5 -jähriges Mädchen viel traurig

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MamaLL
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5 -jähriges Mädchen viel traurig

Beitrag von MamaLL »

Hallo ihr lieben,

So genau weiß ich gar nicht, in welches Forum ich mit unserem Problem wenden kann. Deswegen hier, wenn es falsch ist, bitte verschieben oder einen Tipp.

Also, meine große ist jetzt 5 Jahre alt geworden. Grundsätzlich ist sie ein temperamentvolles Kind, sie lachte viel und spielt gerne mit anderen Kindern oder uns :wink:

Seit einigen Wochen kommt es immer wieder dazu, dass sie oft zu uns sagt, sie wäre traurig. Auf Nachfrage kann sie uns nicht erklären, warum sie traurig ist. Sie scheint verunsichert und weiß manchmal nicht, ob sie lachen oder weinen soll. Wenn sie im Spiel mit ihren Mädels ist, merkt man nichts, meistens erst, wenn sie zur Ruhe kommt, ins Bett soll oder beim Abendbrot.

Sie ist seit 2 Jahren in einem eingrüppigen kiga. In diesem Jahr haben uns 10 Kinder vlassen, da sie allesamt zur Schule gehen nach den Ferien. Objektiv kann ich nicht sagen, dass sie zu einem dieser Kinder einen besonderen Draht hat, es sind eher die 4-jährigen, mit denen sie sich beschäftigt. Aber in so einer kleinen Gruppe hat man wahrscheinlich ein umso größeres verlustempfinden. Tja, ich versuche ihr gefühlschaos mit dieser Situation zu erklären, habe natürlich Angst, dass noch etwas anderes dahinter steckt. :(

Wir haben bereits mit der Kinderärztin drüber gesprochen, sie meinte, man könne erstmal nur abwarten und hat ihr homöopathisch Unterstützung gegeben.

Ich versuche, in den Situation herauszukitzeln, was los ist. Sie weiß es nicht, sagt sie. Frage ich sie, ob es an der neuen Situation im kiga liegt, also, ob ihr die "großen" fehlen, sagt sie ja. Aber es ist nicht so überzeugend, dass ich wirklich das Gefühl habe, dass sie das bejahen kann. Ich nehme sie in den Arm und tröste sie, versuche ihr zu zeigen, dass ich das ernst nehme. Häufig nennt sie Gründe, die überhaupt nicht passen. Wie, meine Freundin ist im Urlaub, dabei ist sie schon längst wieder da. :(

Tja, meine frage, da ich niemanden kenne, der ähnliches erlebt hat, kann es sein, dass sie wirklich gar nicht benennen kann, was sie traurig macht? Oder ist das in dem alter noch so, dass sie es nicht zuordnen kann?

Sie war immer ein fröhliches Mädchen, auch nach der Geburt ihrer Schwester. Vor knapp 1 1/2 Jahren war nach einer kurzen schwierigen Phase alles soweit im Lot. Ich bin so traurig, nichts tun zu können und hilflos daneben zu sitzen.

Kann mir jemand Tipps geben, was ich tun kann? Gespräche und Nähe gebe ich ihr bereits.

Wir haben keinen Todesfall, Trennung, Krankheit (Gott sei dank) in den letzten Monaten gehabt, was vielleicht ja ein Auslöser sein kann....

Wir haben bald die nächste u, da wird es wieder Thema sein.

Traurige und liebe Grüße,
MamaLL

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Reed
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Re: 5 -jähriges Mädchen viel traurig

Beitrag von Reed »

Seit einige n Wochen, das kann doch noch im Rahmen eines Entwicklungsschubes sein, meinst du nicht? Und ja. Ich glaube dass es in diesem alter oft noch sehr, sehr schwer fällt zu benennen was einen traurig macht. Selbst schmerzen werden fast immer als Bauchschmerz benannt, egal wo er wirklich sitzt.
Meine Tochter ist auch oft sehr emotional, weint bei vielen Dingen. Aber da sie auch immer gerne und schnell lacht ist das hier kein Thema
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Kleines Fröschchen: Oktober 11
Mini JuniBär: Juni 13



Liebe Grüße,
Christiane!


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Re: 5 -jähriges Mädchen viel traurig

Beitrag von MamaLL »

Hallo Christiane,

Vielen dank für deine Rückmeldung.

Natürlich kann es sein, dass es normal ist. Wir sind die ersten im Freundeskreis, die so ein großes Mädchen haben :wink: und deswegen auch kaum die Möglichkeit, sich in diesem alter auszutauschen.

Es beruhigt mich, dass auch du diese Situation kennst. Sie hat Schwierigkeiten zur zeit, ihre Rolle als "große" im kiga anzunehmen. Wir versuchen, das hier in unserer Familie erstmal außen vor zu halten, also dass sie sie große ist.

Ich hoffe, es wird bald besser.... :?

Danke und liebe Grüße,
MamaLL

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Re: AW: 5 -jähriges Mädchen viel traurig

Beitrag von Mera »

Hi,

ich weiss von meiner Cousine, dass sie schon seit Kindertagen an Depressionen leidet. Einen Namen hat das Kind erst seit ein paar Jahren (sie ist 24).
Wenn es nicht besser wird oder nach Besserung wieder auftritt, würde ich auch sowas in Betracht ziehen.

Allerdings: Meine Tochter hat auch so eine Phase gehabt (sie wird jetzt bald 6, meine das war so Ende 5./ Anfang 6. Lj). Jetzt ist sie schon lange nicht mehr traurig, dafür extrem "leicht entzündlich" ;).

Vorerst würde ich an deiner Stelle das erstmal beobachten.

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LG, Mera
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Re: 5 -jähriges Mädchen viel traurig

Beitrag von Stina82 »

Hast Du mal probiert, ob sie ihre Gefühle anders zum Ausdruck bringen kann? Zum Beispiel beim Malen? Ich finde, es ist ein gutes Zeichen, dass sie überhaupt sagt, dass sie traurig ist. Sie kann ihre Gefühle wahrnehmen und auch ausdrücken. Nur eben das genauere Beschreiben ist schwierig für sie. Und das ist es ja auch oft für uns Erwachsene...
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Clauwi Trageberaterin
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Re: 5 -jähriges Mädchen viel traurig

Beitrag von Lösche Benutzer 14728 »

Ich glaube auch, dass es in dem Alter einfach noch ganz schwer ist, genau zu benennen, was traurig macht. Wie stina schon schreibt, fällt das ja auch uns Erwachsenen oft so schwer. Ich kann mir vorstellen, dass du ihr gerne helfen würdest, sie unterstützen möchtest. Ich habe da (im beruflichen Kontext) mit Kindern und Erwachsenen oft die Erfahrung gemacht, dass es schon sehr hilft, die Situation so wie sie ist zu benennen und stehen zu lassen, z.b.: " es ist okay, traurig zu sein!". Gerade wenn man nicht genau sagen kann, woran es nun liegt.
MamaLL
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Re: 5 -jähriges Mädchen viel traurig

Beitrag von MamaLL »

Hallo ihr lieben.

Erstmal danke für eure Rückmeldungen.
Stina82 hat geschrieben:Hast Du mal probiert, ob sie ihre Gefühle anders zum Ausdruck bringen kann? Zum Beispiel beim Malen? Ich finde, es ist ein gutes Zeichen, dass sie überhaupt sagt, dass sie traurig ist. Sie kann ihre Gefühle wahrnehmen und auch ausdrücken. Nur eben das genauere Beschreiben ist schwierig für sie. Und das ist es ja auch oft für uns Erwachsene...
Bis jetzt noch nicht. Aber das ist ein guter Ansatz, glaub ich. Sie malt zur zeit total gerne, dann könnte ich sie mal fragen, ob sie in so einer Situation was malen möchte, und vielleicht das malen mag, was sie traurig macht... Danke :piepmatz: :piepmatz:

Danke auch, judithke. Dann versuche ich weiterhin für sie dazusein und hoffe, dass es bald besser wird....

Liebe Grüße,
MamaLL

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