Baldige Einschulung

Moderatoren: Toony, Momolina

Antworten
AnJa0710
Herzlich Willkommen
Beiträge: 6
Registriert: 07.11.2012, 20:17

Baldige Einschulung

Beitrag von AnJa0710 »

Huhu ihr Lieben!
Meine Tochter (das Älteste meiner beiden Kinder) kommt in knapp 2 Wochen in die Schule. Seit einiger Zeit ist sie, wie wir finden, etwas aufgeregt und anhänglich, sie will zb am liebsten viel gekuschelt und sogar ab und an getragen werden, jammert. Sie bekommt ganz viele Kuscheleinheiten von uns und wir sprechen mit ihr über alles was sie wissen möchte und was sie beschäftigt.
Sie hat wohl eine Reizblase(?) sie denkt besonders abends oft sid müsse pipi, dann muss sie aber doch nicht.
Blasenentzündung hat sie keine. Wir denken sie weiß nciht wirklich was sie im neuen Lebensabschnitt erwartet, auch wenn wir ihr alles erklären, spürt Unsicherheit und möchte am Liebsten an Gewohntem festhalten.
Seit ein paar wochen ist nun auch ihr kleiner bruder im kindi. Sie kümmert sich dort sehr liebevoll um ihn und begleitet ihn.

Wir haben heute vor dem schlafen über die schule geredet und sie erzählte dass sie gern noch länger im kindi bleiben will, dass sie dort puppen spielen kann, was es alles in der schule nicht gibt. Der kindi ist ihr einfach so vertraut.
Und am meisten beschäftigt sie die sorge um ihren bruder. Sie hat dolle geweint, weil sie weiß dass er sie noch braucht. Sie sagt sie will erst in die schule wenn er sie beim spielen im kindi wegstößt. Noch hält er sich an ihr fest sagt sie. Sie will sehen und miterleben was er dort macht und macht sich sorgen dass er noch keine freunde hat.
Wir haben dann darüber gesprochen was wäre wenn jemand anders ihre "aufgabe" übernehmen könnte.
Wenn jemand bei ihm ist, den er kennt meinte sie.
Wir kamen dann drauf dass ein mädchen welches er aus dem turnen kennt, seit heute neu im kindi ist.
Dies war ein Trost für sie, wenn auch ein schwacher.
Vielleicht war es doch verkehrt dass beide noch eine weile zusammen im kindi waren. Der Abschied fällt ihr nun so schwer.
Sie will bei ihm bleiben und er bei mir :(( das ist alles so traurig.

Im Grunde merke ich aber dass sie mich, wie schon so oft, auch spiegelt. Erst fiel es mir nicht auf, aber auch ich bin traurig von meinem Kindergarten Mädchen abschied zu nehmen, sie dort bald zum letzten mal abzuholen.
Sie ging immer sehr sehr gern in den KiGa.

Habt ihr Ideen wie ich ihr den Abschnitt erleichtern kann, sie begleiten kann und ihre freude auf die schule (die eigentlich da ist, das weiß ich, sie freute sich schon oft darauf und war stolz bei den großen zu sein) wecken kann?
Ich bin bereits auf der Suche nach meiner eigenen Freude über das größer werden meines Mädchens, die auf jeden Fall da ist, aber wohl überwiegen grad die Gefühle des Abschied nehmens.
Ich bin gespannt was ihr mir schreibt...
Lg anja
EliseG
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1946
Registriert: 09.04.2009, 08:27
Wohnort: Österreich

Re: Baldige Einschulung

Beitrag von EliseG »

Ich finde es ganz rührend, dass sich eure Tochter so sehr um ihren Bruder kümmert. Unser Sohn hat auch immer mal wieder solche Phasen, aber wir haben ihn auch dezitiert erklärt, dass er nicht verantwortlich für das Wohlbefinden seiner Geschwister ist. Es ist toll, wenn er ein wenig auf ihn Rücksicht nimmt, ihn als Spielkameraden betrachtet ect, aber er ist eben nicht der kleine Papa. So würde ich es auch ehrlich gesagt im Kindergarten halten. Es ist toll, wenn sie ihn einbezieht, aber dass sich das Kind wohl, das liegt in der Verantwortung der Kindergartenpädagogin.
Aber genau bei diesem Thema Verantwortung sehe ich bei deiner Tochter die Chance auf einen guten Schulstart. Wir hatten diese Woche erste Schultage und unser Sohn hat erstaunt festgestellt, dass ihm jetzt automatisch mehr Verantwortung gegeben wird. Er muss selbst schauen, dass er alles bringt, uns über alles Bescheid sagt, seine Schulsachen in Ordnung hält und und und. Das fand er irgendwie beängstigend, aber eben auch toll.

Auch ich selbst musste diese Woche lernen, ihm sein Größerwerden zu zu lassen. Er will nicht liebevoll von mir geweckt werden, sondern in Eigenverantwortung vom nervenden piepsenden Wecker (obwohl er sich schon freut, wenn ich dann auch direkt zur Stelle bin und erstmal mit ihm kuschel). Ich würde nach der Schule am liebsten in der Tasche rumstöbern, aber es ist seine Schultasche und ich geh da erst ran, wenn er das ok gibt. Andererseits ist er dann nachmittags total ausgeglichen, freut sich einfach darüber, dass er spielen kann (also kein langes Rumjammern von wegen "Und wer spielt jetzt mit mir??"). Er tobt noch gleich herum wie eh und je, ist gleich kuschelig und sowieso eigentlich noch der selbe. Natürlich ist der Schulanfang ein großer Schritt, aber das heißt nicht, dass er von heute auf morgen groß ist.

Ansonsten würde ich dir raten, lass es einfach zu und genieße es, wenn ihr zwei wieder vermehrt kuschelt. Jeder Mensch ist vor Veränderungen aufgeregt und freut sich, wenn er einen Fixpunkt hat, an dem er immer zurück kehren kann. Freut euch dann gemeinsam auf den ersten aufregenden Tag, auf ein hübschen stolzes Schulmädl, auf viele tolle Ausflüge, die dann in der Schule gemacht werden ect. Und wie gesagt, die Möglichkeit zu spielen haben sie ja daheim auch wieder ;)

Ich wünsche deiner Tochter und dir einen ganz wundervollen Schulstart!
Primus 09/06
Secundus 05/10
Prima 06/12
Benutzeravatar
Talgaro
Universaldilettantin
Beiträge: 11901
Registriert: 29.11.2006, 00:03

Re: Baldige Einschulung

Beitrag von Talgaro »

Siehst du sie denn in der Schule oder findest du eigentlich auch noch (und wenn insgeheim), dass sie im Kindergarten noch besser aufgenommen wäre? Gerade, wenn du schon merkst, dass sie dich spiegelt, ist die innere Einstellung zu diesem Schritt ja sehr wesentlicht.

Das würde ich auch getrennt von dem Kümmern um den kleinen Bruder sehen. Denn auch wenn sie es gut meint und sie sich sicher auch ganz viel Halt geben, ist es für ihn denke ich einfacher sich auch auf andere Bezugspersonen und Kinder einzulassen, wenn er nicht zu sehr "bekümmert" wird. Gerade weil er sie auch so lieb hat, wird er sie nicht wegstoßen oder ihre Hilfe ablehnen wollen, selbst wenn er eigentlich schon so weit ist. Wenn er erst seit kurzem geht, ist er ja eigentlich noch in der Eingewöhnung, also im Beziehungsaufbau. Dieser wird durch ihre lieb gemeinte Fürsorge quasi eher verhindert.

Das muss man ihr aber natürlich nicht so knallhart sagen, sie hält sich auch an dieser Aufgabe ein Stück weit fest, dass siehst du ja auch so. Aber vielleicht hilft es dir ja, beim Ändern der inneren Einstellung. Es ist doch auch toll eine große Schwester zu haben, die einem nach der Schule vom Kindergarten abholt und einem ganz tolle neue Sachen zeigen kann! :D

Hat sie gar keine Pause zwischen Kindergarten und Schulbeginn? Hier waren es viele Wochen Ferien und quasi eine Morphosephase vom Kindergarten- zum Schulkind. Kannst du sie zu Hause behalten und schöne Schreibwaren einkaufen oder exklusive Sachen für Große machen, während der kleine Bruder seine ersten Schritte allein im Kindergarten machen kann?
Liebe Grüße von Talgaro & ihren drei Räuberkindern (Juni 2002 - Juli 2006 - März 2010)
Schokomuffin
Herzlich Willkommen
Beiträge: 5
Registriert: 18.11.2013, 16:41

Re: Baldige Einschulung

Beitrag von Schokomuffin »

AnJa0710 hat geschrieben: Sie hat wohl eine Reizblase(?) sie denkt besonders abends oft sid müsse pipi, dann muss sie aber doch nicht.
Blasenentzündung hat sie keine.
Das Thema Reizblase kenne ich von der Tochter meiner Freundin. Sie hat sich dann über die Symptome informiert und ist vorsichtshalber mit der Kleinen zum Arzt gegangen. Zum Glück hat sich das Problem bald wieder von selbst erledigt. Aber wenn so etwas länger anhält, solltest du mit deiner Tochter vielleicht doch mal zum Kinderarzt.
Antworten

Zurück zu „Unsere Kinder“