Stanzbiopsie und Stillen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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noran
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Stanzbiopsie und Stillen?

Beitrag von noran »

Hallo,
ich hatte ja neulich mal nachgefragt, ob dieser Knoten in meiner Brust ein Milchstau sein könnte. Es stellte sich heraus: Es ist kein Milchstau sondern höchstwahrscheinlich ein gutartiges Fibroadenom. Es bleibt aber leider diese kleine Restwahrscheinlichkeit, dass es nicht gutartig ist, weshalb meine Ärztin eine Stanzbiopsie vorschlug. Sie fragte noch, wann ich abstillen wolle. Haha, die Kleine ist 8 Monate alt und wird voll gestillt, weil sie keinen Bock auf Essen hat. Abstillen ist definitiv nicht in Sicht.

Hm, mir wird gerade klar, dass ich hier um medizinischen Rat bitte, obwohl ich das gar nicht tun wollte. Was ich wissen möchte ist: Hat jemand Erfahrung mit so einer Biopsie in der Stillzeit? Beeinträchtigt sowas das Stillen in irgendeiner Weise? Ich brauche keinerlei Entscheidungshilfe, ob ich das machen lasse, es stellt sich lediglich die Frage, ob ich noch ein paar Monate abwarte. Vielleicht kennt sich ja jemand aus. Danke.
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jusl
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Re: Stanzbiopsie und Stillen?

Beitrag von jusl »

Hallo noran,

eine Biopsie kann grundsätzlich auch in der Stillzeit durchgeführt werden. Hierzu muss weder abgestillt noch während oder nach der OP auf Schmerzmedikation verzichtet werden. Entsprechend musst Du mit dieser Untersuchung nicht unnötig warten.

Es empfielt sich, wenn möglich, ein möglichst großer Abstand zum Warzenvorhof (meist kann sich der Operateur den Stanzwinkel in einem gewissen Maß aussuchen). So kann und sollte ohne Stillpause auch an der operierten Seite weitergestillt werden. Es kann sein, dass danach aus der OP-Wunde beim Stillen etwas Milch austritt, dies ist jedoch nicht schlimm und beeinträchtigt oder gefährdet die Heilung nicht.
Muss die OP-Narbe unbedingt auf dem Warzenhof plaziert werden, kann auch erwogen werden, vor dem Eingriff nur die betroffene Seite abzustillen.

LG und alles Gute für die OP,
Julia
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klimaforscherin
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Re: Stanzbiopsie und Stillen?

Beitrag von klimaforscherin »

Hallo Nora,
Teazer hatte mal eine Brust-OP, allerdings keine Biopsie. Vielleicht schickst du ihr ne PN?
Alles Gute für die OP!
Grüße
klimaforscherin
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noran
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Re: Stanzbiopsie und Stillen?

Beitrag von noran »

Danke euch!
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Sylka
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Re: Stanzbiopsie und Stillen?

Beitrag von Sylka »

jusl hat geschrieben: Es kann sein, dass danach aus der OP-Wunde beim Stillen etwas Milch austritt, dies ist jedoch nicht schlimm und beeinträchtigt oder gefährdet die Heilung nicht.
Nunja, beim mir ist die Milch vermischt mit Blut aus der Wunde rausgespritzt, mit ETWAS Milch hatte das nichts mehr zu tun. Hätte ich vorher gewusst, dass mein Fibroadenom nach der Stanzbiopsie quasi explodiert, hätte ich das niemals machen lassen sondern mit allen Mitteln nach Alternativen gesucht.
Liebe Grüße von Sylvia mit Sohn (02/07) und Tochter (06/10) und nochmal Sohn (08/13)
jusl
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Re: Stanzbiopsie und Stillen?

Beitrag von jusl »

Ich glaube Dir, dass das erschreckend war. Die Menge der Milch hängt sicherlich von Größe und Verlauf der Wunde ab, also praktisch wie viele Milchgänge geöffnet wurden. Dennoch ist in aller Regel nur ein kleiner Teil der gesamten Brust betroffen, d.h. normalerweise sind nur wenige Milliliter zu erwarten. Das sieht u.U nach einer größeren Menge aus, als es tatsächlich ist.

LG;
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Re: Stanzbiopsie und Stillen?

Beitrag von la-mo »

Ich bin kein Arzt, kann aber dennoch sagen, das es meist kein Problem ist. Ich hatte eine größere OP als mein Keks 9 Wochen alt war (Mamma-Abszess) danach ist die Milch auch aus den beiden 3cm-großen Löchern geschossen. Ich musste 4 Wochen lang immer handtücher beim Stillen dabei haben. Nervig aber nicht schilmm.
Ein Fibroadenom wurde kürzlich bei mir auch attestiert. Ich war bei meheren Ärzten (u.a. ein Brustspezialist) und werde erstmal nicht stanzen lassen, da es schon ungemein wahrscheinlich ist, dass es gutartig ist. Einer dieser Ärzte wollte auch, dass ich vor einer Biopsie abstille. Aufgrung meiner ersten OP wusste ich aber, dass das Quatsch ist (was mir auch andere Ärzte bestätigt haben)

Ich wünsche dir alles Gute!! Vielleicht berichtest du nochmal, wie es lief?
★ Liebe Grüße, Mo mit Steinzeitkind 08/09, Milcherzeuger 05/13 und Mini-Mädchen 02/17 ★

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Re: Stanzbiopsie und Stillen?

Beitrag von Miracleine »

Ich bin sozusagen leidvolle Spezialistin bei Fibroadenomen. :? Zum Glück ist mir eine Stanzbiopsie in der Stillzeit erspärt geblieben. Meine Ärzte sind immer der Meinung, wenn man das engmaschig kontrolliert und es nicht auffällig ist, braucht man da nicht zu besorgt zu sein. Wenn ich alle Fibroadenome stanzen lassen würde, wäre meine Brust alleerdings auch sehr vernarbt.

Da jede Brust und jedes Fibroadenom anders ist, kann das alles bei Dir natürlich auch ganz anders sein. Ich würde mir vielleicht nochmal einen Spezialisten suchen, wenn es sowas bei Dir in der Nähe sind. Denn ich habe schon deutliche Unterschiede zwischen einem "normalen" Radiologen und FA und einem spezialisierten Radiologen erfahren dürfen. Vielleicht kann auch bei Dir eine zweite Meinungg nicht schaden...

Viel Erfolg!
A. mit Mini-Mann 04/09 und Zaubermaus 08/11
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