Hi,
prinzesschenmama hat geschrieben:
Ist das normal, dass er sich so garnicht ablegen lassen will? Ich find das schon sehr, sehr anstrengend, vor allem weil er keinerlei Tendenz zeigt, dass sich das ändern könnte in der nächsten zeit.
Wie geht Ihr damit um, wenn Eure Kinder auch so sind? Ihr geht doch nicht im ernst jeden Abend mit um spätestens 8 ins bett oder?
mein Sohn war/ist auch so. Der hat die ersten 4 Monate NUR auf einem von uns geschlafen. Nachts lag er bäuchlings auf meinem oder meines Mannes Bauch und wir hatten Rückenschmerzen ohne Ende vom verkrampften Liegen. Aber nebendran legen oder sonstwie legen ging absolut gar nicht. Auch tagsüber: Nur Körperkontakt.
Mit 4 Monaten liess er sich dann wenigstens mal 1-2 h abends in seinem Bett ablegen (vorher hatten wir ihn mit im Wohnzimmer, aber da konnte er dann plötzlich nicht mehr so richtig zur Ruhe kommen wenn wir redeten/TV guckten) nach dem Einschlafen, danach wieder Dauerkuscheln. So kamen wir zum Familienbett, was ich mir vorher aus Angst vor SIDS und überhitzen usw. gar nicht vorstellen konnte. Es ging einfach nicht anders, das erste halbe Jahr war die Hölle bis wir uns mit den Schlafgewohnheiten unseres Sohnes anfreunden konnten.
Lesen/Surfen ging in dieser Liegeposition natürlich nicht, das Kind wollte ja auch auf dem Bauch festgehalten werden damit es nicht runterkullert (und wenn man die Hände wegnahm wurde er unruhig).
Und auch heute noch: Körperkontakt. Ständig wird man beklettert oder sonstwie beschmust (was ja auch sehr schön ist, aber wenn man sich beim Frühstück den Kaffee überkippt weil er sich hinten auf den Stuhl draufquetscht und sich an den Rücken drückt und schmust ists grad nicht lustig) und abends Einschlafbegleitung mit...Körperkontakt. Im Arm liegen hauptsächlich (wobei es auch anders geht, wenn ich z.B. allein mit beiden bin, aber mein Mann mag das Kuschelritual (meistens zumindest)). Es muß absolut dunkel sein, sonst kommt er nicht zur Ruhe beim Einschlafen und wenns mal doof läuft liegt mein Mann da auch 2h rum. Meist schläft er aber schneller als das Kind und der Abend ist dann für ihn gelaufen (ist auch nicht immer ok für ihn oder mich, legt sich aber meistens irgendwann wieder).
Nachts kommt er dann hoch und meint dann schon am Treppenabsatz: "Papa, Mama, endlich kann ich euch wieder kuscheln." Und schläft dann tatsächlich eng an meinen Mann gepresst, meist in seinem Arm (meine Tochter klebt förmlich an mir nachts, da kommt er nur selten zu mir rüber).
Euer Sohn ist wahrscheinlich einfach sehr nähebedürftig. Das ist mitunter sehr anstrengend und geht auch mal an die Nerven. Akzeptiert er auch den Papa zum Schlaf-Kuscheln oder nur dich? Wir haben uns da immer abgewechselt, weil man da echt sauer wird irgendwann wenn man so gar kein eigenes "Leben" mehr zu haben scheint und schon am frühen Abend ins Bett geknechtet wird. Es wurde irgendwann dann ein wenig besser, aber ganz aufgehört hat es nie wie du siehst. Allerdings hilft es ungemein, wenn man sich einfach damit abfindet und versucht es gelassen zu sehen. Je mehr man sich darüber ärgert bzw. drüber grübelt was man denn jetzt statt dessen machen könnte, desto schlimmer fühlt es sich an und desto länger dauert das einschlafen auch (und desto unruhiger schläft das Kind), so meine Erfahrung. Ist nicht einfach, gelingt mir/meinem Mann auch heute nicht immer. Aber wenn es dann wieder klappt, dann erscheint alles nicht mehr so fürchterlich und es scheint allen Beteiligten besser zu gehen. Versuch es sooft wie möglich zu geniessen (ich weiß, geht nicht immer). Sie werden so schnell groß und dann wollen sie gar nicht mehr so gekuschelt werden...viel zu uncool.
Ich schick dir 'ne Portion Nerven und Gelassenheit!
