Wann anfangen? (Frühchen)

Was kommt nach dem Vollstillen?

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BlueSwan
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Wann anfangen? (Frühchen)

Beitrag von BlueSwan »

Also wie vieleicht einige schon mitbekommen haben hab ich ein Frühchen (32Ssw) Bisher wird der kleine Mann vollgestillt und jede „Wann fütterst du Brei?” Frage hab ich mit den Argumenten „Die WHO empfielt nen halbes Jahr vollstillen” das hatt kein bisher interressiert :evil: darum hab ich dann immer gesagt das ich ja eh zurückrechnen muss mit den Essen (hat man mir wirklich im Kh gesagt) und das hatt alle besänftigt, erstmal!
Nu im Februar ist es so weit (es wäre 4 Monate und so ist er auch entwickelt) und so gern ich mit Beikost beginnen würde ich merke das er Momentan noch nicht so weit ist. Habe letztens um es meinem Mann zu beweisen ihm ein Stück Banane hingehalten, er hat daran geleckt und war nicht abgeneigt aber er wusste nix mit anzufangen weder fest noch zerdrückt.
Vieleicht denk ich das auch nur weil ich sehr am stillen häng weil wir einen schwierigen Start (insondere beim stillen)
Was sind eindeutige Zeichen das er so weit ist? Der Test mit der Banane hätts doch Zeigen müssen, oder?
Ich weis das ich noch Zeit habe aber ich frag mich schon eine ganze Weile was ich mach wenn mein Argument nicht mehr gilt und er noch nicht so weit ist. Weil mir echt alle im Nacken sitzen wann es endlich los geht :roll:
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klimaforscherin
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Re: Wann anfangen? (Frühchen)

Beitrag von klimaforscherin »

http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 6&t=124805
Kennst du diese Zusammenfassung? Auch bei Fruehchen würde ich da nicht anders vorgehen.
Nur ein Punkt würde ich beachten: Fruehchen haben ein höheres Risiko fuer Eisenmangel, im Zweifel würde ich das beim KIA testen lassen und dann eben Eisen verschreiben lassen.
Eisenmangel sorgt für Apetitlosigkeit.
Grüße
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asujakin
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Re: Wann anfangen? (Frühchen)

Beitrag von asujakin »

Also ich hab auch ein Frühchen in gleicher Woche und ich weiß wieviel Druck und Panik da auf einen einfließen. Hier meine Infos und Gedanken dazu:

Der Darm eines Kindes wird im Mutterleib durch das Schlucken und auscheide von Fruchtwasser trainiert. Dieser Vorgang ist wichtig. Bei Frühchen fehlen mehrere Wochen (!) dieses Trainings und dennoch wird der unreife Darm sofort mit Medikamenten, Coffein, Zuckerlösugen, Frühchenmilch und Muttermilch "belastet", obwohl er gar nicht bereit dafür ist.

Uns wurde empfohlen frühstens bei korrigierten (!) 6 Monate zuzufüttern, da man den Darm jetzt unbedingt Zeit lassen sollte sich zu erholen, nach zu reifen.

Das hatten wir fest vor. Bei korrigierten 5,5 Monaten wollte mein Sohn aber Essen. Das war SEHR deutlich.

Bereit dazu zu essen ist ein Kind, wenn es das Essen nicht mit der Zunge raus drückt, wenn es selbstständig dazu in der Lage ist nach Essen zu greifen und es gezielt in den Mund zu führen (also selbst zu essen...wie zB bei einer von Mamas Teller geklauten Karotte) Dieses "Sitzkriterium" (also dass ein Kind erst beikostreif ist, wenn es sitzt) habe ich von unserer Liste gestrichen, da mein Sohn wirklich selbstständig erst sitzen konnte, als er fast schon gelaufen ist, aufgrund von motorischen Schwächen.

Allein an der Banane würde ich das jetzt nicht festmachen...vielleicht mag er einfach keine Banane :lol:

Jedenfalls würde ich persönlich grundsätzlich versuchen so lange wie möglich das Essen rauszuzögern. Das Kind wird sein Leben lang essen...der Darm sein Leben lang wirklich arbeiten. Wieso dann nicht ein paar Monate/Wochen einfach noch etwas Ruhe gönnen?

Zudem hab ich gelesen, dass der Darm erst mit ca. 6 Monaten wirklich reif genug ist um die Nährstoffe auch aus der Nahrung zu ziehen und verarbeiten zu können. Davor kann es also sein das Kind isst und scheidet aus, mehr nicht ;)

Und bei aller Sicht auf das Kind möchte ich dich nicht vergessen: Du (bzw ihr als Eltern) trefft diese Entscheidung für euer Kind. Möchtet ihr warten, bis er deutlich zeigt, dass er sich durch nichts mehr ablenken lässt (zB einen Löffel, den man sich einfach zum ansabbern in den Mund stecken kan) oder möchtet ihr ihn vorher füttern. Was ist euch wichtig, was glaubt IHR und wie fühlt ihr euch dabei. Bei all den wissenschaftlichen Aspekten darf man vor allem den Mutterinstinkt und das Bauchgefühl nicht überhören und das habt nunmal nur IHR, bzw du und keiner sonst wenn es um deinen Sohn geht. Das ist WICHTIG. Und es ist eine gute Übung dich durchzusetzen und zu sagen "ich möchte darüber nicht diskutieren, wir machen es so-und-so und fertig". Denn solche gut gemeinten Ratschläge von Fremden wird es noch viiiiiele geben...

Ihr macht da schon.
Lösche Benutzer 6804

Re: Wann anfangen? (Frühchen)

Beitrag von Lösche Benutzer 6804 »

Ich unterschreibe mal ganz faul bei asu. Kann ihr nur zustimmen.

Ihr macht das schon!
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BlueSwan
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Re: Wann anfangen? (Frühchen)

Beitrag von BlueSwan »

Danke, ihr habt genau den Punkt getroffen.
Ich meine das mein kleiner Prinz noch lange nicht soweit ist für Beikost. Habe aber Angst das das nur meine Überängstlichkeit ist (in der Schwangerschaft war ich noch super relaxt aber durch die Frühgeburt ... denk manchmal ich werd zu Glucke) und er deswegen nachher Mangelerscheinung bekommt.
Ich werd mal meine KIÄ im Februar danach fragen, denke aber das sie allgemein nicht so stillfreundlich ist. Sie wäre letzten Monat fast vom glauben abgefallen als ich ihr gesagt hab das ich nur Stille und nix zufüttere und sie hatt ja selbst gesehen das er über 1kg in 4 Wochen zugelegt hatt.

Tja und zu den Anzeichen der Beikostreife
Sitzen auf meinem Schoß klappt, alles mögliche in den Mund stecken auch (liegt aber an dem zahnen würd ich sagen), Essen ist uninterressant nur wenn ich kaue find er das total witzig aber nachmachen tut ers nicht und die Zungestreckt er auch noch raus Beweis beim "Bananentest" ;-)
asujakin hat geschrieben:
Der Darm eines Kindes wird im Mutterleib durch das Schlucken und auscheide von Fruchtwasser trainiert. Dieser Vorgang ist wichtig. Bei Frühchen fehlen mehrere Wochen (!) dieses Trainings und dennoch wird der unreife Darm sofort mit Medikamenten, Coffein, Zuckerlösugen, Frühchenmilch und Muttermilch "belastet", obwohl er gar nicht bereit dafür ist.
Danke für diesen Satz den werd ich mir wohl auf Postergröße ausdrucken und allen zeigen die meinen ihm umbeding Brei füttern zu wollen. (Obwohl das bei meiner Schwiegermum wohl auch nicht helfen wird die meint ja ein Kind wird zu frühgeboren weils schon "fertig" ist :roll: )
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asujakin
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Re: Wann anfangen? (Frühchen)

Beitrag von asujakin »

Achso...Mangelerscheinungen heißen noch lange nicht, dass man zufüttern muss .Es gibt auch Eisetropfen und Co. die man zusätzlich zum stillen geben kann.

Wenn man sich anschaut, von WEM die Kinderärzte geschult werden, wer ihre Praxis (durch Werbung und Co) mitfinanziert dann wundert es einen nicht mehr, weshalb viele gegen's stillen sind. Die Fortbildungen (sofern sie überhaupt auf welche gehen) sind oft von den Firmen aus, die Gläschen und Milchpulver und Pflegeprodukte vertreiben... Ich kenne keinen Arzt, der zB mal in einem Stillcafé saß oder zu nem Stillkongress oder eine Stillberaterin gegangen wäre zu ner Fortbildung. Diese Information ist also SEHR einseitig und in meinen Augen äußerst fragwürdig.

Viele (vor allem erst-)Eltern lassen sich von Ärzten sehr leicht einschüchtern, weil sie ja schließlich Erfahrung und "Ahnung" haben. Schaut man sich aber mal die Ausbildung/Fortbildung usw. an...dazu haben manche nicht mal eigene Kinder (oder die sind aus dem letzten Jahrhundert)...beginnt man zu begreifen, dass sie nicht die Weisheit mit dem Löffel gefuttert haben. Klar...es ist ihr erlernter Beruf. Aber deshalb muss ich nicht alles so annehmen.

Wenn dir eine Kauffrau im Möbelgeschäft erzählt, wie wichtig es für Kinder ist im eigenen, schön eingerichteten Kinderzimmer, zu schlafen, dann machst du das ja auch nicht automatisch, oder?

Worauf ich hinaus will: Du bist dem Arzt oder sonst wem zu NICHTS verpflichtet. Er gibt EMPFEHLUNGEN und mehr icht. Er muss nicht toll finden was ihr da macht, er darf sogar dagegen sein ohne dass dein Kind zwingend davon Schaden nimmt :wink:
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BlueSwan
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Re: Wann anfangen? (Frühchen)

Beitrag von BlueSwan »

Darum hab ich ja auch die KIÄ bisher gar nicht danach gefragt. Der letzte Termin hatt mir schon alles gesagt auch wenn sie sonst ne super KIÄ ist (War bereits meine Ärztin und sie hat auch selbst 2 Söhne)

Genau das ist ja das traurige das man keinen richtigen Ansprechpartner hat!
KIÄ hatt andere Bereiche, meine Hebamme ist super aber sehr eigen (als ich bei stillen zu Beginn nicht weiter wusste meinte sie immer nur Gedult ich mach das super und wenn ich nicht mehr kann muss ich halt Flasche nehmen ... toller Rat :evil:) Stillberaterin hab ich nicht (erst keine Zeit gehabt eine zu suchen und jetzt wo ich Zeit hab brauch ich eigentlich keine mehr)
Bleibt nur das Internet und hier ist ja jede Meining vertetten da kann man sich dann auch was aussuchen :?:
Wenn ich dieses Forum nicht hätte würd ich meinem Mutterinstink warscheinlich gar net mehr vertrauen.
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