Ich weiß, ich rege mich unnötig auf, aber ich kann da nicht aus meiner Haut.
Ich habe zwei ganz tolle und lebhafte Jungs. Vier und drei Jahre alt. Sie leben hier recht frei, dürfen im Grunde tun und lassen, was sie wollen.
Was mich tierisch nervt: sie machen alles kaputt.
Ja, ich finde den Forscherdrang toll und gut und richtig. Man muss ausprobieren, wie etwas klingt, wenn man draufhaut und was passiert. Aber dennoch nervt es mich so an! Es mag daran liegen, dass ich immer ein sehr umsichtiges Kind war, das SEHR auf seine Sachen geachtet hat. Meine Kinderbücher sehen teilweise aus wie neu.
Meine Jungs schaffen sogar Duplosteine, Bücher sind zerrissen oder alle Ecken krumm, vom Metalltopf sind die Henkel ab usw. Sie wären tolle Produkttester! Dabei haben wir eher robuste Sachen: Holzbausteine, Briobahn, Duplosteine, Kapla. Und eine sehr feste Holzritterburg. Und die Küche.
Sicher, es hat auch mit unserer Lebensweise zu tun - die Kinder haben nicht viel "Vorgegebenes", sondern leben ihre Phantasie extrem aus - unser Waldorfkindergarten unterstützt das natürlich. Dann ist das Buch ne Säge, der Duplostein ein Hammer und der Topf ein Flugzeug *wegduck* In letzter Zeit spielen sie "Sperrmüll", kippen alle Kisten aus und stapeln alles im Flur.
Bitte bitte sagt mir, dass das irgendwann vorbei geht. Mich nervt das so, mir tut es so leid um die Sachen. Grad bei Büchern oder bei der Küche bekomme ich wirklich Anfälle, weil sie mir schlicht selbst wertvoll sind. Gestern hab ich alle Sachen in ein Zimmer gebracht und da stehen sie nun erstmal bis ich mir was überlegt habe. Bücher mit Papierseiten bekommen sie schon gar nicht mehr, nur noch die dickeren...
Das Problem geht ja auch noch weiter, denn es gibt ja auch noch eine kleine Schwester, die - hoffentlich nach mir kommend - vielleicht nicht so gern möchte, dass die Jungs ihre Sachen alle auseinander nehmen.
*seufz*
Irgendeine Idee?

