vegane ernährung
Moderator: britje
- himbär
- gut eingelebt
- Beiträge: 37
- Registriert: 11.04.2012, 13:24
vegane ernährung
so ich muss mir mal luft machen! mein freund und ich hatten heute übelst streit, denn so langsam mache ich mir gedanken um die ernährung unseres sohnes. der ist nun 3 monate und wird noch voll gestillt und das noch solang bis er für beikost reif genug ist. aber was dann? ich selbst bin veganerin. kiä sieht da kein problem im gegenteil, da unser kleiner eh keine tiermilch verträgt. bleibt also nur noch die frage soll er auch fleisch und eier bekommen oder nicht? meine meinung: ich bin nicht umsonst veganerin, ich weiß dass man in jedem lebensalter sehr gut mit rein pflanzlicher ernährung leben kann und es geht mir halt auch um gewisse schadstoff- und hormonbelastungen im fleisch aufgrund ihrer haltung und letztendlich schlachtung. ich weiß auch gemüse und obst kann belastet sein, aber da kann man ja auf die herkunft achten. beim steak ist die herkunft nunmal egal, bei der tötung, so "human" sie auch sein mag durchfließt jede menge adrenalin den tierkörper und letztendlich auch uns wenn wir dies essen. ihr seht ich habe wirkliche bedenken und mag nicht nur einfach kein fleisch.
ich habe das tehma in ruhe angesprochen mit diesen und weiteren argumenten und was kommt?: "nee ich will das mein sohn normal ernährt wird, er kriegt auf jeden fall fleisch!" "und warum?" meine frage darauf," weil es normal ist und wir zusammen entscheiden!" so er. aha wir enscheiden zusammen heißt also mein freund entscheidet und beendet die diskussion. wirklich ich bin für vieles offen und wenn es wirklich argumente gegen veganismus bei kindern gibt, bin ich die letzte die auf ihrer ideologie beharrt, den wie hoffentlich alle eltern will ich einfach nur das beste für mein kind. aber er hat keine argumente und ist nicht bereit sich meinen standpunkt anzuhören. für mich ist es aber ganz wichtig, dass wir wirklich zusammen entscheiden (ich will ja nicht einfach ohne ihn entscheiden, sondern einen weg finden, den wir gemeinsam gehen können).
kennt jemand von euch diese situation, wenn ja wie seid ihr damit umgegangen?
lg pola
ich habe das tehma in ruhe angesprochen mit diesen und weiteren argumenten und was kommt?: "nee ich will das mein sohn normal ernährt wird, er kriegt auf jeden fall fleisch!" "und warum?" meine frage darauf," weil es normal ist und wir zusammen entscheiden!" so er. aha wir enscheiden zusammen heißt also mein freund entscheidet und beendet die diskussion. wirklich ich bin für vieles offen und wenn es wirklich argumente gegen veganismus bei kindern gibt, bin ich die letzte die auf ihrer ideologie beharrt, den wie hoffentlich alle eltern will ich einfach nur das beste für mein kind. aber er hat keine argumente und ist nicht bereit sich meinen standpunkt anzuhören. für mich ist es aber ganz wichtig, dass wir wirklich zusammen entscheiden (ich will ja nicht einfach ohne ihn entscheiden, sondern einen weg finden, den wir gemeinsam gehen können).
kennt jemand von euch diese situation, wenn ja wie seid ihr damit umgegangen?
lg pola
- hennnamae
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1477
- Registriert: 03.01.2010, 12:26
- Kontaktdaten:
Re: vegane ernährung
Wieso lasst ihr das Kind denn nicht "entscheiden"?
Denn langfristig wirst du den kurzen nicht fernhalten können, wenn es in eurem Haushalt generell Fleisch gibt.
Wie ist das mit der Versorgung mit B12?
Denn langfristig wirst du den kurzen nicht fernhalten können, wenn es in eurem Haushalt generell Fleisch gibt.
Wie ist das mit der Versorgung mit B12?
Mädel 12/2006
Bub 05/2010
Bub 05/2010
- rueckenwind
- Power-SuTler
- Beiträge: 6176
- Registriert: 29.02.2012, 15:30
- Wohnort: am Rhein
Re: vegane ernährung
Hast du denn ausreichend (und wissenschaftliche) Informationen was die vegane Ernährung von (Klein-)Kindern und deren Vitamin und Nährstoff-Bedarf anbelangt?
Studien sind ja meist recht tendenziös: wie wäre es denn, wenn ihr (ihr habt ja noch ein bisschen Zeit) euch beide ein bisschen belest und jeweils Argumente für den eigenen Vorgehens-Wunsch sammelt. Damit könnt ihr euch ja dann in Ruhe hinsetzen, euch gegenseitig informieren um dann eine Entscheidung zu fällen, mit der ihr euch beide wohlfühlen könnt (z.B. hauptsächlich vegan aber gelegentlich bio-Eier und/oder -Fleisch). Es ist ja auch irgendwie die Aufgabe von Eltern, solche Entscheidungen gemeinsam zu treffen und dabei das Wohl des Kindes im Auge zu behalten.
Ich selber ernähre mich vegetarisch, mein Mann isst sehr selten Fleisch (aber dann nur in demeter-Qualität). Die Lütte darf das dann probieren und ich bin eigentlich sogar ganz froh, dass mein Mann nicht auch Vegetarier ist und sie das kennenlernen kann. Später wird sie sowieso mal eine eigene Ernährungsentscheidung treffen...
Studien sind ja meist recht tendenziös: wie wäre es denn, wenn ihr (ihr habt ja noch ein bisschen Zeit) euch beide ein bisschen belest und jeweils Argumente für den eigenen Vorgehens-Wunsch sammelt. Damit könnt ihr euch ja dann in Ruhe hinsetzen, euch gegenseitig informieren um dann eine Entscheidung zu fällen, mit der ihr euch beide wohlfühlen könnt (z.B. hauptsächlich vegan aber gelegentlich bio-Eier und/oder -Fleisch). Es ist ja auch irgendwie die Aufgabe von Eltern, solche Entscheidungen gemeinsam zu treffen und dabei das Wohl des Kindes im Auge zu behalten.
Ich selber ernähre mich vegetarisch, mein Mann isst sehr selten Fleisch (aber dann nur in demeter-Qualität). Die Lütte darf das dann probieren und ich bin eigentlich sogar ganz froh, dass mein Mann nicht auch Vegetarier ist und sie das kennenlernen kann. Später wird sie sowieso mal eine eigene Ernährungsentscheidung treffen...
T. mit Rumpeltochter (04.11), Purzelsohn (08.13) und Flitzeline (08.19)
- himbär
- gut eingelebt
- Beiträge: 37
- Registriert: 11.04.2012, 13:24
Re: vegane ernährung
ich denke schon, dass ich mich umfassend informiert habe und es auch weiterhin tun werde. zudem würde ich auch einen ernährungswissentschaftler und meinen hausarzt mit an bord holen und uns begleiten und überwachen lassen. im übrigen etwas was ich auch bei omnivorer ernährung machen würde, denn woher soll ich wissen, dass mein kind alles hat nur weil es auch fleisch ist? und ich bin auch nicht realitätsfern mit fleisch und eiern im haus weiß ich dass mein kind auch probieren möchte am frühstückstisch, wenn papa salami ist und das muss ich wohl auch akzeptieren, doch ich bin für den größten teil seiner mahlzeiten verantwortlich und kann ihm nicht wieder meines besseren wissens fleisch geben.
wenn er alt genug ist diese entscheidung wirklich für sich zu treffen, dann will ich ihm auch die entscheidung nicht abnehmen. aber das ist denke ich frühestens mit 11/12 der fall. bis dahin sehe ich es als normal an, das eltern wichtige entscheidungen für ihre kinder treffen (das machen fleischesser ja schließlich auch indem sie für ihre kinder entscheiden, das sie fleischessen, also warum wenn gesund fürs kind nicht auch anders?)
ja wir haben noch zeit und die werde ich auch nutzen um mich weiterhin zu belesen. was mich nur ägert ist, das es sich mein freund einfach macht. für ihn scheint die sache mit seiner alleinigen enscheidung beschlossen zu sein. so stelle ich mir elternschaft nicht vor. das war schon beim thema impfen ein problem. ich war die einzige, die sich umfassend informiert hat und mein freund hat nichts gemacht sondern einfach entscheiden wer die entscheidung fällt. beim thema impfen hat er mir die entscheidung gelassen, was ich wirklich belastend fand. und mit diesem du trägst die ganze verantwortung hier und du hast nichst zu entscheiden dort hin und her komme ich einfach nicht klar.
wenn er alt genug ist diese entscheidung wirklich für sich zu treffen, dann will ich ihm auch die entscheidung nicht abnehmen. aber das ist denke ich frühestens mit 11/12 der fall. bis dahin sehe ich es als normal an, das eltern wichtige entscheidungen für ihre kinder treffen (das machen fleischesser ja schließlich auch indem sie für ihre kinder entscheiden, das sie fleischessen, also warum wenn gesund fürs kind nicht auch anders?)
ja wir haben noch zeit und die werde ich auch nutzen um mich weiterhin zu belesen. was mich nur ägert ist, das es sich mein freund einfach macht. für ihn scheint die sache mit seiner alleinigen enscheidung beschlossen zu sein. so stelle ich mir elternschaft nicht vor. das war schon beim thema impfen ein problem. ich war die einzige, die sich umfassend informiert hat und mein freund hat nichts gemacht sondern einfach entscheiden wer die entscheidung fällt. beim thema impfen hat er mir die entscheidung gelassen, was ich wirklich belastend fand. und mit diesem du trägst die ganze verantwortung hier und du hast nichst zu entscheiden dort hin und her komme ich einfach nicht klar.
-
EhMikp
Re: vegane ernährung
Ich esse vegetarisch, versuche gerade vegan zu werden. Mein Mann is(s)t omnivor. Unser Sohn darf essen, was er möchte. Er darf Fleisch essen, wenn er das möchte (gibt es eh selten, weil ich es nämlich nicht zubereite). Wurstaufschnitt liebt mein Sohn und isst das eigentlich immer zum Abendbrot. Unter der Woche zum Mittag koche ich für uns natürlich vegetarisch oder vegan und auch sonst probiert und liebt er alles Frische (Obst, Gemüse, grüne Smoothies). So lange das Frische überwiegt, bin ich zufrieden.
Ich denke, das wird sich bei Euch alles einpendeln und einspielen. Wichtig ist nur, das Thema ganz locker anzugehen und damit Deinem Kind alle Möglichkeiten freizuhalten.
Mein Sohn darf u.a. alles essen und probieren, weil ich denke, je mehr ich ihm etwas verbiete, desto mehr wird er es versuchen wollen. Dann soll er lieber (mehr oder weniger) kontrolliert alles ausprobieren und testen dürfen.
Ich denke, das wird sich bei Euch alles einpendeln und einspielen. Wichtig ist nur, das Thema ganz locker anzugehen und damit Deinem Kind alle Möglichkeiten freizuhalten.
Mein Sohn darf u.a. alles essen und probieren, weil ich denke, je mehr ich ihm etwas verbiete, desto mehr wird er es versuchen wollen. Dann soll er lieber (mehr oder weniger) kontrolliert alles ausprobieren und testen dürfen.
- Giraeffchen
- Moderatoren-Team
- Beiträge: 5639
- Registriert: 10.01.2011, 15:31
Re: vegane ernährung
Hier unterschreibe ich einfach mal.koko_photo hat geschrieben:Wichtig ist nur, das Thema ganz locker anzugehen und damit Deinem Kind alle Möglichkeiten freizuhalten.
Mein Sohn darf u.a. alles essen und probieren, weil ich denke, je mehr ich ihm etwas verbiete, desto mehr wird er es versuchen wollen. Dann soll er lieber (mehr oder weniger) kontrolliert alles ausprobieren und testen dürfen.
Bei uns war es so, dass ich vegetarisch esse und mein Mann selten mal Wurst oder Fleisch mag. Irgendwann interessierte sich das Kind dann auch mal für die Wurst und entschied, das probieren zu wollen.
So isst er mittlerweile hin und wieder eben mit, wenns Fleisch gibt und kann das selber entscheiden.
Mittlerweile kommen bei ihm immer mehr die Gedanken um den Ursprung des Fleischs und dass das eben mal ein Tier war. Ich sehe, dass es in ihm arbeitet, er wird seinen eigenen Standpunkt dazu bilden, da bin ich mir sicher.
Mir ist lieber, er isst in Maßen und vernünftiges Fleisch, statt sich später heimlich irgendwo die Billigburger reinzuschieben- auch, wenn ich darauf natürlich wiederum keinen Einfluss hätte. Aber es geht halt darum, dass er nicht später, weils zu Hause immer verboten war, heimlich seinen Bedarf stillt.
- avoila
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2515
- Registriert: 04.07.2010, 17:35
vegane ernährung
Ich seh das entspannt, und würde ihn immer von allem probieren lassen, was er mag. Auf Dauer (KiGa, Geburtstage, Schule) wirst du den Kontakt mit Fleisch und Eiern nicht verhindern können. Er wird viel früher als mit 11 / 12 darüber entscheiden, was er isst. Nicht mit dem Weitblick, den du dir wünscht, aber dass ändert nichts an seiner Entscheidungsfähigkeit.
LG avoila mit der Elfe (10/10), dem Weihnachtsgeschenk (12/12), dem Wildfang (08/17) und der Lady on a Mission (05/21)
- BEcKa
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3045
- Registriert: 04.10.2005, 10:21
- Wohnort: Dachgeschoß
Re: vegane ernährung
Ich habe den Eindruck, dass es hier nicht um vegane Ernährung geht, sondern um ein Beziehungsproblematik. Wer sich auf den Stanpunkt: "Komm mir nicht mit Fakten, ich habe meine Meinung" stellt, dem ist schwer beizukommen.
Vielleicht solltet ihr mal über Elternschaft, Meinungsbildung und Diskussionsverhalten sprechen.
Vielleicht solltet ihr mal über Elternschaft, Meinungsbildung und Diskussionsverhalten sprechen.
-
Mondenkind
- Forumsleitung
- Beiträge: 30219
- Registriert: 25.09.2008, 17:33
Re: vegane ernährung
Genau der Gedanke kam mir auch. Sowohl was das Essen als auch das Impfen angeht.BEcKa hat geschrieben:Ich habe den Eindruck, dass es hier nicht um vegane Ernährung geht, sondern um ein Beziehungsproblematik. Wer sich auf den Stanpunkt: "Komm mir nicht mit Fakten, ich habe meine Meinung" stellt, dem ist schwer beizukommen.
Vielleicht solltet ihr mal über Elternschaft, Meinungsbildung und Diskussionsverhalten sprechen.
Ansonsten, ich bin Vegetarierin, mein Mann nicht. Kind 1 wurde übers erste Lebensjahr vegetarisch, fast vegan ernährt. Aber spätestens bei Oma und Opa wars dann vorbei mit fleischfrei. Meine Große erklärt anderen jetzt auch schon, dass Mama kein Fleisch isst, weil das mal ein Tier war, das jetzt tot ist. Selber essen will sie es trotzdem. Ich wüsste nicht, wie ich das verhindern sollte. Ich sehe meine Aufgabe darin, dafür zu sorgen, dass es wenigstens vernünftiges Fleisch ist.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Sei ein Mensch! M. Reif
Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
Sei ein Mensch! M. Reif
Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
- Lueni
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 342
- Registriert: 02.06.2010, 13:14
Re: vegane ernährung
Ja, das wäre auch mein Rat.BEcKa hat geschrieben:Ich habe den Eindruck, dass es hier nicht um vegane Ernährung geht, sondern um ein Beziehungsproblematik. Wer sich auf den Stanpunkt: "Komm mir nicht mit Fakten, ich habe meine Meinung" stellt, dem ist schwer beizukommen.
Vielleicht solltet ihr mal über Elternschaft, Meinungsbildung und Diskussionsverhalten sprechen.
Ansonsten würd ich mich da jetzt ehrlich gesagt noch gar nicht drüber streiten. Das wird sich dann irgendwann so oder so ergeben und dein Kind wird dir schon zeigen was es möchte. Ich bin auch Veganerin und mein Sohn isst Fleisch. Schwieriges Thema wenn man zwei grundverschiedene Ansichten hat. Mir passt es auch nicht immer und eigentlich hätte ich auch gehr gehabt, dass mein Sohn nicht mit dem Bewusstsein "Es ist normal Fleisch zu essen" aufwächst, aber nun ist es eben so. Klar kann er sich vom Alter her noch nicht wirkich bewusst dafür/dagegen entscheiden, aber da mein Mann Fleisch isst, kennt er es und möchte es seit er ca. 1,5 Jahre alt ist auch haben. Und meinem Mann werd ich gewiss nicht ins Essverhalten drein reden
Mit Nr. 1,2,3,4 und 5 








- Dich trag ich bei mir, bis der Vorhang fällt...