Umstellung auf Familienkost und ein paar Fragen

Was kommt nach dem Vollstillen?

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nido56
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Umstellung auf Familienkost und ein paar Fragen

Beitrag von nido56 »

Hallo,
Unser Kleiner ist jetzt 13 Monate alt. Mit ca. 6 Monaten haben wir langsam mit Brei angefangen, von dem er, seit er ca. 7 Monate alt war, nennenswerte Mengen isst, die langsam immer mehr geworden sind. Wir haben nicht streng eine Stillmahlzeit nach der anderen ersetzt sondern immer gefuettert und zwischendurch gestillt, wenn er wollte, was dann nach und nach immer weniger wurde. Das hat alles ganz gut geklappt. Von Anfang an darf er, wenn er moechte, auch immer von unserem Essen probieren. Lange fand er das zwar ganz spannend, hat aber nur daran herumgelutscht, bis er dann so vor gut einem Monat beschlossen hat, dass Gemuesebrei total doof ist und in totalen Breistreik getreten ist.

OK, kein Problem, er ist ja nun auch mehr als alt genug fuer den Familientisch. Das Dumme ist nur, dass sein Essverhalten jetzt total unberechenbar ist. Mal isst er gut, mal muemmelt er nur und schmeisst dann alles auf den Boden, mal macht er den Mund gar nicht auf... Bei BLW-Babies ist das ja kein Problem, die Stillen dann eben mehr. Unser Kleiner stillt aber ja nun seit fast einem halben Jahr tagsueber kaum noch, und die Produktion hat sich natuerlich darauf eingestellt. Was immer geht, sind Obst-Getreide-Glaeschen von Onkel Hipp und Fruchtjoghurts. Hm, nicht gerade die beste, ausgewogenste Ernaehrung. Da er aber eher ein zierlicher Kerl ist (mit einem Jahr hatte er 9.1 Kg auf 75 cm), mache ich mir immer Sorgen, dass er nicht genug Kalorien bekommt, wenn er nicht essen mag, und gebe dann meist doch noch ein Glaeschen oder ein Joghurt hinterher. Gut klappt das Essen, wenn es Deftiges gibt, Nudeln mit Bolgnesesosse, Frikadellen, Ruehrei, Nudelsuppe... Gemuese ist im Moment ueberhaupt nicht angesagt.

Nun frage ich mich, wenn er immer, wenn er keine Lust auf unser Essen hat, spaeter statt dessen etwas Suesses bekommt, wird er dann irgendwann alles andere verweigern? Soll ich einfach auf Extrawuerste verzichten und hoffen, dass er sich schon holt, was er braucht? Ach ja, das Problem haben wir nur abends und am Wochenende. Unter der Woche isst er mittags in der Krippe und da mampft er den Gemuesebrei, ohne sich zu beklagen, waehrend er ihn mir zuhause direkt entgegen spuckt :shock:
nido mit dem Piraten (01/2012)
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Re: Umstellung auf Familienkost und ein paar Fragen

Beitrag von Potsdame »

ich würde mir da weniger gedanken machen. wir haben irgendwann aufgehört, alternativen anzubieten und seitdem isst er oder isst er nicht. wenn er weniger isst, holt er das bei der nächsten mahlzeit nach.
wir kochen nur nix, von dem wir wissen, dass er das nicht mag, wie spinat mit gorgonzola :cry:
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
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nido56
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Re: Umstellung auf Familienkost und ein paar Fragen

Beitrag von nido56 »

Ja, Du hast bestimmt recht. Das nehme ich mir auch immer vor. Ein gesundes Kind weiss schon, was es braucht. Eigentlich muss ich mir ja auch keine Sorgen machen, da er insgesamt gut und gerne isst (obwohl er noch lieber schaut, was passiert, wenn man den Teller umdreht...). Er ist etwas zu frueh geboren, war immer sehr leicht, und der Stillstart war schwierig. Wahrscheinlich steckt deshalb noch immer der Gedanke "Das Kind muss doch was essen!" in mir drin.

Danke fuers Rueckenstaerken :wink:
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Re: Umstellung auf Familienkost und ein paar Fragen

Beitrag von Potsdame »

ach, ich glaube, das geht allen menschen so. aber wenn man sieht, wieviel ein kind an guten tagen mampfen kann, ist man ruhiger :wink:
mein kind haut ja zum bsp zum mittagessen immer ordentlich rein. das sehe ich nur am wochenende, sitze aber dann auch so :shock: da. abends hat es dann natürlich wenig hunger
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Re: Umstellung auf Familienkost und ein paar Fragen

Beitrag von Sakura »

nido56 hat geschrieben:Gut klappt das Essen, wenn es Deftiges gibt, Nudeln mit Bolgnesesosse, Frikadellen, Ruehrei, Nudelsuppe...
Klingt doch gut! Klingt wie ein "guter Esser" :wink:

Gemuese ist im Moment ueberhaupt nicht angesagt.
Gemüse ist das, was Erwachsene essen, wenn sie abnehmen wollen. Gerade wenn Du willst, dass Dein kleiner Mann "ein bissl Speck ansetzt", sind oben genannte Speisen deutlich geeigneter als Gemüse.

Wenn wir was essen, vom dem wir wissen (oder beim Essen merken), dass es dem Mäusel nicht schmeckt, bieten wir ihr als Alternative anderes "richtiges" Essen an, z.b. Reste von gestern...
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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nido56
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Re: Umstellung auf Familienkost und ein paar Fragen

Beitrag von nido56 »

Sakura hat geschrieben:Gemüse ist das, was Erwachsene essen, wenn sie abnehmen wollen.
:D
Ich bin halt so ein Gemuesefan... Naja, so bekommt der Kleine das Gemuese dann halt nachdem es durch die Mama gegangen ist...

In den letzten Tagen habe ich festgestellt, dass gesunde Sachen viel interessanter sind, wenn man sie roh und am Stueck in die Hand nehmen kann. Also gab es gestern Omelette und Brot und eine halbe Tomate zum Dranrumlutschen. Vorgestern hat er eine Weile hingebungsvoll an einer ganzen Zucchini geknabbert.Ich hoffe mal, dass er so nach und nach auf den Geschmack kommt.

Ich entspanne mich jetzt einfach mal total bei dem Thema. Ich muss mir ja nur angucken, wie der Kleine fidel durch die Wohnung saust, um mir klar zu machen, dass es ihm gut geht. Jetzt muss ich nur noch mit seinem Vater ausdiskutieren, wieviel Verwuestung wir am Esstisch in Kauf nehmen. Ich bin deutlich toleranter als er, wenn es darum geht, hinterher 2/3 des Abendessens vom Parkett zu kratzen...
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Re: Umstellung auf Familienkost und ein paar Fragen

Beitrag von Sakura »

Oh ja, rohes Gemüse ist definitiv interessanter als gekochtes :D . Kind macht sich abends einen Spaß daraus, sich Gemüse vom Tisch zu mopsen, während ich das Essen mache. So landet oft eine ganze Tomate, ein ansehnliches Stück Gurke, Radieschen, Avocado... was auch immer... im Kind, ehe das Essen überhaupt losging. Sie hat Spaß, und ich freue mich, weil sie so noch eine Extraportion Gemüse gegessen hat :D. Nach dem Essen das gleiche Spiel mit Obst. Trauben, Apfelschnitze, Orangenschnitze, Birnenschnitze... Wir schneiden das Obst auf, es liegt auf dem Tisch, Kind kommt mit einem diebischen Grinsen, nimmt sich ein Stück, freut sich nen Ast "Apfel gemopst", und knabbert zufrieden ihr Obst.

Essen runter werfen: wir haben dem Mäusel immer und immer und immer wieder ruhig und freundlich erklärt, wenn sie etwas nicht möchte, soll sie es bitte einfach auf den Tisch legen. Irgendwann hat das auch geklappt.
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Re: Umstellung auf Familienkost und ein paar Fragen

Beitrag von Potsdame »

Sakura hat geschrieben: Gemüse ist das, was Erwachsene essen, wenn sie abnehmen wollen. Gerade wenn Du willst, dass Dein kleiner Mann "ein bissl Speck ansetzt", sind oben genannte Speisen deutlich geeigneter als Gemüse.
protest! gemüse ist toll! und antürlich sollte es fette dazu geben, damit der körper alles verwerten kann.
heute wird das kind vollgestopft und in 20 jahren wird sich übers falsche essverhalten gewundert.
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Re: Umstellung auf Familienkost und ein paar Fragen

Beitrag von nido56 »

Tja, so habe ich auch immer gedacht. Ausserdem war ich ueberzeugt, dass er Gemuese sicher toll finden wird, weil ich es auch so gerne esse (auch als Kind schon). Vollstopfen tu ich ihn nicht, aber im Moment ist mir, glaube ich, am wichtigsten, dass er Spass am Essen hat. Wenn er sich also nur die Nudeln oder das Fleisch vom Teller pickt und zwischendurch gluecklich an einer rohen Moehre lutscht, obwohl davon hoechstens homoeopathische Mengen im Kind landen, dann lasse ich ihn zunaechst einfach mal und hoffe, dass sich der Geschmack mit der Zeit noch aendert.
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Re: Umstellung auf Familienkost und ein paar Fragen

Beitrag von Potsdame »

Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

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