Total abhängig vom einschlaf-/wiedereinschlafstillen (21M)

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

carrymeclose
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Total abhängig vom einschlaf-/wiedereinschlafstillen (21M)

Beitrag von carrymeclose »

Eigentlich bin ich ja ein Fan vom Einschlafstillen. ABer so langsam mag ich nicht mehr dauernd und ich hab echt ein bischen Angst wie das wird wenn in 1 Monat das neue Baby da ist. Ich kann mir schon vorstellen 2 Kinder in den Schlaf zu stillen abends aber ich fänds gut wenns auch mal anders gehen würde.

Meine Tochter braucht noch unbedingt die Brust zum Einschlafen abends und auch nachts wenn sie aufwacht. Ab und zu nachts kann ich sie auch wenn ich ganz schnell reagiere (wir schlafen im FB) wieder in den Schlaf tragen. ABer dann auch nur ich, bei meinem Mann dreht sie total durch. Aber tragen ist auch anstrengend.

Sie hat mittlerweile wirklich eine ganz fiese Saugtechnik (oberen Zähne drücken in die Brust) und es tut echt weh. Und 2 Kinder nachts stillen mag ich auch nur im Notfall. Es wäre einfach so toll wenn auch mein Mann helfen könnte.

Aber wenn ich nein sage, dreht sie wirklich völlig durch. Es sind nicht nur ein paar wütende Tränlein (das könnte ich inzwischen hinnehmen) sondern sie schreit sich wirklich in einen völlig hysterischen und verzweifelten Schockzustand. Das will ich nicht durchziehen. Vor 2 Monaten hatte ich das mal versucht, war auch wirklich entschlossen aber sie hat sich dann völlig hysterisch durchgebogen und ist auf dem Boden rumgerollt und war wie von Sinnen. Wir konnten sie kaum beruhigen. Sie hat fast richtig aufgehört zu atmen vor Schock. Erst nach über ner STunde ist sie dann (an der Brust) eingeschlafen. Puhh, das war ein Schock und ich hab mir geschworen nie wieder. Dann hab ich sie erst mal wieder ne weile stillen lassen wann sie wollte.

Momentan kann ich sie zumindest von 23 Uhr bis 5 Uhr mit Tragen oft beruhigen nachdem ich bestimmt sage 'nana schläft jetzt'. Wenn ich merke sie trifft das zu hart, stille ich sofort. Ganz selten schläft sie in der Phase auch durch. ABer es muss eben immer ich sein. Sie liebt sonst ihren Papa und verbringt auch viel Zeit mit ihm, aber nachts akzeptiert sie nur mich. Ab 5 Uhr ist dann dauernuckeln angesagt.


Bei wem ist das denn auch so? Oder war so? Lassen die Kleinen irgendwann von selber vom Einschlafstillen los? Was kann ich tun? Abdocken a la Pantley mach ich schon lange, sie hätte meine BW sonst die ganze nacht im Mund, aber es scheint nicht zu helfen.

Auch mach ich mir echt Sorgen, wie wir das machen während der GEburt. Ich will ne Hausgeburt. Was machen wir wenn sie müde wird/ aufwacht nachts? Momentan haben wir den Plan sie dann ins Auto zu setzten und mein Mann dreht mit ihr ne Runde. Aber sie kann da ja nicht die ganz Nacht drin bleiben..und was wenn wir ins Krankenhaus müssen.?
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MamaFabienne
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Re: Total abhängig vom einschlaf-/wiedereinschlafstillen (21

Beitrag von MamaFabienne »

Habe auch sehr lange einschlafgestillt bei meiner großen...aber als sie dann abends dabei einfach nicht mehr zur ruhe kam hab ich es langsam abgewöhnt...wir haben ein gute-nacht-buch und da is bei einer geschichte ein mädchen was dann allein im bett liegt und da hab ich immer noch dazu gesagt das das mädchen ohne mam schläft...irgendwann hat sie es dann akzeptiert...ok sie hat auch dann mit ca 21 monaten durchgeschlafen, ich weiß nicht ob es daran lag das wir nicht mehr einschlafgestillt haben...nachts brauchte sie auch die brust um wieder einzuschlafen aber auf einmal nichts mehr...ganz von allein...hatte mir auch schon gedanken gemacht wie ich dann 2 kinder einschlafstille...sie akzeptiert es jetzt auch das ich ihre kleine schwester einschlafstille...
sag ihr immer ma wieder so, das man auch ohne die brust einschlafen kann, du bist ja trotzdem da etc.
und wegen der hausgeburt...meistens kommen die babys nachts...meine große schläft meist bis 11 ohne zu meckern, dann will sie aber mit uns kuscheln, da gehen wir eh meist ins bett..und zu der zeit der geburt, war sie extrem mama-kind, nur mama konnte sie beruhigen und bissl gedanken hatte ich mir auch gemacht...lag abends ab 11 in der wanne und die kleine wurde dann 2:45 geboren und kurz nach 3 wurde die große dann munter und gab auch erst wieder ruhe als mama mit im bett war...
wäre es eine möglichkeit für euch falls die doch munter wird, das sie dabei ist, oder kann sie sich vielleicht schon bissl allein beschäftigen...oder habt ihr zur not noch eine kontaktperson, die sich um sie kümmern könnte?
ne zuviele gedanken machen...einfach drauf zukommen lassen :-)
lg
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Lino
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Re: Total abhängig vom einschlaf-/wiedereinschlafstillen (21

Beitrag von Lino »

Zum Still-Problem kann ich nicht viel beitragen, da es hier genau das gleiche ist. Meine Kleine ist jetzt 19 Monate alt
und ein Ende ist nicht in Sicht. Bei meiner Großen war das genauso und mit ca. 23 Monate hab ich dann zuerst nachts
und dann ca. 1 Monat später ganz abgestillt, weil es mir einfach zuviel wurde. Für meine Tochter war das gar nicht einfach, aber
ich wollte/konnte nicht mehr.
Ich weiß noch überhaupt nicht, wie das jetzt mit der Kleinen gehen soll, ich würds am liebsten auch bald mal versuchen, wie sie das aufnimmt, wenn es nachts kein Stillen mehr gibt, hab aber auch Angst vor so einem Drama, wie du es beschrieben hast, da sie auch sehr dran hängt. Allerdings hab ich ja auch leider nicht die Erfahrung gemacht, dass es irgendwann besser wird von allein,
also kann ich es genauso gut auch jetzt machen, um auch mal wieder etwas mehr am Stück schlafen zu können. (Den Effekt hatte es zumindest bei meiner Großen).
Zum Geburtsthema möchte ich dich ein wenig beruhigen, ich habe von soo vielen Hausgeburten mit Geschwistern gehört, wo die älteren Kinder entweder überhaupt nichts mitbekommen haben oder aber zum ersten Mal durchgeschlafen haben oder gerade sowieso bei der Oma waren, etc. Es scheint sehr oft, genau zu passen. Auch bei uns war das so, die Geburt ging morgens los, mein Mann hat die Große in den Kindergarten gebracht und gegen MIttag war unsere kleine Maus da. Als die Große aus dem Kindergarten kam, war schon alles gelaufen...:)
Wir hatten aber allerdings dennoch zwei Optionen, zu denen die Große hätte gehen können, bzw. wer sie aus dem Kindergarten hätte abholen können. Das würde ich dir auch raten, einfach um ein gutes Gefühl zu haben, dass deine dann Große auf jeden Fall gut versorgt ist, wenn das nötig ist.
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Re: Total abhängig vom einschlaf-/wiedereinschlafstillen (21

Beitrag von kristl »

bei uns ists das gleiche...eine zeit lang hatte sich greta auch beruhigen lassen indem wir ihr erzählt haben wer alles schläft aber das und den papa akzeptirt sie gerade garnicht...wird aber bestimmt wieder anders! toll dass ihr hier soviele hausgeburten habt...finde ich wundervoll!!!
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Re: Total abhängig vom einschlaf-/wiedereinschlafstillen (21

Beitrag von carrymeclose »

DAnke schonmal für Eure Antworten.
Lino hat geschrieben:Wir hatten aber allerdings dennoch zwei Optionen, zu denen die Große hätte gehen können, bzw. wer sie aus dem Kindergarten hätte abholen können. Das würde ich dir auch raten, einfach um ein gutes Gefühl zu haben, dass deine dann Große auf jeden Fall gut versorgt ist, wenn das nötig ist.
Zur Geburt. Die Option Kindergarten oder Oma haben wir hier nicht. Tagsüber mache ich mir aber keine Sorgen, da kann sie selbstständig spielen oder mit meinem Mann und zur Not kommt ne DVD her. Nickerchen machen kann sie tagsüber im Auto. Es geht halt nur darum was wäre wenn sie nachts aufwacht...Aber Ihr habt recht, ich muss das jetzt auf mich zukommen lassen.


Nur generell will ich wirklich bald von der Einschlafstill-Abhängigkeit wegkommen. Hab halt wirklich keine Ahnung wie das gehen soll. Wir sind da meilenweit entfernt davon. Sie dreht halt wirklich immer völlig durch wenn ich die 'nana' verweiger. Und 2 Kinder nachts stillen, das mag ich einfach nicht...
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Re: Total abhängig vom einschlaf-/wiedereinschlafstillen (21

Beitrag von carrymeclose »

Oh Mann, gerade nach dem ich vorige Antwort geschrieben habe, ist wieder so eine blöde Situation passiert. Mir gehts echt schlecht und bin ein bischen verzweifelt.

Ich hab nämlich seit gestern einen verdorbenen Magen irgendwie und bin echt schwach und müde. Deshalb wollte ich heute Abend absolut nicht einschlafstillen. Mein Mann hat die Kleine ins Auto gepackt und hat mit ihr ne Runde gedreht bis sie eingeschlafen ist. Leider ist sie dann aufgewacht als er sie ins Bett verlegen wollte (sonst klappt das meistens). Sie hat dann so bitterlich nach der Brust gebettelt, wirklich völlig verzweifelt, dass ich mich dann doch geopfert habe. Aber das kanns doch auch nicht sein. Mir gings sauschlecht dabei, hatte Magenkrämpfe und Übungswehen gleichzeitig. Aber ich ertrag es einfach nicht wenn sie so völlig durchdreht. Ein paar Tränchen ok, das zieh ich schon durch oft, aber wenn sie so verzweifelt ist....
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Re: Total abhängig vom einschlaf-/wiedereinschlafstillen (21

Beitrag von MamaFabienne »

hast mal mit ihr drüber geredet? oder vielleicht findet ihr was anderes um sie in den schlaf zu begleiten, das z.b. der papa sich mit ihr ins bett kuschelt. erklär ihr viel warum du es nicht mehr willst, das sie vorm schlafen doch noch trinken kann aber es ganz klasse wäre, wenn sie bei kuscheln dann einschläft...oder vielleicht das sie doch kein kleines baby mehr ist und doch bald euer baby kommt und sie dann die große ist und sie doch schon alles versteht und vorbild sein könnte etc.
sorry wenns vielleicht bissl wirr klingt aber ich hoffe du weißt was ich mein...bin ne mehr so konzentriert heut..der abend war ne so prall, wünschte ich mir das einschlafstillen von meiner großen her...
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Re: Total abhängig vom einschlaf-/wiedereinschlafstillen (21

Beitrag von weeka »

hi,

nachts stille ich immer noch einmal, aber nicht mehr zum einschlafen. vor 1-2 monaten hatte ich so eine phase, in der die brüste wahnsinnig wehgetan haben und da habe ich angefangen zu erklären, dass es mir weh tut und ich nicht stillen möchte, oder dass er nur ganz kurz darf, aber loslassen sollte, wenn ich es möchte. und es hat funktioniert ohne wut und ohne viel tränen und habe ich das auch vor dem schlafen erklärt, dass ich es nicht möchte und es ging auch, er hat sich dann einfach am mich gekuschelt.
jetzt darf auch papa ihn ins bett bringen :-) . aber dann morgen um 5 geht das nicht, die wut und die verzweifelung ist groß, wenn ich nicht möchte und da stille ich einfach weiter, weils mich nicht stört und er doch loslässt, wenn ich nicht mehr mag (ganz verweigern geht nicht...)
ach ja er ist 2
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Re: Total abhängig vom einschlaf-/wiedereinschlafstillen (21

Beitrag von NicksMum »

Bei uns ist es genauso! Das muss furchtbar anstrengend sein dazu auch noch hochschwanger zu sein. Ich drück dich mal ganz fest und hoffe ihr findet bald ne Lösung. Mein Sohn dreht auch total durch, wenn ich ihm nicht die Brust gebe zum einschlafen und nachts. Genau wie du es beschrieben hast. Ich hatte ihm das Einschlafstillen schon mal abgewöhnt, weil man ja überall liest, dass sie nachts die Einschlafsituation wieder brauchen und somit auch das Stillen. Hat aber bei uns überhaupt nichts geändert und irgendwann hatten wir den "Rückfall" und sind jetzt doch wieder beim Einschlafstillen. Momentan hab ich keine Ahnung wie ich da wieder rauskommen soll. Höchstens mit der krassen Methode, dass die Mama nachts eben nicht da ist. Aber ich hab furchtbar Angst davor, denn auch wenn ich es nicht mitbekomme, weiß ich ja wie schlecht es ihm dann geht. Hach, ich versteh dich gut! Das Abgewöhnen hat damals mit ganz eng ankuscheln und sanft auf den Kopf pusten geklappt. Ich hab das dann während des Stillens gemacht und ein paar Tage später ohne Brust. Also die gleiche Situation geschaffen mit Nähe und Mama nur ohne Brust. Ich weiß aber nicht, ob das in dem Alter noch klappen kann, denke es bei uns eher nicht. Wünsche dir viel Kraft und eine schöne Geburt und alles Gute!
julehexe
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Re: Total abhängig vom einschlaf-/wiedereinschlafstillen (21

Beitrag von julehexe »

Ich habe auch lange, 2 1/2 Jahre, in den Schlaf gestillt und beim nächtlichen Aufwachen wieder eingestillt, ...an freiwillig aufhören war einfach nicht zu denken.
Ich mußte aber zwangsweise für ein paar Tage eine Stillpause einlegen, da ich ein stillunverträgliches Medikement bekam - für das es auch keine stilltaugliche Alternative gab.
Was soll ich sagen - er hat gebrüllt und geschriehen, Hysterie pur.
:(
Ich habe ihm erklärt, daß die Mimele krank ist, aber auf Einsicht konnte ich leider nicht hoffen.

Nachdem er völlig fix und foxi vom vielen Schreien war, hat er ließ sich dann mit Kuscheln ein wenig beruhigen lassen und nach ca 1 Woche war das Thema insoweit durch, daß er sich meinen Zopf gegriffen hat und ihn zum Einschlafen festgehalten hat.
Tja, auch jetzt, ein Jahr später ist ihm mein Zopf ganz wichtig und er hält ihn gerne wenn er müde ist :P .

LG,
Jule
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