Beikost - wie geht´s jetzt weiter?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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TineZ
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Beikost - wie geht´s jetzt weiter?

Beitrag von TineZ »

Hallo zusammen,

wir sind jetzt irgendwie an einem Punkt angekommen, wo ich nicht so recht weiß, wie wir weiter machen sollen. Deshalb würde ich mich sehr über Eure Anregungen freuen :-)

Unser "Riesenzwerg" ist knapp 8 Monate alt, hat noch keinen Zahn, ist sehr aktiv und robbt durch die ganze Wohnung, sitzt recht sicher, aber noch viel lieber würde er immer stehen :shock:

Derzeit sieht es vom Essen her meistens so aus (stillen nach Bedarf, es hat sich aber eine leichte Regelmäßigkeit eingespielt), die Uhrzeiten sind jetzt einfach mal "gemittelt"...
- 1 Uhr, Stillen im Liegen
- 6:30 Uhr, Stillen im Liegen (danach entweder direkt noch ein Nickerchen, oder ich frühstücke, er spielt auf seiner Krabbeldecke, oder sitzt im Hochstuhl und knabbert nen Hirsekringel)
- 10 Uhr, Stillen (entweder unterwegs oder daheim, daheim meist in Verbindung mit einem Nickerchen danach)
- 13 Uhr, Kartoffel-Gemüse-Brei (ab und zu mit Fleisch), selbst gekocht, inzwischen nur noch mit der Gabel klein gedrückt, dazu Wasser aus dem Becher. Selten mal noch direkt nach dem Essen ein paar Schluck Stillen
- 16 Uhr, Stillen (oder auch zweimal in diesem Zeitraum)
- 18:30 Getreide-Obst-Brei (Obst auch oft selbt gekocht, gelegentlich jetzt auch rohe Banane oder Birne dazu)
- danach manchmal Kleinigkeiten von unserem Abendessen als Fingerfood, z.B. Nudeln oder Gemüse, oder wenn nichts geeignetes dabei ist: Hirsekringel. Dazu Wasser aus dem Becher
- 20:30 Stillen
- manchmal danach nochmal Stillen

Also wie gesagt, so ungefähr sieht es meistens aus. Das Stillen ist nach Bedarf (meistens sein Bedarf, manchmal auch mein Bedarf, z.B. vor einem Ausflug oder Termin), zwischen 5 und 7mal in 24 Stunden.

Und jetzt weiß ich nicht so recht, was ich als nächstes anbieten soll. Mit Kuhmilch möchte ich noch warten, da mein Mann eine Unverträglichkeit hat. Deshalb gibt es auch am Abend den Getreidebrei mit Wasser angerührt und Obst dazu. Und eine Apfel-Unverträglichkeit vermute ich beim Kleinen, deshalb gibt es meistens Birne, Banane, oder Zwetschge (da sind meine eingefrorenen Vorräte jetzt aber aus).

Was könnte ich denn am Vormittag noch anbieten? Er isst wirklich richtig gerne. Sowohl Brei als auch Fingerfood. Ich denke, da haben wir eine gute Mischung für uns gefunden. Bisher hat er auch wirklich alles gegessen, was ich ihm angeboten habe. Sowohl selbst gekocht als auch mal Gläschen, wenn wir länger unterwegs waren. Das Stillen unterwegs wird immer schwieriger, er ist ja soooo neugierig und dreht sich ständig weg um auch ja nix zu verpassen :wink:

Wann habt ihr mit Brot angefangen? Und welches ist denn am besten geeignet? Einfach beim Bäcker nachfragen wo am wenigsten Salz drin ist? Oder sowieso nur selbst gebacken?

LG Tine
Tine mit dem großen R. (2013) und der kleinen T. (2015)
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Sakura
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Re: Beikost - wie geht´s jetzt weiter?

Beitrag von Sakura »

Dein Kind ist noch so klein, da kannst Du noch eine Weile so weiter machen, wenn Du magst. Oder Du fängst eben langsam an, ihm wirklich weitere Lebensmittel anzubieten, z.b. mit den Gemüsesorten zu experimentieren. Und die vielleicht nicht mehr als Brei, sondern als stückiges Gemüse: Porree/Lauch, Zwiebeln, Brokkoli, sehr weich gedünstete Paprika, Kartoffelstücken, Pilze, Zucchini, Kürbissticks, Avocado, Tomaten...... Oder mal Hülsenfrüchte: rote Linsen (finde ich sehr kinderfreundlich), Linseneintopf (war hier lange DER Renner)....

Und/oder Du lässt ihn sein Essen selbst essen, also nicht nur Hirsekringel. Eine Freundin von mir hat das mit ihrem Breikind gemacht, das hat super funktioniert. Sie hat den selbstgekochten Brei nicht mehr zu Brei zermust, sondern nur noch grob mit der Gabel zerdrückt, ihm den Teller hingestellt und machen lassen. Der Kleine hat das dann mit den Händen total süß und geschickt und ziemlich kleckerfrei gegessen. Kannst ja auch von Anfang an einen Löffel dazu tun, und ihn machen lassen.

Wir haben bei unserer Breiverweigerin immer normal gekocht, dann für das Mäusel was weggetan (unzerkleinert), und dann gewürzt. Und sie hat dann mit den Händen gegessen.

Zu den Unverträglichkeiten: die werden am besten vermieden, wenn zur Einführung des Lebensmittels noch gestillt wird. So kommt das Immunsystem nicht so schnell auf dumme Gedanken.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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Sakura
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Re: Beikost - wie geht´s jetzt weiter?

Beitrag von Sakura »

Ps: deine Fragen noch vergessen: mit Brot haben wir bei der Großen sofort angefangen. Solange es mengenmäßig unter zwei Scheiben pro Tag ist, finde ich gekauftes Brot von der salz Menge her rechnerisch vertretbar.


Mein iPhone leistet sich eine eigene Meinung zur Rechtschreibung...
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TineZ
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Re: Beikost - wie geht´s jetzt weiter?

Beitrag von TineZ »

Hallo Sakura,

Danke für Deine Antworten. Mal schauen, wie es sich in den nächsten Wochen entwickelt. Ich glaube, ich muss nur selber noch etwas lockerer werden und ihm mehr zutrauen :oops:

Würdest Du wirklich in dem Alter schon Zwiebeln oder Lauch probieren? Das hört sich für mich irgendwie komisch an.... Einerseits vom Geschmack her, und dann auch wegen der Konsistenz.

Aber man weiß ja nie, letztens hat er tatsächlich genüsslich die Zitronenscheibe aus Papas Getränk ausgelutscht!!! Und am nächsten Tag dafür bei Banane das Gesicht verzogen als würde ich ihn vergiften wollen :lol:

Und wegen der Unverträglichkeit müssen wir mal überlegen, wie wir vorgehen. Ich denke mit Kuhmilchprodukten werden wir mal ganz langsam anfangen, wie Du schon sagst, noch in der Stillzeit. Da hat ja nur der Papa die Unverträglichkeit. Aber bei den Äpfeln haben wir ja die Vermutung, dass der Kleine selber sie nicht verträgt.

LG
Tine
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Sakura
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Re: Beikost - wie geht´s jetzt weiter?

Beitrag von Sakura »

TineZ hat geschrieben:Würdest Du wirklich in dem Alter schon Zwiebeln oder Lauch probieren? Das hört sich für mich irgendwie komisch an.... Einerseits vom Geschmack her, und dann auch wegen der Konsistenz.
Überhaupt nur in dem Alter. Irgendwann mit zwei Jahren geht die Zeit los, wo Kinder neuem gegenüber sehr mistrauisch werden. Was sie da nicht schon kennen, probieren sie meist gar nicht mehr, vom Mögen ganz zu schweigen. Du sollst Deinem Kind diese Sachen ja auch nicht roh und unzerkleinert anbieten. (Wobei: Meine Große hat im Alter Deines Kindes im Supermarkt im Einkaufswagen gesessen, und begeistert an Porreestangen gekaut :mrgreen: ). Wenn ihr für Euch Lauch dünstet, dann lass ihn doch probieren. Wenn ihr für Euch Zwiebeln dünstet, dann lass ihn probieren. Wir machen eine Schmorzwiebelsauce zu Spaghetti, wo wir Zwiebeln eine dreiviertel Stunde lang schmoren lassen, bis sie karamellisieren. Im Alter Deines Kindes hat meine Große diese Sauce geliiiiiieeeebt :D .

Oder auch einfach mehr Rohkost. Du schreibst, dass es jetzt ab und zu sogar schon eine rohe Banane gibt. Ja klar, warum nicht? Fein greieben oder zerdrückt hat Obst allemal mehr Vitamine als aus dem Glas. Leider geht ja die obstarme Jahreszeit los, aber die Basics gibt es das ganze Jahr. Und für einen Aufpreis gibt es auch jetzt noch frische Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren...

Du kannst ihm was Würziges anbieten, was Saures, was Hartes... Rohkost (Gurke, Tomate, Radieschen, geriebener Apfel, Avocado...). Drücke ihm gekochte Kartoffelecken in die Hand, oder gekochten Blumenkohl / Rosenkohl / Brokkoli... Erbsen, Linsen, Kichererbsen... Lass ihn probieren von Eurem Selbstgekochten (salzarm): Gemüseeintopf, Bologneser Sauce, Kartoffelgulasch, ...
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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Re: Beikost - wie geht´s jetzt weiter?

Beitrag von TineZ »

Das Rezept für die Soße würde mich interessieren. Was ist denn da sonst noch drin?

Mit gedünstetem Brokkoli haben wir schon experimentiert ;-) War lustig :lol: Und im Moment habe ich wirklich das Gefühl, er will von Tag zu Tag mehr selber essen und ausprobieren. Diese Zeit muss ich jetzt wirklich nutzen, wie Du schon schreibst, bevor er dann irgendwann wieder kritischer wird...
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Re: Beikost - wie geht´s jetzt weiter?

Beitrag von Sakura »

TineZ hat geschrieben:Das Rezept für die Soße würde mich interessieren. Was ist denn da sonst noch drin?
Nix :mrgreen: . Also, fast nix. Ein Kilo Zwiebeln in Halbringe schneiden, in ordentlich Olivenöl eeeeeewig bei Mittelhitze schmoren, anfangs mit geschlossenem Deckel, gegen Ende die Pfanne öffnen. Ein wenig Salz (nicht zuviel!) und ein paar Lorbeerblätter mit schmoren. Aufpassen, dass die Zwiebeln nicht zu heiß werden und braten und braun werden und verbrennen. Mittelhitze. Nach ca. 30 min beginnen die Zwiebeln zu karamellisieren, also hoch aromatisch zu werden. Ich mag sie gern nach 45 min. Da sind sie dann so weich, dass sie auf der Zunge zergehen, leicht süß durch den Karamellisierungsprozess, aromatisch.... Wer mag, kann das jetzt noch mit einen Schluck Rotwein ablöschen und den nochmal verkochen lassen. Und die vorher proppenvolle Pfanne ist zusammengeschmort auf eine sehr kleine Menge. Daher auch Vorsicht am Anfang mit dem Salz. Das Wasser aus den Zwiebeln verdunstet, und es bleibt nur sehr wenig übrig, daher braucht man nicht viel Salz. Ergibt eine unglaublich leckere, aromatische Sauce. Hach ja, ich will mal wieder Zeit zum Kochen haben!!!
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