Wieviel Frust kann ich meinem Baby zumuten?
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agata
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Wieviel Frust kann ich meinem Baby zumuten?
Hallo zusammen,
meine kleine Tochter ist jetzt 4 Monate alt. Sie weint sehr selten und dann ist für mich auch immer ein Grund erkennbar: sie hat sich vor irgendetwas erschreckt, ihr tut etwas weh, sie hat starken Hunger, sie ist total übermüdet und kann dennoch nicht einschlafen...
In solchen Situationen bin ich immer zur Stelle und nehme sie tröstend in den Arm, kuschele mit ihr, etc.
Mir geht es aber hier nicht ums Weinen sondern um Frust, um Quengeln, Moppern, Meckern, Nölen, etc.
Weil sie sich irgendetwas nicht so in den Mund stecken kann, wie sie will. Weil das Spielzeug nicht so will, wie sie. Weil sie müde ist. Weil sie gerade im TT nicht so sitzen will. Weil, weil, weil...
Ganz am Anfang habe ich auf jede ihrer Unmutsäußerungen damit reagiert, die Situation für sie ändern: Herumschunkeln, Ablenken, etc. Teilweise auch präventiv, um ja ein 'ruhiges' Baby zu haben.
Mitlerweile weiß ich nicht, ob das der richtige Weg ist. Zum einen wird es mir irgendwie zu viel, ständig damit beschäftigt zu sein, wie ich die Dinge so optimal machen kann, dass mein Baby nicht frustriert ist. Zum anderen weiß ich auch nicht, ob das so gut ist für sie, wenn sie von jedem Frust von mir abgelenkt wird.
Wie denkt ihr darüber? Ist das bei euch ein Thema (gewesen)? Hat da vielleicht irgendein kluger Mensch mal was zu gesagt?
Ich bin da sehr unsicher und will einen Weg finden, der für uns beide funktionert...
meine kleine Tochter ist jetzt 4 Monate alt. Sie weint sehr selten und dann ist für mich auch immer ein Grund erkennbar: sie hat sich vor irgendetwas erschreckt, ihr tut etwas weh, sie hat starken Hunger, sie ist total übermüdet und kann dennoch nicht einschlafen...
In solchen Situationen bin ich immer zur Stelle und nehme sie tröstend in den Arm, kuschele mit ihr, etc.
Mir geht es aber hier nicht ums Weinen sondern um Frust, um Quengeln, Moppern, Meckern, Nölen, etc.
Weil sie sich irgendetwas nicht so in den Mund stecken kann, wie sie will. Weil das Spielzeug nicht so will, wie sie. Weil sie müde ist. Weil sie gerade im TT nicht so sitzen will. Weil, weil, weil...
Ganz am Anfang habe ich auf jede ihrer Unmutsäußerungen damit reagiert, die Situation für sie ändern: Herumschunkeln, Ablenken, etc. Teilweise auch präventiv, um ja ein 'ruhiges' Baby zu haben.
Mitlerweile weiß ich nicht, ob das der richtige Weg ist. Zum einen wird es mir irgendwie zu viel, ständig damit beschäftigt zu sein, wie ich die Dinge so optimal machen kann, dass mein Baby nicht frustriert ist. Zum anderen weiß ich auch nicht, ob das so gut ist für sie, wenn sie von jedem Frust von mir abgelenkt wird.
Wie denkt ihr darüber? Ist das bei euch ein Thema (gewesen)? Hat da vielleicht irgendein kluger Mensch mal was zu gesagt?
Ich bin da sehr unsicher und will einen Weg finden, der für uns beide funktionert...
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LottesMama
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Re: Wieviel Frust kann ich meinem Baby zumuten?
Hallo agata,
hier ist es genauso. Meine Maus weint auch sehr selten richtig, aber quengelt manchmal ewig rum. Wenn ich die Situation für sie ändere, ist es erstmal gut, dann wird weiter gequengelt.
wenn sie auf dem Arm ist, will sie runter, wenn sie unten ist will sie hoch, dann will sie aufrecht, liegen, Rollen was auch immer....
Ich mache es jetzt meist so, dass ich sie auch mal quengeln lasse. Wohlgemerkt quengeln, NICHT schreien oder weinen. Wir sind auch mal schlecht drauf und müssen mal ein bissel motzen. Entweder beruhigt sie sich relativ schnell von allein, oder sie legt richtig los. Dann weiß ich aber, es ist echt nicht ok so für sie und bin natürlich gleich zur Stelle.
Ich hoffe aber mal, dass hier vielleicht noch Tipps kommen, die effizienter sind als meiner, werde weiter mitlesen.
Das klappt meist ganz gut, natürlich nicht immer. Wir geben seit einer knappen Woche ein bissel Beikost am frühen Nachmittag, seit dem ist sie sehr viel zufriedener. Ich weiß, dass ich damit sehr früh dran bin, aber Lotti hat sehr danach verlangt und ist trotz ihrem sehr jungen Alter beikostreif (kann sitzen, Zungenstoßreflex nahezu weg, greift nach essen und steckt es sich in den Mund um drauf rumzsukauen UND es runterzuschlucken), daher soll das auch kein allgemeiner Tipp sein, sondern nur ein Erfahrungsbericht.
Liebe Grüße,
Rike
hier ist es genauso. Meine Maus weint auch sehr selten richtig, aber quengelt manchmal ewig rum. Wenn ich die Situation für sie ändere, ist es erstmal gut, dann wird weiter gequengelt.
Ich mache es jetzt meist so, dass ich sie auch mal quengeln lasse. Wohlgemerkt quengeln, NICHT schreien oder weinen. Wir sind auch mal schlecht drauf und müssen mal ein bissel motzen. Entweder beruhigt sie sich relativ schnell von allein, oder sie legt richtig los. Dann weiß ich aber, es ist echt nicht ok so für sie und bin natürlich gleich zur Stelle.
Ich hoffe aber mal, dass hier vielleicht noch Tipps kommen, die effizienter sind als meiner, werde weiter mitlesen.
Das klappt meist ganz gut, natürlich nicht immer. Wir geben seit einer knappen Woche ein bissel Beikost am frühen Nachmittag, seit dem ist sie sehr viel zufriedener. Ich weiß, dass ich damit sehr früh dran bin, aber Lotti hat sehr danach verlangt und ist trotz ihrem sehr jungen Alter beikostreif (kann sitzen, Zungenstoßreflex nahezu weg, greift nach essen und steckt es sich in den Mund um drauf rumzsukauen UND es runterzuschlucken), daher soll das auch kein allgemeiner Tipp sein, sondern nur ein Erfahrungsbericht.
Liebe Grüße,
Rike
Große Schwester, 22.07.12
Kleiner Bruder, 12.10.14
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Sibi
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Re: Wieviel Frust kann ich meinem Baby zumuten?
Agata, hier wurde das besser, als sie sich fortbewegen konnte. Vorher habe ich schon versucht, alles zu tun, was in meiner Macht stand, um sie zufrieden zu stellen. Aber manchmal sind sie halt nölig, das ist dann nicht deine Schuld.
Hier gab es auch ganz heftige Szenen, als Kind übte, sich zu drehen und zu robben - über Monate gab es schreianfälle, weil es nicht so ging, wie sie wollte. Da habe ich sie schon oft machen lassen und sie dann eben hochgenommen, wenn sie vor Frust eh nicht mehr üben konnte sondern nur noch schrie. Ich würde also unterscheiden, ob das Genöle im Rahmen von produktivem Üben ist oder ob es der Wunsch nach Nähe, Fürsprache, etc. ist. Letzterem bin ich immer so schnell wie möglich nachgekommen.
Hier gab es auch ganz heftige Szenen, als Kind übte, sich zu drehen und zu robben - über Monate gab es schreianfälle, weil es nicht so ging, wie sie wollte. Da habe ich sie schon oft machen lassen und sie dann eben hochgenommen, wenn sie vor Frust eh nicht mehr üben konnte sondern nur noch schrie. Ich würde also unterscheiden, ob das Genöle im Rahmen von produktivem Üben ist oder ob es der Wunsch nach Nähe, Fürsprache, etc. ist. Letzterem bin ich immer so schnell wie möglich nachgekommen.
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asujakin
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Re: Wieviel Frust kann ich meinem Baby zumuten?
Da schließe ich mich Sibi total an. Bei Frust usw BEGLEITE ich...also spreche mit dem Baby/Kind... bleibe in Sichtweite wenn möglich und mache einfach deutlich, dass es mit dem Frust nicht allein ist. Ich denke da entscheidet auch das Bauchgefühl. Manchmal hab ich beim Nölen schon reagiert und manchmal erst, als er vom "Frustmotzen" zum Schreien überging. War mein Sohn frustriert weil er gerade Nähe brauchte habe ich SOFORT reagiert. Bei Zuwendung genauso. Ging es aber um Entwicklungsschritte - die ja nichts mit MIR zu tun haben - habe ich ihn begleitet.
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LottesMama
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Re: Wieviel Frust kann ich meinem Baby zumuten?
Frust begleiten trifft es sehr gut, wie ich finde.
Ich bleibe auch immer in Sichtkontakt oder mindestens so, dass mein Baby mich hört. Man kann aber meist ganz gut unterscheiden, ob es genölt ist, weil das Baby Nähe will (dann hört sie ja auf dem Arm ja auch sofort auf zu nölen) oder ob es nölen des nölen willens ist, sprich weil einfach alles blöd, oder Spielzeug blöd oder man zwar auf den Bauch kommt aber nicht wieder zurück.
Wobei Lotti dann sehr schnell sehr laut wird. Da helfe ich dann schon gleich.
Ich bleibe auch immer in Sichtkontakt oder mindestens so, dass mein Baby mich hört. Man kann aber meist ganz gut unterscheiden, ob es genölt ist, weil das Baby Nähe will (dann hört sie ja auf dem Arm ja auch sofort auf zu nölen) oder ob es nölen des nölen willens ist, sprich weil einfach alles blöd, oder Spielzeug blöd oder man zwar auf den Bauch kommt aber nicht wieder zurück.
Große Schwester, 22.07.12
Kleiner Bruder, 12.10.14
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agata
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Re: Wieviel Frust kann ich meinem Baby zumuten?
Uff, da bin ich ganz froh, dass ich nicht alleine damit stehe. Und Frust begleiten hört sich echt gut an. Ich werde das heute ausprobieren. Sie hat ja auch ein Recht auf miese Laune und meckern. Das haben wir Erwachsenen ja auch.
Im Moment ist es irgendwie für mich echt frustrierend. Teilweise kann ich mich nicht entscheiden aus dem Haus zu gehen, spazieren zu gehen oder etwas zu unternehmen, weil ich Angst davor habe, dass sie unterwegs wieder quengeln wird.
Ich trage sie im Rucksack und dann kommt bei mir der Zweifel auf, ob sie überhaupt im Tuch sein will, oder ob ich nicht doch lieber den KiWa mitgenommen hätte...
Diese Zweifel machen mich echt ein bisschen blöde im Kopf. Und die ganze Zeit zu Hause zu sitzen macht es auch nicht besser...
Im Moment ist es irgendwie für mich echt frustrierend. Teilweise kann ich mich nicht entscheiden aus dem Haus zu gehen, spazieren zu gehen oder etwas zu unternehmen, weil ich Angst davor habe, dass sie unterwegs wieder quengeln wird.
Ich trage sie im Rucksack und dann kommt bei mir der Zweifel auf, ob sie überhaupt im Tuch sein will, oder ob ich nicht doch lieber den KiWa mitgenommen hätte...
Diese Zweifel machen mich echt ein bisschen blöde im Kopf. Und die ganze Zeit zu Hause zu sitzen macht es auch nicht besser...
- fragaria
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Re: Wieviel Frust kann ich meinem Baby zumuten?
Asu, ich finde, das "Begleiten" ein sehr schönes Wort und eine sehr gute Sache!
Manchmal kann man ja nicht helfen. Drehen lernen kann das Kind nun mal nur selbst
und wenn's nicht klappt, nervt das sicher, ist aber nicht zu ändern. Da muss das
Kind dann einfach durch.
Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder auch negative Emotionen haben dürfen. Weil
wenn man alles Negative präventiv entfernt, empfindet das Kind irgendwann auch
das Positive nicht in dem Maß - mangels Kontrast. Wer sich also nicht ordentlich
ärgern durfte, weil das Hochziehen nicht geklappt hat, wird sich auch nicht in dem Maße
freuen, wenn es dann endlich klappt.
Manchmal kann man ja nicht helfen. Drehen lernen kann das Kind nun mal nur selbst
und wenn's nicht klappt, nervt das sicher, ist aber nicht zu ändern. Da muss das
Kind dann einfach durch.
Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder auch negative Emotionen haben dürfen. Weil
wenn man alles Negative präventiv entfernt, empfindet das Kind irgendwann auch
das Positive nicht in dem Maß - mangels Kontrast. Wer sich also nicht ordentlich
ärgern durfte, weil das Hochziehen nicht geklappt hat, wird sich auch nicht in dem Maße
freuen, wenn es dann endlich klappt.
mit Sommermädchen 6/09, Frühlingsmädchen 03/13 und Winterbub 01/17
Trageberaterin, zertifiziert von Didymos, 2012
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- Sakura
- Miss SuTiversum
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Re: Wieviel Frust kann ich meinem Baby zumuten?
Ich unterschreibe hier mal. Begleiten ist ein schönes Wort.
Aber hier wurde ganz deutlich unterschieden: motzt das Kind, weil es etwas noch nicht kann, oder motzt es, weil es sich unwohl fühlt? (Puh, schwierig, die Unterscheidung mit Worten auszudrücken).
Ich habe die ersten Monate nicht nur in Sichtkontakt meines Kindes verbracht, sondern fast ununterbrochen in Körperkontakt. Alles andere hat sie völlig überfordert. Und nein, da bin ich nicht der Meinung, ein Kind müsse es mal aushalten, im Laufgitter zu stehen, während die Mama 5m weg in voller Sicht das Essen kocht. Gekocht habe ich mit Kind auf dem Arm oder auf dem Rücken. Ich bin auch nicht der Meinung, das Kind müsse es lernen, im Kinderwagen zu liegen, ich solle es mal schreien lassen, es gewöhnt sich schon dran. Kinderwagen wurde hier nach mehreren frustrierenden Versuchen einfach nicht mehr benutzt.
Aber bei der motorischen Entwicklung, bei allem, was das Kind selbst kann, da habe ich sie komplett gelassen. Wir sind nie mit ihr an der Hand gelaufen, als sie noch nicht selbst frei laufen konnte. Und bis sie krabbeln konnte, war sie auch oft unausstehlich, weil es eben nicht so ging, wie sie das gern wollte. Als sie auf einmal krabbeln konnte, war sie wie ausgewechselt - sie konnte sich fortbewegen, und war von Stund an damit beschäftigt und zufrieden. Solange Mama nicht mehr als einen Meter entfernt war. Finde ich ok. Beim Essen das gleiche. Füttern wurde abgelehnt, also haben wir sie selbst essen lassen. War ein elendes Gematsche, aber heute mit 18 Monaten isst sie ziemlich kleckerfrei mit Besteck, und kann sich Eier und Mandarinen selbst schälen.
Um auf Deine Beispiele zurück zu kommen: Dinge, die sie nicht in den Mund stecken durfte, das durfte sie halt nicht, aus gutem Grund. Wenn Spielzeug nicht so will, ist das ein Frust, den das Baby aushalten muss, weil das Spielzeug eben so ist. Wasser ist nass, und eckige Bauklötze passen nicht in runde Löcher. Ich kann die Gesetze der Physik nicht aushebeln, auch nicht für mein Kind. Wenn es aber müde ist oder hungrig, oder gelangweitl, dann würde ich als Mama in diesem zarten Alter dafür sorgen, dass mein Kind einschlafen kann, oder essen kriegt, oder beschäftigt wird. Ja, ich war mehr als ein Jahr lang Tag und Nacht damit beschäftigt, meinem Kind das Leben angenehm zu gestalten. Das finde ich normal. Sie sind klein, sie können das noch nicht selber.
Aber hier wurde ganz deutlich unterschieden: motzt das Kind, weil es etwas noch nicht kann, oder motzt es, weil es sich unwohl fühlt? (Puh, schwierig, die Unterscheidung mit Worten auszudrücken).
Ich habe die ersten Monate nicht nur in Sichtkontakt meines Kindes verbracht, sondern fast ununterbrochen in Körperkontakt. Alles andere hat sie völlig überfordert. Und nein, da bin ich nicht der Meinung, ein Kind müsse es mal aushalten, im Laufgitter zu stehen, während die Mama 5m weg in voller Sicht das Essen kocht. Gekocht habe ich mit Kind auf dem Arm oder auf dem Rücken. Ich bin auch nicht der Meinung, das Kind müsse es lernen, im Kinderwagen zu liegen, ich solle es mal schreien lassen, es gewöhnt sich schon dran. Kinderwagen wurde hier nach mehreren frustrierenden Versuchen einfach nicht mehr benutzt.
Aber bei der motorischen Entwicklung, bei allem, was das Kind selbst kann, da habe ich sie komplett gelassen. Wir sind nie mit ihr an der Hand gelaufen, als sie noch nicht selbst frei laufen konnte. Und bis sie krabbeln konnte, war sie auch oft unausstehlich, weil es eben nicht so ging, wie sie das gern wollte. Als sie auf einmal krabbeln konnte, war sie wie ausgewechselt - sie konnte sich fortbewegen, und war von Stund an damit beschäftigt und zufrieden. Solange Mama nicht mehr als einen Meter entfernt war. Finde ich ok. Beim Essen das gleiche. Füttern wurde abgelehnt, also haben wir sie selbst essen lassen. War ein elendes Gematsche, aber heute mit 18 Monaten isst sie ziemlich kleckerfrei mit Besteck, und kann sich Eier und Mandarinen selbst schälen.
Um auf Deine Beispiele zurück zu kommen: Dinge, die sie nicht in den Mund stecken durfte, das durfte sie halt nicht, aus gutem Grund. Wenn Spielzeug nicht so will, ist das ein Frust, den das Baby aushalten muss, weil das Spielzeug eben so ist. Wasser ist nass, und eckige Bauklötze passen nicht in runde Löcher. Ich kann die Gesetze der Physik nicht aushebeln, auch nicht für mein Kind. Wenn es aber müde ist oder hungrig, oder gelangweitl, dann würde ich als Mama in diesem zarten Alter dafür sorgen, dass mein Kind einschlafen kann, oder essen kriegt, oder beschäftigt wird. Ja, ich war mehr als ein Jahr lang Tag und Nacht damit beschäftigt, meinem Kind das Leben angenehm zu gestalten. Das finde ich normal. Sie sind klein, sie können das noch nicht selber.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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- yeshira
- gut eingelebt
- Beiträge: 46
- Registriert: 29.02.2012, 18:43
Re: Wieviel Frust kann ich meinem Baby zumuten?
bei uns war es genau das selbe, wobei er beim quängeln schlimmer aufgedreht hat, als beim weinen (und er war ein schreibaby!)
als er dann das krabbeln gelernt hatte wurde es langsam besser, allerdings hat er es auch heute noch so, dass er kurz aber extrem aus frust toben kann wenn etwas nicht nach seinem kopf läuft ... aber er muss einfach lernen dass es grenzen gibt, und diese aus gutem grund: um IHN zu schützten, dafür muss ich dann halt seinen kleinen tobsuchtsanfall hinnehmen, der ja in gewisser weise auch gerechtfertigt ist
aber je älter er wird, umso mehr versteht er es und beruhigt sich auch sehr viel schneller. natürlich ist es dabei wichtig es den kleinen zu erklären, damit sie auch verstehen warum dass jetzt so ist.
ich kann dir nur geduld (für dich und deine maus) und starke nerven wünschen
achja und mach dir nicht zuviele gedanken was die anderen in gewissen situationen denken, es geht um dein kind, das ist alles was zählt
lg
als er dann das krabbeln gelernt hatte wurde es langsam besser, allerdings hat er es auch heute noch so, dass er kurz aber extrem aus frust toben kann wenn etwas nicht nach seinem kopf läuft ... aber er muss einfach lernen dass es grenzen gibt, und diese aus gutem grund: um IHN zu schützten, dafür muss ich dann halt seinen kleinen tobsuchtsanfall hinnehmen, der ja in gewisser weise auch gerechtfertigt ist
aber je älter er wird, umso mehr versteht er es und beruhigt sich auch sehr viel schneller. natürlich ist es dabei wichtig es den kleinen zu erklären, damit sie auch verstehen warum dass jetzt so ist.
ich kann dir nur geduld (für dich und deine maus) und starke nerven wünschen
achja und mach dir nicht zuviele gedanken was die anderen in gewissen situationen denken, es geht um dein kind, das ist alles was zählt
lg
mit Krümelmonster (06.06.2011)
ClauWi Trageberaterin GK 11/12, MK 03/13
ClauWi Trageberaterin GK 11/12, MK 03/13
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agata
- möchten wir nicht mehr missen
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Re: Wieviel Frust kann ich meinem Baby zumuten?
@Sakura
Ich finde Deine Unterscheidung zwichen motzen weil ärgern oder motzen weil unwohl fühlen wirklich gut. Denn so geht es mir ja auch bei meiner Überlegung.
Wenn es meiner Kleinen nicht gut geht - egal weswegen - dann will ich für sie da sein und ihr helfen. Sie kann ja mit so vielen Dingen noch nicht umgehen. Wenn sie sich z.B. über ihr Spielzeug ins unglücklich sein gemotzt hat, dann will ich für sie da sein.
Ich trage sie also z.B. am Nachmittag vermehrt, wenn ich merke, dass der Tag für sie anfängt anstrengend zu werden. Oder ich lege mich kuschelig mit ihr ins Bett, wenn ich merke, dass sie müde ist und es nicht gut schafft, runter zu kommen.
Ich will sie aber nicht aus jeder frustrierenden Situation sofort raus holen. Das tut weder mir gut noch ihr. Wenn sie es also z.B. nicht schafft, sich ein Spielzeug so in den Mund zu stecken, wie sie das haben will. Oder wenn sie es nicht schafft, sich auf den Bauch zu drehen. Oder wenn sie alles Mögliche erreichen will, aber sich selber noch nicht fortbewegen kann.
Ich finde Deine Unterscheidung zwichen motzen weil ärgern oder motzen weil unwohl fühlen wirklich gut. Denn so geht es mir ja auch bei meiner Überlegung.
Wenn es meiner Kleinen nicht gut geht - egal weswegen - dann will ich für sie da sein und ihr helfen. Sie kann ja mit so vielen Dingen noch nicht umgehen. Wenn sie sich z.B. über ihr Spielzeug ins unglücklich sein gemotzt hat, dann will ich für sie da sein.
Ich trage sie also z.B. am Nachmittag vermehrt, wenn ich merke, dass der Tag für sie anfängt anstrengend zu werden. Oder ich lege mich kuschelig mit ihr ins Bett, wenn ich merke, dass sie müde ist und es nicht gut schafft, runter zu kommen.
Ich will sie aber nicht aus jeder frustrierenden Situation sofort raus holen. Das tut weder mir gut noch ihr. Wenn sie es also z.B. nicht schafft, sich ein Spielzeug so in den Mund zu stecken, wie sie das haben will. Oder wenn sie es nicht schafft, sich auf den Bauch zu drehen. Oder wenn sie alles Mögliche erreichen will, aber sich selber noch nicht fortbewegen kann.
