Ich habe ein paar Fragen zum Thema weniger Stillen.
Kurz vorneweg:
Meine Tochter ist jetzt fast 9 Monate alt. Der Anfang unser Stillbeziehung war nicht gerade einfach. Das Anlegen klappte nicht richtig. Sie trank zwar, aber meine BW waren total wund. Meine Hebamme war auch nicht die beste Betreuung zum Thema Stillen und gab mir Stillhütchen, da sie meinte, dass das in unserer Situation das Beste wäre...Nun diese Dinger sind wir immer noch nicht los, aber das ist ein anderes Thema.
Meine Kleine wollte immer und dauerhaft trinken/an meiner Brust sein. Ich als Erstmama war irritiert und verängstigt, da ich dachte, dass es an zu wenig Milch liegt. Jeden Tag habe ich mich fertig gemacht und dachte, dass ich mein Kind nicht richtig ernähren kann.
Von Clustern etc. wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts.
Ich hatte einfach Angst, dass sie nicht genug bekommt, gerade abends (clustern
Nun die Wochen und Monate gingen ins Land. Besonders entspannt war unsere Stillbeziehung allerdings nicht. Ich hatte das Gefühl, dauerhaft 24 Stunden am Tag zu stillen.
Wie dem auch sei, mit 3,5 Monaten wurde es von einem Tag auf den anderen schlagartig besser. Ich konnte meine Pre-Nahrung entsorgen und es war endlich ein mehr oder weniger entspanntes Stillen möglich.
Seit dem Sie 5,5 Monate alt ist bekommt sie Beikost. Erst Mittags und nun auch abends und auch über den Tag verteilt immer mal was angeboten, was sie auch nimmt.
MIttags ist sie ganz gut. Will danach aber noch Stillen, vorallem zum Einschlafen. Abends ist sie nicht so gut. Brei gar nicht. Lieber Avocado oder Banane. Gestillt wird auch hinterher und zum Einschlafen.
Ich muss ab Mitte Oktober wieder arbeiten. Ich habe mir vorgestellt, dass ich früh so gegen 7 anfange, dann kann ich 13.00 Uhr Feierabend machen. Die ersten 6 Wochen wird sie mit dem Papa zu Hause sein, wir haben erst ab Anfang Dezember einen Kita-Platz.
Nun würde ich gerne das Stillen dahingehend reduzieren, dass ich vormittags nicht mehr Stillen muss. Wir stillen eigentlich schon noch viel. Meist in der Nacht 1-2 mal. Morgens gegen 8 Uhr, Vormittags, Mittags, Nachmittag, früher Abend. Abends zum Einschlafen.
Gerne würde ich halt früh gegen 6 Stillen wollen und dann erst wieder Mittags, wenn ich von der Arbeit da bin. Also gegen halb 2. Was kann ich tun, um dass vormittags-Stillen langsam zu reduzieren?
Tlw. ist sie solche kleinen Mengen, dass ich genau weiß, davon ist sie nicht satt. Aber sie will dann nichts mehr. Nur Milch
Ich muss noch dazu sagen, dass ich wahnsinnige Angst habe, dass die Milch wegbleibt. Aufgrund unseres schlechten Stillstarts und dem Glück, dass es doch noch geklappt hat, bin ich total ängstlich, was die Beikost angeht. Ich denke immer, dann wird meine Milch so wenig, dass es nicht mehr reicht, wenn sie z. Bsp. vormittags nichts mehr trinken würde.
Für mich ist es die totale Horrovorstellung, ihr noch künstliche Milch geben zu müssen (ich bin dahingehend aber wirklich etwas paranoid
Ich will sie gerne bis zum ersten LEbensjahr stillen. Danach würde ich es gerne so handhaben, dass ich halt früh stille bevor ich arbeiten gehe und dann nachmittags/abends wieder und wenn sie es noch braucht, in der Nacht. Wie kann ich dies langfristig und sanft erreichen?
Derzeit kreisen mir nur solche Gedanken im Kopf rum, dass ich mein Kind im Stich lasse, wenn ich wieder arbeiten gehe und sie nur zu Hause sitzt und heult, weil sie nicht Stillen kann (ich sag ja, paranoid). Ich muss aber wieder arbeiten gehen, ich war/bin die Hauptverdienerin (Freund ist Student).
Ich bin irgendwie völlig neben der Spur derzeit. Ich will natürlich, dass es für sie so einfach wie möglich wird. Und derzeit denke ich, dass es auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung ist, wenn sie vormittags nicht mehr gestillt werden müsste.
Entschuldigt den Roman, aber ich bin im Moment etwas verwirrt
LG Nadine
