Mein Sohn, 6 Monate, zeigt reges interesse am Essen. Nach einigen Versuchen, ihm Fingerfood anzubieten, sind wir jetzt doch auf Brei umgestiegen. Er spuckt jegliche Stückchen wieder aus, Brei scheint er aber zu lieben.
Bei meiner Tochter bin ich noch ganz strikt nach Plan vorgegangen, habe das STillen durch jede mahlzeit ersetzt, zum Schluss hatten wir noch abends, nachts und morgens gestillt.
Bei meinem Sohn habe ich das Gefühl, dass er auch immer etwas essen möchte, wenn wir auch essen. Also gebe ich ihm mittags etwas Karotte und abends Birnenbrei. Er hat letzte Woche aber erst richtig angefangen und mehr als 3 Löffel probiert. Ist das denn ok so? Ich habe irgendwie Angst, dass er sich dadurch zu schnell abstillen könnte? Ich meine, er isst keine großen Mengen und manchmal stillt er auch kurz bevor oder danach, trotzdem habe ich dann das Gefühl, es ist zu viel. Ich würde dann ja zwei Mahlzeiten gleichzeitig ersetzen. Oder schieb ich wieder nur Panik?
Was meint ihr?
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Immer etwas anbieten?
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mattis11
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jusl
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Re: Immer etwas anbieten?
Also normalerweise hängt das Stillbedürfnis kaum davon ab, wie "gut" ist Kind isst. Es gibt unzählige Kleinkinder, die früh mit Beikost gestartet sind, ganze Schnitzel vermutzen und trotzdem noch viel Freude am Stillen haben. Wird immer nach Bedarf gestillt und ebenso feste Nahrung nach Bedarf angeboten, dann folgt das Kind SEINER eigenen Reife-Kurve und wird sich zu SEINEM Zeitpunkt abstillen. Man kann ein Kind kaum davon abhalten sich abzustillen, wenn es nun mal seinem Stillalter entwächst. Genauso wenig wie man ein Kind am Laufenlernen hindern kann.
Es ist normal, dass das Stillen erstmal etwas in den Hintergrund rückt, wenn ein Baby mit Begeisterung feste Nahrung entdeckt. Meist relativiert sich das mit der Zeit aber wieder
Generell ist es empfehlenswert, wenn man Sorge hat, dass sich ein Kind vorzeitig abstillen könnte:
* Keinen Saugersatz anbieten. Keine Flaschen, keine Schnuller. Saugflaschen und Schnuller können leicht eine Umgewöhnung herbeiführen.
* Vor den Mahlzeiten stillen. Zu den Mahlzeiten kann das Baby dann essen, was und wieviel es mag.
* Das Stillen nicht einschränken, weder nachts noch tags.
LG
Julia
Es ist normal, dass das Stillen erstmal etwas in den Hintergrund rückt, wenn ein Baby mit Begeisterung feste Nahrung entdeckt. Meist relativiert sich das mit der Zeit aber wieder
Generell ist es empfehlenswert, wenn man Sorge hat, dass sich ein Kind vorzeitig abstillen könnte:
* Keinen Saugersatz anbieten. Keine Flaschen, keine Schnuller. Saugflaschen und Schnuller können leicht eine Umgewöhnung herbeiführen.
* Vor den Mahlzeiten stillen. Zu den Mahlzeiten kann das Baby dann essen, was und wieviel es mag.
* Das Stillen nicht einschränken, weder nachts noch tags.
LG
Julia