Herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Töchterchens!
Ich kann nur unterstreichen, was honigbienchen schon schrieb: Die Nachfrage regelt das Angebot! a) ist es völlig normal, dass du über die Pumpe nicht so viel Milch abpumpst wie deine Kleine saugen würde. Die Mechanik gibt es nicht her und die Hormonausschüttung, die die Milchmenge und den Milchspendereflex positiv beeinflusst, findet verständlicherweise auch nicht statt, wenn du eine Pumpe statt deines Babys an der Brust hast.

b) drückst du die Nachfrage mit der zusätzlichen Fläschchengabe! Es ist ganz wichtig, dass du dir und deiner Tochter die Möglichkeit gibst, das Angebot zu steigern, indem du deiner Kleinen die Chance gibst, so oft nachzufragen, wie es nötig ist. Es kann sein, dass sie stündlich, halbstündlich an die Brust will, aber genau das wird dafür sorgen, dass dein Milchfluss wieder gesteigert wird. Dein Körper merkt "hey, ich muss mehr produzieren, das Kind nuckelt ja fast ununterbrochen" und reagiert darauf. Anders wirst du es nicht hinbekommen!
Unser Sohn ist auch fünf Wochen zu früh gekommen. Ich war glücklicherweise nicht in der misslichen Lage, so lange abpumpen zu müssen, aber 9 Tage lang habe ich es getan und war völlig verunsichert, wie das weitergehen sollte. Ja, man ist furchtbar verunsichert, weil man bisher die volle Kontrolle hatte über die Nahrungsaufnahme. X Milliliter X mal am Tag. Man fragt sich, ob das Kind überhaupt zunehmen kann, wenn man diese Kontrolle plötzlich nicht mehr hat und ob es nicht vielleicht noch zu schwach zum Saugen ist etc.pp. - zumindest war es bei mir so! Mir hat es sehr geholfen, eine Waage zu Hause zu haben. Den Stress des vor und nach dem Trinken Abwiegens habe ich uns nicht gemacht, aber wir haben schon alle 3-4 Tage sein Gewicht kontrolliert. Und was soll ich sagen - der kleine Kerl hat teilweise 500g pro Woche zugelegt.
Versuch doch, mehr Vertrauen in die Kompetenz deines Körpers und deines Kindes zu bekommen. Überprüf die Tendenz mit Hilfe einer Waage (sie muss nicht jeden Tag zunehmen!) und versuch, euch beiden eine Atmosphäre zu schaffen, die es euch erlaubt, euch ganztägig einzukuscheln und einfach zu stillen. Ein Gefühl dafür zu entwickeln, was es heißt, eine Stillbeziehung zu haben und Vertrauen in euch beide zu erlernen. Wenn es dann immer noch nicht klappt, kannst du doch mal eine Stillberaterin kontaktieren. Aber ich glaube daran, dass ihr das gut machen werdet. Deine Kleine wird vermutlich sehr viel öfter Hunger haben, vielleicht auch mal weinen, aber - und das ist GANZ WICHTIG - lass dich nicht verunsichern, dass du zu wenig oder "qualitativ minderwertige" Milch hast, dass deine Kleine nicht satt wird oder dass der Zug für dich abgefahren ist!
Dein Baby wird immer wieder Wachstumsphasen haben, in denen es nicht genug bekommen kann von der Brust. Wir haben in ganz schlimmen Phasen 22mal in 24 Stunden gestillt, weil unser Lütt einfach ganz viel "Zaubertrank" brauchte, um groß und stark zu werden (und das ist er auch!). Ich hatte eine tolle Hebamme, die erstaunt gelacht hat, mich aber immer wieder darauf hingewiesen hat, dass das alles normal ist. So habe ich gelernt, meinen Instinkten wieder etwas mehr zu trauen, und es hat sich gelohnt!
Alles Liebe für euch!
