Zufüttern - wie und wie kommen wir ohne Pre aus?
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jojosmama
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Zufüttern - wie und wie kommen wir ohne Pre aus?
Vielleicht kann mir jemand einen guten Rat geben?!?
Mein kleiner Sohn kam im Juli 10 Wochen zu früh auf die Welt. Nach zwei Wochen konnte ich Ihn zum ersten mal Anlegen, erst nach 6 Wochen kam er ohne Sonde aus, nach 7 Wochen ging es nach Hause. Ich folgte dem Rat der Hebamme: alle vier Stunden wurde jede Seite ca. 5-10 Minuten (je nach Kraft des Kindes) gestillt, dann per Fingerfütterung Pre bzw. abgepumpte Mumi (Nachfrage war allerdings höher als Angebot) gefüttert und im Anschluss jede Seite nochmals 5 Minuten abgepumt. Als er ihrer Meinung nach dann kräftig genug war (mit etwa 3 Monaten), wurde auf das Zufüttern tagsüber verzichtet. Das ging die ersten Tage noch gut, aber dann wurde es sehr anstrengend. Er kam im 30 bis 60 Minutentakt, trank max. 3 Minuten pro Seite, hat tags fast gar nicht mehr geschlafen und war nur noch nörgelich. Abends gab es dann eine ausgiebige Schreiphase, ein ordentliches Abendbrot und dann schlief er zunehmend mehr (mittlerweile mind. 8 Stunden). Die Hebi schob das Stillproblem tagsüber auf die einschießenden Zähne. Doch ich habe das Gefühl, er ist zu ungeduldig und wird einfach nicht satt. In den drei Minuten trinkt er den ersten Schwall raus, hat aber nicht mehr die Geduld bis zum zweiten SChwall weiter zu nuckeln. Wenn er morgens in der früh nach einer langen SChlafphase stillt, trinkt er etwa 10 Minuten an jeder Seite, dann ist aber auch sehr viel Milch da.
Aus lauter Verzweifelung (und weil er nur langsam zunimmt) habe ich jetzt wieder angefangen, auch tagsüber zuzufüttern. Meist gegen späten Mittag, sodass er anschließend noch einen ausgiebigen Mittagsschlaf machen kann. Die Schreiphase am späten Nachmittag ist seitdem viel besser geworden. Er ist auch ausgeglichener, fröhlicher und macht auch tagsüber wieder kleine SChläfchen. Nachts schläft er fast durch.
Nach der langen Einleitung nun meine Fragen: Soll ich immer noch per Fingerfütterung zufüttern (er bekommt seit einigen Wochen einen Schnuller) oder würde ich schweren Schaden anrichten, wenn wir auch mal mit Sauger füttern?
Und gibt es nicht doch irgendeine Möglichkeit, auch tags ohne Zufüttern aus zu kommen? Ich trinke angemessen viel (Stilltee, Carokaffee, Malzbier und Wasser) und nehme die von der Hebi empfohlenen Globuli. (Mittags füttere ich ca. 80ml und abends 190ml + 2TL Reisflocken, 60ml davon sind Mumi vom abend vorher). Könnte ich z.B. ihm helfen, indem ich nach dem ersten Schwall pumpe, damit er dann gleich den zweiten Schwall trinken kann?
Ich möchte so ungern ans abstillen denken, doch habe ich das Gefühl, dass wir uns immer mehr dorthin bewegen. Mal geht es einen Tag richtig gut und dann kommt wieder eine Phase, wo er nur kurz stillt und unzufrieden ist. Dann macht mich jeder ml zugefütterte Pre trauriger.
Hoffentlich kann mir jemand weiter helfen!
Seid gegrüßt!
Mein kleiner Sohn kam im Juli 10 Wochen zu früh auf die Welt. Nach zwei Wochen konnte ich Ihn zum ersten mal Anlegen, erst nach 6 Wochen kam er ohne Sonde aus, nach 7 Wochen ging es nach Hause. Ich folgte dem Rat der Hebamme: alle vier Stunden wurde jede Seite ca. 5-10 Minuten (je nach Kraft des Kindes) gestillt, dann per Fingerfütterung Pre bzw. abgepumpte Mumi (Nachfrage war allerdings höher als Angebot) gefüttert und im Anschluss jede Seite nochmals 5 Minuten abgepumt. Als er ihrer Meinung nach dann kräftig genug war (mit etwa 3 Monaten), wurde auf das Zufüttern tagsüber verzichtet. Das ging die ersten Tage noch gut, aber dann wurde es sehr anstrengend. Er kam im 30 bis 60 Minutentakt, trank max. 3 Minuten pro Seite, hat tags fast gar nicht mehr geschlafen und war nur noch nörgelich. Abends gab es dann eine ausgiebige Schreiphase, ein ordentliches Abendbrot und dann schlief er zunehmend mehr (mittlerweile mind. 8 Stunden). Die Hebi schob das Stillproblem tagsüber auf die einschießenden Zähne. Doch ich habe das Gefühl, er ist zu ungeduldig und wird einfach nicht satt. In den drei Minuten trinkt er den ersten Schwall raus, hat aber nicht mehr die Geduld bis zum zweiten SChwall weiter zu nuckeln. Wenn er morgens in der früh nach einer langen SChlafphase stillt, trinkt er etwa 10 Minuten an jeder Seite, dann ist aber auch sehr viel Milch da.
Aus lauter Verzweifelung (und weil er nur langsam zunimmt) habe ich jetzt wieder angefangen, auch tagsüber zuzufüttern. Meist gegen späten Mittag, sodass er anschließend noch einen ausgiebigen Mittagsschlaf machen kann. Die Schreiphase am späten Nachmittag ist seitdem viel besser geworden. Er ist auch ausgeglichener, fröhlicher und macht auch tagsüber wieder kleine SChläfchen. Nachts schläft er fast durch.
Nach der langen Einleitung nun meine Fragen: Soll ich immer noch per Fingerfütterung zufüttern (er bekommt seit einigen Wochen einen Schnuller) oder würde ich schweren Schaden anrichten, wenn wir auch mal mit Sauger füttern?
Und gibt es nicht doch irgendeine Möglichkeit, auch tags ohne Zufüttern aus zu kommen? Ich trinke angemessen viel (Stilltee, Carokaffee, Malzbier und Wasser) und nehme die von der Hebi empfohlenen Globuli. (Mittags füttere ich ca. 80ml und abends 190ml + 2TL Reisflocken, 60ml davon sind Mumi vom abend vorher). Könnte ich z.B. ihm helfen, indem ich nach dem ersten Schwall pumpe, damit er dann gleich den zweiten Schwall trinken kann?
Ich möchte so ungern ans abstillen denken, doch habe ich das Gefühl, dass wir uns immer mehr dorthin bewegen. Mal geht es einen Tag richtig gut und dann kommt wieder eine Phase, wo er nur kurz stillt und unzufrieden ist. Dann macht mich jeder ml zugefütterte Pre trauriger.
Hoffentlich kann mir jemand weiter helfen!
Seid gegrüßt!
- blauelagune
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Re: Zufüttern - wie und wie kommen wir ohne Pre aus?
Hi,
Dir werden sicher noch die Profis antworten, aber ich fang trotzdem mal an.
Wie viel hat er denn zugenommen, als Du nicht zugefütterst hast? Hatte er regelmäßig volle, d.h. nasse Windeln? Hast Du nach Bedarf gestillt? Wie stillst Du denn? Also kann es sein, dass es tagsüber für ihn zu unruhig ist und er deshalb schlechter trinkt?
Wenn Du volllstillen willst, musst Du weg vom Pre. Egal wie Du es fütterst. Es kann auch durchaus sein, dass der Kleine gerade einen Wachstumsschub hatte und deshalb ständig an die Brust wollte. Das ist anstrengend, aber in ein paar Tagen hat sich die Brust auf den Mehrbedarf eingestellt.
Es gibt auch Kinder, hab auch so ein Exemplar, die finden das Mümmeln an der Brust toll. Ich hatte ihn teilweise dauerhaft an der Brust. Hatte ihn dann auch viel im Tuch.
Wieso fütterst Du denn Reisflocken? Das würde ich auf gar keinen Fall geben.
Alles Gute
Dir werden sicher noch die Profis antworten, aber ich fang trotzdem mal an.
Wie viel hat er denn zugenommen, als Du nicht zugefütterst hast? Hatte er regelmäßig volle, d.h. nasse Windeln? Hast Du nach Bedarf gestillt? Wie stillst Du denn? Also kann es sein, dass es tagsüber für ihn zu unruhig ist und er deshalb schlechter trinkt?
Wenn Du volllstillen willst, musst Du weg vom Pre. Egal wie Du es fütterst. Es kann auch durchaus sein, dass der Kleine gerade einen Wachstumsschub hatte und deshalb ständig an die Brust wollte. Das ist anstrengend, aber in ein paar Tagen hat sich die Brust auf den Mehrbedarf eingestellt.
Es gibt auch Kinder, hab auch so ein Exemplar, die finden das Mümmeln an der Brust toll. Ich hatte ihn teilweise dauerhaft an der Brust. Hatte ihn dann auch viel im Tuch.
Wieso fütterst Du denn Reisflocken? Das würde ich auf gar keinen Fall geben.
Alles Gute
mit den drei Jungs (08/09) und (06/12) und (06/16)
- zwieback
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Re: Zufüttern - wie und wie kommen wir ohne Pre aus?
ich würde glaube ich versuchen die Pre über das BES zu fütttern um ihn an die Brust zu bekommen.
wenn du kannst 1seite stillen
seite wechseln und während er seite zwei trinkt seite 1 pumpen.
wenn du keine pre geben willst dann evtl andere mumi von einer anderen mama.
an sich sind 30min takt oder 60min takt ja nichts ungewöhnliches
wie alt ist er den jetzt, korrigiertes alter?
wenn du kannst 1seite stillen
seite wechseln und während er seite zwei trinkt seite 1 pumpen.
wenn du keine pre geben willst dann evtl andere mumi von einer anderen mama.
an sich sind 30min takt oder 60min takt ja nichts ungewöhnliches
wie alt ist er den jetzt, korrigiertes alter?
Trageberaterin Clauwi GK 80/09 und AK 05/10


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jojosmama
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Re: Zufüttern - wie und wie kommen wir ohne Pre aus?
Hey!
Als ich nur abends zufütterte, nahm er etwa 50gr die Woche zu. Die Windeln sind zwar nass und er führt gut ab, aber ich habe das Gefühl, dass er schon mal mehr gepieselt hat. Ja, ich stille nach Bedarf und auch in Ruhe. Ich setzte mich gemütlich in einen Sessel oder lege mich mit ihm aufs Sofa.
Das mit dem Wachstumsschub habe ich mir auch schon gedacht, aber selbst nach drei wirklich anstrengenden Wochen hat sich nichts geändert. Das Mümmeln an der Brust fand er nur eine kurze Zeit toll, ich habe ihn die ersten Wochen auch viel im Tuch getragen. Aber im Moment will er einfach nur viel sehen und rebelliert gegen Tuch und Manduca. Der Fliegergriff und die Wippe sind im Moment hoch im Trend
Reisflocken haben mir Hebi und KiA empfohlen. Er spuckt sehr viel und sauer (obwohl wir ihn ständig aufstoßen lassen; zum Glück sind die Koliken durch). Mit den Reisflocken wurde es viel besser. Und erst seit dieser Zugabe hat sich seine nächtliche SChlafphase verlängert.
Viele Grüße
Als ich nur abends zufütterte, nahm er etwa 50gr die Woche zu. Die Windeln sind zwar nass und er führt gut ab, aber ich habe das Gefühl, dass er schon mal mehr gepieselt hat. Ja, ich stille nach Bedarf und auch in Ruhe. Ich setzte mich gemütlich in einen Sessel oder lege mich mit ihm aufs Sofa.
Das mit dem Wachstumsschub habe ich mir auch schon gedacht, aber selbst nach drei wirklich anstrengenden Wochen hat sich nichts geändert. Das Mümmeln an der Brust fand er nur eine kurze Zeit toll, ich habe ihn die ersten Wochen auch viel im Tuch getragen. Aber im Moment will er einfach nur viel sehen und rebelliert gegen Tuch und Manduca. Der Fliegergriff und die Wippe sind im Moment hoch im Trend
Reisflocken haben mir Hebi und KiA empfohlen. Er spuckt sehr viel und sauer (obwohl wir ihn ständig aufstoßen lassen; zum Glück sind die Koliken durch). Mit den Reisflocken wurde es viel besser. Und erst seit dieser Zugabe hat sich seine nächtliche SChlafphase verlängert.
Viele Grüße
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jusl
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Re: Zufüttern - wie und wie kommen wir ohne Pre aus?
Hallo,
10 Wochen zu früh ist viel - klasse, dass Ihr es geschafft habt dennoch zu stillen.
Zunächst: hab ich richtig verstanden, dass Dein Sohn praktisch schon immer zugefüttert wurde und wird, mit mindestens 200 ml künstlicher Milch täglich? Könntest Du einen groben Überblick darüber geben, in welchem Alter er wieviel Muttermilch bekommen hat, bzw. wie hoch Deine Laktation war?
Außerdem liegt die Möglichkeit nahe, dass Dein Sohn technisch nicht 100% richtig trinkt (wegen der Frühchen-Vorgeschichte, des ständigen Fingerfeedings (das ebenfalls das Saugen beeinflussen/beeinträchtigen kann(!)), des kurzen Saugens). Hier könnte der Grund dafür liegen, wenn er mit ausschließlich stillen nicht gut zunimmt. Allerdings: Für die Beurteilung der Gewichtsentwicklung wäre es sinnvoll, wenn Du mal ALLE Gewichtsdaten posten könntest, die Du hast. Wieso dies notwendig ist, kannst Du hier lesen.
Fakt ist: Je mehr Du zufütterst, desto weniger stillt Ihr, desto weiter rutscht Ihr ins Abstillen. Das ist ein ganz klarer Zusammenhang. Und die Erfahrung zeigt ebenso eindeutig: Werden bei bereits bestehenden Stillproblemen/Unsicherheiten auch noch zusätzlich Flaschensauger eingeführt, wird das Abstillen noch weiter beschleunigt, da beim Baby in aller Regel sehr schnell Gewöhnung stattfindet. Der Einsatz von künstlichen Saugern ist bei bestehenden Stillproblemen(!) ganz anders einzuordnen als beim Einführen von Saugern während einer an sich problemlosen, seit Monaten gut etablierten Stillzeit. Im zweiten Fall sind die Chancen gut, v.a. bei seltener Flaschenverwendung, dass das Stillen weiter problemlos läuft. Im ersten Fall gilt leider in aller Regel: der Anfang vom Ende. Der Grund dafür liegt darin, dass die zusätzliche Verwendung von künstlichen Saugern meist das bestehende Stillproblem verstärkt, d.h. problemloses Stillen zunehmend noch seltener gelingt als sowieso schon, und irgendwann klappt's dann gar nicht mehr.
Wenn also eigentlich der Wunsch besteht, bestehende Stillprobleme zu lösen(!) und zurück (oder erstmalig hin?) zum Vollstillen zu finden, dann kann in dieser Zeit von der Einführung von Flaschensaugern nur abgeraten werden.
LG;
Julia
10 Wochen zu früh ist viel - klasse, dass Ihr es geschafft habt dennoch zu stillen.
Zunächst: hab ich richtig verstanden, dass Dein Sohn praktisch schon immer zugefüttert wurde und wird, mit mindestens 200 ml künstlicher Milch täglich? Könntest Du einen groben Überblick darüber geben, in welchem Alter er wieviel Muttermilch bekommen hat, bzw. wie hoch Deine Laktation war?
Außerdem liegt die Möglichkeit nahe, dass Dein Sohn technisch nicht 100% richtig trinkt (wegen der Frühchen-Vorgeschichte, des ständigen Fingerfeedings (das ebenfalls das Saugen beeinflussen/beeinträchtigen kann(!)), des kurzen Saugens). Hier könnte der Grund dafür liegen, wenn er mit ausschließlich stillen nicht gut zunimmt. Allerdings: Für die Beurteilung der Gewichtsentwicklung wäre es sinnvoll, wenn Du mal ALLE Gewichtsdaten posten könntest, die Du hast. Wieso dies notwendig ist, kannst Du hier lesen.
Fakt ist: Je mehr Du zufütterst, desto weniger stillt Ihr, desto weiter rutscht Ihr ins Abstillen. Das ist ein ganz klarer Zusammenhang. Und die Erfahrung zeigt ebenso eindeutig: Werden bei bereits bestehenden Stillproblemen/Unsicherheiten auch noch zusätzlich Flaschensauger eingeführt, wird das Abstillen noch weiter beschleunigt, da beim Baby in aller Regel sehr schnell Gewöhnung stattfindet. Der Einsatz von künstlichen Saugern ist bei bestehenden Stillproblemen(!) ganz anders einzuordnen als beim Einführen von Saugern während einer an sich problemlosen, seit Monaten gut etablierten Stillzeit. Im zweiten Fall sind die Chancen gut, v.a. bei seltener Flaschenverwendung, dass das Stillen weiter problemlos läuft. Im ersten Fall gilt leider in aller Regel: der Anfang vom Ende. Der Grund dafür liegt darin, dass die zusätzliche Verwendung von künstlichen Saugern meist das bestehende Stillproblem verstärkt, d.h. problemloses Stillen zunehmend noch seltener gelingt als sowieso schon, und irgendwann klappt's dann gar nicht mehr.
Wenn also eigentlich der Wunsch besteht, bestehende Stillprobleme zu lösen(!) und zurück (oder erstmalig hin?) zum Vollstillen zu finden, dann kann in dieser Zeit von der Einführung von Flaschensaugern nur abgeraten werden.
LG;
Julia
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jojosmama
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Re: Zufüttern - wie und wie kommen wir ohne Pre aus?
Hallo Julia,
ich entschuldige mich für meine späte Antwort. Wir waren über Silvester verreist und jetzt wollte ich noch das letzte Wiegen heute abwarten.
Also der Kleine wurde nicht immer mit künstlicher Nahrung zugefüttert. Die ersten vier Wochen hatte ich viel Milch, alle vier Stunden pumpte ich 80ml ab. Er hat natürlich weniger getrunken, sodass ein Vorrat im Tiefkühlschrank eingerichtet wurde. Nach vier Wochen wurde meine Milch weniger. Bei seiner Entlassung drei Wochen später konnte ich nur noch 40 ml abpumpen. Im Krankenhaus hat er die Milch immer über die Flasche mit Sauger bekommen.
Leider muss ich im Nachhinein feststellen, dass es im Krankenhaus viele unterschiedliche Einstellungen zum Thema Flasche und Stillen gab, was mich total verunsicherte. Bei einigen Schwestern sollte ich nur 10 Minuten stillen und anschließend die Flasche geben, bei anderen durfte ich länger stillen (was wir beide sehr genossen haben) und es gab hinterher nicht die Flasche, sondern er wurde über die Sonde gefüttert. Nur eine Person sagte mir, ich könnte ihn auch weiter an der Brust nuckeln oder auch dösen lassen, und parallel ihn über die Sonde füttern. Die letzte Version hätte meine Milchproduktion wahrscheinlich wieder angeregt.
Meine Hebamme riet mir, so schnell wie möglich die Fingerfütterung durch zu setzten, die Schwestern sagten aber, es hätte auch mit den Saugern bei anderen keine Probleme gegeben und deshalb blieb alles so wie es war.
Nach seiner Entlassung mit 7 Wochen habe ich dann mit der Fingerfütterung begonnen. Nur wenige Tage vorher war der Mumivorrat aufgebraucht. Da er mehr trank als ich abpumte, wurden die Fläschchen mit Pre Nahrung aufgefüllt. Zu dem Zeitpunkt bekam er täglich ca. 300 ml zugefüttert.
Hier seine Gewichtsdaten:
23.7. Geburt 1625
25.7. 1490
4.8. 1540
9.8. 1630
13.8. 1700
19.8. 1850
23.8. 1950
26.8. 2050
31.8. 2225 – an diesem Tag wurde die Sonde gezogen
8.9. 2440 – Entlassung
11.9. 2560
13.9. 2640
16.9. 2740
19.9. 2800
22.9. 2940
24.9. 3040
27.9. 3180
28.9. 3230 ab diesem Tag wurde nur noch nachts zugefüttert
2.10. 3240
4.10.3330
8.10. 3350
10.10. 3430
15.10. 3530
in diesem Zeitraum hat er nur noch eine große Portion zum Abend bekommen
18.10. 3500
nach diesem Ergebnis haben wir wieder abends und morgens zugefüttert
20.10. 3640
22.10. 3680
29.10. 3770
2.11. 3880
7.11. 3920
17.11. 4080
ab hier fütterten wir nur noch abends eine große Portion zu, er begann durch zu schlafen
23.11. 4170
14. 12. 4360
seit diesem Zeitpunkt füttern wir abends eine große Portion (Stillen + ca. 40 ml abgepumpte Mumi + 200 ml Pre + kurzes Einschlafstillen). Es gibt Tage, da ist er tags unzufrieden und nur das Zufüttern von ca. 80 ml Pre stimmt ihn glücklich, aber er hat auch schon mal wieder Tage gehabt, wo ihm das Stillen im 2,5 Stunden Takt ausreichte (an diesen Tagen sind wir dann aber immer viel draußen gewesen)
Heute (10.1.) waren wir bei der Entwicklungssprechstunde im Krankenhaus und die Waage zeigte 4470 gr. Er ist auch ein ganzes Stück gewachsen (in den letzten sechs Wochen 6 cm). Der Arzt ist mit seiner ganzen Entwicklung sehr zufrieden (über Gewicht und Stillen haben wir nicht gesprochen)
Nach dem Ergebnis heute bin ich doch etwas enttäuscht. Vor allem, weil ist immer mal wieder Phasen gibt, in denen er sich mit dem Stillen schwer tut. Er dreht sich nach kurzer Zeit weg und wird quengelig.
Das mit dem Pumpen, während er die andere Seite trinkt, klappt nicht. Er trinkt ja höchstens drei Minuten an einer Seite und strampelt anschließend ziemlich rum.
Mittwoch haben wir noch mal einen Termin bei seiner Kinderärztin. Dann werde ich mich mit ihr darüber unterhalten.
Vielen Dank für deinen Rat.
Viele Grüße
Yvonne
ich entschuldige mich für meine späte Antwort. Wir waren über Silvester verreist und jetzt wollte ich noch das letzte Wiegen heute abwarten.
Also der Kleine wurde nicht immer mit künstlicher Nahrung zugefüttert. Die ersten vier Wochen hatte ich viel Milch, alle vier Stunden pumpte ich 80ml ab. Er hat natürlich weniger getrunken, sodass ein Vorrat im Tiefkühlschrank eingerichtet wurde. Nach vier Wochen wurde meine Milch weniger. Bei seiner Entlassung drei Wochen später konnte ich nur noch 40 ml abpumpen. Im Krankenhaus hat er die Milch immer über die Flasche mit Sauger bekommen.
Leider muss ich im Nachhinein feststellen, dass es im Krankenhaus viele unterschiedliche Einstellungen zum Thema Flasche und Stillen gab, was mich total verunsicherte. Bei einigen Schwestern sollte ich nur 10 Minuten stillen und anschließend die Flasche geben, bei anderen durfte ich länger stillen (was wir beide sehr genossen haben) und es gab hinterher nicht die Flasche, sondern er wurde über die Sonde gefüttert. Nur eine Person sagte mir, ich könnte ihn auch weiter an der Brust nuckeln oder auch dösen lassen, und parallel ihn über die Sonde füttern. Die letzte Version hätte meine Milchproduktion wahrscheinlich wieder angeregt.
Meine Hebamme riet mir, so schnell wie möglich die Fingerfütterung durch zu setzten, die Schwestern sagten aber, es hätte auch mit den Saugern bei anderen keine Probleme gegeben und deshalb blieb alles so wie es war.
Nach seiner Entlassung mit 7 Wochen habe ich dann mit der Fingerfütterung begonnen. Nur wenige Tage vorher war der Mumivorrat aufgebraucht. Da er mehr trank als ich abpumte, wurden die Fläschchen mit Pre Nahrung aufgefüllt. Zu dem Zeitpunkt bekam er täglich ca. 300 ml zugefüttert.
Hier seine Gewichtsdaten:
23.7. Geburt 1625
25.7. 1490
4.8. 1540
9.8. 1630
13.8. 1700
19.8. 1850
23.8. 1950
26.8. 2050
31.8. 2225 – an diesem Tag wurde die Sonde gezogen
8.9. 2440 – Entlassung
11.9. 2560
13.9. 2640
16.9. 2740
19.9. 2800
22.9. 2940
24.9. 3040
27.9. 3180
28.9. 3230 ab diesem Tag wurde nur noch nachts zugefüttert
2.10. 3240
4.10.3330
8.10. 3350
10.10. 3430
15.10. 3530
in diesem Zeitraum hat er nur noch eine große Portion zum Abend bekommen
18.10. 3500
nach diesem Ergebnis haben wir wieder abends und morgens zugefüttert
20.10. 3640
22.10. 3680
29.10. 3770
2.11. 3880
7.11. 3920
17.11. 4080
ab hier fütterten wir nur noch abends eine große Portion zu, er begann durch zu schlafen
23.11. 4170
14. 12. 4360
seit diesem Zeitpunkt füttern wir abends eine große Portion (Stillen + ca. 40 ml abgepumpte Mumi + 200 ml Pre + kurzes Einschlafstillen). Es gibt Tage, da ist er tags unzufrieden und nur das Zufüttern von ca. 80 ml Pre stimmt ihn glücklich, aber er hat auch schon mal wieder Tage gehabt, wo ihm das Stillen im 2,5 Stunden Takt ausreichte (an diesen Tagen sind wir dann aber immer viel draußen gewesen)
Heute (10.1.) waren wir bei der Entwicklungssprechstunde im Krankenhaus und die Waage zeigte 4470 gr. Er ist auch ein ganzes Stück gewachsen (in den letzten sechs Wochen 6 cm). Der Arzt ist mit seiner ganzen Entwicklung sehr zufrieden (über Gewicht und Stillen haben wir nicht gesprochen)
Nach dem Ergebnis heute bin ich doch etwas enttäuscht. Vor allem, weil ist immer mal wieder Phasen gibt, in denen er sich mit dem Stillen schwer tut. Er dreht sich nach kurzer Zeit weg und wird quengelig.
Das mit dem Pumpen, während er die andere Seite trinkt, klappt nicht. Er trinkt ja höchstens drei Minuten an einer Seite und strampelt anschließend ziemlich rum.
Mittwoch haben wir noch mal einen Termin bei seiner Kinderärztin. Dann werde ich mich mit ihr darüber unterhalten.
Vielen Dank für deinen Rat.
Viele Grüße
Yvonne
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jusl
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Re: Zufüttern - wie und wie kommen wir ohne Pre aus?
Liebe Yvonne,
vielen Dank für Deine ausführlichen Angaben.
Zunächst zur Gewichtsentwicklung:
In den ersten 12 Wochen lag die durchschnittliche Gewichtzunahme bei gut 180g/wöchentlich. Dies ist ein hoher Wert, und soweit ich weiß, für Frühchen eine normaler Wert, der keinen Grund zur Sorge gibt.
Von Ende Oktober bis Mitte Dezember lag die durchschnittliche Gewichtszunahme bei etwa 90g/wöchentlich.
Von Mitte Dez bis Mitte Januar lag die durchschnittliche Gewichtszunahme bei etwa 30g/wöchentlich.
Aus den Daten und Deinem Bericht lässt sich folgendes ableiten:
Mit Deiner Milchbildung ist von den körperlichen Fähigkeiten her alles in Ordnung. Eine "Abpumpleistung" von einem halben Liter täglich ist sehr gut. Es ist günstig, dass Du in den ersten Lebenswochen "vollgepumpt" hast, also dass Deine Laktation in dieser Zeit "auf Vollstillniveau" war. Denn dies ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Du jetzt, Wochen später, Deine Milchbildung auch wieder steigern kannst (die Gründe dafür kannst Du in diesem Thread mit dem Thema Relaktation nachlesen).
Falls Du dazu weitere Infos brauchst, bist Du hier im Stillforum richtig
LG und alles Gute,
Julia
vielen Dank für Deine ausführlichen Angaben.
Zunächst zur Gewichtsentwicklung:
In den ersten 12 Wochen lag die durchschnittliche Gewichtzunahme bei gut 180g/wöchentlich. Dies ist ein hoher Wert, und soweit ich weiß, für Frühchen eine normaler Wert, der keinen Grund zur Sorge gibt.
Von Ende Oktober bis Mitte Dezember lag die durchschnittliche Gewichtszunahme bei etwa 90g/wöchentlich.
Von Mitte Dez bis Mitte Januar lag die durchschnittliche Gewichtszunahme bei etwa 30g/wöchentlich.
Aus den Daten und Deinem Bericht lässt sich folgendes ableiten:
Mit Deiner Milchbildung ist von den körperlichen Fähigkeiten her alles in Ordnung. Eine "Abpumpleistung" von einem halben Liter täglich ist sehr gut. Es ist günstig, dass Du in den ersten Lebenswochen "vollgepumpt" hast, also dass Deine Laktation in dieser Zeit "auf Vollstillniveau" war. Denn dies ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Du jetzt, Wochen später, Deine Milchbildung auch wieder steigern kannst (die Gründe dafür kannst Du in diesem Thread mit dem Thema Relaktation nachlesen).
Ein Gewichtsunterschied innerhalb von 3 Tagen von 30 g sagt nichts aus, überhaupt nichts. Keinesfalls muss aus diesen Daten geschlossen werden, das Baby habe "30 g abgenommen". Hinweise zur korrekten Interpretation von Wiegedaten findest Du in diesem Artikel.15.10. 3530
in diesem Zeitraum hat er nur noch eine große Portion zum Abend bekommen
18.10. 3500
nach diesem Ergebnis haben wir wieder abends und morgens zugefüttert
Dies kann ein Grund für vorübergehend geringe Gewichtszunahme sein. Allerdings sollte nochmal ärztlich ausgeschlossen werden, dass die geringe Gewichtszunahme ab November nicht auch noch andere Ursachen hat.Er ist auch ein ganzes Stück gewachsen (in den letzten sechs Wochen 6 cm).
Das könnte schlichtweg an Deiner zurückgegenangen Milchmenge liegen (wegen der hohen Zufüttermengen), außerdem sind Schwierigkeiten bei der Saugtechnik möglich. Hier könnte Dir eine Stillberaterin vor Ort sehr weiterhelfen! Sie könnte schauen, ob Anlegen und/oder Saugtechnik verbessert werden könnten, und Ihr könntet gemeinsam einen für Euch geeigneten Weg zur Steigerung der Milchmenge herausfinden, falls Du wieder vollstillen möchtest.Vor allem, weil ist immer mal wieder Phasen gibt, in denen er sich mit dem Stillen schwer tut. Er dreht sich nach kurzer Zeit weg und wird quengelig.
Das mit dem Pumpen, während er die andere Seite trinkt, klappt nicht. Er trinkt ja höchstens drei Minuten an einer Seite und strampelt anschließend ziemlich rum.
Falls Du dazu weitere Infos brauchst, bist Du hier im Stillforum richtig
LG und alles Gute,
Julia
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jojosmama
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Re: Zufüttern - wie und wie kommen wir ohne Pre aus?
Hallo Julia,
also es war eine sehr ereignisreiche Woche mit dem Ergebnis, dass ich das Stillen auf zwei Mal täglich reduziere.
Ich habe mit einer Stillberaterin vor Ort Kontakt aufgenommen (sie hat uns schon im KRankenhaus begleitet, vor allem, als wir da schon einmal Probleme hatten) aber sie konnte uns auch nicht mehr viel weiter helfen.
Die Ärztin (die sich sehr fürs Stillen einsetzt und auch nicht schnell Panik macht) sagte deutlich, dass er für seine Größe viel zu leicht ist. Und ich persönlich kann auch nicht mehr. Die letzten Tage hat der kleine meine Brust nur noch abgelehnt und sich in Rage geschrien. Gestern und heute habe ich ihn morgens nach dem Aufwachen ausgiebig gestillt und dann nochmal ganz gemütlich am Nachmittag, zur Nacht pumpe ich nochmal ab. Ansonsten bekommt er Pre und mittags ein paar Löffel Brei, die er zu meiner Verwunderung sehr zu mögen schein. Außerdem sollen wir noch ein TL Ergänzugsmittel geben, damit er an Gewicht zunimmt.
Der Schritt viel mir nicht leicht, aber das ganze letzte halbe Jahr war ein echter Kampf im Bereich Stillen und Nahrungsaufnahme. Jetzt genieße ich lieber die zwei ausgiebigen Stillmahlzeiten und kann beruhigt sein, dass es ihm gut geht. Solange ich Milch habe, wird er diese zusätzlich bekommen.
Vielen Dank für deine ausführliche Beratung. Es tut mir leid, dass ich jetzt doch "aufgebe"
herzliche Grüße
Yvonne
P.S. mir ist im nachhinein eingefallen, dass im Krankenhaus damals meiner Muttermilch ein Pulver mit zusätzlichen Kalorien zugefügt wurde. Also hat ihm meine Mumi wohl noch nie ganz ausgereicht.
also es war eine sehr ereignisreiche Woche mit dem Ergebnis, dass ich das Stillen auf zwei Mal täglich reduziere.
Ich habe mit einer Stillberaterin vor Ort Kontakt aufgenommen (sie hat uns schon im KRankenhaus begleitet, vor allem, als wir da schon einmal Probleme hatten) aber sie konnte uns auch nicht mehr viel weiter helfen.
Die Ärztin (die sich sehr fürs Stillen einsetzt und auch nicht schnell Panik macht) sagte deutlich, dass er für seine Größe viel zu leicht ist. Und ich persönlich kann auch nicht mehr. Die letzten Tage hat der kleine meine Brust nur noch abgelehnt und sich in Rage geschrien. Gestern und heute habe ich ihn morgens nach dem Aufwachen ausgiebig gestillt und dann nochmal ganz gemütlich am Nachmittag, zur Nacht pumpe ich nochmal ab. Ansonsten bekommt er Pre und mittags ein paar Löffel Brei, die er zu meiner Verwunderung sehr zu mögen schein. Außerdem sollen wir noch ein TL Ergänzugsmittel geben, damit er an Gewicht zunimmt.
Der Schritt viel mir nicht leicht, aber das ganze letzte halbe Jahr war ein echter Kampf im Bereich Stillen und Nahrungsaufnahme. Jetzt genieße ich lieber die zwei ausgiebigen Stillmahlzeiten und kann beruhigt sein, dass es ihm gut geht. Solange ich Milch habe, wird er diese zusätzlich bekommen.
Vielen Dank für deine ausführliche Beratung. Es tut mir leid, dass ich jetzt doch "aufgebe"
herzliche Grüße
Yvonne
P.S. mir ist im nachhinein eingefallen, dass im Krankenhaus damals meiner Muttermilch ein Pulver mit zusätzlichen Kalorien zugefügt wurde. Also hat ihm meine Mumi wohl noch nie ganz ausgereicht.
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jusl
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Re: Zufüttern - wie und wie kommen wir ohne Pre aus?
Das hört sich so an als wärt Ihr da in der Tat in guten Händen - freut mich sehr, dass Ihr einen gut gangbaren Weg gefunden habt. Alles Gute für Euch weiterhin!
LG;
Julia
LG;
Julia