Ab wann dürfen Babys Reismilch trinken?

Was kommt nach dem Vollstillen?

Moderatoren: klecksauge, Mondenkind

Antworten
kathi1981
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1321
Registriert: 26.12.2007, 10:59
Wohnort: Potsdam

Ab wann dürfen Babys Reismilch trinken?

Beitrag von kathi1981 »

Hallo,

ich habe mal eine Frage an die Ernährungsexperten. Mein kleines Stillmonsterchen ist jetzt 3,5 Monate alt. Sie stillt tags und nachts ca. etwa alle 1-1,5 Stunden. Der längste Abstand, auf den wir kommen, sind etwa 2-2,5 Stunden abends nach dem Einschlafen.

Nun ist es so, dass ich nicht allzu gluckig veranlagt bin und mich sehr gerne mal ein paar Stunden von meinem Monsterchen entfernen würde. Vor allem würde ich gerne ab und zu mal wieder zum Dänischunterricht/Dänischprüfung gehen oder mal schwimmen. Zu Beginn hatte sie abends eine längere Schlafphase, in der ich Milch abpumpen konnte, die ihr mein Mann dann verfüttert hat. Jetzt ist wegen der kurzen Abstände an Abpumpen nicht mehr zu denken. Sie will auch meist sofort etwas trinken, wenn ich das Haus verlasse, egal wieviel sie vorher gestillt hat und will sofort wieder trinken, wenn ich die Wohnung betrete, auch wenn ich nur 2 Stunden weg war und sie gerade knapp 200 ml abgepumpte Milch getrunken hat. Zudem reagiert sie auf Kuhmilcheiweiß (in meiner Milch), so dass ich mich milchfrei ernähre.

Mir stellt sich jetzt die Frage, ob und wie mein Mann ihr (halbwegs bald) so ein bis zweimal pro Wochen einen Ersatz fürs Stillen anbieten kann. Pre würde ich wegen der Milcheiweißempfindlichkeit ungern/gar nicht nutzen. Es gibt hochhydrolysierte Milchnahrung für milcheinweißempfindliche Kinder, aber ich würde ungern jeden Monat eine fast ungenutze Packung wegwerfen (die kostet hier so ca. 30€). Da die Maus ja bald ins Alter kommt, in dem (theoretisch) mit Beikost begonnen werden darf, habe ich mich gefragt, ob sie dann evt. ein bis zweimal pro Woche eine Flasche Reismilch trinken dürfte. Ich frage mich nun, ob für Reismilch das Gleiche gilt wie für Reisbrei, also dass es ab dem vollendeten 4. Monat verfüttert werden darf. Ich hoffe, diesbezüglich hat hier jemand Informationen für mich.

LG, Kathi
jusl
Jusl Almighty
Beiträge: 16020
Registriert: 19.03.2007, 10:54
Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators

Re: Ab wann dürfen Babys Reismilch trinken?

Beitrag von jusl »

Hallo Kathi,

klare Antwort:
Reismilch ist eindeutig BEIKOST (also kein Milchersatz) und sollte damit frühestens ab Beikostreife angeboten werden. Auf ein oder zwei Wochen kommt es dabei natürlich nicht an (das kommt es bekanntlich nie ;-)) - d.h. "theoretisch" dürfte Dein Baby "ab beinahe jetzt" Reismilch bekommen. Aber: die wenigsten Babys sind mit 4 Monaten beikostreif. Es kann genauso gut sein, dass Dein Baby erst mit z.B. 8 Monaten beikostreif ist. Dann wäre Beikost mit 4 Monaten viel zu früh.

Ernährungsphysiologisch gesehen dürften zwei Flaschen Reismilch pro Woche selbst bei Beikostunreife praktisch kaum negative Auswirkungen haben. Besser geeignet (oder bei häufigerer Verwendung unbedingt notwendig) wäre allerdings Muttermilchersatz, d.h. in Eurem Falle ein Vollhydrolysat oder Säuglingsmilch auf z.B. Ziegenmilchbasis, falls es speziell um KUHmilchunverträglichkeit geht.

Was mir noch zum Abpumpen einfällt: Hast Du schon mal probiert, WÄHREND des Stillens abzupumpen, also währenddessen auf der anderen Seite?

LG
Julia
kathi1981
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1321
Registriert: 26.12.2007, 10:59
Wohnort: Potsdam

Re: Ab wann dürfen Babys Reismilch trinken?

Beitrag von kathi1981 »

Hallo Jusl,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. So in etwa hatte ich es mir auch schon gedacht. Ich werde wohl noch ein paar Wochen warten (vielleicht schläft die Maus ja dann endlich wieder etwas besser und ich kann wieder pumpen) und dann doch mal eine Packung Spezialmilch kaufen. Wenn die dann aufgebraucht bzw. nicht mehr nutzbar ist, dann ist das Monsterchen ja auch schon 6 Monate alt und ich kann mal ausprobieren, wie es mit der Beikostreife aussieht.

Während des Stillens kann ich nicht abpumpen, weil das Monsterchen meistens beide Seiten trinkt und zudem eine eher unruhige Trinkerin ist, so dass sie meine ungeteilte Aufmmerksamkeit braucht.

LG, Kathi
Antworten

Zurück zu „Beikost und Familientisch“