Isst ein Kind wirklich das was es BRAUCHT?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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mafe
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Isst ein Kind wirklich das was es BRAUCHT?

Beitrag von mafe »

Hallo,

ich frage auch für eine Freundin. Oft geht es ja hier darum, dass viele so einen Spatzenesser wie ich daheim haben. Ich bin froh, wenn meine Tochter mal ein bisschen was isst. Aber der Kleine von einer Freundin ist echt der Abschuss: er isst UNMENGEN, wirklich. Neulich hat er morgens 300 ml Milch getrunken, zum Mittagessen nur 1 Gläschen, weil er blöderweise nebenher eingeschlafen ist. Nachmittags 2! 190g Gläschen GOB und zum Abendessen einen Teller Nudeln und anschließend nochmal ca. 250 g Brei.

Normalerweise sagt man ja, dass sich ein (gesundes) Kind das holt, was es braucht, aber braucht ein 9 Monate altes Baby tatsächlich soo viel essen? Die Mama macht sich auch schon Sorgen, ob er überhaupt ein Sättigungsgefühl hat?!

Man, der kleine Mann kann meiner Tochter echt etwas davon abgeben... ;)
mafe mit Zwergin (12/12) und Zwerg (09/15) auf dem Arm und Sternchen tief im Herzen (10/14)
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MaareMum
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Re: AW: Isst ein Kind wirklich das was es BRAUCHT?

Beitrag von MaareMum »

Also ein bekanntes Kind (inzwischen auch schon fast erwachsen) hat als Kleinkind immer gegessen, wenn es was gab. Man musste wirklich den Tisch abräumen und zeigen, dass alles weg ist, sonst wollte er unbedingt weiter essen. Er war auch entsprechend gut beinander. Als er dann das Laufen anfing, hat sich das schon wieder gut abgebaut aber er war noch lange ein kräftiges Kind (hat später dann aber normal gegessen). (War übrigens voll gestillt als baby).

Ich denke, ab einer gewissen Menge muss man schon regulierten, vor allem auch an der Auswahl der Speisen. Denn es gibt halt auch Kinder, die mehr essen würden als gut für sie wäre.

***kurz und knapp vom Handy***
Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
Donnerkind
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Re: Isst ein Kind wirklich das was es BRAUCHT?

Beitrag von Donnerkind »

Meine laienhaften Gedanken dazu:
Wird das Kind gefüttert?
Wenn ja, könnte ich mir vorstellen, dass es weniger essen würde, wenn es BLW-mäßig selbst essen müsste.
Es grüßt das Donnerkind mit den Mädels 2007 und 2008 sowie dem kleinen Bruder 2013.
mafe
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Re: Isst ein Kind wirklich das was es BRAUCHT?

Beitrag von mafe »

Ja, er wird gefüttert, weil der Herr kaum was selbst essen mag, außer mal Brot oder Gurke. Aber ich versteh noch nicht den genauen Zusammenhang?! :oops:
mafe mit Zwergin (12/12) und Zwerg (09/15) auf dem Arm und Sternchen tief im Herzen (10/14)
Donnerkind
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Re: Isst ein Kind wirklich das was es BRAUCHT?

Beitrag von Donnerkind »

mafe hat geschrieben:Ja, er wird gefüttert, weil der Herr kaum was selbst essen mag, außer mal Brot oder Gurke. Aber ich versteh noch nicht den genauen Zusammenhang?! :oops:
Ich glaube, dass man ein Kind mit Brei eher überfüttern kann als wenn es selbstständig isst. Der Brei kann recht schnell heruntergeschluckt werden, Fingerfood nicht. Kann mich aber auch irren.
Unser Sohn ist ein BLW-Kind und heute gab's Grießbrei. Da ich keine Lust auf eine Riesensauerei hatte, durfte er nicht mit den Händen in die Schüssel greifen, sondern bekam den Löffel von mir beladen. Den hab ich ihm dann VOR seinen Mund gehalten und er musste sich aktiv darum kümmern, dass der Löffel IN seinen Mund kam. Hätte ich ihn richtig gefüttert, hätte ich das Gefühl gehabt, dass ich ihm etwas "aufschwatze", was er eigentlich gar nicht essen möchte.
Hm. Ich kann das nicht gut erklären. Aber ich meine, dass im BLW-Buch auch so etwas ähnliches steht.

Um auf das Kind Deiner Freundin zurückzukommen: Sieht man ihm denn das reichliche Essen an? Vielleicht braucht er es tatsächlich?
Unsere Mittlere hat in dem Alter auch viel gegessen, aber nicht weniger gestillt. Was die in sich reingeschaufelt hat, war erstaunlich. Aber sie brauchte es offensichtlich, da sie zwischen der U5 und der U6 nur 500 g zugenommen hatte. Vom Moppelchen zum schlanken Kind.
Es grüßt das Donnerkind mit den Mädels 2007 und 2008 sowie dem kleinen Bruder 2013.
Lösche Benutzer 2872

Re: Isst ein Kind wirklich das was es BRAUCHT?

Beitrag von Lösche Benutzer 2872 »

Bei meinem Sohn bin ich mir auch nicht sicher. Er isst einfach seeeeehr gerne und ich wurde schon mehrfach im Kindergarten darauf angesprochen ob er ein Problem mit dem Sättigungsgefühl hat und nein, er wurde nicht lange gefüttert. Jetzt mit 3 sowieso schon ewig nicht mehr. Dieser Zusammenhang besteht bei uns eindeutig nicht.

Laut Kinderarzt kann es sein, dass er kein richtiges Sättigungsgefühl hat. Da wären halt Essensregeln angebracht. Irgendwie finde ich es aber auch falsch dem Kind vorzuschreiben wie oft und wieviel es essen soll. Das mache ich bei meiner Tochter ja auch nicht. Allerdings schaue ich schon was es zu essen gibt.
Kuklinka
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Re: Isst ein Kind wirklich das was es BRAUCHT?

Beitrag von Kuklinka »

Eine aktive Teilhabe an Essen (und nicht nur da) ermöglicht erst die Erprobung und somit die Selbst-regulation. Sich selber nehmen zu dürfen worauf man Hunger hat, die Erfahrung dass man gar nicht so viel essen kann und dies beim nächsten mal umzusetzen, sind die Voraussetzungen damit ein Kind essen kann was es braucht. Manchmal braucht es aber auch die taktilen Erfahrungen (eine Banane alleine fühlt sich anders an, als mit Wasser vermatscht ;-) ), die sozialen (was passiert wenn...wie reagiert Mama ;-) ) oder emotionalen, wenn man vor lauter Freude mit allen sein Essen teilen möchte....wild durch die Gegend schmeißt...
Was ich sagen will, wenn Kinder dürfen, holen sie sich was sie brauchen ;-)

Habt Mut zum Machenlassen und verzeiht, wenn/das ich morgens gerne Reden schwinge ;-)
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emm
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Re: Isst ein Kind wirklich das was es BRAUCHT?

Beitrag von emm »

Hi,

ich hab hier ein absolutes "wehe Du versuchst mich zu fuettern"-BLW-Selber-Ess-Kind. In dem Alter hat er Unmengen verdrueckt (Porridge mit Mandelmus zum Fruehstueck, eine Schale Heidelbeeren als Snack, Haferkekse und eine halbe Mango zu Mittag, eine halbe Paprika in Streifen mit Hummus zum Dippen, zum Abendessen war seine Portion Nudeln gleich gross wie meine...) und ist trotzdem von der 25. auf die 9. Perzentile gerutscht.
Da er da gerade mobiler wurde, war er wirklich jede wache Minute in Bewegung. Will sagen: es gibt offenbar Kinder, die einen riesigen Energiebedarf haben in dem Alter.
Jetzt, mit 15 Monaten, isst er immer noch gerne, aber wesentlich moderatere Portionen.

...tap-a-talking...
das emm mit Löwenkind (08/2012), Fräulein Igel (09/2013) und kleinem Geheimniskrämer (11/2017)
Donnerkind
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Re: Isst ein Kind wirklich das was es BRAUCHT?

Beitrag von Donnerkind »

Kuklinka hat geschrieben:Eine aktive Teilhabe an Essen (und nicht nur da) ermöglicht erst die Erprobung und somit die Selbst-regulation. Sich selber nehmen zu dürfen worauf man Hunger hat, die Erfahrung dass man gar nicht so viel essen kann und dies beim nächsten mal umzusetzen, sind die Voraussetzungen damit ein Kind essen kann was es braucht. Manchmal braucht es aber auch die taktilen Erfahrungen (eine Banane alleine fühlt sich anders an, als mit Wasser vermatscht ;-) ), die sozialen (was passiert wenn...wie reagiert Mama ;-) ) oder emotionalen, wenn man vor lauter Freude mit allen sein Essen teilen möchte....wild durch die Gegend schmeißt...
Was ich sagen will, wenn Kinder dürfen, holen sie sich was sie brauchen ;-)

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Danke fürs Ausforumulieren meiner dank Müdigkeit gestern abend trägen Gedanken! Genau das meinte ich mit meinem Geschwafel! :D
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Re: Isst ein Kind wirklich das was es BRAUCHT?

Beitrag von Kuklinka »

:-D ich hatte da schon einen Kaffee ;-)
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