Welcher Kindergarten

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Trillian
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Welcher Kindergarten

Beitrag von Trillian »

Ihr Lieben, vielleicht könnt ihr mir ein bisschen Inspiration geben. Wir ziehen im Sommer um und brauchen dann einen Kindergartenplatz. Heute habe ich mir zwei angeschaut: einen sehr schönen Waldorfkindergarten und einen evangelischen Kindergarten. Der WaldorfKiGa hat Betreuungszeiten von 7-14 Uhr (was mir eigentlich zu früh ist und nicht lang genug, ließe sich aber wahrscheinlich irgendwie einrichten), der andere KiGa von 7-16 Uhr, wenn wir die 45 Stunden bekämen. Beim WaldorfkiGa sind Kinder aus der ganzen Stadt, eher von deutschen Familien mit höherem Bildungsstandard, der andere KiGa ist sehr gemischt, die Leiterin nannte die Gegend "Sozialer Brennpunkt". Vorteil beider KiGa ist, dass sie wohnortnah wären.
Natürlich hoffe ich für meine Tochter das beste und meine auch, dass sie recht clever ist und ich frage mich, in welcher Einrichtung sie sich wohl besser entwickelt oder ob das letztlich egal ist. Die Leiterin des evangelischen KiGa machte einen sehr guten Eindruck und betonte, dass alle Kinder ihrem Entwicklungsstand nach gefördert werden und nach meinem ersten Eindruck glaube ich das auch.
Was ist euch an einem Kindergarten am Wichtigsten?
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Sternenfaengerin
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Re: Welcher Kindergarten

Beitrag von Sternenfaengerin »

huhu. interessante frage.
momentan ist der kleine bei einem städtischen kindergarten, der waldorfkindergarten nimmt erst ab drei jahren und ist zu weit weg, zu teuer und zu beschränkt von den öffnungszeiten für uns gewesen.
ich hab das gefühl unser kita war/ist ein glückstreffer. wir haben ganz ganz tolle erzieherinnen, stehen in sehr engem kontakt und ich habe ein sehr gutes gefühl. der kleine fühlt sich vom ersten tag an wohl dort - das einzige was mich stört ist das essen, das von der awo geliefert wird... :roll: - das passt mir so garnicht. allerdings werden die kompletten städtischen von der awo beliefert hier.
da gefällt mir das nach waldorf-art deutlich besser.

wir haben die ersten überlegungen oder gespräche in bezug auf schule. ist natürlich noch garkein thema, aber meinungsbildung. wir haben auch ne tolle privatschule hier, die bezahlbar ist, eine christliche.
was für mich befremdlich ist, ist genau das, was du ansprichst in bezug auf den waldorfkiga bei euch - deutsche familien mit höherem bildungsstandard. das liegt mir irgendwie quer.
ich finde, dass der kleine selbst entscheiden soll udn auch lernen muss, das geld und bildung alleine nicht alles sind, sondern dass auch jemand der beste freund/die beste freundin sein kann, der aus ganz anderen verhältnissen kommt. diese selektion gefällt mir nicht oder bereitet mir zumindest unbehagen. und dort ist halt, ebenso wie im ganztags-kita, der meiste soziale kontakt...

könntest du hospitieren?

für mich war das reine bauchgefühl am wichtigsten. der rahmen musste natürlich da sein (waren für uns u.a. die öffnungszeiten). ansonsten haben wir drei uns den kindergarten angeschaut und wir wussten glaube ich alle, dass das gut sein wird.
mama2008
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Re: Welcher Kindergarten

Beitrag von mama2008 »

wir wünschten uns eigendlich für hr. hummel einen platz im waldkiga.
allerdings geht das nicht aufgrund unserer berufstätigkeit und der öffnungszeiten und des fahrtweges.
mir wäre daran halt sehr wichtig gewesen, dass er eben so gerne egal bei welchem wetter draußen ist, dass er das einfach auch sein kann. sich bewegen kann und nicht an räumlichkeiten und deren reizüberflutung gebunden ist.

wir hatten dann wie wahl zwischen einem kirchlich-integrativem und einen normalen gemeidekindergarten.
bei dem zweiten war ich als kind schon und mir hat das verhalten und der erzieherinnen mir und den kindern gegenüber nicht zugesagt und auch von schweigepflicht ist da nicht viel, da wird unwahrscheinlich viel getratscht und gelästert.
in den kirchlich-integrativen kiga find ich den umgang mit den kindern (besonders in hr. hummels gruppe) echt toll und auch den großen garten draußen, den waldtag einmal die woche (für hr. hummel dann auch nach den sommerferien). mir ist auch der umgang mit den eltern wichtig, ich möchte mein kind gut betreut und versorgt wissen. ich find es gut, dass er eben durch den integrativkindergarten auch kranke und behinderte kinder erlebt und mit ihnen gemeinsam den tag erlebt. und hr. hummel fühlt sich dort wohl, dass ist für mich das wichtigste.
Tina1977
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Re: Welcher Kindergarten

Beitrag von Tina1977 »

Wir haben unsere Kinder jetzt in einem Waldkiga angemeldet.

In unserer Gemeinde werden die Kiga zugewiesen, sprich, wir hatten dabei keinerlei Mitspracherecht. Also entweder der eine Regelkiga (ein kirchlicher) oder der Waldkiga in einer anderen Gemeinde.
Mir hat im regelkiga nicht so gut gefallen, dass sie nicht so viel rausgehen, bei Regen z.B. kaum, dass sie meine Zwillinge am liebsten trennen wollten, dass unsere Wünsche bzgl. der Gruppe nicht berücksichtigt worden sind und mir die Gruppe von einem der Jungs nicht zugesagt hat.

Ich bin jetzt durch den waldkiga auch viel eingeschränker bzgl. der Jobsuche, weil wir nun nur bis 13 Uhr einen Platz haben und der Kiga liegt auch 15 Min. mit dem Auto entfernt, aber es war es uns trotzdem wert. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, gerade bei meinem "großen" mit 24 anderen Kindern in einem kleinen Raum ohne Rückzugsmöglichkeit, er würde da sicher aggressiv werden und im Wald können sie toben, frei sein, immer draußen (was sie lieben).
Hoffentlich wird es ihnen gefallen!

Bei der Entscheidung haben wir die Vor- und Nachteile der jeweiligen Kigä betrachtet, letztendlich hat aber das Bauchgefühl entschieden.

lG
liebe Grüße von Tina
mit Zwillings-Jungs (2008) und noch ein Junge (2014)
asujakin
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Re: Welcher Kindergarten

Beitrag von asujakin »

Für mich war bei der Suche wichtig:

1. Wo fühlt mein Sohn sich am wohlsten!? Dh. Besichtigungen MIT Kind, schauen wie das Kind sich in den Räumlichkeiten verhält, wie die "Stimmung" so ist usw.
2. Passt das Konzept zu meinem Kind?! Also wird mein Kind sich dort geborgen fühlen und wird es dort so gefördert und gefordert wie er es benötigt um in seinem eigenen Tempo wachsen zu können?

3. Ist der Kindergarten für mich einigermaßen erreichbar? (habe keinen Führerschein)

Mhhh ja, das sind hier so die Kriterien gewesen. Ich hätte meinen Sohn zB auch hier in einem preisgekrönten "Super-Kindergarten" schicken können mit dem besten Ruf, den man sich nur so vorstellen kann (wohl einer der besten KiGas in D), da ich seit '89 Kontakt dazu habe und mit der Leiterin per Du bin usw...mein Neffe ist da auch momentan und wenn wir ihn abholen merke ich, wie unwohl sich mein Kind fühlt. Es ist ihm einfach zuviel, zuviele Kinder, zu großes Haus, zuviel Trubel, zuviel "Offenheit" (wobei es garkein offenes Konzept ist sondern getrennte Gruppen)... Da bringt die beste Konzeption nichts...der beste Ruf bringt nichts...die besten Betreuungszeiten der Stadt bringen da nichts... wenn mein Kind da untergehen würde.

Nun kommt er nächste Woche in einen kleinen Waldorfkindergarten. Ruhige lage in einer Seitenstraße/Sackgasse direkt an Wald, Wiese und Bach gelegen (der andere ist mitten im turbulenten Wohngebiet)...nur 15 Kinder und recht enge, heimelige Räumlichkeiten. Viel mehr Natur (gehen bei jedem Wetter raus täglich + Wandertag) und die Eingewöhnung wird ganz individuel gestaltet...

Deine Bedenken zwecks dem "Klientel" kann ich gut nachvollziehen. Das sind auch so meine Überlegungen gewesen. Bei dem Regelkindergarten (kath.) hätte er alle "Bildungsschichten" beieinander, allerdings auch Kinder aus nicht so gutem Hause um's mal nett zu sagen (der Kindergarten hat eine Extrakraft aus dem Jugendamt die da arbeitet und schwierige Familien/Kinder begleitet). Hat den Vorteil (wie sternenfängerin es angesprochen hat) dass das Kind lernt "alle sind gleich" und sich SEINE Freunde raussuchen kann, toleranter wird usw. Auf der anderen Seite ist es halt auch so, dass das Kind somit in Kontakt mit gewissen Kreisen käme, die ich so lange wie möglich für ihn meiden will. Wir sind selbst eine recht arme Familie und meiner Schwester wurde das zum Verhängnis. Ich weiß also was "schlechte Freunde" so alles anrichten können und weiß auch wie schwer es ist wenn man mal in gewissen "Kreisen" festhängt...also da nicht abzurutschen usw.

Ich bin sehr gespannt wie wir so aufgenommen werden da...so als "arme Schlucker" Family... :mrgreen: junge, alleinerziehende Mutter unter lauter Müttern Ü40 mit abgeschlossenem Studium usw *übertreib*. :wink:

Also für mich war und ist einfach wirklich das aller wichtigste, dass mein Kind sich wohl fühlt und dort fallen lassen kann und die Konzeption halt nicht ganz gegen unsere Prinzipien ist :wink:
Trillian
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Re: Welcher Kindergarten

Beitrag von Trillian »

Vielen Dank schon mal für eure Antworten und den Input. Ich denke, ich werde wirklich mal mit der Kurzen hingehen und sie ein bisschen mitentscheiden lassen. Vielleicht ist es auch gut, die Erzieherin der Gruppe direkt kennen zu lernen.
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posy
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Re: Welcher Kindergarten

Beitrag von posy »

Trillian hat geschrieben:Vielleicht ist es auch gut, die Erzieherin der Gruppe direkt kennen zu lernen.
Ich glaube, das ist das Ausschlaggebende. Die Leiterinnen können immer viel erzählen, aber letztlich kommt es darauf an, wie die Erzieherin ist und ob Deine Kleine mit ihr "kann".

Waldorf-Kindergarten finde ich eigentlich gut, aber auch da gibt es Unterschiede in der Einstellung der Erzieherinnen.
In Eurem Fall finde ich di Betreuungszeiten arg knapp.
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
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TaTii
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Re: Welcher Kindergarten

Beitrag von TaTii »

unsere Tochter geht in einen Waldorfkindergarten.
Wir fanden es wichtig, dass es gutes, gesunden und frisches Essen gibt, die Kinder viel draußen sind, das viel gemeinsam in der Gruppe gemacht wird, Musik, und dass die Gruppen bzw der Kiga nicht so groß sind. (In Juliettas Gruppe sind 10 Kinder und im gesamten Kiga 20 Kinder)
Das Juli-Kind (25.10.09) ist ein Waldorfmädchen, wird noch getragen, wurde 10 Monate gestillt & schläft teilzeit im Familienbett ♥
Unser Martha-Mädchen (04.01.12) wird ebenfalls getragen, gestillt & schläft im Familienbett ♥
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