.
... mobil mit tapatalk
Im Moment ist hier eher das Problem, dass Papa morgens nicht da ist
Wir gehen dann eine Runde im Haus umher und schauen in jeden Raum, sonst ruft er den Vormittag über nach seinem Papa.
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Liebe Grüße von A. mit Sohn 6/12 und Sohn 3/15
- Nautilus
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 10.08.2012, 19:30
Re: AW: Morgens aufwachen: mal ist Mama da, mal nicht
hier exakt auch so seit 8 Monaten an 1 Tag pro Woche. War nie ein Problem, mein Sohn steht dann auch einfach früher auf, wenn er nicht wieder einschlafen kann, aber problematisch ist das für ihn nicht. Eher schon, wenn ich erst nach 22 Uhr wieder heimkomme
... Wenn Deine Tochter untröstlich wäre, wäre ich besorgt, aber so musst Du Dir denke ich keine Gedanken machen.
LG Nautilus mit Astronäutchen (7/12)
LG Nautilus mit Astronäutchen (7/12)
Liebe Grüße, Nautilus mit Sommersohn (7/12) Frühlingstochter
(3/17) und den zwei Herbststernen (09/11+ 11/15)
