Abstillen mit 27 Monaten

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babygirl08
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Abstillen mit 27 Monaten

Beitrag von babygirl08 »

Hallo!
Ich habe heute mal eine Frage bezüglich des Abstillens und hoffe hier den ein oder anderen guten Ratschlag zu bekommen.

Ich habe meine Tochter (27 Monate) gerne und lange gestillt. Wir hatten einen Traumstart und nie Problem, wofür ich sehr dankbar bin. Aber ich finde es ist langsam an der Zeit abzustillen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch, dass ich wieder schwanger bin (4. Monat) und das Tandemstillen eigentlich vermeiden möchte. Zudem ist es in dem Land, in dem ich lebe, üblich nach der Geburt 6 Tage im Krankenhaus zu bleiben. Das bedeutet ich könnte meine Tochter in der Zeit sowieso (so gut wie) garnicht stillen. Was für sie sicherlich auch eine Qual bedeuten würde, wenn die Brust so abrupt entzogen wird. Das möchte ich nicht. Ich würde gerne langsam und sanft abstillen.

Das "Problem" ist, dass sie noch unheimlich gerne stillt und von alleine garnicht aufhören würde. Ich weiss das und habe bisher immer wieder nachgegeben. Doch langsam muss ich sicherlich mal konsequenter sein. Ich denke in dem frühen Stadium der Schwangerschaft ist das Abstillen für mich noch leichter und ich hoffe einfach darauf, dass meine Tochter das Abstillen dann nicht auf das Geschwisterchen projiziert. Momentan stille ich sie noch vor und nach dem Mittagsschlaf sowie Abends vor dem Einschlafen und Nachts wenn sie wach wird. Am schwierigsten wird das Abstillen sicherlich Abends/Nachts sein. Wirklich viel trinken ist es ja nicht mehr. Ehr Nuckeln und eben der Körperkontakt. Sie schläft auch im Familienbett neben mir, was wir nicht aufgeben wollen.

Nun meine Fragen:
Hat jemand Erfahrung mit dem Abstillen in dem Alter?
Welche Still"mahlzeit" sollte ich als erstes weglassen (Mittags/Abends/Nachts)?
Sollte ich ihr stattdessen Wasser oder Tee anbieten?
Was ist sonst noch wichtiges zu beachten?

Ich würde mich sehr über Tipps und Erfahrungsberichte von euch freuen.
Viele Grüße,
babygirl08
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finn
alter SuT-Hase
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Re: Abstillen mit 27 Monaten

Beitrag von finn »

babygirl08 hat geschrieben:Zudem ist es in dem Land, in dem ich lebe, üblich nach der Geburt 6 Tage im Krankenhaus zu bleiben. Das bedeutet ich könnte meine Tochter in der Zeit sowieso (so gut wie) garnicht stillen. Was für sie sicherlich auch eine Qual bedeuten würde, wenn die Brust so abrupt entzogen wird. Das möchte ich nicht. Ich würde gerne langsam und sanft abstillen


babygirl08
Mir ist das beim Lesen gerade ins Auge gestochen und ich wollte kurz dazu sagen, dass das bei uns so nicht der Fall war: ich habe eigentlich die ganze Schwangerschaft weitergestillt, mein Sohn war als der Kleine geboren wurde 31 Monate alt. Ich war mit dem Kleinen 9 Tage im Krankenhaus, der Große wollte die ganze Zeit, wenn er mich dort besucht hat, nicht stillen und hat es auch nicht vermisst! Als ich wieder daheim war hat er ganz normal weiter gestillt (naja, fast normal, ein bisschen mehr als vorher - aber das lag nicht an der Stillpause, sondern am kleinen Bruder, mit dem er immer zusammen stillen wollte). Es war also keine Qual für ihn. Ich hab ihm übrigens angeboten im Krankenhaus zu stillen,wenn er mich besucht hat, das wollte er aber gar nicht, da gab es viel spannenderes. Soweit mal meine Erfahrung.

Und zu Deinen anderen Fragen kann ich gar nicht viel sagen. Ein bisschen bezweifel ich ja, dass sanftes Abstillen, also so, dass das Kind gar nicht traurig ist oder so, kaum möglich ist - wenn es nicht absolut vom Kind ausgeht. Zumindest hab ich das noch nie gehört.
ich habe dann nach 3 Monaten Tandemstillen recht abrupt abgestillt, das war auch nicht so, wie ich es wollte.... aber für meinen Sohn war es dann doch in Ordnung, ich glaub er hat gemerkt, dass ich es wirklich wollte so.
Von daher mein Tipp, überleg Dir einfach, wie Du es haben willst, also wenn es Dir nachts am nervigsten ist, dann still nachts ab...
jetzt hab ich nochmal gelesen, wann ihr überhaupt noch stillt, ich würde wahrscheinlich erst mal das Stillen nach dem Schlafen weg lassen und mir dann eine andere Einschlafbegleitung überlegen.

Hm, weiß nicht, ob Dir mein Geschreibsel was hilft, auf jeden Fall wollte ich sagen, dass es keine Qual fürs Kind sein muss, wenn es mal eine längere Zeit nicht stillen kann. Das Kind spürt ja auch die Ausnahmesituation, wenn ein Geschwisterchen geboren wird. Und mein Großer war immer sehr verständnisvoll, was den Kleinen betrifft.

Nochwas: ich hab ja nach 3 Monaten tandemstillen abgestillt, mein Großer hat das NIE auf den kleinen projiziert, das war immer eine Sache zwischen ihm und mir.
Und ich fands in der Schwangerschaft immer so toll, noch zu stillen, so hatte ich zwischendurch öfter mal ne Pause, wenn er stillte. Aber ich glaube, mein Sohn hat da auch noch recht oft gestillt.
So, muss Frühstück machen.
Liebe Grüße von mir mit den Jungs (12/06 und 10/09)
Tia
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Abstillen mit 27 Monaten

Beitrag von Tia »

Bei uns war es genau das Selbe vor nicht allzu langer Zeit :wink: Meine Tochter ist jetzt 26 Monate, ich im 5. Monat und wir sind quasi mittendrin beim Abstillen. Es fing so an dass es seit der Schwangerschaft auch "nur noch" ein Nuckeln war, die Milch ging rapide zurück und es wurde für mich auch zunehmend ein wenig unangenehm muss ich gestehn. Und ich bin glaub ich auch nicht so ganz der Typ fürs Tandemstillen :oops: Grade auch das Einschlafstillen hatte ich mir dann vorgenommen, sie Schritt für Schritt von zu entwöhnen, weil ich nicht zwei Kinder in den Schlaf stillen möchte. Ich muss sagen ich war und bin immer noch sehr überrascht dass es so gut klappt, ich habs mir schwieriger vorgestellt :lol: Vom Einschlafstillen sind wir nun ganz weg und sie hat tatsächlich nicht darunter gelitten, worüber ich natürlich sehr froh bin. Für mich war auch klar dass ich sie nicht nach der Brust schreien lassen würde können. Nachts hat sie zwar die erste Zeit ab und zu mal kurz gemeckert wenn ich ihr gesagt habe dass der Busen jetzt auch schläft, aber ich hab dann immer gespürt wann es angebracht war mal nachzugeben und wann ich es ihr durchaus "zumuten" konnte. Das waren dann nur einmalige Meckerer und dann hat sie weiter geschlafen indem ich ihr was anderes angeboten habe, wie z.B. sie ein bißchen zu kraulen. Lustigerweise fragt sie nur noch tagsüber öfter mal nach dem Stillen. Nachts gar nicht mehr. Tagsüber handhabe ich es mal so mal so. Mal ja, und mal lenk ich sie ab, dann wird gespielt oder ich sag ihr eben auch dass die Brust grad müde ist. Gibt nie einen Protest, ist für sie ok. Abends lass ich sie vorm Zubettgehen ein bißchen Nuckeln, lese dabei ein Buch vor und dann schläft sie ohne Brust ein. Es ist also schon machbar ohne dass das Kind wirklich drunter leidet :wink:
Vielleicht fällt mir noch was ein, aber das waren jetzt so die Wesentlichen Sachen, wie es bei uns geklappt hat.
schokoliebe
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Re: Abstillen mit 27 Monaten

Beitrag von schokoliebe »

Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

Ich habe meinen Sohn abgestillt da war er 25 Monate und ich war so in der 36. Woche schwanger.
Zunächst hatte ich lange darauf gehofft dass er sich im Lauf der Schwangerschaft selbst abstillt, aber das war leider nicht der Fall obwohl so ab der 20. Woche keine Milch mehr kam. Er hat trotzdem gerne genuckelt und auch das stundenlange Einschlafstillen wollte er nicht aufgeben.
Also habe ich zunächst das Stillen tagsüber weggelassen, habe ihm gesagt dass wir nur noch im Bett stillen.
Nach 1-2 Tagen Protest hatte er das akzeptiert.
Ein paar Tage später habe ich ihm gesagt dass er nun groß genug ist und die Brust nicht mehr braucht.
Abends wollte er natürlich nuckeln und hat geweint als ich ihn nicht gelassen habe. Alternativ habe ich ihm dann einen Schnuller angeboten, den er bis dahin nicht genommen hatte. Den wollte er dann, und er hat für ein paar wenige Tage zum Einschlafen den Schnuller gebraucht. Dann hat er ihn einfach wieder weggelassen.
Und eine Wasserflasche stand auch immer bereit, aus der nimmt er heute noch einen Schluck vor dem Einschlafen.
Insgesamt ging es viel unproblematischer als ich gedacht hatte.

Nur, als sein Schwesterchen da war, hat er plötzlich wieder stillen wollen. Und er konnte zu meiner Überraschung auch noch bei mir trinken. Hab ihn eine Woche lang gelassen, dann nicht mehr weil er sonst nichts mehr essen und trinken wollte- das gab schon wieder Protest, aber auch nur für 2 Tage.
Er nimmt es der Kleinen aber nie übel dass sie gestillt wird und er nicht. Zu ihr ist er immer sehr lieb und sanft.

Alles Gute!
Schokoliebe
Söhnchen 10/2008
Töchterchen 12/2010
Solenne
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Re: Abstillen mit 27 Monaten

Beitrag von Solenne »

Hallo,
ich bin gerade in einer ähnlichen Situation, mein Sohn ist 25 Monate alt, stillt (im wesentlichen) mittags und abends zum Einschlafen und wenn er nach 7-9 Stunden Schlaf aufwacht, und ich bin in der 17. Woche schwanger.
Ich habe auch viel überlegt, wie das wird, wenn dann zwei Kinder da sind, die abends zum Einschlafen, nachts und morgens gestillt werden wollen. Was mache ich, wenn beide gleichzeitig wollen? im Sitzen auf der Couch geht das ja, im Liegen wohl auch, aber auch wenn beide dann dabei einschlafen sollen/wollen??
Jetzt war es gestern Abend auf einmal ganz anders. Mein Mann hat lange gearbeitet, eigentlich dachte ich, er kommt erst nach Hause, wenn unser schläft, deshalb habe ich es auch so erzählt. Dann war er aber doch schon da, als ich geraade dabei war, unseren Sohn umzuziehen. Wir haben dann zusammen im Bett ein paar Bücher angesehen (normalerweise lesen wir nur eins, aber sein Papa war ja gerade erst wieder da, also haben wir den Teil etwas gestreckt :wink: ). Danach sagen wir im normalerweise beide gute Ncht, mein Mann geht ins Wohnzimmer, ich stille unseren Sohn, er dreht sich irgendwann weg und schläft ein (nach 30-45 Minuten). Gestern wollte er dann, dass sein Vater da bleibt und ihm ein Schlaflied vorsingt (immer und immer wieder :wink: ). Er hat sich zwar immer mal wieder an mich gekuschelt, aber stillen wollte er nicht. Das erste Mal in seinem Leben wollte er abends nicht gestillt werden. Er hat dann 9 Stunden geschlafen, wollte nach dem aufwachen kurz beide Seiten (deutlich kürzer als sonst) und ist dann aufgestanden und spielen gegangen. Ich bin echt gespannt, wie das weitergeht.. Wäre ja praktisch, wenn er sich jetzt tatsächlich so langsam von alleine abstillt. Ich habe bloss so gar nicht damit gerechnet.
Meine Schwester hat ihre Kinder so ewig gestillt und meinte, sie hätte den Eindruck gehabt, von alleine hätten sie nie augehört. (Die erste Tochter hat sie nicht mehr gestillt, als das dritte Kind da war, da war sie 5, beim zweiten weiss ich gar nciht, wie lange sie ihn gestillt hat, den dritten hat sie abgestillt, als sie wegen Lungenentzündung starke Aantibiotika nehmen musste als er 3einhalb war - zu dem Zeitpunkt hatte sie über 8 Jahre am Stück gestillt, ein bis zwei Kinder). Nicht dass das mein Plan gewesen wäre, aber in bisschen war ich jetzt schon drauf eingestellt.. :wink:
Aber vermutlich bin ich gerade viel zu voreilig, erstmal abwarten, was passiert..
Mama vom Großen [12/08], der Mittleren [07/11] und der Kleinen [04/14]..
babygirl08
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Re: Abstillen mit 27 Monaten

Beitrag von babygirl08 »

Vielen herzlichen Dank für eure Antworten!

Ich weiß, dass es sicher nicht einfach wird solange sie nicht von alleine abstillen will. Aber ich glaube einfach, dass Tandemstillen nichts für mich ist. Daher habe ich diesen Entschluss getroffen. Ich bin froh, dass es bei einigen doch (trotz aller Bedenken) gut geklappt hat und hoffe, dass es bei uns auch so ist.

Ich habe nun angefangen und das Stillen vor dem Mittagsschlaf weggelassen. Nach kurzem Protest, ist sie dann an mich gekuschelt eingeschlafen. Ein erster Scritt von vielen, aber immerhin ein Anfang. :wink:

Vielen Dank nochmal und herzliche Grüße,
babygirl08
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