Bücher über Trauer für Kinder

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Corsarellina
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Bücher über Trauer für Kinder

Beitrag von Corsarellina »

Hallo,

das Baby meiner Freundin ist todkrank u. wird bald sterben. Bin daher auf der Suche nach Büchern, die uns bei der Sache über den Tod unterstützen u. aufklären können.

Aber in den meisten büchern ist da oft von Oma u. Opa oder vom haustier die Rede.

Hab ihr da vielleicht ein paar Bücher-Ideen.

Danke

LG tina
Liebe Grüße
Martina mit


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Anima
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Re: Bücher über Trauer für Kinder

Beitrag von Anima »

Ich kenn auchnur ein Oma-Buch, wollte aber nicht wegklicken.

Hast du in Buchhandlungen schon mal nachgefragt? Manchmal kann man da auch was zur Ansicht bestellen, also ohne Kaufzwang.
Anima mit Ehemann D., Tochter A. (April 2005) und Sohn B. (Juli 2007)

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Gluehsternchen
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Re: Bücher über Trauer für Kinder

Beitrag von Gluehsternchen »

Ich finde ja: Gehört das so?
ein tolles Buch.
Auch wenn da das Haustier stirbt ist es sehr breit angelegt finde ich.
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Mondenkind
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Re: Bücher über Trauer für Kinder

Beitrag von Mondenkind »

Die schönsten Beerdigungen der Welt und Leb wohl lieber Dachs kenne ich.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

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Alanna
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Re: Bücher über Trauer für Kinder

Beitrag von Alanna »

Es gibt einiges zum Thema. Ich hab dir einiges rausgesucht und stells dir hier mal ganz wertfrei rein, ist ja doch immer geschmackssache... Die Beschreibungen hab ich bei Amazon geklaut ;-).

Die besten Beerdigungen der Welt wurden ja schon genannt.

Abschied von Rune: (Das Buch ist nicht mehr lieferbar, aber eigentlich in jeder Bücherei zu bekommen)
Abschied nehmen von Rune muß Sara, Runes beste Freundin, denn Rune ist beim gemeinsamen Spiel am Wasser ertrunken. Ein solch einschneidendes, schmerzhaftes Erlebnis ist hier für Kinder von 5-6 Jahren an mit aller Deutlichkeit und dabei doch auch mit aller Behutsamkeit dargestellt...
Das Buch erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis 1988.

Du wirst immer bei mir sein
Pro Seite wechseln sich Schrift und Bild ab, um die Geschichte des fünfjährigen Peter zu erzählen, der seinen Vater bei einem Autounfall verloren hat und dennoch dessen Nähe in seinem Herzen fühlt: "...Da ist er ja. 'Papa!' Peter reißt die Augen auf. Nein, sehen kann er ihn nicht. Aber er spürt ihn. Ganz wirklich spürt er ihn....Er macht die Augen wieder zu und bleibt einfach eine Weile so sitzen - neben dem Papa."
Ein Buch, das Hoffnung macht, die Realität des Todes anzunehmen.

Wenn ich nicht mehr bei dir bin, bleibt dir unser Stern
Anna und Tim gehen in dieselbe Klasse. Sie sind sehr gute Freunde. Eines Morgens kommt Anna nicht mit in die Schule. Sie liegt im Krankenhaus. Anna hat Krebs. Jeden Tag besucht Tim seine Freundin. Er erzählt ihr, was in der Klasse geschieht, spielt mit ihr und liest ihr aus ihrem Lieblingsbuch "Der kleine Prinz" vor.
Anna weiß, wie krank sie ist und dass sie nicht mehr lange leben wird. Als sie gemeinsam mit Tim den wolkenlosen Sternenhimmel betrachtet, sucht sie sich einen kleinen, funkelnden Stern aus. Er soll Tim an sie erinnern, wenn sie nicht mehr bei ihm ist.
Ein sehr warmes und einfühlsames Buch über Freundschaft und das Abschiednehmen mit eindrücklichen Illustrationen.

Und was kommt dann?
Souverän und gleichzeitig lustig kommt dieses Kinderbuch vom Tod aus Schweden daher. Es beantwortet Fragen, die sich Kinder stellen und wird dabei niemals sentimental. Und was kommt dann? möchten nicht nur Kinder wissen, wenn es um den Tod geht. Pernilla Stalfelt nähert sich dem Thema auf gleichermaßen eigenwillige wie kindernahe Weise: Sie erklärt erst einmal, wer alles sterben muss: Blumen und Marienkäfer genauso wie Erwin und Klein-Bobo. Und dass Fische ihre Augen nie zumachen, selbstwenn sie tot sind. 'Der Tod kann ganz schnell kommen. Am einen Tag hat man seinen Opa noch. Am anderen kann man ihn vielleicht schon nicht mehr treffen. Das ist dann sehr leer und traurig.' Sie berichtet darüber, was nach dem Tod vielleicht passieren wird: 'Wer weiß, vielleicht wächst man als Blume aus der Erde. Oder als ein Baum. Es gibt Leute, die glauben, man wird ein Stern am Himmel. Irgendjemand wird vielleicht ein gruseliges Gespenst.' Und sie berichtet auch, dass Menschen 'in einen Sarg mit Deckel gelegt' werden, der ganz vorn in der Kirche aufgestellt wird. 'Manche weinen unheimlich viel. Andere sind ganz still und weinen in sich. Nach der Beerdigung gibt es meistens Kaffee und Kuchen. Wenn man an die tote Person denken will, kann man zum Grab gehen. Das ist gut. Dort kann man den Namen auf dem Grabstein lesen, die Blumen gießen und sich vorstellen, dass man sich unterhält. Das Grab ist wie eine Art Treffpunkt.' Sie beschreibt aber auch die Feste, die auf mexikanischen Friedhöfen stattfinden und erwähnt die Grabbeigaben vergangener Kulturen. So ist dieses Buch durchaus ernst gemeint, bringt aber durch Illustrationen und Aufbau unterhaltsame Aspekte in ein Thema, das vor Kindern all zu oft tabuisiert wird. Aber die Autorin, deren Illustrationsstil in Schweden hohe Anerkennung erfahren hat, arbeitet regelmäßig mit Kindern und weiß um die Fragen, die sie stellen.

Ente, Tod und Tulpe
Die Ente spürt ihn schon eine ganze Weile in ihrer Nähe: Den Tod. Als sie ihm dann schließlich leibhaftig ins Auge blickt, ist sie doch zutiefst erschrocken. Der Tod jedoch verbringt mit der Ente noch eine gewisse Zeit, sie gehen schwimmen und klettern auf Bäume und freunden sich an, bis der Tod sie schließlich mit Würde mit sich nimmt. Er würdigt ihr am Ende mit einer Tulpe und erklärt, wie traurig ihn manchmal das Leben macht...
In ganz einfachen Worten und sehr beeindruckenden Zeichnungen ist dieses Bilderbuch zum behutsamen Gesprächseinstieg über den Tod bestens geeignet. Da der Tod zwar furchterregend ausschaut, aber die Ente sich mit ihm vertraut machen kann, verliert er ein wenig von seinem Schrecken. Er gehört eben zum Leben dazu -- diese Botschaft ist tröstlich und auch schon für Kinder ab fünf Jahren verständlich.
Und doch ist dies ein Bilderbuch, mit dem sich die Erwachsenen zunächst vertraut machen sollten, bevor sie es gemeinsam mit Kindern anschauen.
Hilfreich ist dieses Buch aber auch für erwachsene Trauernde, da Wolf Erlbruch ohne Umschweife am Beispiel der Ente zeigt, dass man seine Angst ruhig zugeben darf aber auch überwinden kann.
Auf den ersten Blick ist dieses Buch in seiner Deutlichkeit zunächst schockierend. Beim Betrachten jedoch spürt man die zutiefst menschliche und wunderbar umgesetzte Intention Wolf Erlbruchs!
Ein besonderes Bilderbuch, mit dem man niemanden alleine lassen sollte!

Tod und Sterben Kindern erklärt
Warum müssen wir sterben? Wohin gehen die Toten? Kommen auch die Tiere in den Himmel? Schaut Mama uns von den Wolken aus zu? Wenn Kinder dem Tod begegnen, verstummen sie nicht, sie wollen wissen, was Sterben und Tod für sie selbst bedeutet. Werden Erwachsene mit solchen Fragen konfrontiert, offenbart sich häufig ihre eigene Hilflosigkeit.
Andrea Moritz zeigt Eltern und Erziehenden, wie man mit Kindern über Tod und Sterben sprechen und ihnen helfen kann, Erfahrenes zu verarbeiten, um sie in ihrer Trauer und ihrem Schmerz zu begleiten. In den Geschichten aus dem Alltag finden sich zahlreiche Anregungen, sich mit Kindern über Sterben, Tod und Trauer auseinander zu setzen und damit auch die eigene Sprachlosigkeit zu überwinden.

Was ist Tod?
Der Tod ist ein Mysterium und dass, obwohl er jeden Tag vorkommt. Es ist nicht einfach Kindern verständlich zu machen, was der Tod bedeutet. Viele Menschen möchten ergründen, was der Tod eigentlich ist bzw. was danach passiert. Manche, um ihre Angst zu überwinden, andere um die Trauer besser zu verarbeiten oder um die Frage nach dem 'Warum' klären zu können.
Das Buch bietet klare und unkomplizierte Erklärungen darüber, wie verschiedene Länder / Religionen mit dem Tod umgehen und welche Vorstellung sie von der Seele haben, wobei auch auf Verlust, Trauer, Himmel und Hölle eingegangen wird. Boritzer schließt damit ab, dass es eigentlich unmöglich ist zu entscheiden, welche Anschauung die Richtige ist und dass man lieber über die schönen Dinge im Leben nachdenken sollte, als zu viel über den Tod zu grübeln.

Willi wills wissen - Wie ist das mit dem Tod?
Willi will etwas über ein sehr schwieriges Thema erfahren: den Tod. Alles, was lebt, muss irgendwann sterben; Pflanzen, Tiere und auch Menschen. Dennoch ist es unendlich schwierig, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Willi trifft Bestatter, Pfarrer oder Ärzte, die viel zum Thema zu erzählen haben. Er spricht mit Trauernden, die jemanden verloren haben, den sie geliebt haben. Und er trifft Kranke, die wissen, dass sie nicht mehr lange leben. Jeder Befragte erzählt offen, was der Tod für ihn bedeutet. Willi stellt fest: Angst und Unsicherheit bestimmen die Gefühle. Zwei Hilfsmittel: Reden und Zuhören. Nur wenn der Tod nicht tot geschwiegen wird, geht das Leben weiter.

Als der Tod zu uns kam
Eine Parabel über den Tod, der als Bestandteil des Lebens ins Bewusstheit gehoben wird. Eine Anregung, darüber mit Kindern nachzudenken. Ab 5.

Vielleicht ist ja was dabei!
Grüßle Alanna

Mit dem Astromädchen 10/07, dem Superhelden 09/10 und den zwei Bonuskindern 07/21
Corsarellina
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Re: Bücher über Trauer für Kinder

Beitrag von Corsarellina »

nur kurz - dankEuch allen für die Antworten.
Hab gestern bei Amazon geschaut aber wie gesagt nur über Oma/Opa o. Haustier was gefunden.
Schau in Ruhe eure Vorschläge mal an.
Denke mal, da ist sicher was für uns dabei.
Liebe Grüße
Martina mit


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Corsarellina
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Re: Bücher über Trauer für Kinder

Beitrag von Corsarellina »

ah, noch ist es ja nicht soweit, mit der kleinen Maus - aber ich sehe, meine Tochter beschäftigt das sehr, dass die kleine Sterben wird und weint auch ganz oft deswegen. Stehe dann da oft ein bißchen ratlos da. :oops:
Liebe Grüße
Martina mit


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Re: Bücher über Trauer für Kinder

Beitrag von ungali »

Die Literaturliste ist toll, kenne auch einige Bücher davon.
In "Pele und das neue Leben" stirbt auch ein krankes Kind.
Und ich meine, Alexandra hat einen Thread zum Thema wie unsere Kinder damit umgehen aufgemacht, hab jetzt keine Zeti mehr zum Suchen, muss zum Elterngespräch in der Schule.
Bettina,
still- und tragebegeisterte Hebamme
mit der Handvoll (03, 05, 07, 12, 13) und zwei Sternchen (04 und 06)
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Re: Bücher über Trauer für Kinder

Beitrag von Corsarellina »

so, hab mal alles in ruhe durchgeschaut

@Alanna

vielen Dank für die vielen Bücher und Inofs - hab schon 3 gefunden, die in Frage kommen würden. HAb die Qual der Wahl da jetzt :-)


@All

Danke Euch auch allen für Eure Antworten und Tipps.

Ist wohl nicht so leicht, über den Tod von Kindern Bücher zu finden. Aber ihr habt doch einige gefunden.
Liebe Grüße
Martina mit


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Alexandra
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Re: Bücher über Trauer für Kinder

Beitrag von Alexandra »

Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen


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