Meine kleine Essensverweigerin

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Ginevere
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Meine kleine Essensverweigerin

Beitrag von Ginevere »

Meine große Tochter wird schon bald 4 Jahre alt und mein Mann und ich sind essenstechnisch inzwischen einfach nur noch fertig, genervt und ratlos.

Schon der Stilstart war damals schwierig, trotz optimaler Bedingungen. Sie trank drei Schlucke dann hatte sie genug, meldete sich dann aber natürlich nach einer halben Stunde wieder mit Hunger.
Normal für ein Neugeborenes oder? Ja aber das ging die gesamten 7 Monate in denen ich gestillt habe so. :wink:

Erst seitdem die Kleine auf der Welt ist weiß ich wie einfach stillen sein kann...

Das Essverhalten meiner großen Tochter hat sich seitdem auch nicht maßgeblich geändert. Sie sitzt mit uns am Abendbrottisch, knabbert lustlos an ihrem Brot rum und etwa 10 Minuten nachdem wir abgeräumt haben, meldet sie dann wieder Hunger an.

Es ist vielleicht egoistisch von mir aber ich bin inzwischen einfach mürbe geworden. Mittags koche ich etwas, mache ihr einen Teller zurecht und weiß in dem Moment schon dass ich ihn genau so in etwa 15 Minuten in den Müll befördern werde. Ich mag mich einfach nicht den ganzen Tag mit Essen beschäftigen. :|

Wir haben inzwischen auch so ziemlich alles probiert, Gonzalez gelesen, mehr angeboten, weniger angeboten usw. Was hervorragend klappt ist essen vor dem Fernseher aber das ist für mich ein absolutes No-Go also keine Alternative

Wegen dieses Essverhaltens bewegt sie sich auch schon seit ihrer Geburt immer an der Grenze zum Untergewicht. Mit ihren fast 4 Jahren wiegt sie jetzt 12,5kg. Jetzt kommt entwicklungsbedingt neuerdings auch noch hinzu, dass sie sehr mäkelig geworden ist was essen angeht. Inzwischen kann ich die Lebensmittel die sie isst an einer Hand abzählen (Schokolade und Kekse stehen ganz oben).

Schwierig sind auch die Omas und Opas. sie verstehen einfach nicht, dass man gerade dieses Kind nicht mit Schokolade vollstopfen sollte denn wenn sie einen Schokoriegel gegessen hat, isst sie ungelogen den ganzen Tag über quasi nichts mehr.

In den letzten Wochen sind die Essenszeiten immer mehr zum Problem geworden. Ich merke dass ich schon aggressiv werde wenn ich nur zu ihr rüberschaue und sehe wie sie auf ihrem Teller rumstochert.

Keine Ahnung was ich jetzt von euch hören möchte.
Vielleicht einen Tipp für etwas mehr Gelassenheit? Oder einfach Denkanstöße jeder Art.

Danke!
LG Gini
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Sternenfaengerin
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Re: Meine kleine Essensverweigerin

Beitrag von Sternenfaengerin »

hach, kommt mir leicht bekannt vor. ist aber viel besser geworden, wir haben ihn einfach gelassen... wie schauts in der betreuung aus, isst sie da?
Sibi
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Re: Meine kleine Essensverweigerin

Beitrag von Sibi »

Ginevere hat geschrieben: Das Essverhalten meiner großen Tochter hat sich seitdem auch nicht maßgeblich geändert. Sie sitzt mit uns am Abendbrottisch, knabbert lustlos an ihrem Brot rum und etwa 10 Minuten nachdem wir abgeräumt haben, meldet sie dann wieder Hunger an.

Es ist vielleicht egoistisch von mir aber ich bin inzwischen einfach mürbe geworden. Mittags koche ich etwas, mache ihr einen Teller zurecht und weiß in dem Moment schon dass ich ihn genau so in etwa 15 Minuten in den Müll befördern werde. Ich mag mich einfach nicht den ganzen Tag mit Essen beschäftigen. :|

Wegen dieses Essverhaltens bewegt sie sich auch schon seit ihrer Geburt immer an der Grenze zum Untergewicht. Mit ihren fast 4 Jahren wiegt sie jetzt 12,5kg. Jetzt kommt entwicklungsbedingt neuerdings auch noch hinzu, dass sie sehr mäkelig geworden ist was essen angeht. Inzwischen kann ich die Lebensmittel die sie isst an einer Hand abzählen (Schokolade und Kekse stehen ganz oben).
Du weißt nicht, ob sie nicht genauso schmal wäre, wenn sie futtern würde. Ich habe ein Kind, dass Phasen hat, in denen es alles futtert und teilweise auch beträchtliche Mengen und zusätzlich stillt und trotzdem unterhalb der 10. Perzentile ist.

Wenn Du Dich nicht mit Essen beschäftigen willst, lass es. Wir haben hier auch Phasen, wo unser Kind nichts oder kaum isst. Dann bleibt der Teller halt stehen und wenn sie Hunger hat, isst sie weiter, häufig hat sie dann aber in den Phasen wirklich wenig Hunger.
Mit 4 Jahren sind sie doch selbständig genug, sich selbst etwas zu Essen zu nehmen, wenn sie Hunger haben. Mach es nicht zu DEINEM Problem, wenn sie Hunger hat - lass den Teller mit dem Mittagessen stehen oder lege eine Banane und ein Brot auf den Küchentisch und gut ist. Sie wird nicht verhungern. Essen wegschmeißen nach 15 min würde ich nicht - das ist doch totale Verschwendung. Mache ich mit meinem Essen auch nicht, wenn ich nicht aufesse.

Sind die Großeltern ständig da? Dann musst Du natürlich Regeln durchsetzen, ansonsten würde ich mich diesbezüglich locker machen.
Ginevere
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Re: Meine kleine Essensverweigerin

Beitrag von Ginevere »

Eigentlich haben wir genau das getan: Sie gelassen. Und versucht gelassen zu bleiben. Aber irgendwie geht mir die Puste aus.

In den letzten Wochen hat sie nämlich noch eher abgenommen und sieht gerade irgendwie noch schmaler aus als sonst. Ich hab einfach Angst vor einer blöden Magen-Darm-Grippe oder so...

Teller stehen lassen machen wir natürlich ganz oft. Bei Brot, Nudeln usw, geht das ja auch. Heute gabs Suppe, da mache ich das nicht. Vor allem wenn sie eh kaum was davon gegessen hat.

Was mich auch nervt: Wenn man sie füttert isst sie ungefähr das Doppelte von dem was sie sonst essen würde. Aber ich sehe es echt nicht ein, eine 3-Jährige zu füttern! Mein Mann macht das manchmal aber ich kanns echt nicht leiden. Selbst unser Baby wird nicht gefüttert (BLW).

Die Großeltern wohnen beide in unmittelbarer Entfernung und haben daher sehr viel mit ihr zu tun, auch was Essen angeht. Und wenn sie dort ist wird sie natürlich betüddelt, gefragt was sie essen möchte, ob sie nicht noch was anderes möchte, gefüttert usw.
Das kann ich hier einfach nicht leisten. Zum Mittags zum Beispiel gibts hier vielleicht 3 Komponenten aus denen sie wählen kann. Ich finde das reicht oder? :?
LG Gini
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Sibi
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Re: Meine kleine Essensverweigerin

Beitrag von Sibi »

Ginevere hat geschrieben:Das kann ich hier einfach nicht leisten. Zum Mittags zum Beispiel gibts hier vielleicht 3 Komponenten aus denen sie wählen kann. Ich finde das reicht oder? :?
Natürlich reicht das.

Die Frage ist, ob das Verhalten der Großeltern Einfluss auf das Essen bei Euch hat. Ich bin da skeptisch. Wenn ihr aber berechtigte Hinweise habt, dass es doch so ist, dann müsst Ihr Euch ohne Kinder mal an einen Tisch setzen und überlegen, wie Ihr alle zusammen damit umgehen wollt. Ansonsten würde ich halt pragmatisch denken: Lass doch die Großeltern machen, was sie wollen.

Dass sie beim Füttern mehr isst, finde ich komisch. Bittet sie direkt darum? Ist das eine Form von Aufmerksamkeitssuche oder "Babyspielen" (dass Babys meist gefüttert werden, kennt sie vielleicht doch aus Büchern, Kita oder sonstwoher).

Gesundheitlich bin ich vielleicht zu leichtsinnig, aber da würde ich mir in Deutschland einfach keinen Kopf machen. Kinder brauchen hier keine Reserven, um Krankheiten zu überleben. Das schlimmste, was passieren kann, ist eine Einweisung in die Klinik bei längerer Krankheit - aber die ist doch bisher gar nicht in Sicht. ((()))
Ginevere
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Re: Meine kleine Essensverweigerin

Beitrag von Ginevere »

Ich verstehe das mit dem Füttern ehrlich gesagt auch nicht. Inzwischen denke ich irgendwie dass essen ihr einfach egal ist. Eine lästige Sache halt. Daher mag sie auch nicht selber essen bzw. isst halt gerne und gut wenn sie abgelenkt ist (zum Beispiel kann man sie auch füttern wenn sie gerade malt oder so).
Ja, wir waren schon verzweifelt genug das zu probieren. :roll:

Dazu kommt wahrscheinlich ein sehr kleiner Magen und eine gute Essbremse. Und genau das möchte ich ihr ja erhalten denn das ist ja nun wirklich Gold wert! Es kann zum Beispiel sein dass ich (ausnahmsweise) mal was koche was sie mag und sie isst die erste Portion auf und möchte gerne mehr. In der Zeit die ich brauche um den Teller wieder zu füllen, setzt bei ihr dann ein Sättigungsgefühl ein und sie isst nichts mehr.
Das sind halt so die Sachen die meine Nerven etwas strapazieren. Ich weiß dass es so kommen wird, mag ihr aber natürlich auch nicht das Essen verweigern.

Hach ja, wie gesagt ich bin etwas mürbe und brauche irgendwie mal wieder eine Portion Gelassenheit was das angeht.
LG Gini
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Re: Meine kleine Essensverweigerin

Beitrag von Sternenfaengerin »

hm, ich kann dich wirklich nachvollziehen... ganz so schmal ist er nicht (mehr), war es aber wirklich lange.

wir essen immer gemeinsam zu abend und wir bitten ihn mit uns am tisch zu sitzen, auch wenn er ncihts mag. generell fragt er dann schon nach nachtisch :roll: aber den gibt es dann eigentlich nicht. wir essen sehr oft getrennte sachen (schon immer), ich esse sehr gemüselastig, mein freund sehr fleischlastig und er kann sich entscheiden, ob er wo mitessen möchte. wenn nicht, dann gibt es immer noch "zusatzoptionen" standardmässig, also brot (mit butter oder wurst), mozzarella, apfel, ein gekochtes ei. da kann er sich frei entscheiden.

ich merke, wenn er in wachstums- oder entwicklungsphasen ist (meist rückblickend :lol: ) , dass er bestimmte lebensmittel total bevorzugt und das mag cih ihm auch erhalten. das kann total extrem apfel sein, aber auch ei. drei eier am tag. geht klar, warum nicht... in phasen wo der schub weg ist, achte ich auch schon sehr.

vielleicht sind wir auch zu vorbelastet. essen ist ein wahnsinnig wichtiges thema für MICH, weil es schon immer großes thema war, als ich kind war... meine eltern wollten auch nur "das beste" und eigentlich dreht sich fast schon wieder zuviel darum :oops: ich schaue mit adleraugen, etc.

ich probiere so gelassen wie es MIR möglich ist zu sein, das ist für manche noch verspannt, für andere zu gelassen, aber da probiere ich mich nicht zu arg von beeinflussen zu lassen. einzigst auf naschkram mag ich ein auge habe, weil es hier eben auch viel "konventionelles" gibt, da mein freund das mag und das ist einfach nicht abschaltbar, dass ich ihn frei verfügen lassen kann...

achso, das mit den großeltern ist mir auch bestens bekannt :roll: trotz warnschüssen und wirklichen diskussionen hat sich nicht wirklich was geändert. konsequenz wäre damals gewesen das kind nicht mehr runter zu lassen, was mir wiederrum entlastung weggenommen hätte :oops: seit wir wieder alleine leben ist das viiiiiel besser geworden....
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Re: Meine kleine Essensverweigerin

Beitrag von mama2008 »

hat sie unverträglichkeit gegen irgendwas und meidet es deshalb?

die tochter meiner bekannten hat ne lactose und fruktoseunverträglichkeit und seit das erkannt ist und berücksichtigt wird, ißt das kind.
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Re: Meine kleine Essensverweigerin

Beitrag von Ginevere »

Danke euch, ein wenig Verständnis hilft schon. :wink:

Unverträglichkeiten...woran merkt man das denn? Sie hatte noch nie Hautprobleme oder so, Verdauung usw. ist alles normal. Das einzige was uns extrem auffällt sind die Wutanfälle die sie bekommt wenn sie zu viel Süßes gegessen hat. Da kann man echt die Uhr nach stellen, etwa 30 Minuten nach Verzehr wenn der Blutzuckerspiegel langsam wieder sinkt gehts los.

Durfte ich heute gerade wieder erleben, eine halbe Stunde Gebrüll nach einer handvoll Smarties. :?

Gibts eine Unverträglichkeit gegen Zucker?
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claudia820
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Re: Meine kleine Essensverweigerin

Beitrag von claudia820 »

bei uns funktionierts mit dem essen besser, wenn der topf am tisch steht und sie sich selbst nehmen darf soviel oder so wenig sie mag

meine dürfte Nüsse nicht vertragen, sobald sie irgendwas isst wo Nüsse drinnen sind (egal ob sie es weiss oder nicht) lässt sie es stehen auch den besten Kuchen.
Meine Mädels (6/08 + 06/12)

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