Meine Tochter Lieselotte ist eigentlich der Sonnenschein schlechthin. Jetzt hat sich irgendwie alles geändert: Sie möchte nur noch getragen werden, klammert sich regelrecht an mich, sie weint viel und unsere größten "Sorgenkinder" sind das "Essen" und das "Schlafen.
Lieschen wurde in ihren guten Zeiten nachts bis zu 3 mal wach und wir haben gestillt. Danach hat sie weiter geschlafen. Heute ist es so, als würde sie wahnsinnige Schwierigkeiten haben wieder zur Ruhe zu kommen und bei jedem kleinsten Geräusch geweckt zu werden. Sie wühlt sich hin und her und es ändert nichts daran, sie mit in unser Bett zu nehmen oder sie in ihrem Bett neben uns schlafen zu lassen. Heute wird sie gefühlte 457898 pro Nacht wach, sie wühlt sich herum, sie wimmert und dann schläft sie irgendwann wieder. Um in den Schlaf zu kommen haben wir bisher auch immer gestillt. Heute ist es so, dass wir teilweise bis zu einer Stunde brauchen, um sie zum Schlafen zu bringen. Sie ist offensichtlich sehr müde, wendet sich aber immer wieder von der Brust ab als ob sie Angst hat, etwas um sie herum würde geschehen und sie könnte es verpassen. Wir singen, wir lesen vor, wir kuscheln und dann wird gestillt...Ich kann mir vorstellen, dass die Brust einfach nicht mehr den Stellen- und Beruhigungswert hat, den sie noch vor ein paar Monaten hatte. Ich habe absolut keine Ahnung, wie man ein eigentlich "brustabhängiges" Kind zum Schlafen bringt, wenn es die ursprüngliche Methode nicht mehr tut...
Das Thema "Essen" ist mindestens genauso kritisch. Wir haben es immer noch nicht geschafft, eine Mahlzeit zu ersetzen. Sie weigert sich einfach. Gefüttert zu werden mag sie offensichtlich nicht, also haben wir beschlossen, vom Brei abzusehen und ihr einfach kleine Stückchen bereit zu legen, die sie dann selbst essen kann. Das funktioniert zumindest so lange bis sie das Interesse am Essen verliert und anfängt mit den Dingen zu spielen... Grund dieser ganzen Sachen ist wohl die Tatsache, dass sie vom vielen Stillen einfach satt ist. Das viele Stillen ist in Ordnung, jedoch frage ich mich, wann dann das Interesse für richtiges Essen mal steigen könnte.
Es kommt mir vor, als würde ich eine 3-Monate alte Tochter zu Hause haben, bin zugegebenermaßen etwas verzweifelt und habe Angst, das auf mein Lieschen auszustrahlen. Ich möchte mich gern etwas beruhigen und mir sagen, dass das schon alles ok und normal ist, wenn aber alle gleichaltrigen Kinder im Umfeld durchschlafen, tagsüber alle Mahlzeiten durch "richtiges" Essen ersetz haben kommen bei mir schon einige Zweifel auf...
Allerdings ist es nicht so, dass Lieschen keine Fortschritte machen würde: Sie steht kurz vor ihrem ersten Schritt, steht freihändig, kann schon 2 Wörter sagen und und und
Soll das nun meine Tochter nach einem Entwicklungsschub sein und weiß ich dem einfach noch nichts Positives abzugewinnen?
Vielen Dank für eure Hilfe! Anja
Mit 10Monaten alles zurück auf "Anfang"
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Anjuschka1982
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Re: Mit 10Monaten alles zurück auf "Anfang"
Ich habe leider gerade nicht viel Zeit zum Schreiben, da ich Töchterchen gleich ins Bett bringen muss.
Mir kommt das alles sehr bekannt vor, was du schreibst. Der Text könnte fast von mir aus. Mein Prinzesschen ist jetzt auch 10 Monate alt ... nachdem ich mit ihrem Schlafverhalten eigentlich immer recht zufrieden war (sie ist vielleicht 2x Nachts wach geworden), hat sich das dann mit 6,5 Monaten plötzlich geändert. Seitdem wird sie fast jede Nacht gefühlt jede Stunde wach. Ich stille sie, lege sie wieder ins Beistellbettchen, sie dreht einmal den Kopf hin und her, und krabbelt wieder zu mir rüber und quengelt so lange rum, bis sie wieder an die Brust darf.
Auch wenn mich das alles manchmal nervt und ich schon überlege, ob man da nicht irgendwas "unternehmen" sollte ... ich glaube, das wird sich alles auch von selber wieder bessern. Denn manchmal gibt es auch mal Nächte, wo sie Nachts nur 1x aufwacht oder sich einfach durch Rückenkraulen beruhigen lässt. Ich versuche es zwischendurch einfach immer wieder mal, sie ohne Stillen wieder zum Schlafen zu bekommen. Und wenns nicht klappt, dann eben nicht.
Was das Essen angeht: bei uns war es auch so, dass Füttern lassen doof ist. Und Brei generell ist eh bääh ... Wir haben ihr dann auch immer Fingerfood angeboten, von dem am Anfang aber auch nur homöopathische Mengen gegessen wurden. Von einen Tag auf den anderen hat sie sich dann aber plötzlich den Bauch mit ihren Zucchini- und Kartoffelstückchen vollgeschlagen und war sauer, dass es alle war.
Bis heute ist es wirklich Tagesform wieviel sie isst. Manchmal verdrückt sie Berge und manchmal wird noch nicht mal probiert. Brei mag sie bis heute nicht. Ich biete ihn ihr aber immer wieder mal nen Grießbrei oder so an, weil ich so was halt selber auch ab und zu mal Esse. Mahlzeiten "ersetzt" in dem Sinne haben wir bisher auch nicht. Wir stillen einfach trotz Beikost weiter nach Bedarf. An manchen Tagen fast gar nicht, und dann auch mal wieder den ganzen Tage über. Da mach ich mir aber auch keine Gedanken mehr drüber.
Sie stillt seit ein paar Tagen übrigens auch wieder ungewöhnlich viel ... wird schon seinen Grund haben.
Mir kommt das alles sehr bekannt vor, was du schreibst. Der Text könnte fast von mir aus. Mein Prinzesschen ist jetzt auch 10 Monate alt ... nachdem ich mit ihrem Schlafverhalten eigentlich immer recht zufrieden war (sie ist vielleicht 2x Nachts wach geworden), hat sich das dann mit 6,5 Monaten plötzlich geändert. Seitdem wird sie fast jede Nacht gefühlt jede Stunde wach. Ich stille sie, lege sie wieder ins Beistellbettchen, sie dreht einmal den Kopf hin und her, und krabbelt wieder zu mir rüber und quengelt so lange rum, bis sie wieder an die Brust darf.
Auch wenn mich das alles manchmal nervt und ich schon überlege, ob man da nicht irgendwas "unternehmen" sollte ... ich glaube, das wird sich alles auch von selber wieder bessern. Denn manchmal gibt es auch mal Nächte, wo sie Nachts nur 1x aufwacht oder sich einfach durch Rückenkraulen beruhigen lässt. Ich versuche es zwischendurch einfach immer wieder mal, sie ohne Stillen wieder zum Schlafen zu bekommen. Und wenns nicht klappt, dann eben nicht.
Was das Essen angeht: bei uns war es auch so, dass Füttern lassen doof ist. Und Brei generell ist eh bääh ... Wir haben ihr dann auch immer Fingerfood angeboten, von dem am Anfang aber auch nur homöopathische Mengen gegessen wurden. Von einen Tag auf den anderen hat sie sich dann aber plötzlich den Bauch mit ihren Zucchini- und Kartoffelstückchen vollgeschlagen und war sauer, dass es alle war.
Sie stillt seit ein paar Tagen übrigens auch wieder ungewöhnlich viel ... wird schon seinen Grund haben.
Liebe Grüße vom Erdnuckel mit der großen Prinzessin 10/2009 und der kleinen Kämpferin 12/2014
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2-fachMama
- schreibt ganz schön oft
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- Registriert: 27.02.2010, 19:39
Re: Mit 10Monaten alles zurück auf "Anfang"
Hallo!
Lass dich erstmal drücken! Das war bei uns auch so lange so. Hinterher hatte ich aber immer die Einsicht, dass es Zähne, ein Infekt oder ein großer Entwicklungssprung waren, welche meinen Zwerg so durcheinander brachten. Halt dir immer vor Augen: Es wird wieder anders! denn so ist es.
Wie lange hat dein Kind das denn schon? Käme ein Infekt in Betracht? Sind Zähne am durchbrechen?
Ich weiß, das hört sich alles nach schon 100mal gehört an aber man kann leider nicht in die Kinder reinschauen und nur raten. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass jedes Kind einen Grund hat, wenn es sich anders verhält als sonst. Wie ist denn die Verdauung so? Das könnte ja auch ein Grund sein.
Liebe Grüße!
Lass dich erstmal drücken! Das war bei uns auch so lange so. Hinterher hatte ich aber immer die Einsicht, dass es Zähne, ein Infekt oder ein großer Entwicklungssprung waren, welche meinen Zwerg so durcheinander brachten. Halt dir immer vor Augen: Es wird wieder anders! denn so ist es.
Wie lange hat dein Kind das denn schon? Käme ein Infekt in Betracht? Sind Zähne am durchbrechen?
Ich weiß, das hört sich alles nach schon 100mal gehört an aber man kann leider nicht in die Kinder reinschauen und nur raten. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass jedes Kind einen Grund hat, wenn es sich anders verhält als sonst. Wie ist denn die Verdauung so? Das könnte ja auch ein Grund sein.
Liebe Grüße!
Mama mit Mausi (* Jan 05) und Wurschtl (* Jun 09)
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Anjuschka1982
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- Registriert: 23.03.2009, 15:36
Re: Mit 10Monaten alles zurück auf "Anfang"
Viele lieben Dank für eure Antworten - das macht Mut. Nach verzweifelten Anrufen bei meinen Mami-Freundinnen erleichtert es schon etwas, wenn es sich wohl doch zu ändern scheint. Obwohl manchmal die Hoffnung wirklich schwindet und man sich in bestimmten Situationen weiß Gott nicht vorstellen kann, dass es bald vorbei ist
Es könnte im Prinzip alles sein - neulich hatte sie aus heiterem Himmel hohes Fieber ohne jegliche andere Symptome - wir waren sogar bei Arzt weil das so überraschend kam. Am nächsten Tag war alles wieder gut. Und Zähne bekommt sie auch am laufenden Band - theoretisch wären nun sogar die Eckzähne an der Reihe, die ja gar nicht "ohne" sein sollen. Sie ist seit circa 1 Woche "nicht von dieser Welt" :-)Ich könnte es mir auch ein bisschen damit erklären, dass sie unser Urlaub letzte Woche ein bisschen aus der Bahn geworfen hat. Wir waren eine ganze Woche unterwegs...Die Verdauung ist eigentlich ok - jedenfalls kann ich hier keinen Unterschied zu den "normalen" Tagen feststellen
Ich versuche mir ja grundsätzlich nicht so verrückt zu machen und das eben alles so akzeptieren wie es ist - man orientiert sich ja aber dann doch ab und zu mal am Umfeld und macht sich dann doch Gedanken
Liebe Grüße Anja
Es könnte im Prinzip alles sein - neulich hatte sie aus heiterem Himmel hohes Fieber ohne jegliche andere Symptome - wir waren sogar bei Arzt weil das so überraschend kam. Am nächsten Tag war alles wieder gut. Und Zähne bekommt sie auch am laufenden Band - theoretisch wären nun sogar die Eckzähne an der Reihe, die ja gar nicht "ohne" sein sollen. Sie ist seit circa 1 Woche "nicht von dieser Welt" :-)Ich könnte es mir auch ein bisschen damit erklären, dass sie unser Urlaub letzte Woche ein bisschen aus der Bahn geworfen hat. Wir waren eine ganze Woche unterwegs...Die Verdauung ist eigentlich ok - jedenfalls kann ich hier keinen Unterschied zu den "normalen" Tagen feststellen
Ich versuche mir ja grundsätzlich nicht so verrückt zu machen und das eben alles so akzeptieren wie es ist - man orientiert sich ja aber dann doch ab und zu mal am Umfeld und macht sich dann doch Gedanken
Liebe Grüße Anja
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Meli 307
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- Registriert: 27.04.2008, 12:21
- Wohnort: BW
Re: Mit 10Monaten alles zurück auf "Anfang"
das war bei der Motte hier auch so-Interesse an Essen erst sehr spät( 13 Monate oder so, und auch mehr zum Spielen ).Stillen mehrmals die Nacht, oft aufgewacht,...
besonders wenn Zähne kamen war Essen fast null, viel getragenwerdenwollen und noch mehr Stillen.
jeder entwicklungssprung macht auch Angst , da klammert man sich sicherheitssuchend an Mama.all das neue muß erst eingeordnet werden, die vielen Eindrücke sortiert.
das ist nicht die erste und nicht die letzte Phase die so verläuft-versuch locker zu bleiben, es geht rum.wirklich.
besonders wenn Zähne kamen war Essen fast null, viel getragenwerdenwollen und noch mehr Stillen.
jeder entwicklungssprung macht auch Angst , da klammert man sich sicherheitssuchend an Mama.all das neue muß erst eingeordnet werden, die vielen Eindrücke sortiert.
das ist nicht die erste und nicht die letzte Phase die so verläuft-versuch locker zu bleiben, es geht rum.wirklich.


