Meine Tochter (das Älteste meiner beiden Kinder) kommt in knapp 2 Wochen in die Schule. Seit einiger Zeit ist sie, wie wir finden, etwas aufgeregt und anhänglich, sie will zb am liebsten viel gekuschelt und sogar ab und an getragen werden, jammert. Sie bekommt ganz viele Kuscheleinheiten von uns und wir sprechen mit ihr über alles was sie wissen möchte und was sie beschäftigt.
Sie hat wohl eine Reizblase(?) sie denkt besonders abends oft sid müsse pipi, dann muss sie aber doch nicht.
Blasenentzündung hat sie keine. Wir denken sie weiß nciht wirklich was sie im neuen Lebensabschnitt erwartet, auch wenn wir ihr alles erklären, spürt Unsicherheit und möchte am Liebsten an Gewohntem festhalten.
Seit ein paar wochen ist nun auch ihr kleiner bruder im kindi. Sie kümmert sich dort sehr liebevoll um ihn und begleitet ihn.
Wir haben heute vor dem schlafen über die schule geredet und sie erzählte dass sie gern noch länger im kindi bleiben will, dass sie dort puppen spielen kann, was es alles in der schule nicht gibt. Der kindi ist ihr einfach so vertraut.
Und am meisten beschäftigt sie die sorge um ihren bruder. Sie hat dolle geweint, weil sie weiß dass er sie noch braucht. Sie sagt sie will erst in die schule wenn er sie beim spielen im kindi wegstößt. Noch hält er sich an ihr fest sagt sie. Sie will sehen und miterleben was er dort macht und macht sich sorgen dass er noch keine freunde hat.
Wir haben dann darüber gesprochen was wäre wenn jemand anders ihre "aufgabe" übernehmen könnte.
Wenn jemand bei ihm ist, den er kennt meinte sie.
Wir kamen dann drauf dass ein mädchen welches er aus dem turnen kennt, seit heute neu im kindi ist.
Dies war ein Trost für sie, wenn auch ein schwacher.
Vielleicht war es doch verkehrt dass beide noch eine weile zusammen im kindi waren. Der Abschied fällt ihr nun so schwer.
Sie will bei ihm bleiben und er bei mir
Im Grunde merke ich aber dass sie mich, wie schon so oft, auch spiegelt. Erst fiel es mir nicht auf, aber auch ich bin traurig von meinem Kindergarten Mädchen abschied zu nehmen, sie dort bald zum letzten mal abzuholen.
Sie ging immer sehr sehr gern in den KiGa.
Habt ihr Ideen wie ich ihr den Abschnitt erleichtern kann, sie begleiten kann und ihre freude auf die schule (die eigentlich da ist, das weiß ich, sie freute sich schon oft darauf und war stolz bei den großen zu sein) wecken kann?
Ich bin bereits auf der Suche nach meiner eigenen Freude über das größer werden meines Mädchens, die auf jeden Fall da ist, aber wohl überwiegen grad die Gefühle des Abschied nehmens.
Ich bin gespannt was ihr mir schreibt...
Lg anja