Elterninitiativen-Austauschthread

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Malo81
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Elterninitiativen-Austauschthread

Beitrag von Malo81 »

Ihr Lieben,

wer ist denn hier noch in einer Elternini? Wollen wir einen Thread aufmachen über Vor- und Nachteile, gute und böse Basisdemokratie und überhaupt. Einfach zum Austausch und vielleicht auch zum mitnehmen für die eigene Ini.
Hättet ihr Interesse?
Liebe Grüße Y.
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Elena
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Re: Elterninitiativen-Austauschthread

Beitrag von Elena »

Wir sind gleich in zweien, Krippe und Kindergarten. Beide recht unterschiedlich, aber trotzdem beide relativ entspannt.

Da wir in anderthalb Jahren umziehen und vor Ort möglicherweise keine gute Krippe haben, überlegen wir schon manchmal spaßeshalber an einer eigenen Elternini rum. Ich bin an Berichten also immer interessiert! :mrgreen:
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
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Emjoni
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Re: Elterninitiativen-Austauschthread

Beitrag von Emjoni »

Hier, wir! Und steht nach einer Fusion (3 Vereine zu einem) jetzt eine Sanierung inkl. Ausweichquartier für ein Jahr am anderen Ende der Stadt ins Haus..viele Diskussionen, viel zu klären, viel zu tun..weiß nur noch nicht wie öffentlich ich hier detaillierter schreiben will, da muss ich mal noch in mich gehen.

Ich bin aber auf jeden Fall voller Überzeugung dabei. Ich bin der Überzeugung, dass allen voran ich dafür zuständig bin wie meine Tochter betreut wird während ich arbeite und habe dafür einen schönen Ort gefunden an dem ich ganz konkret mit bestimmen kann was wie läuft, gemeinsam mit ganz vielen Eltern die grundsätzlich ähnlich denken. Wir sind eine Gemeinschaft aus der viele viele Freundschaften entstehen, sie entspringen unseren gemeinsam Vorstellungen. Das war - neben dem Wunsch nach altersgemischten Gruppen - der Hauptgrund für mich in eine Elternini zu gehen. Ich war als Kind auch in einer Elternini. Meine Kindergartenfreunde und deren Eltern sind für mich auch jetzt noch meine zweite Familie.
Es grüßt Emjoni mit Tochter (2009)

When you become a mother you stop being the picture and start being the frame. ~Unknown
Mondenkind
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Re: Elterninitiativen-Austauschthread

Beitrag von Mondenkind »

Wir sind auch in 2 Elterninis, eine davon sogar selbst gegründet. Mir gehts zwar manchmal auf den Keks (Basisdemokratie :roll: ), aber eigentlich kommt für mich gar nichts anderes in Frage. Ich kann mir das nicht vorstellen für uns, kein Mitspracherecht zu haben und nur einmal im Halbjahr auf einem Elternabend ein bisschen informiert zu werden. Wobei mich 2 Elternabende pro Monat auch manchmal ganz schön nerven. Aber letztlich sind wir sehr glücklich mit unseren Inis.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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weepi
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Re: Elterninitiativen-Austauschthread

Beitrag von weepi »

Wir sind auch in einer Elterninitiative . Ich sogar im Vorstand.
Da ich nur per Handy online bin setz ich mal ein Abo.
Mondenkind
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Re: Elterninitiativen-Austauschthread

Beitrag von Mondenkind »

Vorstand sind wir auch in einer unserer beiden Inis.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

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weepi
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Re: Elterninitiativen-Austauschthread

Beitrag von weepi »

So jetzt aber mal:)

Also wir sind in einer Initiative mit 2 Gruppen. Eine U3 mit Plätzen von 4 Monate bis 3 Jahre (bis der wechsel in die grosse Gruppe eben stattfindet) und eine ab 3-6J.
Wir werden uns aber über lang auf nur eine Gruppe einigen müssen, ich hoffe aber das wir es nicht mehr mitbekommen.
Wir haben einen relativ guten Stellenschlüssel und leisten uns eine Kraft extra.
Manchmal nervt mich die Vorstandsarbeit, vor allem wegen den Missständen im Team. Man steht immer zwischen den Stühlen und da man immer höflich und freundlich ist, bekommt man oft Sachen zu hören die man eigentlich nicht hören möchte.
Ich bin es manchmal wirklich leid:-(
Manchmal fände ich es nicht schlecht "normale " Kita und ich würde es nicht mitbekommen.
Ich persönlich kümmere mich gerne um Fobis und um das Essen in der Kita. Haben eine Köchin und in deren Abwesenheit einen Caterer.

Das grosse Problem ist das die eltern mitbestimmen wollen und auch sollen, aber vieles nur halbherzig geschieht. Zum Beispiel ist BIO vor 4 Jahren und da es in der Elternschaft nun nicht mehr so aktuell ist, deswegen habe ich das geändert und es ist niemanden aufgefallen. Haben es dann mitgeteilt,aber wie gesagt...Oft die veralteten Strukturen eben.
Aber im Gegenzug muss ich auch sagen das es für die Mitarbeiter auch doof ist wenn ständig jemand neues da das sagen habt. Wie macht ihr das bei euch??

Lieben gruss
Tasmanina
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Re: Elterninitiativen-Austauschthread

Beitrag von Tasmanina »

weepi, ganz am ende sprichst du die mitarbeiter an:

das würde mich mal interessieren, wie das erzieherinnen hier sehen? meinungen dazu?

eine bekannte, die erzieherin in einem städtischen kiga ist meinte mal zu mir, sie sei so froh, nicht in einer elterninitiatve zu sein. das es schlimm wäre, dauernd neue meinungen und wünsche zu hören und es auch einfach bekloppte eltern gibt, mit denen man nicht auf einen nenner kommen könne.

das stelle ich mir auch zum teil echt anstrengend vor.

hier sind beide kinder in einer elterninitiative.

allerdings eine, in der es nicht so eine krasse demokratie gibt. ich finde das erstmal gut. wir haben eine tolle leiterin, die sich unheimlich einsetzt, lange dabei ist. ein gewachsenes, gut eingespieltes team von erzieherinnen, die gut und gerne zusammenarbeiten.

es gibt nicht dauernd änderungen. ich finde das okay so, weil ich zufrieden bin so wie es läuft.

es ist allerdings auch eine große einrichtung. es gibt drei kindergärten und eine ogs. der vorstand setzt sich dann halt auch aus eltern von all diesen einrichtungen zusammen.

ein riesen vorteil ist ganz klar: wir haben mehr erzieherinnen/ berufspraktikantinnen als städtische kigas, einen besseren betreuungsschlüssel.
Die beste "Rache" ist ein glückliches Leben.
Elena
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Re: Elterninitiativen-Austauschthread

Beitrag von Elena »

Bei uns ist das so:

Die erste Elternini ist eine Krippe mit Kindern von 1-3 Jahren, 13 Plätze, 4 feste Mitarbeiter und einige Aushilfen. Essen bringt ein Caterer (stressiges Thema, aber endlich haben wir wohl eine gute Lösung gefunden). Zum Glück ist die Elternschaft sehr friedlich und das Team versteht sich hervorragend. Probleme werden sehr konstruktiv angegangen, da passt echt alles. Manche Eltern sind etwas zu friedlich, d.h. etwas wenig engagiert. :lol: Aber letztendlich macht jeder seinen Elterndienst ordentlich. Es ist keine ganz typische Elternini, weil sie betrieblich von einem großen Unternehmen gefördert ist und im Gegenzug ein Teil der Plätze an dessen Mitarbeiter vergeben wird. Diese Eltern kommen nicht in erster Linie wegen der Einrichtung selbst, sondern, weil sie dort verhältnismäßig einfach einen Krippenplatz bekommen. Letztendlich hatten wir aber in den letzten Jahren nur einen Totalausfall bei den Familien dabei. :roll: Elternabend ist nur alle 2 Monate, der Diskussionsaufwand hält sich also in Grenzen.

Die zweite Elternini ist der KiGa mit 18 Kindern von 2,5 bis 6 Jahren. Die Eltern sind alle sehr nett, zugänglich und engagiert, es wird viel zusammen gemacht: Elternabend einmal im Monat, gemeinsames Picknick im Frühjahr, Sommerfest, Wochenendfreizeit im Herbst, Martinsfest, Weihnachtsfeier, mindestens einmal im Jahr essen gehen. Früher war das wohl noch mehr, da haben sich z.B. die Väter alle Freitagabend mit einem Kasten Bier zum Putzen getroffen. :shock: Mir reicht es aber jetzt auch vom Umfang, muss ich sagen.

Gekocht wird von den Eltern selbst, im Schnitt ist man einmal pro Monat dran. Anfangs hatte ich Bammel davor, aber es ist total nett und lustig und nicht zuviel Aufwand. Die Gerichte sind festgelegt, vegetarisch, und die Qualität des Essens einfach unschlagbar! Ansonsten springen die Eltern ein, wenn eine der Erzieherinnen ausfällt. Das war in der letzten Zeit leider etwas öfter der Fall, bei nur zwei Erzieherinnen ist auch einfach keine Reserve da. Zum Glück sind einige flexible, engagierte Eltern dabei, so dass das gut klappt.

Insgesamt bin ich sehr froh über die beiden Elterninis, wobei mir sehr gut gefällt, dass beide so klein sind. Das macht vieles leichter, vor allem Entscheidungsprozesse und Diskussionen sind nicht so länglich wie bei einer doppelt so großen Gruppe. Und der Einzelne geht nicht so unter, kann sich also auch schlechter vor Arbeit drücken.

@Mondenkind: Wo fängt man bei einer Gründung denn an? Doofe Frage wahrscheinlich. Ich habe ja schon geschrieben, dass wir in anderthalb Jahren umziehen. Im neuen Ort gibts kirchliche und städtische Einrichtungen und anscheinend zu wenig U3 Plätze - und ob die gut sind, wissen wir auch (noch) nicht. Wir bräuchten halt dann einen Vorschulplatz, einen KiGa-Platz und einen Krippenplatz (Kinder 1, 3 und 5), alles auf einmal und in guter Qualität, sonst gebe ich vor allem die beiden Kleinen nicht weg. :? Wenn wir nun den Eindruck bekommen, dass die vorhandenen Einrichtungen nicht unseren Vorstellungen entsprechen, würden wir über eine Elterninitiative nachdenken. Wie groß muss denn der zeitliche Vorlauf sein? Schafft man das in einem Jahr? Und wir wohnen derzeit 500 km weit weg. :roll:
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Elena
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Re: Elterninitiativen-Austauschthread

Beitrag von Elena »

Tasmanina hat geschrieben:weepi, ganz am ende sprichst du die mitarbeiter an:

das würde mich mal interessieren, wie das erzieherinnen hier sehen? meinungen dazu?

eine bekannte, die erzieherin in einem städtischen kiga ist meinte mal zu mir, sie sei so froh, nicht in einer elterninitiatve zu sein. das es schlimm wäre, dauernd neue meinungen und wünsche zu hören und es auch einfach bekloppte eltern gibt, mit denen man nicht auf einen nenner kommen könne.
Nicht aus Erzieherperspektive, aber meine Erfahrungen als Mutter: Bei uns ist das Verhältnis zum Team jeweils sehr entspannt und nett. Es gab in der Krippe eine Familie, die total daneben war und Eltern wie Team gestresst hat, da haben wir echt in die Satzung geschaut, wie wir die loswerden können. Zum Glück sind sie von selbst gegangen.

Alle andern Eltern sind wirklich entspannt. Vielleicht liegt das auch daran, dass fast alle berufstätig sind und gar nicht die Zeit und Nerven haben, sich über das Pflichtpensum hinaus (das ja nicht unerheblich ist!) einzubringen? Zumindest im KiGa war es wohl vor einigen Jahren so, dass die Eltern noch aktiver waren als jetzt, weil sehr viele Mütter nicht berufstätig waren (so ist es mir erzählt worden).
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