Vollstillen nach 3 Monaten Zufüttern?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Benutzeravatar
millenia
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 398
Registriert: 03.07.2011, 18:42
Wohnort: Brühl

Vollstillen nach 3 Monaten Zufüttern?

Beitrag von millenia »

Hallo,
ich habe jetzt ein 14 Wochen altes süßes Mädchen. Vom ersten Tag an versuche ich voll zu stillen. Leider habe ich wohl mehrere Fehler gemacht, die mir das volle Stillen leider bislang nicht ermöglicht haben.
1. Im Krankenhaus hieß es, das Kind hat Hunger, ich hab nicht genug Milch, daher hat sie am 1. Lebenstag direkt ein Fläschchen bekommen.
2. Habe ich flache Warzen gehabt und hab wohl auch falsch angelegt, dadurch bedingt hatte ich sehr wunde BWs und hab es nach 1 1/2 Wochen vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten. Dann hat sie Fläschchen bekommen und ich hab 4 Wochen nur abgepumpt. Pro Tag hatte ich da allerdings nur ca. 120-150 ml abpumpen können.
3. Habe ich Krämpfe in den BWs, die mir dann noch zusätzlich Schmerzen bereiten. Da ich aber hart im Nehmen bin, stille ich jetzt seit einem Monat wieder, in der Hoffnung, die Milchproduktion würde wieder steigen. Tagsüber braucht sie dann so 3-4 Fläschchen je ca. 130-160 ml, nachts stille ich sie ausschließlich und sie kommt damit prima 12 Stunden durch die Nacht ohne zu schreien.
Nun meine Frage, gibt es hier Stillmütter, die nach so langer Zeit des Zufütterns es geschafft haben (wieder) voll zu stillen? Wie habt ihr das gemacht? Würde mich über Erfahrungsberichte sehr freuen.
LG, Milena
stolze Mutter von großer Schwester Ida (03/11) und kleinem Möpschen Alma (6/14)
Joma
ist gern hier dabei
Beiträge: 56
Registriert: 27.06.2011, 22:18

Re: Vollstillen nach 3 Monaten Zufüttern?

Beitrag von Joma »

ich würde sie immer und immer wieder anlegen das produziert die milch und dann reicht ihr das auch.
wenn ich das schon höre: " im kh hieß es das kind hat hunger und Sie nicht genug milch!" da könnte ich die wände hoch gehen. sorry ist nix gegen dich. die milch ist doch noch gar nicht eingeschossen am ersten tag. super finde ich das du es dennoch so vehemennt versuchst!! wirklich respekt!!!

ansonsten wenn du persönlichen kontakt möchtest suche doch mal nach einer stillberaterin. oder kontaktiere deine nachsorge hebamme wenn du mit ihr gut klar kamst. denn das stillen gehört auch weiterhin zur nachsorge egal ob du nach 6 monaten noch eine frage hast oder nach 9 monaten.
Große Schnecke 06/2008 und kleine Maus 01/2010
Benutzeravatar
lalal
Herzlich Willkommen
Beiträge: 15
Registriert: 01.07.2011, 11:21

Re: Vollstillen nach 3 Monaten Zufüttern?

Beitrag von lalal »

HAllo,

mensch das ist natürlich alles andere als rund bei euch gelaufen. Es ist immer schade wenn es schon im Kh zu solchen Problemen kam :(

Ich würde dir auch raten schnellsten Kontakt zu einer Stillberaterin aufzunehmen. Eben auch um einmal deine Anlegetechnik zu unterstützen.

Der Bedarf passt sich natürlich der Nachfrage an, die Flasche ist da natürlich kontraproduktiv aber im Moment ja wohl noch nötig? Wenn ich das richtig verstanden habe, versuch aber ruhig weiter zu reduzieren.
Ich würde dir empfehlen sofern Du die möglickeit hast ein bis zwei Tage mit deinem Baby ins Bett zu verschwinden und wirklich Dauerstillen bzw. wirklich ganz viel Stillen. Vielleicht klappt es so auch ganz ohne Flasche?

Ich wünsche euch alles Gute und hoffe das es klappt :)

Liebe Grüße
Ina mit Muckelita(02/2004), Junior(08/2005), Motte (04/2008) und Kekskrümel(02/2011)
Benutzeravatar
awa
alter SuT-Hase
Beiträge: 2990
Registriert: 26.05.2011, 13:42

Re: Vollstillen nach 3 Monaten Zufüttern?

Beitrag von awa »

Ich hab's nach 5 Wochen Flache geschafft vollzustillen. Meine Hebi und eine Stillberaterin haben mich unterstützt, vor allem muss ich da aber auf meinen Dickkopf verweisen. Ich kann dir nur nahelegen eine Stillberaterin aufzusuchen und dir von ihr umfassend Hilfe und Infos zu holen. Abgesehen davon half mir nur noch Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe, ständiges Anlegen, allmählicher Verzicht auf Flaschenmahlzeiten (und jede Art anderer künstlicher Hilfsmittel, zB Stillhütchen) und Malzbier für die Milchbildung. Ich drück dir/euch die Daumen!
AFS-Stillberaterin


Ich hab keine Erfahrung im Muttersein. Keine Anleitung, keine Einarbeitungszeit, kein Failsafe. Ich weiß also *die ganze Zeit über nicht* ob ich es "richtig" mache.
Und: ich habe nur den einen Versuch.
Benutzeravatar
Stina82
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1593
Registriert: 20.06.2011, 22:44
Wohnort: Östersund, Schweden

Re: Vollstillen nach 3 Monaten Zufüttern?

Beitrag von Stina82 »

Ich wuerde auch versuchen mich mit Baby ins Bett zu legen und soviel wie möglich zu stillen. Im Liegen ist das Stillen auf Dauer ja fuer die meisten am bequemsten und je mehr Ruhe Dein Körper bekommt desto mehr Milch kann er produzieren. Das stelle ich zumindest immer wieder fest. Viel Glueck Euch beiden. Echt toll, dass Du es solange versuchst!
Gruesse aus Schweden von Stina mit dem Goldstern (03/11) und dem Mini (09/13)

Clauwi Trageberaterin
Benutzeravatar
millenia
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 398
Registriert: 03.07.2011, 18:42
Wohnort: Brühl

Re: Vollstillen nach 3 Monaten Zufüttern?

Beitrag von millenia »

Vielen Dank für die vielen lieben Beiträge! Eine Stillberaterin (IBCLC) habe ich bereits aufgesucht und die hat festgestellt, dass die Kleine richtig anliegt und auch gut trinkt. Meine Nachsorgehebamme war toll, allerdings war sie auch nicht ganz so versiert, was das Stillen anging. Und ich hab wirklich schon viel gestillt. Teilweise hing die Kleine fast den ganzen Tag an der Brust. Ok, sie hat da auch geschlafen, aber wir haben auch schon 2 Stunden am Stück gestillt. Leider scheint sie auch schon sehr an die Flasche gewöhnt zu sein, denn wenn sie wirklich großen Hunger hat, verweigert sie die Brust, also den ganzen Tag ins Bett legen wird wohl nicht so ganz funktionieren. Dazu kommen natürlich noch die Schmerzen, die ich auch manchmal während des Stillens habe aufgrund meiner Brustwarzenkrämpfe, die auch nicht richtig weggehen wollen. *seufz* Kann es sein, dass ich mit meinem Dickkopf doch verhinder, dass die Milch gut fließt?
stolze Mutter von großer Schwester Ida (03/11) und kleinem Möpschen Alma (6/14)
Joma
ist gern hier dabei
Beiträge: 56
Registriert: 27.06.2011, 22:18

Re: Vollstillen nach 3 Monaten Zufüttern?

Beitrag von Joma »

ôhja es ist mit sicherheit eine frage des kopfes. ich würde evtl nochmal zu
Große Schnecke 06/2008 und kleine Maus 01/2010
Joma
ist gern hier dabei
Beiträge: 56
Registriert: 27.06.2011, 22:18

Re: Vollstillen nach 3 Monaten Zufüttern?

Beitrag von Joma »

sorry joana hat den beitrag schon abgeschickt...

nochmal:
ôhja es ist mit sicherheit eine frage des kopfes. ich würde evtl nochmal zum homöopathen gehen der kann vielleicht noch was für die milchbildung tun. und evtl auch noch deinen kopf frei bekommen?!
Große Schnecke 06/2008 und kleine Maus 01/2010
Benutzeravatar
millenia
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 398
Registriert: 03.07.2011, 18:42
Wohnort: Brühl

Re: Vollstillen nach 3 Monaten Zufüttern?

Beitrag von millenia »

ja das ist vielleicht eine gute idee. nur muss man da sicher auch den richtigen/die richtige finden, die sich mit solchen sachen auskennt, oder? vielleicht kommt ja jemand aus dem raum köln/bonn und kann mir da einen homöopathen empfehlen?
stolze Mutter von großer Schwester Ida (03/11) und kleinem Möpschen Alma (6/14)
Benutzeravatar
Tobis Mama
alter SuT-Hase
Beiträge: 2619
Registriert: 13.07.2008, 19:04
Wohnort: Kaiserslautern

Re: Vollstillen nach 3 Monaten Zufüttern?

Beitrag von Tobis Mama »

Zusätzlich zu den Tipps hier: Besuch eine Stillgruppe. Das ist für den Kopf ganz toll, weil du unter "Gleichgesinnten" sitzt.
Nicole mit Tobias (09/2007) und Laura (06/2010)
Trageberaterin (ClauWi, GK 06/2012)

Bild

http://dreihundertfuenfundsechzigtage.blogspot.de/
Antworten

Zurück zu „Stillforum“