Soll ich ausziehen?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Patty
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Soll ich ausziehen?

Beitrag von Patty »

Das leidige Thema Schlafen. Es ist und bleibt schwierig. UNd ich weiß so langsam wirklich keinen Rat mehr. Sie schläft nach wie vor sooo schlecht und ich halte es kaum noch aus. Aber von vorne:

Wir schlafen zu dritt im Familienbett auf 1,80m. Ich bringe unsere Tochter meistens ins Bett, Papa funktioniert leider so gut wie nie (außer ich bin außer Haus). Sonst weint sie endlos, Papa muss immer wieder tragen und sie findet es komplett blöd, weint, jammert, wütet. Also immer ich. Wenn sie ganz müde ist (wenn sie mittags nicht schläft), dauert das Insbettbringen nur 5-15 Minuten, das ist prima. Wenn sie mittags geschlafen hat, dauert es mind. 45 Minuten, ehr länger. So oder so muss ich die ganze Zeit Ihre Hand festhalten, darf mich nicht umdrehen. Wenn ich dann irgendwann aufstehe, wacht sie alle Stunde mindestens auf und braucht dann immer zwischen 5-45 Minuten um wieder einzuschlafen. Wieder mit Hand. Oft genug schlafe ich bei einem der Einschlafversuche mit ein und wache dann gerädert mitten in der Nacht auf, so oder so bleibt mir recht wenig Zeit und vor allem wenig Zeit am Stück mal zum Entspannen oder für uns als Paar. Und wenn ich dann ins Bett gehe und sie nachts kurz aufwacht, muss ich direkt wieder Händchen halten, oft auch mal gerne durchgehend. Mein Problem: ich kann so nicht gemütlich schlafen und es macht mich wahnsinnig. Ich habe schon Schlafstörungen und reagiere super genervt aufs Handhalten. Ich finde einfach keinen Weg, weder es einfach zu akzeptieren noch eine Möglichkeit zu finden, dass sie Papa besser akzeptiert nachts oder dass sie besser ohne Hand auskommt.

Im Moment bin ich an dem Punkt, dass entweder ich aus dem Familienbett ausziehe oder sie rausschmeiße. Wie das mit eigenem Bett funktionieren soll ist mir allerdings schleierhaft. Ich weiß einfach nciht, was ich machen soll. Unser ganzes Verhältnis leidet darunter, ich werde aggressiv und das unterbrochene Schlafen und die unentspannten Abende kratzen an meiner Substanz. Ich habe sie jetzt nachts so lange begleitet, ich kann nicht mehr. Ich weiß nicht wie weiter. Habt Ihr Rat? Schicke das jetzt einfach mla so durcheinander und unvollständig ab-
Viele Grüße,
Patty mit Zauberfee 08/08 & Minimaus 04/13
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Cheetah
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Re: Soll ich ausziehen?

Beitrag von Cheetah »

Da waren wir grad...und dann hab ich Judiths altes Bett aufgebaut im Kinderzimmer und Laurens war hin und weg!!!
Die ersten paar Tage war er trotzdem noch bei mir, aber dann wollte er nurnoch in 'sein Bett'. Ist schwierig, weil die Groß da auch schläft und die sich gegenseitig wachhalten, aber er schläft inzwischen recht schnell ein, wenn ich ihn am Rücken kraule. Manchmal auch auf dem Sofa ...und da lass ich ihn dann :-)

Wir hatten allerdings auch 1 Woche heftigster Nachtschreck-Attacken....da war er wieder bei mir und wenn er das ist, dann tritt er und schreit mehr, als wenn er alleine schläft!!!
Ich hab so das Gefühl, dass er besser schläft alleine. Jetzt. Eine zeitlang bin ich zu ihm hin und hab ihn dann zu mir geholt, sobald er das erste Mal wach wurde. Aber es scheint immer besser zu werden. In 2 Wochen wird er 3.....

Halt durch!!! Immer wenn es ganz schlimm ist, kommt eine andere Phase. Bei mir meistens immer dann, wenn ich mich grad hier ausgeweint habe ;-)
J. ist mir 4 ausgezogen, an dem Tag, als ihr Bruder geboren wurde. Ich dachte auch, das halt ich nicht durch. Und jetzt kann ich mich kaum noch daran erinnern, was da so schlimm gewesen sein soll...

Fühl Dich gedrückt! Es wird besser!!!
Cheetah

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Patty
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Re: Soll ich ausziehen?

Beitrag von Patty »

Hm ja, sie hat eigentlich ein Bett, ihr Babybett, aber da will sie nicht schlafen. Neues Bett haben wir aber auch schon überlegt.
Viele Grüße,
Patty mit Zauberfee 08/08 & Minimaus 04/13
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Cheetah
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Re: Soll ich ausziehen?

Beitrag von Cheetah »

Das KANN klappen, MUSS aber nicht....bei J. hatten wir so viele verschiedene Betten, da bin ich fast verzweifelt...aber bei L. hat's sofort geklappt.

Frag sie mal, ob sie sich ihr Bett selbst dekorieren möchte und sich ihren Platz dafür aussuchen möchte. Aber es kann sein, dass sie Dich einfach noch braucht.
Cheetah

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tania
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Re: Soll ich ausziehen?

Beitrag von tania »

ich war auch an so einem punkt (stillen statt händchen halten - aber das ist glaub echt völlig wurscht, es geht ja um das "sich nicht bewegen können" und ständig angst haben, dass das kind aufwacht). bei uns hat geholfen: riesiges bett. 1,80 sind echt klein für drei. fetter abstand zwischen uns, genug decken (wir hatten vorher eine gemeinsame große, jetzt haben wir viele überall). dann könntest du mal eine zeitlang mit ihr ins bett gehen. ich hatte bei meinem sohn das gefühl, dass sein häufiges aufwachen nach dem ins-bett-bringen auch einfach ein bedürfnis nach gesellschaft war. nach ein paar nächten bei ihm bleiben hat sich das gebessert. zur zeit kommt es gar nicht vor, kann deshalb zur weiteren entwicklung nichts sagen. mein mann sagt mir bescheid, wenn ich beim stillen einschlafe. er weckt mich, so dass ich nicht länger als nötig verkrumpelt rumhänge. mein kind schläft gerne mit duplo/playmobil/holz-püppchen. so konnte ich immerhin das brustgeknibbel etwas einschränken, aber son püppchen hat er natürlich nicht im mund.. :wink: :lol: . keine ahnung, ob das bei euch was bringen würde. könntet ihr eure zeit vielleicht verschieben? beide abends früher ins bett gehen und morgens eher aufstehen? mit dem vorschlag geht es mir mehr darum, das ganze aktuell morgen und übermorgen zu entkrampfen. je genervter du bist, je weniger du mehr kannst, desto mehr "klammert" (im wahrsten sinne des wortes) deine tochter. würdest du noch stillen, würde ich raten, tagsüber wie bekloppt anzubieten, zeit zu nehmen fürs stillen, es zu genießen, ihr das auch zu sagen, ihr bedürfnis nach nähe tagsüber zu stillen. vielleicht kannst du so was machen? mehr "körperzeit" mit deiner tochter tagsüber? ich sehe so etwas als konflikt zwischen mir und meinem sohn - eigentlich klar, dass mein mann da nichts lösen oder übernehmen kann, das müssen wir beide alleine schaffen. aber mein mann unterstützt uns beide sehr. er fängt meinen frust auf, nimmt stellung für meinen sohn, wenn ich sauer auf ihn bin wegen dem vielen stillen, massiert mich beim einschlafstillen, weckt mich, wenn ich krumpelig einschlafe usw usf.

bei eurer geschichte finde ich weder auszug von dir noch von ihr besonders erfolgsversprechend. musst du halt aufspringen, wenn sie dich nicht findet nachts, wäre jetzt meine erste vermutung. aber einen versuch ist es natürlich wert.
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Re: Soll ich ausziehen?

Beitrag von katpaje »

erinnert mich irgendwie an unsere tochter... wir haben sie probehalber damals ausquartiert, allerdings war sie dann mit dem bruder im zimmer. ich weiß nicht, ob es an seiner nähe lag oder wirklich an dem komplett anderen setting... auf jeden fall schlief sie von da an besser. nicht durch, aber so viel besser. vor allem fiel dieses stundenlange in den schlaf begleiten weg.
ich glaube, ich würde es mit einem eigenen bett für n. versuchen.
braucht sie den mittagsschlaf noch? das hat bei uns auch eine ganze menge abends entzerrt, als der wegfiel.
Lieben Gruß von mir mit Herrn P. (09/03), Mausi (07/07), Mops (11/10) und Frl. Mittendrein Zwetschge (07/13)
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Soll ich ausziehen?

Beitrag von Patty »

Wenn möglich, schläft sie mittagsnicht. Das klappt inzwischen ganz gut. Dadurch ist das erste einschlafen viel erträglicher. Aber das ständige aufwachen bleibt. Größeres Bett würde daran wohl auch nix ändern, leider. Und egal wieviel Platz, sie sucht immer Nähe. Prinzipiell ja auch ok, nur ich kann sonicht schlafen.
Viele Grüße,
Patty mit Zauberfee 08/08 & Minimaus 04/13
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Patty
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Soll ich ausziehen?

Beitrag von Patty »

Hat noch jemand Ideen?
Viele Grüße,
Patty mit Zauberfee 08/08 & Minimaus 04/13
Lösche Benutzer 1828

Re: Soll ich ausziehen?

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

ich schreibe jetzt einfach mal wirr meine Gedanken......weiß nicht, ob was für Dich dabei ist

Ich kenne das von meinem ersten Sohn - der war auch so - stündlich STillen, aufwachen, jammern - bis er drei Jahre alt war.
Es war grauenvoll.
Dann war seine Schwester geboren und da ging es besser - ganz komisch. Irgendwie war mein Fokus wohl verschoben.
Und es ist ja leider so, je mehr man sich an etwas aufreibt, es versucht zu ändern, desto mehr klammern gerade die Kinder. Das abzustellen ist aber oft gar nicht möglich - eben, weil es uns ja so nervt/erschöpft.

Am besten schlief unser Kleiner - weil es uns da einfach egal war, wann und wo er schläft. Er schlief bis er zwei Jahre alt war meist bei uns im Wohnzimmer ein. Bis er drei Jahre alt war auch noch oft.

Wie viel feste Mamazeit hat sie denn? Läßt sich zwar uch nicht ändern, Du mußt ja arbeiten -aber kann das ein Grund sein? Sie ist ja auch schon lange im Kindergarten. Vielleicht ist das ihre ARt, ihren Wunsch nach mehr Zeit mit Dir auszudrücken? AUch wenn Du daran nichts ändern kannst, hilft vielleich die "Einsicht" in ihre Beweggründe.

Ein größeres Bett könnte auch aus meiner Sicht schon Entspannung bringen - wir schlafen zu dritt auf 2,70 m, weniger möchte ich nicht haben. Das wäre mir zu eng.

Und noch etwas: es wird sich ändern, auf jeden Fall. AUch wenn man, wenn man mitten drin steckt, das kaum glauben kann.
Misurina
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Re: Soll ich ausziehen?

Beitrag von Misurina »

Oje, ich kann Dir nicht wirklich etwas raten, denn bei uns ist es nicht viel besser.
Mit Papa einschlafen? Nichts zu machen!
Nachts wach werden und Mama muss kurz aufs Klo? Gebrüll.

Aber ich habe - ähnlich wie Sandküste- festgestellt, je genervter ich bin, desto schlimmer wird es. Sie spürt das dann wohl und klammert noch mehr.
Auf der anderen Seite finde ich es wirklich schwer, wenn man keinen ruhigen Abend hat und immer zu wenig Schlaf, nicht genervt zu sein. Ist ja irgendwie legitim, nach so langer Zeit. Aber hilft eben leider nicht weiter.

Ich habe schon öfter gehört, dass ein eigenes Bett mit toller Verschönerung, z.B. gebastelter Sternenhimmel darüber oder ähnliches, was bringen. Einen Versuch ist es ja wert. Und ich guck dann, wenn es bei Euch geholfen hat, ob wir das auch irgendwann versuchen.

Bis dahin wünsch ich Dir Kraft und wenigstens ein bisschen mehr Schlaf.
Misurina mit Winterkind 2009 und Frühlingsmädchen 2012
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