das hier kann ich von mir ganz genauso beschreiben. ich habe eine ähnliche summe in ähnlichem alter bekommen - nicht weil ich gefragt hätte sondern weil mein vater meinte, es sei gut und nötig, dass ich mich selbst verwalte.
nun gut. ich kam gut zurecht, musste davon alles bezahlen, was anfällt - ausser lebensmittel, notwendiger kosmetik (also shampoo und so) und versicherungen. sonst aber wirklich alles. es ging. aber es ging unter anderem deshalb, weil ich in vielen monaten gar nicht so hohe ausgaben hatte. da haben mich dann evtl. anfallende ausgaben wie klassenreisen oder so, nicht ins unglück gestürzt - obwohl ich vielleicht nicht alles im vorhinein geplant habe. ich hatte oft einfach glück.
in dem alter deiner tochter wäre es, glaube ich, auch einfach schön für sie, wenn sie ab und zu eine summe bekommt, die sie selbst ausgeben darf. wenn du weisst, sie braucht eh eine neue hose, oder ein paar neue shirts, dann würde ich versuchen, ihr entsprechend geld anzubieten und sie kauft ein.
oder auch einfach nur "zum spaß" wenn das geldlich drin ist, dass sie mal 20 euro bekommt und sich dafür "allein" etwas aussuchen und kaufen kann?
Hoppetosse hat geschrieben:Ich habe ja nun noch lange kein Kind in entsprechendem Alter, ich kann Dir aber von mir selbst berichten.
Ich bin mit ca. 13 (und das ist ja soweit ich sehen kann noch deutlich älter, als Deine Große ist) in Taschengeld-Verhandlungen getreten. Mit dem Ergebnis, dass ich dann ziemlich viel Taschengeld bekommen habe (360 DM), davon aber auch alles kaufen musste, was ich abseits von dem gebraucht / gewollt habe, was eh da war. Wollte ich Nutella, habe ich das davon gekauft. Klamotten, Schulhefte, alles. Schulbücher und ohnehin vorhandene Lebensmittel waren nicht umfasst.
Ich natürlich nicht sagen, wie sehr mein Vater doch noch heimlich ein Auge darauf hatte, ich fands erstmal extrem cool und fühlte mich sehr erwachsen. Im Nachhinein empfinde ich es eher als ungut, denn obwohl es mein eigener Wunsch war, bin dadurch in eine Selbständigkeit gekommen, die mich eigentlich noch überfordert hat. Ein schmaler Grad zwischen Abnabelung und fehlendem Nestschutz.
Ich denke, es kommt sehr darauf an, was sie wirklich meint mit 'Klamotten selbst kaufen'. Es wird wohl eher darum gehen, dass sie sich unabhängig von der Elternmeinung etwas aussuchen kann, oder? Dann könnte es ja schon ausreichen, wenn sie zb monatlich 20€ (je nachdem, wo Ihr üblicherweise einkauft, davon ist es ja sehr abhängig) bekommt, die sie frei für Kleidung oder Accessoires einsetzen darf.
*Fehler macht das Apfeltelefon*