Sexualpädagogisches Konzept in der Kita

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Masu
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Sexualpädagogisches Konzept in der Kita

Beitrag von Masu »

Wir sind gerade mitten in der Kitasuche. Es ist eine Kita dabei, die uns im großen und ganzen gut gefällt. Letzte Woche habe ich von 2 verschiedenen Mamas gehört, dass die Kita für den Elementarbereich ein sexualpädagogisches Konzept hat.
Es wird offen mit dem Thema umgegangen – damit soll die Körperwahrnehmung von Jungen und Mädchen gestärkt werden. Durch das Konzept sollen Kinder auch vor MIßbrauch geschützt werden, indem sie selbstbewußt damit umgehen können, welche Berührungen wo und wie ok sind und welche nicht.
Wie genau dieses Konzept umgesetzt wird, werde ich diese Woche noch in Erfahrung bringen.
Es gibt einen Punkt, der mir jetzt 2 mal erzählt wurde, der mich etwas stutzig bzw. nachdenklich macht.
Es gibt eine Bücherecke mit Vorhang, wo sich die Kinder bei Bedarf zurückziehen können und sowas wie Doktorspiele machen können oder bei Neugierde die Geschlechtsteile zeigen können. Ich habe jetzt etwas im Internet gestöbert – kann mich aber trotzdem nicht so richtig mit dem Gedanken anfreunden. Muss allerdings nochmal genau bei der Leitung nachfragen, wie es genau gehandhabt wird.
Ich habe vorher noch nie von einem sexualpädagogischen Konzept in der Kita gehört und würde gerne von Euch wissen, ob es sowas in der Art in Eurer Kita auch gibt.
Gerne auch Eure Gedanken und Erfahrungen dazu. Da meine Tochter ja bald erst 2 wird, weiß ich noch nicht was alles auf mich zu kommt. Ich dachte immer Doktorspielchen kommen erst später und nicht im Kindergarten.
Liebe Grüße,
Masu


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anirahtaK
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Re: Sexualpädagogisches Konzept in der Kita

Beitrag von anirahtaK »

hm also nur kurz, "meine" Zeit der Doktorspielchen müßte mit 4/5 Jahren gewesen sein. Zum Rest kann ich nichts sagen, aber interessieren tuts mich auch.

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Sarasu
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Re: Sexualpädagogisches Konzept in der Kita

Beitrag von Sarasu »

Also mein Dreijähriger spielt gerne Arzt mit seiner Freundin, inkl. Kaiserschnitt. :)

Ich finde das unbedenklich, solange es von den Kindern selbst ausgeht, aber das was Du geschrieben hast hat mich ein bisschen irritiert. Ich kann's nicht so genau erklären, es ist mir irgendwie zu offensiv. Aber wenn Du mit denen nochmal redest, bekommst Du ja vielleicht ein Gefühl dafür, ob es passt. Grundsätzlich finde ich es schon gut, dass es überhaupt ein Konzept dazu gibt.
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In der Weite des Meeres sieht man die gesegelte Meile nicht. Aber sie ist gesegelt!
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Lyra
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Re: Sexualpädagogisches Konzept in der Kita

Beitrag von Lyra »

Ich hatte das selbe Gefühl, wie Sarasu. Natürlich sollen die Kids ein gute Körpergefühl entwickeln usw. aber beim Lesen fand ich das jetzt auch sehr seltsam... Hmmmm, ja, zu offensiv. Es gibt sooo viele Beteiche die ich wichtig finde, da ist es seltsam, wenn einer so sehr herausgearbeitet wird.
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Lyra
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Re: Sexualpädagogisches Konzept in der Kita

Beitrag von Lyra »

Beteiche= Bereiche
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Re: Sexualpädagogisches Konzept in der Kita

Beitrag von hennnamae »

Interesse am eigenen und anderen Geschlecht ist in dem Alter erst mal nichts ungewöhnliches. Da entdeckt man doch, dass man unter der Unterhose unterschiedlich aussieht und Mama und Papa dort (evtl.) Haare haben.
Ich finde den Vorhang problematisch. Denn so können die Erzieherinnen ihren wichtigsten Job nicht machen: Beobachten. Wie wollen die Damen so einschätzen können, ob das, was hinterm Vorhang passiert, unproblematisch ist?

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anirahtaK
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Re: Sexualpädagogisches Konzept in der Kita

Beitrag von anirahtaK »

ohne Vorhang würde vermutlich nichts passieren.
Ich weiß jedenfalls noch, dass wir vorher immer ne Höhle gebaut haben und sehr genau drauf aufgepasst haben, dass unsere Eltern da nichts von den Spielereien mitbekommen haben.

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Re: Sexualpädagogisches Konzept in der Kita

Beitrag von mirabelle »

Hallo!
ich würde mein Kind da nicht hinschicken. Die Erzieherinnen sollen auf mein Kind aufpassen und nicht irgendwelche pädagogischen Experimente machen! Ist das nicht immer gewährleistet (Vorhang?) kommen sie ihrem Job nicht zu 100 % nach. Die sexualpädagogische Erziehung meines Kindes geht die Kita- Erzieherin NICHTS aber auch GAR NICHTS an. Sowas kann auch mal echt nach hinten los gehen. Auch kleine Kinder können übergriffig werden.
Nein, das hört sich echt nicht gut an...
lg
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Re: AW: Sexualpädagogisches Konzept in der Kita

Beitrag von safira »

mirabelle hat geschrieben:Hallo!
ich würde mein Kind da nicht hinschicken. Die Erzieherinnen sollen auf mein Kind aufpassen und nicht irgendwelche pädagogischen Experimente machen! Ist das nicht immer gewährleistet (Vorhang?) kommen sie ihrem Job nicht zu 100 % nach. Die sexualpädagogische Erziehung meines Kindes geht die Kita- Erzieherin NICHTS aber auch GAR NICHTS an. Sowas kann auch mal echt nach hinten los gehen. Auch kleine Kinder können übergriffig werden.
Nein, das hört sich echt nicht gut an...
lg
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Re: Sexualpädagogisches Konzept in der Kita

Beitrag von Elena »

Bei uns in der Krippe gibt es im Garten bewusst einen Bereich, der von den Erziehern normalerweise nicht einsehbar ist, hinter einem Schuppen. Der ist nicht für Doktorspiele gedacht, sondern eher fürs unbeobachtete Rummatschen. Er wird nicht thematisiert, aber die größeren Kinder entdecken ihn hin und wieder. Das finde ich gut! Meiner Meinung nach sind die Erzieher nicht dazu da, mein Kind permanent zu überwachen (sie gehen natürlich schon mal nachgucken, wenn eins oder mehrere Kinder länger hinterm Schuppen verschwinden).

Ich finde deshalb den Vorhang okay und auch die Tatsache, dass Doktorspiele "toleriert" werden. Was ich merkwürdig finde, ist, daraus ein ganz großes Ding mit eigenem Konzept zu machen. Kommt davon bei den Kindern etwas an? Werden sie auf diesen Vorhang und seine "Funktion" irgendwie hingewiesen??? Das fände ich extrem komisch. Dass es Ecken im KiGa gibt, in die man sich zu was auch immer zurückziehen kann, finde ich gut und richtig. Aber das sollen die Kinder von sich aus tun, wenn sie den Bedarf haben.

Bei uns im KiGa gibts da kein Konzept, soweit ich weiß. Es wird aber "darüber" gesprochen, es werden Doktorspiele gespielt, es ist auch mal ein Kind dabei, das ab und zu mal die Hose runterzieht. Normaler Alltag, würde ich sagen.
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