Habe ich ein "Nacht-Still-Baby"?

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giraffchen84
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Habe ich ein "Nacht-Still-Baby"?

Beitrag von giraffchen84 »

Liebe Stillprofis und Fachkundigen,

jetzt versuche ichs mal mit dem Problem im Stillforum :)
Ich dachte ja erst an ein Schlaf-Problem aber vielleicht weiß der ein oder andere Stillprofi ja auch was dazu....

Zwergi (8,75 Monate alt) stillt noch und versucht sich in der Beikost. Heute zB war mal wieder Schlemmertag und er hat zum Frühstück echt viel gegessen - es gibt aber auch Tage, da isst er gar nicht. Kommt wohl auf die Tagesform an. Dann stillen wir eben.
Ich stille wirklich gerne und will das auch noch lange machen, gerne, bis er sich von alleine abstillt. Nur eine Sache nervt mich gewaltig: Er trinkt anscheinend hauptsächlich nachts.

Tagsüber kommen wir auf vielleicht 3, höchstens 4mal Stillen, ausserdem ist er, wenn wir unterwegs sind, auch so abgelenkt, das er a) nicht viel trinkt und b) mit dauernd seine 2 Zähne über den Nippel zieht, weil er den Kopf nach hinten schmeißt, um ja nichts zu verpassen.
Sind wir zuhause, artet eine Stillmahlzeit dagegen ab und an auch schon mal auf 1,5h aus....

Nachts kommt er momentan spätestens alle Stunde - erst dachte ich, er nückelt nur, aber er trinkt doch jedes Mal richtig (dementsprechend oft Pipi muss er auch, was ihn wohl noch öfter weckt...).
Ohne Stillen ist an wieder einschlafen nicht zu denken. Wir haben jetzt bald alles durch. Egal ob er beim Abendessen auch viel gemampft hat, er stillt trotzdem dauernd in der Nacht.

Ich habe für vieles Verständnis und bin auch echt tolerant, meinetwegen soll er 3 Mal oder so nachts andocken. Ich wollte es erst auch "so lassen" mit den 10 bis 11 mal, aber ich kann bald nicht mehr. Ich bin wahnsinnig müde, komme den Tag über zu nichts und muss dann um halb 10 mit dem Zwerg ins Bett gehen, weil er ja ohne Brust in der Nähe Rabatz macht....Und für weniger als eine Stunde abendliche Aktivitäten beginnen lohnt sich auch nicht...

Würde es evt helfen, wenn ich ihn tagsüber an die Brust "nötige"? Alle Stunde oder alle 2? Aber wie ist das dann mit der Beikost? Wenn er dann so abgefüllt ist, wird er wohl kaum Spaß an anderem Essen haben?
Oder ist das jetzt einfach so?

liebe Grüße
Giraffe
Giraffenmama mit Fuchs 04/10, Eule 07/12, Maus 06/16 und Schnecke 05/20 gestillt, getragen, familiengebettet, windelbefreit, breifrei usw. ;)

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(miri)
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Re: Habe ich ein "Nacht-Still-Baby"?

Beitrag von (miri) »

Hallo

Bei uns hat öfteres stillen am Tag, keine Verbesserung nachts gebracht. :?
Ist es erst in letzter Zeit so häufig, oder von Anfang an?
Die nächte werden oft mit krabbel-/laufbeginn unruhiger. Gibts da Neuigkeiten?
Kann dein Mann ihn vielleicht mal nachts beruhigen?
Kann dir leider nicht viel helfen, aber ich kenne diese nächte auch zu genüge (und das Unverständnis der Mitmenschen, warum man ihn nicht einfach schreien lässt, sonst lernt er das durchschlafen ja nie plapla).
Schliess ab, mit dem, was war, sei glücklich über das, was ist und offen für das, was kommt!
Das Leben ist schön! ...von "einfach" war nie die Rede.

Miriam mit Junior(05/09), Madame(01/13) und Sir(07/14)
Schokomonster
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Re: Habe ich ein "Nacht-Still-Baby"?

Beitrag von Schokomonster »

Meine Tochter hatte das mit knapp 7 Monaten auch mal. Bei uns hat es geholfen, wenn ich tagsüber (nach Uhr!) alle zwei Stunden angelegt habe. Die Hebamme hats mir so erklärt, dass in dem Alter, mit Beikostbeginn und -reife, und weil das Kind ja auch aktiver wird, die "alte" Milch eben nicht mehr reicht. Und wenn dein Kind tagsüber "keine Zeit" zum ankurbeln hat, macht er es eben nachts. Die Beikost ist in dem Fall nebensächlich, da es nur eine Phase ist, dann isst er eben eine Weile nur noch zwei Löffelchen irgendwas nach dem Stillen. Sobald die Milch wieder altersgerecht ist, wird er weniger oft stillen wollen und sich wieder auf Beikosterkundung konzentrieren.
Zwei Mausekinder - sehnlichst erwartet und von Tag zu Tag mehr geliebt
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klimaforscherin
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Re: Habe ich ein "Nacht-Still-Baby"?

Beitrag von klimaforscherin »

"Nötigen" würde ich da nicht, eher mal in einer ruhigen Atmosphäre ohne Ablenkung öfter mal ohne Zwang anbieten.
Beikost dann eher, wenn du auch isst oder wenn alle essen, dann ist Vorbild sowie Gesellschaft dabei.
Grüße
klimaforscherin
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Stillleben
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Re: Habe ich ein "Nacht-Still-Baby"?

Beitrag von Stillleben »

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Dein Kind einfach tagsüber so sehr mit der Welt beschäftigt ist, dass es keine Zeit zum Stillen hat. Geht zum Stillen doch mal in einen ruhigen und leicht abgedunkelten Raum.

Hier wurde aber auch ziemlich oft nachts gestillt - über Monate.
Ich habe übrigens von Anfang an NIE auf die Uhr geschaut - das hätte mich nur aufgeregt...
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— Tom Robbins
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Urania
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Re: Habe ich ein "Nacht-Still-Baby"?

Beitrag von Urania »

da hänge ich mich dran,bei uns sieht jetzt ähnlich aus.
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Tragling
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Re: Habe ich ein "Nacht-Still-Baby"?

Beitrag von Tragling »

Hier ist es seit gut 4 Monaten so.
Zwar nicht stündlich aber fast genau alle 2 Stunden -ich kann fast die Uhr danach stellen *seufz*

Mittlerweile lege ich mich auch tagsüber hin und schlafe 1-2 stunden mit ihr. Ich hab nie gedacht, dass ich das mal schaffe - es hilft aber ungemein.

Andere Tips hab ich leider auch nicht :oops:
Lg Lizzy mit Hannah (geb. 03/2010) und Theo (geb. 01/2013)
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tania
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Re: Habe ich ein "Nacht-Still-Baby"?

Beitrag von tania »

das ist tatsächlich bei vielen nach bedarf gestillten babys in dem alter so. bei meinem sohn war es etwas früher, ging so circa zwei monate und war halbstündliches stillen. nach dieser extremen phase ging es über in zweistündliches stillen (pimaldaumen) und langsam schafft er inzwischen auch mal wieder drei stunden. vor einer woche hatten wir drei nächte nacheinander, wo er sechs stunden am stück schlief. das erste mal seit er ein halbes jahr alt war. die ersten sechs monate schlief er nämlich richtig super 8) .

was ich sagen will: ja, es ist eine phase, ja, ich kenne das, aber es ist halt eine phase auf die eine andere phase folgt :roll: .

ich habe das mit dem tagsüber stillen nie ausprobieren können, sein täglicher rhythmus war immer wie der nächtliche, lange pausen tagsüber macht er erst seit wenigen monaten (lange pause heißt drei stunden :roll: ).
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Re: Habe ich ein "Nacht-Still-Baby"?

Beitrag von honigtopf2010 »

Liebe Giraffe, um deine Frage zu beantworten: Ja, du hast ein Nacht-Still-Baby. Und du darfst froh sein, dass der kleine Kerl mit seinen 8,75 Monaten sich so für seine Umwelt interessiert, dass er zum Trinken leider keine Zeit hat. :-) Es ist nur eine Phase. Wir hatten das auch und jetzt mit knapp 10 Monaten gibt es sich langsam. Bei uns hat es geholfen am Tag in Ruhe zu Stillen. Die Zeiten wo es immer und überall ging sind halt vorbei. Außerdem drohe ich der Zwergin auf dem Wickeltisch schwere Strafen an. In etwa so: Wenn du so weiter machst, wecke ich dich mit 16 jeden Sonntag um 7 Uhr! Oder: Ich bring dich mit Lockenwicklern und Gummistiefeln in die Schule!
:-) Das baut echt Stress ab. Und wirklich mal abends für 3 Stunden weg gehen und Kind bei Papa lassen. Er verhungert nicht in der Zeit :-) Ach aber nur 3 Mal bleibt Luxus. Meist geht es morgens ab 5 häufiger zur Sache. Doch das ist ok wenn es dahin ruhig war. Beste Grüße
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
Rojo
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Re: Habe ich ein "Nacht-Still-Baby"?

Beitrag von Rojo »

Hallo,

hier mal meine Erfahrungen. Vielleicht kannst Du daraus ein wenig Kraft schöpfen.
Ich habe 2 Kinder, beide hatten einen nächtlichen Stillrhythmus von 2 Stunden von Beginn an.
Die Zahnungzeit begann bei beiden im 5. Monat. Die war richtig anstrengend: Sobald die Zähne "einschossen" und auch die Zeit des Durchbrechens bedeuteten, 3-4 Tage nachts zu stillen "ohne abzusetzen". Belohnung war(en) dann meist ein-zwei weitere/s Zähnchen.
Die Zahnungszeit ist nicht zu unterschätzen. Besonders nachts ist doch keine Ablenkung in Sicht. Mein Mann konnte mir nie helfen, aber er konnte mich im Haushalt entlasten, so daß ich vor allem am Wochenende mal eine kleine Extra-Portion Schlaf ergattern konnte...

Auch aufregende Tage (Stress, viel erlebt, viel gelernt) bedeuteten viel Stillerei in der Nacht.

Gut zureden, singen, aufstehen und tragen, an den Papa abgeben, essen anbieten, Getränke anbieten, etc. - alles nicht geholfen. Nur Stillen...

Nach der Zahnungszeit - sie dauerte insgesamt 2 Jahre - wurden beide nachts ruhiger im Stillen. Dazu kam die Zeit des Sauberwerdens und das hieß dann maximal 1x Stillen in der Nacht. Es wird also besser :-)

Bei meiner Tochter hatte ich zusätzlich sehr stark das Gefühl, dass sie sich aber auch vor allem nachts von allem Erlebten an meinem Busen schützend erholte. Diese Phase dauerte ebenfalls sehr lange, aber jetzt habe ich sie überstanden. Und ich bin sehr froh, dass ich durchgehalten habe, denn dieses starke Bedürfnis hätte ich persönlich ohne das Stillen nicht erfüllen können.

Also Durchhalten, Durchhalten, Durchhalten und zwischendurch das Tanken nicht vergessen: ein heißes Bad, entspannende Massage vom Ehemann (mit Massageöl vorsichtig sein, der Duft könnte das Baby irritieren! (ist mir selbst mal passiert, musste mich dann 2xgründlich abduschen, bis wieder Ruhe in die Nacht einkehrte)), ein leckeres großes Eis zum "Feierabend" mit allem belegt, was das Schlemmerherz begehrt, ein gutes Buch (das von Norma Jane Bumgarner "wir Stillen noch" hat mir immer in den schlimmsten Krisen geholfen) und natürlich der schon oben empfohlene Mittagsschlaf zusammen mit dem Baby oder mal schnell, wenn der Papa mit dem Kind unterwegs ist.

Vielleicht hilft auch Frustshopping vorübergehend, halt irgendwas, woraus Du Kraft schöpfen kannst, damit Du Dein Baby in dieser Phase weiterhin begleiten kannst.

Kopf hoch, wir sind dafür geschaffen! ;-)
Ani
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