Beikost -wie das Stillen reduzieren?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Lösche Benutzer 10826

Beikost -wie das Stillen reduzieren?

Beitrag von Lösche Benutzer 10826 »

Hallo ihr Lieben!

Ich habe ein paar Fragen zum Thema weniger Stillen.

Kurz vorneweg:
Meine Tochter ist jetzt fast 9 Monate alt. Der Anfang unser Stillbeziehung war nicht gerade einfach. Das Anlegen klappte nicht richtig. Sie trank zwar, aber meine BW waren total wund. Meine Hebamme war auch nicht die beste Betreuung zum Thema Stillen und gab mir Stillhütchen, da sie meinte, dass das in unserer Situation das Beste wäre...Nun diese Dinger sind wir immer noch nicht los, aber das ist ein anderes Thema.
Meine Kleine wollte immer und dauerhaft trinken/an meiner Brust sein. Ich als Erstmama war irritiert und verängstigt, da ich dachte, dass es an zu wenig Milch liegt. Jeden Tag habe ich mich fertig gemacht und dachte, dass ich mein Kind nicht richtig ernähren kann.
Von Clustern etc. wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

Ich hatte einfach Angst, dass sie nicht genug bekommt, gerade abends (clustern :wink: ) wurde ich teilweise richtig panisch. Sie hat abundzu, wenn ich gar nicht mehr konnte und ich auch das GEfühl hatte, es kommt keine Milch mehr, eine Flasche Pre bekommen. Dies war aber vielleicht 1 mal in der Woche der Fall und auch mit einem schlechten Gewissen begleitet. Deswegen habe ich die meisten Tage "gekämpft" um ihr diese Flasche nicht geben zu müssen. Ich konnte mich damit nicht anfreunden. Ich hatte immer im Kopf ICH MUSS STILLEN. DAS IST DAS BESTE FÜR MEIN KIND. Nichts anderes kam in Frage.

Nun die Wochen und Monate gingen ins Land. Besonders entspannt war unsere Stillbeziehung allerdings nicht. Ich hatte das Gefühl, dauerhaft 24 Stunden am Tag zu stillen.
Wie dem auch sei, mit 3,5 Monaten wurde es von einem Tag auf den anderen schlagartig besser. Ich konnte meine Pre-Nahrung entsorgen und es war endlich ein mehr oder weniger entspanntes Stillen möglich.

Seit dem Sie 5,5 Monate alt ist bekommt sie Beikost. Erst Mittags und nun auch abends und auch über den Tag verteilt immer mal was angeboten, was sie auch nimmt.

MIttags ist sie ganz gut. Will danach aber noch Stillen, vorallem zum Einschlafen. Abends ist sie nicht so gut. Brei gar nicht. Lieber Avocado oder Banane. Gestillt wird auch hinterher und zum Einschlafen.

Ich muss ab Mitte Oktober wieder arbeiten. Ich habe mir vorgestellt, dass ich früh so gegen 7 anfange, dann kann ich 13.00 Uhr Feierabend machen. Die ersten 6 Wochen wird sie mit dem Papa zu Hause sein, wir haben erst ab Anfang Dezember einen Kita-Platz.

Nun würde ich gerne das Stillen dahingehend reduzieren, dass ich vormittags nicht mehr Stillen muss. Wir stillen eigentlich schon noch viel. Meist in der Nacht 1-2 mal. Morgens gegen 8 Uhr, Vormittags, Mittags, Nachmittag, früher Abend. Abends zum Einschlafen.

Gerne würde ich halt früh gegen 6 Stillen wollen und dann erst wieder Mittags, wenn ich von der Arbeit da bin. Also gegen halb 2. Was kann ich tun, um dass vormittags-Stillen langsam zu reduzieren?

Tlw. ist sie solche kleinen Mengen, dass ich genau weiß, davon ist sie nicht satt. Aber sie will dann nichts mehr. Nur Milch 8)

Ich muss noch dazu sagen, dass ich wahnsinnige Angst habe, dass die Milch wegbleibt. Aufgrund unseres schlechten Stillstarts und dem Glück, dass es doch noch geklappt hat, bin ich total ängstlich, was die Beikost angeht. Ich denke immer, dann wird meine Milch so wenig, dass es nicht mehr reicht, wenn sie z. Bsp. vormittags nichts mehr trinken würde.

Für mich ist es die totale Horrovorstellung, ihr noch künstliche Milch geben zu müssen (ich bin dahingehend aber wirklich etwas paranoid :oops: )

Ich will sie gerne bis zum ersten LEbensjahr stillen. Danach würde ich es gerne so handhaben, dass ich halt früh stille bevor ich arbeiten gehe und dann nachmittags/abends wieder und wenn sie es noch braucht, in der Nacht. Wie kann ich dies langfristig und sanft erreichen?

Derzeit kreisen mir nur solche Gedanken im Kopf rum, dass ich mein Kind im Stich lasse, wenn ich wieder arbeiten gehe und sie nur zu Hause sitzt und heult, weil sie nicht Stillen kann (ich sag ja, paranoid). Ich muss aber wieder arbeiten gehen, ich war/bin die Hauptverdienerin (Freund ist Student).

Ich bin irgendwie völlig neben der Spur derzeit. Ich will natürlich, dass es für sie so einfach wie möglich wird. Und derzeit denke ich, dass es auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung ist, wenn sie vormittags nicht mehr gestillt werden müsste.

Entschuldigt den Roman, aber ich bin im Moment etwas verwirrt :wink:

LG Nadine
Lösche Benutzer 10826

Re: Beikost -wie das Stillen reduzieren?

Beitrag von Lösche Benutzer 10826 »

Achso noch was vergessen.

Wieviel Stillmahlzeiten braucht den ein 9 Monate altes Kind überhaupt? Ich will ihr nicht zu wenig Milch jeden Tag geben, wenn ich z Bsp. vormittags nicht mehr stille. Schon allein wg. Flüssigkeitsmangel...

Wasser trinkt sie zwar, aber auch nur aus dem Becher und auch nicht ssssoooo viel...
Sibi
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Re: Beikost -wie das Stillen reduzieren?

Beitrag von Sibi »

moonrise hat geschrieben: Ich muss ab Mitte Oktober wieder arbeiten. Ich habe mir vorgestellt, dass ich früh so gegen 7 anfange, dann kann ich 13.00 Uhr Feierabend machen. Die ersten 6 Wochen wird sie mit dem Papa zu Hause sein, wir haben erst ab Anfang Dezember einen Kita-Platz.

Nun würde ich gerne das Stillen dahingehend reduzieren, dass ich vormittags nicht mehr Stillen muss. Wir stillen eigentlich schon noch viel. Meist in der Nacht 1-2 mal. Morgens gegen 8 Uhr, Vormittags, Mittags, Nachmittag, früher Abend. Abends zum Einschlafen.

Gerne würde ich halt früh gegen 6 Stillen wollen und dann erst wieder Mittags, wenn ich von der Arbeit da bin. Also gegen halb 2. Was kann ich tun, um dass vormittags-Stillen langsam zu reduzieren?

Tlw. ist sie solche kleinen Mengen, dass ich genau weiß, davon ist sie nicht satt. Aber sie will dann nichts
Ich habe mal zitiert, was für mich relevant ist. Ich hatte eine ähnliche Situation: Stilljunkie (dabei Flaschenverweigerer), wenig Beikost, geplante Fremdbetreuung ab 6 Monaten für 4 h, dann 6 h.

Ich habe vorher NICHT reduziert. Mein Kind wurde sehr, sehr langsam eingewöhnt und hat sich dann zunehmend daran gewöhnt, dass es in der Zeit nicht stillen kann. Das war kein Problem. Am Wochenende und in den Ferien stillte sie noch Monate lang alle 2 h - bei der Tagesmutter ging es aber immer gut ohne. Auch heute ist es so, dass sie bei mir zum Mittagsschlaf stillt, während sie bei der Tagesmutter so einschläft. Auch wenn mein Mann oder die Oma sie betreuen, weiß sie, dass es halt keine Milch gibt und isst dafür mehr. Hab Vertrauen, dass Dein Kind das packt.

Ich würde mir meine Zeit und Nerven nicht damit rauben, nun zwanghaft das Stillen einzuschränken. Wenn Du nicht da bist, kann sie eh nicht und da sie eine Flasche nimmt, hast Du doch eh nicht die Angst, dass sie verhungert.
Sibi
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Re: Beikost -wie das Stillen reduzieren?

Beitrag von Sibi »

moonrise hat geschrieben: Wieviel Stillmahlzeiten braucht den ein 9 Monate altes Kind überhaupt? Ich will ihr nicht zu wenig Milch jeden Tag geben, wenn ich z Bsp. vormittags nicht mehr stille. Schon allein wg. Flüssigkeitsmangel...
Zählst du ernsthaft Stillmahlzeiten. 8) Du machst Dir zu viele Gedanken - ich weiß, leicht gesagt. Aber wie gesagt, ich habe in den Wochen vor Beginn der Eingewöhnung nicht einen Versuch gemacht, mein alle 2 Stunden stillendes Kind umzugewöhnen. Und es war richtig so - das wäre nur Stress für nichts gewesen.
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Re: Beikost -wie das Stillen reduzieren?

Beitrag von klimaforscherin »

Zum Arbeitsbeginn in Vollzeit mit 11 Monaten haben wir nicht geschafft, das Stillen zu reduzieren.
Das war auch nicht notwendig: wenn ich da war, wurde gestillt, wenn ich nicht da war, wurde gegessen.
Er hat sich praktisch von einem auf den anderen Tag umgestellt.
Dein Kind wird im Oktober älter sein, nicht wahr?
Wenn du etwas suchst, dann findest du unzählige Berichte, wo es in etwa genauso lief wie bei mir.
Also: mach dir keine Sorgen, Kunstmilch brauchst du nicht und dass Stillen musst du auch nicht reglementieren. Stille nach Bedarf, dann gibt es auch nicht zuwenig Milch.
Du musst anfangs nur etwas ausstreichen bzw. Kühlen , wenn du nicht zuhause bist, um einen Milchstau zu vermeiden.
Grüße
klimaforscherin
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Jadzia
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Re: Beikost -wie das Stillen reduzieren?

Beitrag von Jadzia »

Oktober ist noch weit weg......


Als meine Maus 10 Monate alt war hat sie schlagartig gegessen. Trinken in relevanten Mengen tut sie erst seit ein paar Wochen. Trotzdem stillen wir nur ein mal am Tag.

Ich bin auch berufstätige Alleinverdienerin, aber daran liegt es nicht mal. Ich habe tagsüber einfach gar keine Lust mehr zu Stillen und das hat sich dann so eingespielt als Mausi anfing zu essen.

Das klappt alles. Das latent schlechte Gewissen habe ich allerdings auch. Mag mich von meinem Kind ungern trennen, obwohl ich arbeite seit sie 3 Monate alt ist. Ich denke das ist eigentlich ein guter Mechanismus der Natur, der dafür sorgt, da ich nach der Arbeit nicht mehr quatsche, sondern flugs nach hause gehe... :D


Dein Kind kann das - locker. Es wird nicht verdursten, nicht verhungern und wird lernen daß du immer wieder kommst. und es wird andere Bezugspersonen lieb gewinnen. seit 2 Wochen ist bei uns der fall, daß auch Tante oder Freundin einfach mal aufpassen können. ohne tränen oder so. undenkbar bis vor kurzem. Die Entwicklung ist rasant und was jetzt ist gilt in 6 Wochen schon nichts mehr........
Alles kann, Liebe muss

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Lösche Benutzer 10826

Re: Beikost -wie das Stillen reduzieren?

Beitrag von Lösche Benutzer 10826 »

[/quote]


Ich habe vorher NICHT reduziert. Mein Kind wurde sehr, sehr langsam eingewöhnt und hat sich dann zunehmend daran gewöhnt, dass es in der Zeit nicht stillen kann.

Wenn Du nicht da bist, kann sie eh nicht und da sie eine Flasche nimmt, hast Du doch eh nicht die Angst, dass sie verhungert.[/quote]


Vielen Dank erst einmal für eure Antworten.

Wenn du schreibst, langsam eingewöhnen - wie bist du da vorgegangen? Da sie die ersten Wochen mit dem Papa zu Hause wäre, wäre ich von einem Tag auf den anderen weg.

Müsste man dann vorher schon üben und vormittags mal immer länger unterwegs sein und die beiden bleiben allein zu Hause? Wie könnte man vorgehen und welchen ZEitraum müsste man ca. einplanen?
Jadzia hat geschrieben: Als meine Maus 10 Monate alt war hat sie schlagartig gegessen.
Da habe ich ja noch Hoffnung! :)


Ich weiß, dass es vielen aus dem Forum so ergeht/erging, dass es funktioniert hat, auch mit Stillen. Aber man macht sich trotzdem seine Gedanken. Ich muss mir dann immer vorstellen, dass sie da sitzt und die ganze Zeit heult, bis ich wieder da bin (macht sie nicht, zumindest beim Papa nicht) Trotzdem habe ich diesen Gedanken :oops:

Ich muss mich an den Gedanken gewöhnen, auch anderen Leuten hinsichtlich dem Umgang mit meinem Kind zu vetrauen :oops:
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Re: Beikost -wie das Stillen reduzieren?

Beitrag von klimaforscherin »

So war auch unsere Situation und meine Gedanken. Die wurden erst zersteut, als es geklappt hat.
JEDER hat mir vorher gesagt, ich soll mir keine Sorgen machen, das klappt schon, nur ich habe es nicht geglaubt.
Und der Papa als Betreuungsperson ist ideal!
Grüße
klimaforscherin
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Sibi
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Re: Beikost -wie das Stillen reduzieren?

Beitrag von Sibi »

moonrise hat geschrieben: Wenn du schreibst, langsam eingewöhnen - wie bist du da vorgegangen? Da sie die ersten Wochen mit dem Papa zu Hause wäre, wäre ich von einem Tag auf den anderen weg.

Müsste man dann vorher schon üben und vormittags mal immer länger unterwegs sein und die beiden bleiben allein zu Hause? Wie könnte man vorgehen und welchen ZEitraum müsste man ca. einplanen?
Naja, wenn es sich ergibt, wäre es ja auch für Dich mal nett, ein paar Stunden ohne Kind unterwegs zu sein, oder nicht? :wink: Wir haben nach dem Berliner Modell eingewöhnt und insgesamt sehr langsam, weil mein Kind in der Phase auch gerade nicht so gut auf Trennungen von mir zu sprechen war. Aber das Problem habt Ihr ja beim Papa als Betreuer nicht.
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