Verstopfung seit 6 Monaten (sehr langer Text)

Was kommt nach dem Vollstillen?

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LeelaMinzz
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Verstopfung seit 6 Monaten (sehr langer Text)

Beitrag von LeelaMinzz »

Hallo ihr Lieben,

wir haben jetzt schon sehr lange Probleme mit unserer 12-Monate-jungen Tochter. Unsere Kinderaerzte konnten uns bis jetzt nicht wirklich helfen.
Sie leidet quasi seit 6 Monaten an Verstop[fung, manchmal geht es eine zeit lang ganz gut, aber immer wieder hat sie so festen Stuhlgang, dass sie sich heftig quaelt und einmal hat sie sogar schon Blut mit in der Windel gehabt. Diese negativen Erfahrungen haben sie auch schon soweit gebracht, dass sie Angst hat vor dem Kackern hat. Da steht ihr die Panik im Gesicht und selbst wenn was weiches kommt, weint sie. Sie sagt jetzt sogar bescheid, wenn sie Pipi macht, wahrscheinlich, weil sie sofort merkt, wenn da unten was vor sich geht. ABer das ist ja nicht wirklich toll, wir denken auch nicht, dass es jetzt bedeutet, dass sie jetzt schon trocken wird oder so. Wir faenden es schoen wenn sie einfach bis sie ca 2 ist einfach nebenbei in die Windel macht ohne drueber nachzudenken.

Wir haben mit Beikost angefangen als sie fast 6 Monate war und schon sehr interessiert an unserem Essen. Wir haben es dann wieder sein gelassen wegen der Probleme, aber sie wollte so gerne essen, wir probierten verschiedene Nahrungsmittel aus. EIne zeit lang haben wir ihr nur Obstbreichen gegeben. Wir haben auch Ueberall Beikostoel rangemacht. Viele Breichen mochte sie auch nicht, sie mag von Anfang an sehr gerne Brot. Sogar das haben wir in Oel getunkt.

Irgendwann meinte der Kinderarzt wir sollen ihr Plaumensaft geben. Das hilft etwas. Inzwischen trinkt sie jeden Tag so 40 bis 70 ml Pflaumensaft und , wenn es hochkommt, nochmal genauso viel Wasser. Wir muessen uns echt Muehe geben, damit sie 100ml zusaetzlich trinkt. SIe trinkt aber auch noch viel Milch. Ich stille ca. 2-3 Mal nachts (wenn es ihr mal nicht gut geht auch stuendlich) und 5mal Tags, davon sind 4 noch als Mahlzeiten anzusehen. Wir bieten ihr Morgens Milchbrei mit Griess an, vormittags Obst, Mittags Nudeln, Gemuese, abnds auch Nudeln , Brot , Gemuese, Kaese. Sie darf auch immer mal etwas von uns abbekommen. Sie bekommt nicht nur spezielles Babyessen. Kartoffeln lassen wir ganz weg.

Leider hat sich auch noch etwas anderes bei uns eingschlichen, was uns verunsichert: Manchmal ist sie nur weiter, wenn sie Spielzeug in der Hand hat. Wir fuehlen uns beide nicht wohl dabei, ihr so essen reinzuschummeln. Aber es ist klar dass sie hungrig ist.

Seit sie 8,5Monate war, ist mein Mann vormittags mit der Kleinen zu Hause ohne mich, also ohne Stillen. Die erste Zeit kam er 1 mal zum Stilen und hat zu Hause noch eine Flasche mit aufgetauter MM angeboten. Das fand sie aber nicht so doll und nach den Ferien hat sie gar nicht mehr die Flasche genommen.Manchmal je nach Lage kommt er immer noch mit der Kleinen zu meiner Schule zum Stillen oder ich fahr kurz nach Hause, es ist nur 1 Km.

WIr haben gestern bei der U6 konkret gefragt, ob wir sie mit Spielzeug in der Hand fuettern sollen oder ob dass die Verstopfung schlimmer macht. oder sollen wir ihr nur geben, was sie am liebsten isstt, aber leider total stopfend ist, Banane, Brot und Nudeln? WIr wollen wirkich dass sie vergisst, dass Kackern wehtut.
Die ANtwort war etwas enttaeuschend (und deswegen habe ich jetzt diesen ewig langen Text geschrieben, Danke, dass Du bis hier gelesen hast!): Wir sollen so weiter machen mit dem taeglichen "KAmpf" um weiche Kacka und das mit dem Spielzeug sei eher eine Erziehungssache. ( Wir wissen echt nicht mehr, wie das angefangen hat.) Ansonsten meinte sie zum haeufigen Stillen, dass die Kleine halt ihre Mami vermisst nd sich nachts holt was sie braucht. Glaub ich sofort. Sie fand es nicht schlimm und ich auch nicht.
(Nebenbei:Die Helferin meinte, dass ich ihr das mit 3 nicht mehr abgewoehnen koenne. Ich meinte nur, jetzt ist sie aber noch ein ganz schoenes Baby. 8) )

Weiss irgendjemand was wir noch tun koennen?

Danke fuers lesen und liebe Gruesse,

Leela und Minini
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Ororo
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Re: Verstopfung seit 6 Monaten (sehr langer Text)

Beitrag von Ororo »

Hallo ihr zwei,

Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, ich verstünde besonders viel von Kinderernährung, aber ich habe eine Freundin mit Zöliakie und chronische Verstopfungen scheinen da ja häufig aufzutreten. Wenn es solche Probleme bei deiner Kleinen gibt, lohnt es sich vielleicht mal einen Glutenverträglichkeitstest zu machen?

Viele Grüße, Ororo
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Jägerin
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Re: Verstopfung seit 6 Monaten (sehr langer Text)

Beitrag von Jägerin »

Ich würde euch auch raten, einen Fachmann (Kindergastroenterologe) hinzuzuziehen. Bei uns haben (kuh-)Milch und Milchprodukte massiv zur Verstopfung geführt, es wurde außerdem eine Fruktoseunverträglichkeit festgestellt. Die Milchsache haben wir selber festgestellt und es wurde beim Arzt keine Allergie oder Laktoseintoleranz nachgewiesen.
Unser Kinderarzt hat unseren Verdacht abgetan, weil er sagt, es müsse dann Durchfall da sein.
LG
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jusl
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Re: Verstopfung seit 6 Monaten (sehr langer Text)

Beitrag von jusl »

Manchmal ist sie nur weiter, wenn sie Spielzeug in der Hand hat. Wir fuehlen uns beide nicht wohl dabei, ihr so essen reinzuschummeln. Aber es ist klar dass sie hungrig ist.
Uff, ich teile Eurer Unwohlsein. Gesundes Essverhalten ist das nicht.
Weiss irgendjemand was wir noch tun koennen?
Ich kann mich da meinen Vorschreiberinnen nur anschließen: Bei massiven Beschwerden beim Kind, bzw. beim Verdacht auf Stoffwechselstörungen oder andere schwere Unverträglichkeitsreaktionen muss ein Fachmensch ran. Kindergastroenterologie.

LG und alles Gute!
Julia
EhUSb

Re: Verstopfung seit 6 Monaten (sehr langer Text)

Beitrag von EhUSb »

Liebe Leela,

ich mag dir mal von uns berichten... da ist so vieles ganz ähnlich! Clarakind hatte seit Beikoststart Probleme mit Verstopfung, es wurde immer ärger. Sie hat eigentlich nur einmal in der Woche Stuhlgang gehabt, dabei immer Schmerzen, hat sehr geweint und manchmal war auch Blut dabei, der Stuhl war einfach so fest, dass sie sich verletzt hat dabei.
Wir haben alles mögliche versucht....potentiell stopfende Sachen weggelassen, viel Pflaume-Birne-Brei bzw. als Obst, Pflaumensaft, Milchzucker, dann haben wir auch mal Milch weggelassen... Nix half. Unser Kinderarzt hat sie nur kurz rektal untersucht, gesagt, dass da alles in Ordnung sei und dass das Stillen schuld sei. Und außerdem müsse ich mein Kind mal erziehen, es solle zu fünf festen Uhrzeiten am Tag essen und sonst nicht und gegessen werde, was ich gebe und wenn sie irgendwas nicht möge, bekomme sie so lange nix anderes, bis sie das doch essen würde. (Mal abgesehen davon, dass wir hier Essen nach Bedarf anbieten, GIBT es sogar einigermaßen feste Zeiten, allein schon wegen der Kita... Aber - Überraschung! - feste Essenzeiten verhindern keine Verstopfung. Und der Rest ist eh auch grober Unsinn.)
Wir haben dann den Arzt gewechselt und der neue nahm sich viel Zeit, untersuchte sie sehr gründlich (inkl. US),stellte sehr viele Fragen... Er teilte unsere Einschätzung, dass Clara vermutlich einfach Angst vorm Stuhlgang hat. Im Zuge der Beikosteinführung hatte sie halt ein paarmal harten Stuhl und das fand sie wohl so unangenehm, dass sie immer eingehalten hat, der Stuhl sich sammelte, hart wurde, dann tat es natürlich wieder weh.... ein Teufelskreis. Wir haben dann Lactulose verschrieben bekommen, die geben wir jetzt jeden Morgen und Clara hat regelmäßigen Stuhlgang, der ist locker, sie weint nicht mehr dabei. Es war eine recht lange Entwicklung, über Wochen hinweg, aber inzwischen ist die Assoziation "Stuhlgang = Aua" soweit gelockert, dass wir die Lactulose-Gabe langsam ausschleichen können.

Natürlich können hinter so hartnäckiger Verstopfung auch Krankheiten stecken, deswegen würde ich das immer ärztlich abklären lassen!! Aber, um dir etwas Mut zu machen: Bei uns war es tatsächlich "nur" ein Teufelskreis aus Angst, Einhalten und Schmerzen.

Alles Gute euch!
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LeelaMinzz
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Re: Verstopfung seit 6 Monaten (sehr langer Text)

Beitrag von LeelaMinzz »

Ororo hat geschrieben:Hallo ihr zwei,

Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, ich verstünde besonders viel von Kinderernährung, aber ich habe eine Freundin mit Zöliakie und chronische Verstopfungen scheinen da ja häufig aufzutreten. Wenn es solche Probleme bei deiner Kleinen gibt, lohnt es sich vielleicht mal einen Glutenverträglichkeitstest zu machen?

Viele Grüße, Ororo
Diese Jahr bekommen, wir keinen Termin mehr bei einem Kindergastroenterologen, daher werden wir ueber die Weihnachtsferien versuchen, was passiert, wenn wir sie glutenfrei ernaehren.
Sommerbaby hat geschrieben:
Natürlich können hinter so hartnäckiger Verstopfung auch Krankheiten stecken, deswegen würde ich das immer ärztlich abklären lassen!! Aber, um dir etwas Mut zu machen: Bei uns war es tatsächlich "nur" ein Teufelskreis aus Angst, Einhalten und Schmerzen.

Alles Gute euch!
Vielen Dank fuer deinen Bericht, das koennte es ja auch bei uns sein. Wenn es das Gluten nicht ist, werden wir auch mal fragen, ob wir unserer Kleinen Lactulose geben koennen/sollen.


Jägerin hat geschrieben: Unser Kinderarzt hat unseren Verdacht abgetan, weil er sagt, es müsse dann Durchfall da sein.
Oh, mann, Kinderaerzte sind manchmal furchtbar ueberheblich, da hab ich schon sooo viel erlebt. Wenn man sich nicht selbst informiert, ist man echt aufgeschmissen.

Milch und Milchprodukte sind es nicht, sowas haben wir ihr erst mit 10Monaten angeboten und da hatte sie die Probleme schon. Und als wir mal eine zeitlang nur Obst gegeben haben, wurde es besser, also Fructose faellt dann wohl auch raus.

Vielen DAnk EUch erstmal!!!
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Re: AW: Verstopfung seit 6 Monaten (sehr langer Text)

Beitrag von honigtopf2010 »

Hallo, ich würde bis zum Termin beim Arzt ruhig Milchzucker oder Laktulose geben, damit ihr erst mal ein wenig voran kommt.
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LeelaMinzz
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Re: Verstopfung seit 6 Monaten (sehr langer Text)

Beitrag von LeelaMinzz »

Heute hat sie "unbemerkt" die Windel voll gemacht!!! :D

Da haben wir uns sehr gefreut. Vllt hat das Universum diesen Thread gelesen und mich erhoert...! :wink:

Klopf Klopf klopf auf Holz!
LG
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Re: Verstopfung seit 6 Monaten (sehr langer Text)

Beitrag von Jägerin »

super!
was ich noch sagen wollte: bewegung bringt den darm ja auch in schwung. evtl. wäre regelmässiges schwimmen gut.
LG
Jägerin mit (06), (08) und (2012)
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LeelaMinzz
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Re: Verstopfung seit 6 Monaten (sehr langer Text)

Beitrag von LeelaMinzz »

Jägerin hat geschrieben:super!
was ich noch sagen wollte: bewegung bringt den darm ja auch in schwung. evtl. wäre regelmässiges schwimmen gut.
Das würde ihr gefallen, sie liebt Wasser! :-)
Gibt es Vorteile von Bewegung im Wasser gegenüber an Land?
Leela mit drei Wundern: Frühling 2001, Herbst 2003, Winter 2011 und ein Sternchen im August 2015 (13. SSW)
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