Wie mit dem Stillen weitermachen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Erdnuckel2009
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Wie mit dem Stillen weitermachen

Beitrag von Erdnuckel2009 »

Hallo zusammen,

ich könnte einmal ein paar Anregungen/Ratschläge/Erfahrungsberichte, wie es bei uns mit dem Stillen weitergehen könnte.

Töchterchen ist mittlerweile 15 Monate alt und wird momemtan wieder recht viel gestillt. Sowohl tagsüber als auch nachts. An Abstillen denke ich auch noch lange nicht, aber ich bin nun an einem Punkt angelangt, an dem ich einfach keine Lust mehr habe, wirklich immer und überall zu stillen.

Ende letzten Jahres waren wir eigentlich soweit, dass wir nur noch zu Hause gestillt haben. Und das auch eigetlich nur abends zum Einschlafen, Nachts und ggfls. wenn ich von der Arbeit gekommen bin. Wenn sie zwischendurch mal Stillen wollte, durfte sie es auch gerne hin und wieder, sie hat aber auch immer ganz gut ein "nein" oder ein "später" akzeptiert. Dann ist meine Tochter krank geworden, mit hohem Fieber und Verweigerung fester Nahrung und Flüssigkeit, so dass ich sie dann ein paar Tage wieder voll gestillt habe. Und ich bin heilfroh gewesen, dass ich diese Möglichkeit noch hatte.

Tja, und seitdem will meine Tochter wieder ständig stillen. Seit Anfang des Jahres ist sie ja nun auch bei der Tagesmutter und hat in der restlichen Zeit dann verständlicherweise auch erstmal ein verstärktes Bedürfnis nach Nähe/Geborgenheit/Sicherheit. Das will ich ihr ja auch so gut es geht geben. Aber ich bin wie gesagt nicht mehr bereit, immer und überall und vor allem sofort zu stillen. :oops: Wenn ich ihr jetzt "Nein" oder "Später" sage, fängt sie herzzerreißend an zu weinen und zeigt richtig panisch und hektisch das Babyzeichen für Milch.

Ich weiß einfach nicht, wie ich wieder zu der Situation komme, wie wir sie Ende letzten Jahres ja schon hatten. Vor allem, ist es vielleicht besser, tagsüber fürs Stillen dann wirklich feste Regeln einzuführen? Wobei ich da schon vor dem Problem stehe, da die Tage bei uns nicht jeden Tag gleich ablaufen. 3 Tage in der Woche bin ich arbeiten, bringe sie um 7 Uhr zur Tagesmutter und und komme abends auch erst gegen 19 Uhr nach Hause. Alle drei Wochen, wenn mein Mann Spätschicht hat, bin ich dann halt morgens schon weg, wenn die Kleine aufsteht und bin dann abends aber halt früher da.

Wenn ich nicht da bin, hat sie kein Problem damit ohne Stillen auszukommen. Aber bin ich dann da, will sie mich quasi nicht mehr aus den Augen lassen. Manchmal nuckelt sie nur ganz kurz. Als ob sie sich vergewissern will, dass sie immer noch Stillen darf. Und wenn sie es halt nicht gleich und sofort auf der Stelle darf gibt es großes Gebrüll. So zum Beispiel auch schon in der vollbesetzten Straßenbahn, in der ich mangels Platz dann aber auch gar keine Möglichkeit zum Stillen hatte. Ich frag mich halt vor allem auch, ob es sinnvoller wäre, tagsüber ganz abzustillen (weil sie ja durchaus auch ohne auskommt)? Aber eigentlich will ich das ja auch nicht. Und irgendwie finde ich es dann auch blöd, es ihr verwähren zu müssen, wenn ich doch eigentlich kein Problem damit habe.

Hm, versteht man ein wenig was ich geschrieben habe? Würde mich über ein paar Antworten freuen. Vielleicht, welche Art von "Regeln" ihr eingeführt habt, wann und wo ihr stillt.

Lieben Dank,
Erdnuckel
Liebe Grüße vom Erdnuckel mit der großen Prinzessin 10/2009 und der kleinen Kämpferin 12/2014
Solenne
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Re: Wie mit dem Stillen weitermachen

Beitrag von Solenne »

Ich weiss nicht, ob ich dir helfen kann, einen wirklich Tipp habe ich nicht, weil ich nie in der Situation war, dass mein Sohn so heftig reagiert hat, wenn er mal nicht gleich Stillen durfte.
Ich habe zuerst aufgehört, ihn unterwegs zu stillen (ausser im Stillcafé). Er hat das aber auch nicht wirklich eingefordert. Wenn er im Bus mal stillen wollte, habe ich gesagt: "das machen wir zu Hause auf dem Stuhl, ok?" Das hat er normalerweise sofort akzeptiert, oder er liess sich schnell auf andere Gedanken bringen, wenn ich ihm etwas anderes erzählt habe.
Dann habe ich aufgehört, ihn bei der Familie meines Mannes zu stillen, oder bei uns zu hause wenn wir Besuch hatten. Bzw. ich habe gesagt, ok, das können wir machen, aber nicht hier, dann gehen wir rüber ins andere Zimmer. Und dann waren die anderen Leute meistens doch spannender und er wollte lieber doch nicht.
Ausserdem frage ich ihn oft, wenn er stillen möchte, ob er etwas zu trinken haben möchte oder etwas zu essen (mit entsprechenden Vorschlägen). Oft findet er die Idee gut, wenn er wirklich stillen will, darf er.
Mein Sohn ist aber zum einen älter (jetzt 25 Monate), ich erinnere mich leider nicht, wann genau ich mit den einzelnen Sachen aufgehört habe. Zum anderen arbeite ich nicht, sondern bin meistens da.
Ich glaube, dass du damit recht hast, dass sie sich auch viel rückversichern will, dass du noch da bist, und dass sie häufig eher Nähe und Geborgenheit sucht, als dass es um die Mahlzeit geht.
Wenn du sagst, du bist nicht mehr bereit, sie "immer und überall und vor allem sofort zu stillen", wie genau meinst du das? Also: in welchen Situationen möchtest du sie nicht mehr stillen? Vielleicht gibt es ja andere Möglichkeiten, wie du ihr dann Nähe geben kannst? Mir fällt es gerade schwer, Tipps zu geben, ohne dass ich weiss, um was für Situationen es geht.
Mama vom Großen [12/08], der Mittleren [07/11] und der Kleinen [04/14]..
Alja
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Re: Wie mit dem Stillen weitermachen

Beitrag von Alja »

Wir haben nie irgendwelche Regeln eingeführt, wenn er stillen wollte durfte er stillen, notfalls auf der Bank in der Stadt.
Nur noch zuhause gestillt haben wir erst als er groß genug war das zu akzeptieren, da war er so etwa 2-2,5 .
WWenn er dich wiedersieht hat er natürlich das Bedürfnis nachzuholen was ihm gefehlt hat, das solltest du ihm keinesfalls verweigern.
lg
"Durch Strukturen, wie Schulpflicht und Noten, sind die Grunderfahrungen, die die Kinder der heutigen Zeit machen, Unfreiheit (ich muss zu Schule), Unmündigkeit (ich werde von anderen beurteilt), Ohnmacht (ich kann nichts an der Struktur ändern) und Einsamkeit (ich muss mich alleine gegen andere durchsetzten). Das Schulsystem, das eingeführt wurde, um den Menschen ein Mindestmaß an Bildung zukommen zu lassen, ist einer der wesentlichen Gründe dafür, dass die vielen heutigen Probleme und Herausforderungen, mit denen sich die Menschheit konfrontiert sieht, nicht gelöst werden."
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Alja
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Re: Wie mit dem Stillen weitermachen

Beitrag von Alja »

sorry meinte natürlich "sie" hab hier ein kind aufm schoss das tatsächlich 1/s rufen kann : biste jetzt fertig? und jetzt? ;-)
Erdnuckel2009
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Re: Wie mit dem Stillen weitermachen

Beitrag von Erdnuckel2009 »

Solenne hat geschrieben:Ich weiss nicht, ob ich dir helfen kann, einen wirklich Tipp habe ich nicht, weil ich nie in der Situation war, dass mein Sohn so heftig reagiert hat, wenn er mal nicht gleich Stillen durfte.
Ich habe zuerst aufgehört, ihn unterwegs zu stillen (ausser im Stillcafé). Er hat das aber auch nicht wirklich eingefordert. Wenn er im Bus mal stillen wollte, habe ich gesagt: "das machen wir zu Hause auf dem Stuhl, ok?" Das hat er normalerweise sofort akzeptiert, oder er liess sich schnell auf andere Gedanken bringen, wenn ich ihm etwas anderes erzählt habe.
Dann habe ich aufgehört, ihn bei der Familie meines Mannes zu stillen, oder bei uns zu hause wenn wir Besuch hatten. Bzw. ich habe gesagt, ok, das können wir machen, aber nicht hier, dann gehen wir rüber ins andere Zimmer. Und dann waren die anderen Leute meistens doch spannender und er wollte lieber doch nicht.
Ausserdem frage ich ihn oft, wenn er stillen möchte, ob er etwas zu trinken haben möchte oder etwas zu essen (mit entsprechenden Vorschlägen). Oft findet er die Idee gut, wenn er wirklich stillen will, darf er.
Mein Sohn ist aber zum einen älter (jetzt 25 Monate), ich erinnere mich leider nicht, wann genau ich mit den einzelnen Sachen aufgehört habe. Zum anderen arbeite ich nicht, sondern bin meistens da.
Ich glaube, dass du damit recht hast, dass sie sich auch viel rückversichern will, dass du noch da bist, und dass sie häufig eher Nähe und Geborgenheit sucht, als dass es um die Mahlzeit geht.
Wenn du sagst, du bist nicht mehr bereit, sie "immer und überall und vor allem sofort zu stillen", wie genau meinst du das? Also: in welchen Situationen möchtest du sie nicht mehr stillen? Vielleicht gibt es ja andere Möglichkeiten, wie du ihr dann Nähe geben kannst? Mir fällt es gerade schwer, Tipps zu geben, ohne dass ich weiss, um was für Situationen es geht.
Danke schonmal. Du hast mir auf jeden Fall schon einige Anregungen geliefert, wie man vielleicht schrittweise vorgehen kann, in konkreten SItuationen halt nicht mehr zu Stillen. Tja, um welche Situationen geht es. Zum Beispiel die Situation in der Straßenbahn. Da konnte ich mangels Sitzplatz dann auch einfach nicht stillen. Und sie hat losgebrüllt ohne Ende. In den Arm nehmen wollte sie auch nicht wirklich. Sie wollte sich von mir wegdrücken, hat sich durchgestreckt und nach hinten geworfen.

Und so geht es jedes Mal, wenn ich zum Stillen "Nein" oder "später" sage. Weiteres Beispiel: wir sind einkaufen und ich will sie nach dem Einkaufen ins Auto setzen. Wieder Gebrüll ohne Ende. Auch bei der Tagesmutter fängt sie an zu Brüllen, wenn ich sie abhole und nicht sofort stille. Gerade da will ich es aber eigentlich nicht machen.

Gestern Abend sind wir von der Tagesmutter nach Hause gekommen (wo ich sie übrigens sofort lange und ausgiebig gestillt habe) und kaum im Haus hat sie wieder das Babyzeichen für Milch gezeigt,

Ich will halt generell meine Tätigkeiten (Putzen, Kochen, Essen, Telefonieren) nicht mehr immer sofort unterbrechen. Das klingt jetzt wahrscheinlich total egoistisch. Aber so langsam macht es mich exht aggresssiv, wenn ich dann immer mitten in einer Tätigkeit aus der Arbeit gerissen werde. Ich werde mir wohl mal eine Liste machen mit konkreten Situtionen, in denen ich nicht mehr stillen will und dann schauen, was ich in den konkreten Situationen vielleicht anders machen kann.
Liebe Grüße vom Erdnuckel mit der großen Prinzessin 10/2009 und der kleinen Kämpferin 12/2014
Erdnuckel2009
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Re: Wie mit dem Stillen weitermachen

Beitrag von Erdnuckel2009 »

Alja hat geschrieben:Wir haben nie irgendwelche Regeln eingeführt, wenn er stillen wollte durfte er stillen, notfalls auf der Bank in der Stadt.
Nur noch zuhause gestillt haben wir erst als er groß genug war das zu akzeptieren, da war er so etwa 2-2,5 .
WWenn er dich wiedersieht hat er natürlich das Bedürfnis nachzuholen was ihm gefehlt hat, das solltest du ihm keinesfalls verweigern.
lg
Ich will es ihr ja nicht grundsätzlich verweigern. :( Ich will nur nicht immer alles sofort stehen und liegen lassen müssen, wenn Madam gerne Stillen will. Und das kann halt durchaus auch mal alle 30 Minuten sein. Und zum Beispiel bei Fremden Personen will ich sie eigentlich nicht mehr stillen. Nicht, weil ich mich schäme oder weil es mir grundsätzlich unangenehm ist. Aber sie ist halt nun mal nicht mehr so ruhig und auch nicht mehr so leicht, dass man ohne Probleme überall vernünftig stillen kann. Zudem lässt sie sich dann auch immer schnell Ablenken, so dass es sich ewig in die LÄnge zieht.

Ich stille sie ja gerne. Aber ich möchte es dann doch auch für mich irgendwie gerne ein wenig gemütlich haben. Sofa, Bett oder ähnliches und die Zeit dann auch genießen können und dann nicht im Hinterkopf haben, dass wir entweder gleich aus der Bahn aussteigen müssen, ich meine Hausarbeit endlich weiter machen kann oder ähnliches. Zudem finde ich es unterwegs zur Zeit auch echt unpraktisch. Mit dickem Pulli, Jacke schnell stillbereit zu sein. Mal eben schnell geht dann halt nicht so wirklich. Vor allem nicht in einer vollbesetzten Straßenbahn.

Verstehst Du, was ich meine?
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tania
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Re: Wie mit dem Stillen weitermachen

Beitrag von tania »

ich verstehe dein bedürfnis nicht immer sofort zu stillen. mir geht es aber nicht so. mein sohn hat in den letzten monaten gelernt (jetzt ist er zwei), auch mal kurz zu warten. in dem alter deiner tochter konnte er das noch nicht in bezug aufs stillen. ich stille auch weiterhin öffentlich, auch recht oft, gerade mit fremden personen um uns rum oder an neuen orten (oder beim einkaufen :roll: ).

ich finde es absolut wichtig (!!), dass du dich darum kümmerst, dass ihr einen weg miteinander findet! ich finde es ganz schlecht für die stillbeziehung, wenn ihr in so einen kreislauf kommt, dass sie will und du aber nicht und dann stillst du doch. sie kann das lernen, dass es jetzt gerade nicht geht! immer was zu trinken oder zu essen oder ein ablenkerchen dabeizuhaben kann helfen. und ein paarmal musst du vielleicht auch protest aushalten. aber die nächsten monate widerwillig zu stillen heißt vielleicht auch, dass du das stillen insgesamt irgendwann ablehnst und dann abstillst. und das wäre doch schade, wenn du eigentlich weiter gerne stillst.
tania mit sohn *09 und sohn *12
Solenne
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Re: Wie mit dem Stillen weitermachen

Beitrag von Solenne »

Was mir gerade noch eingefallen ist: mein Sohn hat immer gemerkt, wenn ich langsam genervt war vom ständig stillen (z.b. nach stundenlangem Dauernuckeln nachts, bei dem ich nicht schlafen konnte). Reagiert hat er darauf mit noch mehr stillen wollen: Er hat die Ablehnung gespürt, auf sich bezogen und wollte sich rückversichern, dass ich noch für ihn da bin. Sobald ich wieder entspannter war, wurde sein Bedürfnis wieder kleiner. Zur Zeit ist es so, dass er durchschläft (8-9 Stunden, bis etwa morgens um 5), dann aber praktisch dauerstillen würde, bis wir gegen 8 aufstehen. Ich lass ihn lange Stillen, aber wenn ich merke, jetzt reicht es mir (aber bevor ich genervt bin), frage ich ihn, ob er nicht Lust auf ne Birne hat (isst er furchtbar gerne). Fand er bis jetzt jedes Mal ok.
Mama vom Großen [12/08], der Mittleren [07/11] und der Kleinen [04/14]..
Elena
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Re: Wie mit dem Stillen weitermachen

Beitrag von Elena »

Wenn ich mich richtig erinnere (meine Tochter ist jetzt fast 2 und frisch abgestillt), konnte ich sie etwa ab einem Alter von 18 Monaten ganz gut auf zuhause vertrösten. Zum Beispiel hatten wir davor immer beim Abholen von der Krippe oder auf dem Rückweg im Park gestillt, nach unserm Sommerurlaub hat sie das dann auf einmal nicht mehr eingefordert. "Unsere" Parkbank hatte sie da irgendwie vergessen und ich konnte ohne Protest daran vorbeiradeln. Genau wie Einschnitte wie Kankheiten dazu führen können, dass man mehr stillt, kann man andere Veränderungen im Alltag manchmal nutzen, um Stillgewohnheiten abzuschaffen bzw. zu ändern. Damit habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht.

Ich habe etwa ab einem Alter von 18 Monaten immer mal wieder ausprobiert, wieviel weniger Stillen sie akzeptiert. Ich habe es nicht mehr von mir aus angeboten und habe ihr auch, wenn sie es einforderte, Alternativen angeboten: nachts kuscheln in meinem Arm, tagsüber auf meinem Schoß sitzen und Bücher anschauen. Unterwegs habe ich ihr irgendwas Spannendes auf der Straße gezeigt oder so. Wenn sie drauf bestanden hat, habe ich gestillt. Wenn sie sich einfach ablenken ließ, nicht. Mit der Zeit haben andere Sachen das Stillen ersetzt - außerdem war sie dann auch so weit, dass ich ihr erklären konnte, warum es gerade schlecht ist (die Bahn kommt gleich, es ist so kalt, wir sind eh gleich zuhause), und sie konnte es verstehen und hat es (meist ;)) akzeptiert.

Ich finde es wichtig, dass man sein Kind gut beobachtet und vorsichtig testet, wieviel Stillen man ihm "vorenthalten" kann, ohne dass man ihm etwas nimmt. Es gibt halt immer wieder Phasen, in denen das Kind mehr Nähe sucht - die eignen sich dann nicht so zum Reduzieren. ;) Aber es kommen auch wieder andere Phasen, und die kann man dann nutzen.
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Tragling
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Re: Wie mit dem Stillen weitermachen

Beitrag von Tragling »

Ich habe erst in "Wir stillen noch" etwas gelesen, dass mir gut gefallen hat:

Geholfen hat in diesem Fall, den Druck raus zu nehmen und dem Bedürfnis des Kindes wirklich jederzeit nachzukommen und damit dem Kind die nötige Sicherheit zu geben, wieder von sich aus weniger stillen zu können...

Ich weiss nicht, ob das jetzt verständlich ausgedrückt war von mir :? - sonst probier ichs noch mal :)
Lg Lizzy mit Hannah (geb. 03/2010) und Theo (geb. 01/2013)
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