ich muss mal was loswerden..
Mein Sohn war von Anfang an, wie sagt man so schön, recht anspruchsvoll. D.h. immer getragen werden, Dauerstillen, an der Brust einschlafen,niemals ablegen lassen etc. pp. Habe ich aber alles gerne gemacht, bzw. zugelassen, weil meine grundlegende Einstellung dem entspricht.
Nun ist er 10 Monate alt und ich muss rückblickend sagen, dass er wirklich manchmal recht anstrengend war/ist. Und zwar ist er sooo oft unzufrieden, ohne ersichtlichen Grund. Wenn er anfängt zu quengeln, nehme ich und trage ihn zuerst oder spiele mit ihm. Wenn das nicht hilft, biete ich ihm die Brust. Das ist dann irgendwann auch nicht mehr genug. Ich habe oft das Gefühl, das ihm schlicht und einfach langweilig ist. Aber wenn ich ihn rumtrage, oder mittlerweile robben/turnen lasse, oder den Clown spiele, ist das einfach manchmal auch nicht genug. Ein interessantes Beispiel ist, dass wir mit ihm prinzipiell nicht essen gehen können. Wir setzen uns an den Tisch und wie auf Knopfdruck schreit er rum (er hat übrigens ein lautes schrilles Organ
Heute z.B. waren wir in einem Wildpark. Er hatte auf der Hinfahrt geschlafen, konnte also nicht übermüdet sein. Er hatte gut gefrühstückt und hatte etwas zum knabbern, konnte also auch nicht hungrig sein. Ich habe ihn im Park entweder im Buggy geschoben oder in der Manduca getragen, auch das reichte irgendwann nicht mehr. Er war einfach unzufrieden, egal was ich auch gemacht habe.
Zuhause ist die Zeit des selbst Beschäftigen auch sehr kurz und so unberechenbar.
Kurz: echt anstrengend!!! Und manchmal einfach frustierend, wenn man alles versucht, es dem Knirps recht zu machen. :O((
Ist das eine Charakterfrage? Hört das irgendwann auf oder ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es noch schlimmer wird?
Auf der anderen Seite ist er dann wieder ein Sonnenschein und die Anstrengung ist wie weggeflogen. Es hat auch lange gedauert, bis ich diesen Beitrag geschrieben habe, weil es im nächsten Moment einfach wieder vergessen ist. Aber heute im Tierpark war echt wieder so ein Moment, wo ich innerlich gefrustet war. Es war so ein schöner Nachmittag und Monsieur war unzufrieden. (Oh Gott, hab ein schlechtes Gewissen, dass ich sowas schreibe). Aber ich wollte es mal loswerden.
Liebe Grüße




