schreien schlecht fürs baby - quelle???
- Sakura
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schreien schlecht fürs baby - quelle???
hat jemand fundierte quellen, dass schreienlassen schlecht fürs baby ist? ja. ich weiß, dass es schlecht ist. aber kennt jemand da zitierbare quellen?
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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Puksie
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Re: schreien schlecht fürs baby - quelle???
Hast du mal auf www.ferbern.de geschaut? Ich glaube, da sind Quellenangaben dabei.
E. 2010 und M. 2013
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Poetti
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Re: schreien schlecht fürs baby - quelle???
Im 24 Std Baby steht was drin. Sears spricht da von "Untersuchungen", die widerlegen, dass Schreien zb die Lungen kräftigen würde.
Mit Quellenangabe.
Mit Quellenangabe.
Poetti mit Mädchen (April 2009) und Junge (Juni 2011)
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EhMibima
Re: schreien schlecht fürs baby - quelle???
In "Ich will bei euch schlafen" steht auf Seite 25 daß Schreienlassen negativen Stress bedeutet. Im Blut seien Stresshormone Cortisol und Adrenalin erhöht, die Durchblutung dramatisch verringert und die Herzfrequenz erhöht. Schreienlassen bewirke nicht mehr Toleranz seiner(des Babys) Gemütszustände sondern verschlechtern sogar bei häufigen Versuchen die Ausgangslage. Quelle steht im Anhang
Ein Notarzt beim ErsteHilfeKurs hat mal gesagt daß ein Baby sich so beim Schreien aufregen kann daß es plötzlich aufhört zu atmen und dann stirbt. Wenn das stimmt (und auch wenn nicht!) finde ich es echt kriminell daß Schreienlassen legal ist.
Ein Notarzt beim ErsteHilfeKurs hat mal gesagt daß ein Baby sich so beim Schreien aufregen kann daß es plötzlich aufhört zu atmen und dann stirbt. Wenn das stimmt (und auch wenn nicht!) finde ich es echt kriminell daß Schreienlassen legal ist.
- purplediamond
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Re: schreien schlecht fürs baby - quelle???
Richtig ausführlich steht es in Rüdiger Posths "Vom Urvertrauen zum Selbstvertrauen". Er ist Kinderarzt und Kindertherapeut und beschreibt die Entwicklungsphasen der Kinder bis zur Einschulung. Dies ist eher ein Fachbuch als ein Buch für Eltern (da kann die Zeitschrift "Psychologie heute" noch so sehr auf die Rückseite schreiben, dass dieses Buch in jedem Elternregal stehen sollte - die Hälfte würde es nicht verstehen). Aber nichtsdestotrotz ist das Buch GROSSARTIG!!
Die Tipps mit "Ich will bei euch schlafen" und www.ferbern.de ist übrigens großartig. Ich verschenke das Buch, seitdem ich es gelesen habe, allen Ersteltern zur Geburt (bzw. meist schon während der Schwangerschaft - da hat man noch Zeit *lol*).
Warum fragst du?
Rüdiger Posth beantwortet auch übrigens in folgendem Forum Fragen und hat dort auch seine grundsätzlichen Ansätze erklärt: http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung ... stsein.htm
Kleiner Auszug:
"Glaubt man, man könne einen kleinen Säugling dahingehend trainieren, einen höheren Grad an Frustration auszuhalten und zu ertragen, d.h. man beabsichtigt, seinen Toleranzspielraum auszuweiten und fügt ihm dazu Unlustgefühle zu, z.B. indem man ihn erst einmal eine gewisse Zeit schreien läßt, bis man sein Signal erhört, dann riskiert man, dass die in dieser Art sich unkalkulierbar auftürmenden Streßempfindungen verfestigen und als erster Erfahrungsschatz von Gefühlen in der tiefsten Seele abspeichern. Den theoretischen Ort eines solchen Speichers nennt man seit S.Freund das Unterbewußtsein. Es heißt deswegen so, weil es permanent "unterhalb" des tatsächlichen, wachen Bewußtseins arbeitet und durch normale Denkvorgänge nicht erreicht werden kann. Je stärker das Unterbewußtsein eines Menschen mit mißliebigen Gefühlen belastet ist, desto bedrohter von diesen Gefühlen ist sein weiteres Leben. Das jedenfalls ist die tiefenpsychologische Vorstellung von der psychischen Grundstruktur eines Menschen.
Ob dieses von S.Freud entwickelte, sogenannte Instanzenmodell des menschlichen Bewußtseins (Bewußtsein, Vorbewußtes, Unterbewußtsein) so ohne weiteres haltbar ist, das ist einstweilen noch Forschungsgegenstand. Es gibt aber inzwischen gute Hinweise im menschlichen Gehirn für eine tatsächliche Existenz des Unterbewußtseins und zwar in den innersten und am tiefsten gelegenen Hirnstrukturen, die man als Limbisches System zusammenfaßt, s.o., und die vor allem über den Gyrus cinguli in engster Verbindung mit den mittleren und unteren Anteilen des Frontalhirns (Stirnhirns) stehen. Schäden in diesen Hirnanteilen, das läßt sich an Hirnverletzten oder an durch Krankheit Hirngeschädigten feststellen (A.Damasio, Neurologe und Forscher in den U.S.A.), verlieren große Teile ihres Gefühlslebens und ihre Lebensfähigkeit im gesamten psychosozialen Agieren.
Es ist, und damit will ich das Kapitel Schreien beenden, also ein sehr hohes Risiko, wenn man seinen kleinen, auf einen selbst extrem angewiesenen Säugling schreien und leiden läßt. Ein Risiko ist es deswegen, weil die im Säugling kulminierenden Angstgefühle durch "Verdrängung" ins Unterbewußtsein eine Hypothek für sein späteres Leben werden könnten. Ein Risiko ist es auch, weil die Ordnungsstrukturen im Säuglingsgehirn durch "Synapsengestaltung" behindert und sogar dauerhaft geschädigt werden könnten. Tröstet man den Säugling aber zügig und nach schneller Klärung der Ursache für sein Schreien, dann vermehrt man seine Gefühle von Vertrauen und Zuversicht, die sich im Säugling selbst als Gefühl von Freude und Glück ausnehmen. Dies ist der Weg zu Icherfahrung und Selbsterleben, Empfindungen, die der Säugling braucht, um aus der primären (Mutter-)bindung zur eigenen Person und Persönlichkeit zu finden. Dieses Glück kann man in den Augen seines Säuglings unmittelbar ablesen und miterleben!"
Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen!
Die Tipps mit "Ich will bei euch schlafen" und www.ferbern.de ist übrigens großartig. Ich verschenke das Buch, seitdem ich es gelesen habe, allen Ersteltern zur Geburt (bzw. meist schon während der Schwangerschaft - da hat man noch Zeit *lol*).
Warum fragst du?
Rüdiger Posth beantwortet auch übrigens in folgendem Forum Fragen und hat dort auch seine grundsätzlichen Ansätze erklärt: http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung ... stsein.htm
Kleiner Auszug:
"Glaubt man, man könne einen kleinen Säugling dahingehend trainieren, einen höheren Grad an Frustration auszuhalten und zu ertragen, d.h. man beabsichtigt, seinen Toleranzspielraum auszuweiten und fügt ihm dazu Unlustgefühle zu, z.B. indem man ihn erst einmal eine gewisse Zeit schreien läßt, bis man sein Signal erhört, dann riskiert man, dass die in dieser Art sich unkalkulierbar auftürmenden Streßempfindungen verfestigen und als erster Erfahrungsschatz von Gefühlen in der tiefsten Seele abspeichern. Den theoretischen Ort eines solchen Speichers nennt man seit S.Freund das Unterbewußtsein. Es heißt deswegen so, weil es permanent "unterhalb" des tatsächlichen, wachen Bewußtseins arbeitet und durch normale Denkvorgänge nicht erreicht werden kann. Je stärker das Unterbewußtsein eines Menschen mit mißliebigen Gefühlen belastet ist, desto bedrohter von diesen Gefühlen ist sein weiteres Leben. Das jedenfalls ist die tiefenpsychologische Vorstellung von der psychischen Grundstruktur eines Menschen.
Ob dieses von S.Freud entwickelte, sogenannte Instanzenmodell des menschlichen Bewußtseins (Bewußtsein, Vorbewußtes, Unterbewußtsein) so ohne weiteres haltbar ist, das ist einstweilen noch Forschungsgegenstand. Es gibt aber inzwischen gute Hinweise im menschlichen Gehirn für eine tatsächliche Existenz des Unterbewußtseins und zwar in den innersten und am tiefsten gelegenen Hirnstrukturen, die man als Limbisches System zusammenfaßt, s.o., und die vor allem über den Gyrus cinguli in engster Verbindung mit den mittleren und unteren Anteilen des Frontalhirns (Stirnhirns) stehen. Schäden in diesen Hirnanteilen, das läßt sich an Hirnverletzten oder an durch Krankheit Hirngeschädigten feststellen (A.Damasio, Neurologe und Forscher in den U.S.A.), verlieren große Teile ihres Gefühlslebens und ihre Lebensfähigkeit im gesamten psychosozialen Agieren.
Es ist, und damit will ich das Kapitel Schreien beenden, also ein sehr hohes Risiko, wenn man seinen kleinen, auf einen selbst extrem angewiesenen Säugling schreien und leiden läßt. Ein Risiko ist es deswegen, weil die im Säugling kulminierenden Angstgefühle durch "Verdrängung" ins Unterbewußtsein eine Hypothek für sein späteres Leben werden könnten. Ein Risiko ist es auch, weil die Ordnungsstrukturen im Säuglingsgehirn durch "Synapsengestaltung" behindert und sogar dauerhaft geschädigt werden könnten. Tröstet man den Säugling aber zügig und nach schneller Klärung der Ursache für sein Schreien, dann vermehrt man seine Gefühle von Vertrauen und Zuversicht, die sich im Säugling selbst als Gefühl von Freude und Glück ausnehmen. Dies ist der Weg zu Icherfahrung und Selbsterleben, Empfindungen, die der Säugling braucht, um aus der primären (Mutter-)bindung zur eigenen Person und Persönlichkeit zu finden. Dieses Glück kann man in den Augen seines Säuglings unmittelbar ablesen und miterleben!"
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Zufriedene Mama mit quirligem Sohn (9/2008), der mich mit seinen Ideen, seinem Humor und seiner Sicht auf die Welt jeden Tag begeistert... *strahl*
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Serafina
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Re: schreien schlecht fürs baby - quelle???
Purplediamond, Danke für den Auszug und den Buchtipp.
*BeiAmazonsuchengeh*
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Serafina mit Groß (´09) & Klein (´12) an der Hand und Mini (´15) im Arm
Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.
Antoine de Saint-Exupéry
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Antoine de Saint-Exupéry
- purplediamond
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Re: schreien schlecht fürs baby - quelle???
Bin immer noch neugierig, warum du fragst
))
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